Noten schreiben - womit? Ein neuer Versuch...

von Kriz, 13.09.07.

  1. Kriz

    Kriz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #1
    Hallo Leute,
    ich weiß, dass es sicher zahlreiche Threads zu diesem Thema gab, aber ich ich frage doch mal, weil ich hoffe, dass jemand ne Idee hat, oder sich auf dem Markt vielleicht was getan hat.

    Also , ich habe früher mit Capella geschrieben, hab aber nun ein Macbook und Capella gibts nicht für Mac. Dann habe ich Finale Printmusic versucht, das is furchtbar zu bedienen und da ich mittlerweile auch Logic Express nutze, hab ich es darüber auch probiert. Das Ergebnis ist, dass ich sehr schnell sehr frustiert bin, weil Logic zum Notenschreiben einfach nicht taugt!! Es macht wirklich oft eklatante Fehler (beispielsweise bleiben Pausenzeichen stehen, obwohl der Takt mit NOten voll ist!)

    Ich brauche ein Programm, dass Midi-INport und Export kann und vor allem eine schnelle Eingabe erlaubt, ohne dass ich gleich 500 Euro für Sibelius ausgeben muss... Die ganzen Sounds brauch nämlich nicht! Ich will nut Satzgesänge arrangieren!

    Freue mich auf Vorschläge!
     
  2. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 13.09.07   #2
    Ich kenn nur Finale, nicht Finale Printmusic, weiß also nicht, ob die Funktionen die gleichen sind. Was genau findest du denn furchtbar zu bedienen? Ich benutze Finale seit einigen Jahren, entdecke zwar immer noch Neues, aber die Grundzüge des Programms sind mE schnell zu erlernen und eben überhaupt nicht kompliziert im Handling.

    E: Habe mich grade auf der Klemm-HP schlau gemacht:
    Die Eingabefunktionen sind bei Printmusic die gleichen wie im "großen" Finale. Wenn deine Unzufriedenheit in Problemen damit begründet war, kann ich dir gerne weiterhelfen.
     
  3. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 13.09.07   #3
    Ich verwende nur Logic (allerdings noch die alte 5.51 auf dem PC) zum Erstellen von Noten, weil das bei mir am schnellsten geht. Allerdings schreibe ich nicht die Noten, sondern ich spiele die Parts auf dem Keyboard ein. Das Notenbild ist dann meist schon ziemlich sauber.

    Wenn es nicht gerade Klaviernoten sind, muß ich meistens auch kaum noch etwas ändern. Bei Klaviernoten müssen die Noten noch auf zwei Systeme aufgeteilt werden, was aber mit dem Stimmtrenn-Werkzeug sehr komfortabel geht.

    Zu deinem Problem:

    In den Darstellungsparametern (Links) gibt es einige Optionen, die das Notenbild bei live eingespielter Musik positiv beeinflussen, bei manueller Noteneingabe aber störend sind. Unter Logic 5 heißen sie:
    • Qua => Darstellungsquantisierung, bestimmt Wert der kleinsten darzustellenden Noten
    • Interpretation => Pausen werden reduziert
    • Synkopen => Noten werden mit möglichst wenig Haltebögen dargestellt
    • Keine Überlapp. => Überlappungen werden entfernt
    • Max. Punkt. => Wieviele Punkte punktierte Noten bekommen dürfen.

    Man muß bei Logic sich im Klaren sein, daß es kein wirkliches Notenschreibprogramm ist. Beim Einfügen einer Note wird ein MIDI-Event erzeugt. Überbundene Noten sind ein MIDI-Event, keine zwei Noten und ein Haltebogen. Wenn diese eine Noten anders dargestellt werden soll, als Logic sich das denkt, müssen entsprechende Eigenschaften für diese Note geändert werden. (Menü Attribute).

    Bei manueller Noteneingabe sollte Interpretation und Überlappungskorrektur ausgestellt werden. Die Darstellungsquantisierung muß so einstellt sein, daß auch die kleinsten einzugebenden Notenwerte dargestellt werden. Synkopen würde ich nur gezielt auf einzelne Noten anwenden.

    Alle Global auf eine Notenzeile wirkenden Darstellungsoptionen lassen sich für einzelne Noten wieder rückgängig machen. (Menü Attribute)

    Ich finde es praktisch, daß man Matrix- und Noteneditor und Eventzeile parallel geöffnet halten kann. Jeder dieser Editoren zeigt die selben Midi-Events in einer anderen Darstellungsform an (Noten, Balken, Text). Egal, wo man die Events ändert, jeder Editor paßt den Inhalt sofort an. Notenlängenänderungen z.B lassen sich im Matrixeditor oder der Eventzeile viel schneller vornehmen.

    (alle Logic-Begriffe beziehen sich noch auf Logic 5.51 PC, die können auf dem Mac anders heißen)

    Gruß
     
  4. Kriz

    Kriz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #4
    Vielen Dank für die Anregungen... ich werde wohl bei Logic nochmal etwas genauer reinschauen...zum Einspielen und Ausgeben von Parts empfinde ich das auch als angenehm, aber ich komponiere Satzgesang am Computer, das is doch manchmal etwas hakelig, Capella konnte das sehr gut, leider läuft das ja nicht auf dem Mac...
     
  5. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 14.09.07   #5
    Ich schreibe häufig Arrangements für Chor, das ist naturgemäß dem Satzgesang in einer Band sehr ähnlich. Ich verwende Finale und finde einige Funktionen extrem hilfreich für homophonen Chorgesang:
    • Stimmen verteilen: ich gebe vierstimmige Akkorde in das oberste Notensystem ein, Finale verteilt die Noten auf dieses und die drei darunter liegenden Notensysteme. Ich kann damit direkt in Akkorden denken und muß die Stimmtrennung nicht von Hand realisieren
    • Detaillierte Kopierfunktionen: Ich kann Finale anweisen, beim folgenden Kopiervorgang z.B. nur Dynamik, nur Cresc./Decresc., nur Artikulationen oder die Notenkopfeinstellungen zu kopieren. Mit geschicktem Kopieren kann man enorm Zeit sparen und in allen Stimmen gesichert alles identisch eintragen
    • Texte zuordnen: die Texte kann ich in einem Texteditor verfassen und später in einem Rutsch unter die bereits eingegebenen Noten setzen lassen. Das spart enorm Zeit und vereinheitlicht Schreibweisen und Zeichensetzung bei Chorstimmen.
    Ich kann dir nur empfehlen, dich in Finale einzuarbeiten. Es lohnt sich.

    Harald
     
  6. darknezzz

    darknezzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.07   #6
    Ich weiß, dass die meisten wohl eher eine grafische Lösung bevorzugen, aber als kostenlosen Tipp möchte ich mal Lilypond nennen.

    Das ist quasi eine Auszeichnungssprache für Noten. Der Interpreter generiert auf Wunsch allerdings auch Midis, sodass man sich das ganze auch anhören kann.
    Wenn man da einmal eingearbeitet ist, kann man zügig damit arbeiten, die Anfangshürde ist nur eben etwas höher.

    Ich weiß, dass es dafür auch die eine oder andere grafische Oberfläche im Netz gibt, die auch Mac kompatibel sein sollten. Da müsstest du dich bei Interesse aber mal selbst umsehen.

    Hier der Link zu dem Projekt: http://lilypond.org/web/
     
  7. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.07   #7
    wenn du nicht per midi oder usb einspielst, würde ich die ganze sache per hand ausnotieren. das geht 10 mal schneller, als wie blöde noten zu schieben. ansonsten bin ich auch sehr zufrieden mit finale.
    man muss zwar immer mal wieder sachen suchen, weil man sie zu wenig benutzt, aber ansich funktionierts prima.
     
  8. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 18.09.07   #8
    man kann es sich nur nicht anhören :)
     
  9. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.07   #9
    ich kann aber noten lesen... und ein wenig klavierspielen...
     
  10. Green Manalishi

    Green Manalishi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #10
    Hallo,


    ich häng mich da mal rein weil ich ebenfalls ein einfaches Programm zum Noten schreiben suche.

    Logic benutze ich zum Aufnehmen, aber die Notation finde ich schrecklich, auch die Demo versionen von Finale und Sibelius fand ich in der Bedienung viel zu kompliziert und auch viel zu mächtig für das was ich brauche. Dann hatte ich noch eine Share- oder Freeware suit deren Name mir entfallen ist, war auch nicht grade das was ich möchte.

    Ich mag es wie z.B. Guitar-Pro das macht, finde ich sehr einfach und schnell zu bedienen, allerdings hatte ich die Demo version auf dem Mac nie zum laufen gebracht.
    Also suche ich einen Editor der ähnlich wie der von Guitar-Pro funktioniert, die anderen Funktionen bräuchte ich gar nicht. Gibts sowas?


    Danke, cheers.
     
  11. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 29.09.07   #11
  12. Green Manalishi

    Green Manalishi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #12
    Hallo,


    nicht nur Gitarrenorientiert, allerdings fand ich die Funktion von Guitar-tab richtig einfach, mit den Cursortasten die Notenhöhe bestimmen und mit dem Numpad setzen, daher das Beispiel.
    Problem Nummer 2, PowerTab gibt's gar nicht für den Mac. ;)
    (Hatte ich vielleicht nicht deutlich genug gesagt, es soll für Mac OS sein)


    cheers.
     
  13. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 29.09.07   #13
    Wenn es dir passt, so ähnlich wie Guitar Pro zu laufen, dann wäre vielleicht Tuxguitar einen Versuch wert. Gibt's für Windows, Linux und Mac. Tuxguitar kann auch mit GuitarPro und Power-Tab Dateien umgehen und ..... kostnix.

    Gruss, Ben
     
  14. Green Manalishi

    Green Manalishi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #14
    Hallo,


    Danke, kannte ich noch nicht und werde ich mir auf jeden Fall anschauen.


    cheers.
     
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