Notation mittels Aufnahme (z.B. in Cubase)

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EinszweiDreiVier
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Hi zusammen!

(Ich hoffe es gibt dazu noch nicht hundert Einträge) Denke aber sie ist vielleicht doch etwas anderes, als das bisher gefragte:

Will Dinge für meine Band ausnotieren. (Es geht in erster Linie um Alt-Sax Parts ggf Trompete und Posaune)

Bisher habe ich (Gitarrist) immer alles in Guitar Pro 5 gemacht. Als Kind noch begeistert. Heute nicht mehr so begeistert, weshalb ich eine einfachere Art der Eingabe suche.
Die Midi Keyboard Funktion in GP geht zwar schon ein bisschen schneller, aber ist immer noch ein ziemlicher Pain in the ass, wenn man z.B. Sachen mit 16tel Triplet feel eingeben will und nicht super gut darin ist, jede Note via Gehörbildung schon notiert zu sehen.

Frage also:
Ich nutze Cubase 5. Die Notation ist schrecklich. Es kommt völliges Gibberish raus, was mein Saxophonist niemals differenzieren kann. (Tausend 32tel Pausen etc.)

Wie kann ich in Cubase 5 die Sachen so ausnotieren, damit sie einigermaßen sauber aussehen, sodass sie ein Normalsterblicher lesen kann.

Was brauche ich für Skills? Gehts darum die Sachen besser zu Quantifizieren? Hat da jemand ein gutes Tutorial (für Cubase 5)?

Macht es Sinn, sich ne neuere Software zu holen? Wird ja wahrscheinlich in neueren Versionen von Cubase besser.

Mir gehts nur darum, möglichst schnell saubere Partituren zu haben.

Vielen vielen Dank! Mit Euren Antworten sichert Ihr uns vielleicht die Nerven bald die Songs auf Bühne zu bringen :)

Grüße, Bernie
 
M
Mister Spock
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Muss es Cubase sein? Schon mal Musescore probiert?
Und Triplets - meinst du damit Swingfeeling? Das muss man nicht ausnotieren, das ist eigentlich nicht üblich.
 
HaraldS
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Was brauche ich für Skills?
Erstmal musst du einen Plan haben, wie gute Noten aussehen. Du schreibst für Bläser, also gibt es Traditionen und Standards, die deine Musiker vermutlich kennen werden und die sie erwarten. Die wichtigste Konvention ist natürlich gute Lesbarkeit, und um die zu erreichen, muss man eine Software verwenden, die gute Lesbarkeit in den Vordergrund stellt. Also ein Notensatzprogramm und eher keine DAW wie Cubase.

Nach der grundsätzlichen Lesbarkeit kommt die inhaltliche Richtigkeit: du solltest idealerweise die Regeln der Synkopennotation kennen, das Prinzip transponierender Instrumente variabel beherrschen, die Ranges der Instrumente (->und die deiner Spieler<-) gut kennen, Artikulation und Dynamik bewusst einsetzen und wissen, wie du für kräftezehrende Instrumente wie Bläser organisch und effektiv schreibst. "Bläser arrangieren: Der Weg zum perfekten Bläsersatz" von Wiebe ist da gar nicht schlecht.

Oder weisst du das alles schon und suchst wirklich nur die Software um das aufs Papier zu bringen? Ich schreibe meine Bläserarrangements mit Finale und kann das sehr empfehlen.
 
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turko
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Soweit ich gehört habe (!! also nicht aus eigener Erfahrung !!) soll DORICO da wirklich gute Dienste leisten können.
Vorteil: Da aus dem Hause Steinberg, sollte es wiklich gut mit CUBASE (hoffentlich auch mit der alten 5-er Version) "zusammenarbeiten".

Davon abgesehen:

1) So große Quantisierung wie möglich einstellen
2) Sing-Feeling nicht in Triolen notieren, sondern gerade
3) NotenLÄNGEN schon im Key-Editor von Cubase sauber zurechtstutzen, da das im Keyeditor VIEL schneller und angenehmer
machbar ist, als in der Notationssoftware.

Was das reine Layout der Noten angeht, werden spätere CUBASE-Versionen sicher besser ... und erreichen mit DORICO ihren Höhepunkt (im Hause Steinberg).

LG
Thomas
 
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Soweit ich gehört habe (!! also nicht aus eigener Erfahrung !!) soll DORICO da wirklich gute Dienste leisten können.
Vorteil: Da aus dem Hause Steinberg, sollte es wiklich gut mit CUBASE (hoffentlich auch mit der alten 5-er Version) "zusammenarbeiten".

Davon abgesehen:

1) So große Quantisierung wie möglich einstellen
2) Sing-Feeling nicht in Triolen notieren, sondern gerade
3) NotenLÄNGEN schon im Key-Editor von Cubase sauber zurechtstutzen, da das im Keyeditor VIEL schneller und angenehmer
machbar ist, als in der Notationssoftware.

Was das reine Layout der Noten angeht, werden spätere CUBASE-Versionen sicher besser ... und erreichen mit DORICO ihren Höhepunkt (im Hause Steinberg).

LG
Thomas
Dorico ist wirklich erste Sahne. Aber: erst mal relativ hohe Einsteigshürde.
Von daher würde ich durchaus bei Cubase bleiben.
Die Zusammenarbeit beider Programme (ich habe beide...) ist nicht wirklich sonderlich dolle.

Ansonsten hast Du Recht: Quantisieren ist wichtig. Was die Notenlängen/Notenenden betrifft: in Cubase kann man auch die Enden quantisieren, eventuell geht das schneller, als die Enden händisch auf bestimmte Längen zu ziehen.
Zudem gibt es im Cubase-Noteneditor noch die Möglichkeit der "Darstellungs-Quantisierung", damit werden auch die winzigen Pausen-Werte umgangen.

LG,
Hooray
 
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Musik-Notation ist ein weites Kampfgebiet. Im Prinzip erwartet man von der Software eine Unterstützung, die sie nicht wirklich leistet. Moral: Man müsste es erst händisch schreiben können...
Leseempfehlung: Essential Dictionary Music Notation, by Tom Gerou/Linda Lusk, Alfred Publishing Co.
Technisch: Midi recorden in DAW, alles leicht nach rechts verschieben, quantisieren, Beginn und Eventlänge, eventuell auf Notenende bis nächste Note setzen, Midi muss sauber editiert sein und quasi "blöd" klingen. Export nach Notationssoftware.
Problem: verlangt permanente Nutzung, weil unglaubliche Einarbeitung notwendig, geht schnell vergessen.
 
N
Nikkin
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Was ich an Cubase dabei gut finde (habe inzwischen die 12)

Eingespielte oder gesungene Noten kann Cubase analysieren und MIDI draus machen.
Das habe ich z.B. schon genutzt, um eingesungene Melodien dann in der MIDI Ebene zu bearbeiten und z.B. durch Ändern einzelner Noten interessanter zu machen.

Die neueste Version kann sogar in Audiodateien kompletter Musikstücke die Akkorde analysieren und notieren.

Die Notenbearbeitung ist über die Versionen besser geworden, aber noch nicht auf Dorico Niveau. Ich habe auch noch nicht versucht, MIDI Spuren meiner Arrangements aus Cubase in Dorico zu importieren. Mach leider noch zu wenig in Dorico.
 
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Also ich finde Cubase nicht sooo schlecht. Das Notenbild und die Editierung könnten natürlich besser sein, aber es geht sehr schnell wenn man es drauf anlegt und sieht passabel aus.

Wie schon angesprochen, Aufnahme mit Metronom ist Pflicht, Automatik-Quantisierung, oder kontrollierte händische Quantisierung, und Anzeigequantisierung.
Das sollte nicht so schwer sein.
Ich mache das polyphon, z.t. mit Akkordsymbolen usw.


Hier mit der alten Version Cubase 5 von 2010




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