Weil ich gerne Neues ausprobiere, habe ich ChatGPT einmal bemüht, dem Thema auf den Grund zu gehen (nicht physikalisch gesehen!). Die KI steht grundsätzlich voll hinter dem Holzklang, was bei der Masse an Quellen dazu im Netz nicht verwunderlich ist. Was mich daran allerdings stört: Die generierten Erklärungen dazu sind schwammig, was bei ChatGPT ein Hinweis darauf ist, dass die Quellenlage eher dünn und unwissenschaftlich ist. Also habe ich konkret einmal nachgefragt, ob es Quellen nennen kann, die in den 1950er Jahren von der Klangqualität von Hölzern bei E-Gitarren handeln.
Heraus kam dann das, was ich erwartet hatte:
"Es ist schwierig, konkrete Quellen aus den 1950er Jahren zu finden, die speziell die Klangqualität von verschiedenen Hölzern bei E-Gitarren behandeln, da dies ein Thema war, das in der damaligen Zeit weniger im Fokus stand als heute. Allerdings gibt es einige Quellen aus dieser Zeit, die indirekt darauf hinweisen können, welche Hölzer als klanglich vorteilhaft für E-Gitarren angesehen wurden.
- In einem Artikel aus dem Jahr 1959 in der Zeitschrift "Popular Mechanics" über den Bau von E-Gitarren wird erwähnt, dass die Korpushölzer, die für die besten Gitarren verwendet werden, eine "hohe Dichte und Elastizität" aufweisen sollten, um den besten Klang zu erzielen.
- In einem Artikel aus dem Jahr 1958 in der Zeitschrift "Popular Science" über den Bau von E-Gitarren wird beschrieben, wie der Hals der Gitarre aus einem "dichten und stabilen Holz" wie Ahorn oder Mahagoni gefertigt werden sollte, um eine gute Klangübertragung zu erreichen.
- In einem Artikel aus dem Jahr 1954 in der Zeitschrift "Billboard" über die Produktion von Gitarren in den USA wird erwähnt, dass der Korpus aus einem "hartem, dichten Holz" wie Ahorn oder Mahagoni bestehen sollte, um eine gute Klangqualität zu erzielen.
Diese Quellen beziehen sich auf die Bedeutung von Dichte und Stabilität bei der Holzauswahl für E-Gitarren und legen nahe, dass diese Faktoren für eine gute Klangqualität wichtig sind. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Wahrnehmung des Klangs von E-Gitarren sehr subjektiv ist und dass es viele andere Faktoren gibt, die den Klang beeinflussen können, wie z.B. die Elektronik, die Verstärker und die Spielweise des Gitarristen."
(Quelle: chat.openai.com)
Was fällt auf? Es ging in den 1950ern offensichtlich um Stabilität- verständlich, die braucht man für langes Sustain und saubere Töne.
Wissenschaftlich sind die Antworten leider nicht, dafür fehlen die genauen Quellen.
Hakt man weiter nach kommt dann die lustige Antwort:
"Es ist jedoch auch wichtig zu beachten, dass die Holzauswahl bei E-Gitarren in den 1950er Jahren möglicherweise nicht so viel Aufmerksamkeit erhielt wie heute. Die Solid-Body-E-Gitarre war zu dieser Zeit ein relativ neues Instrument und die Technologie für die Herstellung von E-Gitarren befand sich noch in der Entwicklung. Die Hersteller konzentrierten sich möglicherweise mehr auf die Entwicklung von elektronischen Komponenten wie Tonabnehmern und Verstärkern, anstatt sich auf die Holzauswahl zu konzentrieren."
(Quelle: chat.openai.com)
Die KI ist gar nicht so dumm, wie ich anfangs dachte...
kleiner Witz am Rande: Wenn ihr es selber ausprobiert, ich habe ChatGPT auf Zollners Werk hingewiesen, die KI kannte weder ihn noch sein Buch- was sich jetzt geändert hat..