Neuer Clone - Moore?

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Moinsen!

Schaut mal hier: http://www.davismullerinstruments.com/Moorehome.htm

Ist für mich ne komplette Neuentdeckung - gefällt mir gut! Hängt anscheinend mit KeyB zusammen.

Gibt einen B3-Clone, einen A100-Clone und ein "Leslie" mit der in einem Clone Thread schon angesprochenen Technik (mit den 360° Speakern - 8 oben und 4 unten in dem Fall)!

Sieht super aus, klingt auf den NAMM-Videos ein ganz klein bisschen dünn - kann aber natürlich täuschen - der gute Joey spielt sie übrigens auch. (muss ja nix heißen :) )

Kostet aber nen Haufen.

Kannte die jemand schon?

Lieben Gruß,
Simon

Edith: Sehe grad, die sollen KeyB aufgekauft haben und bauen die KeyBs sowohl in Originaler Fassung als auch in diese B- und A-Style-Cases!
 
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Yep - ist recht interessant ! Auch die Replacemant Amps für die Leslies gefallen mir gut !
 
@simon
Von mir aus kann man ja machen und wenn es für KeyB da eine Chance ist warum nicht. Gehäuse wird man nach Vorbild gefertigt haben und was das kostet kann ich nachvollziehen. Ich kenne die KeyB schon seit der ersten Version noch. Ist schon gut dennoch bleibe ich bei meinem Hoax. Und wie ein B 3 Look geht weiß ich auch :D ( transportabel versteht sich bei gleicher Optik )
Leslie Louvres finde ich schon eher gewöhnungsbedürftig, mir ist die althergebrachte Form lieber. Hier jedoch einen Replacement Leslie Amp einzusetzen ist für mich Frevel. Warum umständlich einen Transistoramp auf Röhre umbiegen, wenn man es mit Röhre wesentlich einfacher haben kann. Eine Hammond hört bei ca 6000 Hz im Frequenzgang auf und mit diesem Parameter ist ein Röhrenamp leichter zu konstruieren als ein Transistor Amp erst recht wenn dieser wie Röhre klingen soll. Die Röhrenproduktion hat erheblich aufgeholt selbst bei Produkten aus dem Osten von schon legandären Röhren. Gute Endstufenröhren sind erhältlich warum also nicht verwenden ? Mir scheint hier hat jemand großen Bammel davor einen verschachtelten Ausgangstransformator zu wickeln.
Wenn es schon Transistoramp sein soll, das 770er oder 760 haben es doch vorgemacht, da braucht nicht etwas konstruiert werden, nur um so auszusehen wie ein 122er Amp.
Von der Preissache her geht es wohl eher in Richtung High End ........ fehlt nur noch ein angeblich brummfreises 1 cm dickes Netzkabel für 3000 Euro wie in HIFI Kreisen üblich. Ach ja die vergoldeten Sicherungen dabei nicht vergessen ........( könnte die Ursache für zu dünnen Wiedergabebereich sein )
happyfreddy
 
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Bei all der Detailliebe die Orgelgehäuse und die Peripherie betreffend und angesichts der hohen Preise frage ich mich, wieso sie nicht gleich echte Tonewheels eingebaut haben - oder hätte das die Kosten dann zu sehr in die Höhe getrieben?

Da es sich im Großen und Ganzen nur um (unsaubere) Sinus-Wellenformen handelt, die übereinander "gestapelt" werden, kommt man mit digitalen Emulationen (im Idealfall sampelt man einfach die Originale und fügt ein bisschen Physical Modeling dazu) wohl doch noch mit am Weitesten.
Und solange ein echtes Leslie und sonstige analoge Effekte angeschlossen bzw. eingebaut sind, dürften Klone wie die oben vorgestellten Modelle wohl auch die meisten Puristen zufriedenstellen.
 
hi
Dem kann ich so nicht zustimmen
Ein Hammond Tonewheel Generator ist ein mechanisches Gebilde und aus diesem Aufbau ergeben sich auch genau die Parameter, die es bei einer Imitation immer schwer machen, diese alle wirklich zu erfassen.

Die Admin mögen es nachsehen wenn es nun schon wieder etwas mehr in Richtung Off Topic ( zu einem anderen Strang gehörend ) geht, aber bei diesem komplexen Thema kreuzen sich nunmal vielfach Fakten und Ansichten. Ich bemühe mich daher einigermaßend nicht allzu off topic zu werden .......

Beim Tonewheel Generator hat man zunächst einen drehzahlkonstanten Motor, der eine Welle antreibt, auf der mehrere Zahnräder sitzen, die ihrerseits mit unterschiedlichen Übersetzungsverhältnissen Zahnräder auf Nebenwellen antreiben. Je Nebenwelle ist dieses angetriebene Zahnrad - auf einer Rutschkupplung sitzend mit je zwei Tonwheels verbunden. Das Profil dieser Tonwheels am Umfang ist so geschnitten, daß hier zwei Töne erzeugt werden, die im Abstand von 4 Oktaven liegen ( Ausnahmen mit Blanc Wheels gibt es auch) . Die Tonwheels ihrerseits sind mit Wellental und Wellenberg so fixiert auf der Welle, daß sich jeweils Tal und Berg gegenüberstehen. Die jeweiligen Rutschkupplungen sind erforderlich um das Drehmoment beim Start in Grenzen zu halten. Einmal angetrieben laufen sie jedoch mit konstanter Drehzahl. Bedingt durch die Rutschkupplungen hat man jedoch bei jedem Einschalten eine andere Ausgangskonfiguration, wodurch das Klangbild lebendig wird. Da der ganze Generator in seiner Konstruktion in Kammern aufgeteilt ist in denen sich ja jeweils zwei Tonpaare befinden, resultiert daraus ein gewisses Übersprechen. Dies zu mindern sind den Pickups der zugehörigen Tonewheels noch Filter nachgeschaltet, die auf die erzeugte Frequenz abgestimmt sind.

Der gesamte Generator ist in seinem Konzept jedoch NICHT PHASENSTARR aufgebaut. Dies unterscheidet ihn von jedem anderen, der auf einer Frequenzteilung in den Kaskaden beruht. Hier haben wir jedoch eine PHASENSTARRHEIT, die sich letztlich auch auf den Klang auswirkt.
Bei bisherigen Emulatoren auf digitaler Basis wird jedesmal der eigentliche Ton erst mit dem Druck auf die Manualtaste ausgewählt und dann das resultiernde Klangbild anhand weiterer Parameter wie gezogener Zugriegel ( also Fußlagen ) BERECHNET. Ein völlig anderes Verfahren gegenüber dem ständigen Vorhandensein ALLER TÖNE des Generators und nur dem jeweiligen Durchschalten per Tastenkontakt.

Nach diesem Prinzip funktioniert eine KEYB ( LINUX PC ) die hier die Basis der vorgestellten Modelle zu sein scheint ( wenn schon eine Involvierung angedeutet) sowie jedes andere VST Instrument.
Im Vergleich dazu werden zB im Hoax HX3 Soundengine Clone ALLE 91 Töne des Tonewheel Generators freilaufend STÄNDIG VERFÜGBAR erzeugt und zwar incl der Ungenauigkeiten, Übersprechen, Schlupf etc des Hammond Generators. Der berühmte Keyclick ist bei diesem System sogar von Haus aus schon da und brauchte nicht erst programmiert werden wie bei der KEYB .

Hier jetzt einfach zu sagen mit ein wenig Sampling ist dasselbe zu erreichen trifft sicher nicht den Kern.
Sampling hieße für jede Zugriegelkombination ein separates Sample zu erstellen, was durch eine Zugriegeleinstellung erst aufgerufen wird und dann durch Tastendruck berechnet werden muß. Ein ähnliches Problem stellte sich schon beim Sampeln eines Flügels mit seinen Anschlagstärken. Datensätze erreichen da schnell etliche GByte und das nur auf die Samplingrate 44,1 Khz bezogen.

Hier jetzt in einer Orgel wieder echte Tonwheels einzubauen wäre sicher wünschenswert. Nur der Grund warum sich Laurenz Hammond letztlich davon abgewandt hat war die Kostenseite der manuellen Fertigung dieser Generatoren.
Ich bin mir sogar sicher : bei der heutigen Präzision an Maschinen wird nicht dasselbe Resultat erreicht werden !!
Die alten Maschinen aus der Chikagoer Fabrik lagern heute in irgendwelchen Kellern in Japan falls sie noch existieren. Wenn dem so sein sollte hätte man ja bisher sicher gekonnt wenn man wollte, nur warum hat es niemand getan ? Eine Nachfrage wäre sicher vorhanden, allein schon um alte Instrumente wieder funktionstüchtig zu machen. So werden die Recourcen immer weniger und eine Folge daraus sind nunmal die vielen Clones, die ersonnen werden .... Nebeneffekt auch an Gewicht zu sparen.
Haben wollen einige - nur nicht schleppen :rolleyes:
happyfreddy
 
Mit Sampling meinte ich eigentlich, dass man nur die Klänge der einzelnen Tonewheels (sofern dies möglich ist) aufnimmt, inklusive einiger Round-Robin-Variationen, um die Lebendigkeit wenigstens halbwegs zu simulieren. Das Übereinanderschichten über die Zugriegel würde dann mittels spezieller Algorithmen erfolgen, welche das Funktionsprinzip des Originals nachahmen.
 
hmmm
viele Wege führen nach Rom ein echter Tonewheel sicher der simpelste Weg vom Konzept her in der Ausführung jedoch mehr als aufwändig.
Zahnrad ist nicht gleich Zahnrad und viele vergessen einfach, daß Laurens Hammond auch Uhren gebaut hat. Die Kunst ist es da bei konstantem Achsabstand verschiedene Übersetzungsverhältnisse unterzubringen mit einer kaum hörbaren Toleranz des resultierneden Tones. Mit üblichen genormten Modulgrößen an Zahnrädern kommt man da nicht weit.
Der Weg den PARI beschritten hat ist von der Idee her nicht schlecht. Nachteil jedoch nebeneinander liegende Tonräder aus einer Kaskade jeweils im Oktavabstand. Hier liegt dann eine völlig andere gegenseitige Beeinflussung vor. Ein weiteres Merkmal einer Hammond sind die Ungenauigkeiten aufgrund der Fertigung. Im Grunde wurde ja vieles in Eigenregie produziert selbst eine einfache Spule oder Trafo.
happyfreddy
 

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