Notensammlung oder Etüden gesucht

von kalliope_07, 16.07.19.

  1. kalliope_07

    kalliope_07 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.19   #1
    Liebe Foristen,
    meine Tochter (11) hat gerade einen kleinen Noten-Engpass und ich muss als Mutter geeignete Noten ranschaffen, um sie über den Sommer zu bringen. Sie spielt seit 1,5 Jahren Geige (davor lang diverse Flöten) und hat nach der ,,fröhlichen Violine 1" (sehr verhasst) angefangen mit ,,Klassik für Kinder" (sehr geliebt) und den Wohlfahrt-Etüden (da hat sie etwa 10 Stück bis jetzt gut geübt und mag sie gern). Sie spielt ziemlich viel (für meine Begriffe, sicher gibt es da andere Dimesnsionen) und jetzt hätte sie gerne ein neues Heft, die Lehrerin kann ich über den Sommer nicht fragen und die ist sowieso ein bisschen unmotiviert. Was würde ich ihr wohl am besten kaufen, eher andere Violinschulen (Doflein, Saßmannshaus?) oder andere Etüden? Ich bin da auf die Begriffe Kreutzer und Kayser gestoßen. Wäre irgendwas davon geeignet oder nimmt man die erst später und macht erst den Wohlfahrt ganz durch (die werden sehr schwer dann, nicht?)? Andere Etüden? Etüden hat sie eigentlich gern.
    Wir haben außerdem noch ein paar andere Hefte, aber uns fehlt etwas, an dem man wirklich gern und lang spielen kann, so wie eben dieses besagte ,,Klassik für Kinder"-Heft. Nebenbei spielt sie gerne irische Geigenmusik und ein bisschen Pop und sie hat vor ein paar Wochen mit Vibrato angefangen, wir haben noch ,,Leichte Duette" (Kanefzky, findet sie zu einfach, ich mag sie).

    Was ist eigentlich von diesen Geigenschulen á la Fröhliche Violine & Co zu halten? Kann man auch einfach nur anhand von Stücken gut Geige spielen lernen oder sollte man sich diese Hefte eher besorgen, um den Überblick zu behalten? Sorry für die naive Frage. Das erste Heft von dieser fröhlichen Violine ist halt schon merkwürdig, erst soll man nur zupfen und den Bogen komisch halten (Daumen außen) und dann wird auch lange nicht so wirklich gespielt. Mir ist die pädagogische Ausrichtung nicht ganz klar, es kommt mir vor wie ein Heft, das in erster Linie für Vierjährige zur Beschäftigungstherapie gemacht ist. Aber das wird sicher bei den späteren Bänden anders?!

    Es dankt
    Lynn
     
  2. Amateurdiva

    Amateurdiva Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.19   #2
    Geige spielen lernen würde ich immer mit Lehrer, ob und welche Schule er verwendet ist dann Geschmackssache. Ein Streichinstrument zu lernen ist motorisch sehr anspruchsvoll und da macht es Sinn einzele Bewegungsabläufe zunächst isoliert zu üben. Das ist alles ander als "Beschäftigungstherapie für Vierjährige". Erst zupfen, dann (leere Saiten) streichen kenne ich als übliche Vorgehensweise bei Streicheranfängern, egal in welchem Alter. Auch dass der Bogen zunächst anders gehalten werden darf ist nicht ungewöhnlich. Das Ausbalancieren klappt besser und die linke Hand verkrampft sich weniger.

    WILL deine Tochter denn in den Ferien zusätzliches Futter haben oder ist das eher Dein Wunsch?

    Etüden würde ich nur kaufen, wenn der Lehrer ein spezielles Heft haben möchte. Da sollen ja immer spezielle Techniken eingeübt werden, die auch erklärungsbedürftig sind. Da hat jeder Lehrer ein eigenes Konzept und kann am besten abschätzen, was als nächstes sinnvoll oder nötig ist.

    Wer oder was ist "Kanefzky"?

    "Klassik für Kinder" ist ja erstmal nur ein Überbegriff oder meinst du evtl. dieses Notenheft? In dieser Art gibt es einiges an Spielliteratur, eine CD dabei motiviert auch nochmal anders zum Üben.

    - "Mein erstes Konzert" ist ein ähnlicher Sammelband
    https://www.paganino.de/noten/geigennoten/schuelerliteratur/mohrs-p-mein-erstes-konzert-cd.html

    - Saßmannshaus hat Sammlungen mit Vortragsstücken herausgegeben.
    https://www.paganino.de/noten/geige...smannshaus-k-violin-recital-album-band-1.html

    - Blackwell scheint ein im angeslächsischen Raum verbreiteter Herausgeber zu sein, diese Bände kenne ich aber nicht selbst
    https://www.paganino.de/noten/geige...kwell-k-d-solo-time-for-violin-book-1-cd.html

    Wenn du z. B. beim Paganino Shop die Rubrik Schülerliteratur durchstöberst, solltest du einiges finden. Oder du gehst in eine (der leider immer weniger werdenden) Musikalienhandlungen.
     
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  3. murmichel

    murmichel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.19   #3
    Ich würde die Sache anders angehen. Unterhalte dich mit deiner Tochter darüber, welche Musik ihr gefällt. Dann suche allein oder gemeinsam nach passenden Noten, die auch in der Schwierigkeit stimmen.

    Die Lehrerin hat ja anscheinend für die Sommerferien keine Hausaufgaben gegeben. Es geht also um Spaßprogramm. Dafür würde ich keine Lehrbücher oder Etüden nehmen, sondern schöne Musik -- oder was deine Tochter dafür hält.
     
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  4. kalliope_07

    kalliope_07 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.19   #4
    Hallo Amateurdiva und murmichel,

    danke für die Antworten. Wir waren ein paar Tage weg, daher antworte ich jetzt.

    Amateurdiva, mit ,,Klassik für Kinder" meine ich genau das Heft, das Du auch verlinkt hattest. Das ist toll. Es ist wirklich eine zauberhafte Zusammenstellung, der Schwierigkeitsgrad ist nach den Kinderliedern gerade genau richtig gewesen. Ich werd versuchen, mir die von Dir vorgeschlagenen Hefte mal hier anzuschauen, es gibt hier ein Geschäft, in dem man das kann. Meine Tochter hat jetzt alles mögliche andere Zeug genommen, was wir noch hatten, aber es fehlt ihr halt so ein Lieblings-Notenheft, wenn Ihr versteht, was ich meine.

    Kanefzky scheint so ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen-Musiker zu sein, er hat Duette für alle möglichen Instrumente herausgebracht. https://www.amazon.de/100-leichte-Duette-für-Violinen/dp/3866262000/ref=sr_1_5?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&keywords=kanefzky+leichte+duette&qid=1564311621&s=gateway&sr=8-5



    Ich kann hier nur erahnen, warum Du sowas fragst, aber vermutlich willst Du von mir wissen, ob ich eine unsympathische, meinen Nachwuchs zu von ihm unerwünschten Höchstleistungen antreibende Helikopter-Mutter bin. Mit dem Feinbild ist man mitunter konfrontiert, weil man einfach diese unfassbare Sache gemacht hat, Kinder zu kriegen - wirklich verrückt, oder?! Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich Vertreter dieses Klischees bislang nicht im echten Leben getroffen habe, außer einmal in einem Kuhstall in Österreich, aber das ist eine andere Geschichte, die im Streicherforum nichts zu suchen hat. Wahr ist jedoch, dass ich mit meiner Tochter angefangen hab, Geige zu spielen. Auch ich suche also ein neues Notenheft - da hast Du Recht. Ich hab übrigens mit meiner Zeit viel bessere Sachen anzufangen als Kinder, die selbst nicht musizieren möchten, dazu zu bringen, das nur am Rande.

    Saßmannshaus-Vortragsstücke und Blackwell hab ich mir jetzt mal angeschaut. Ich glaube, der Blackwell könnte was sein, das ist super. Danke!

    @murmichel, das Problem ist, dass wir schon länger und öfter darüber reden und zu zweit noch nicht auf das richtige Heft gekommen sind. Ach ja, Musikrichtung des gesuchten Heftes soll Klassik sein. Bevor jetzt wieder jemand fragt, sie möchte das, nicht ich - Pop haben wir ein paar Hefte daheim, aber das klingt in der Mehrzahl noch nicht so toll. Vielleicht besorg ich mal die zweiten Bände unterschiedlicher Violinschulen gebraucht. Ich werd die Musikschule un die alte Lehrerin sowieso kündigen, das war irgendwie Käse. Meine Tochter hatte das Gefühl, dass sie sowieso nicht bei der Sache war und von 10 Malen sind mindestens 5 Male bei anderen Lehrern gelaufen, weil sie verhindert war - worüber man sich dann noch freuen konnte, weil die Ersatzleute wohl teilweise beeindruckend gut Geige spielen konnten - also, da war irgendwie der Wurm drin. Wenn jemand einen tollen Geigenlehrer in Berlin (Nordosten) kennt, möge er sich gerne bei mir melden.

    Es dankt
    Lynn
     
  5. murmichel

    murmichel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.19   #5
    Hallo @kalliope_07 ,

    schön, dass Du auf die Antworten reagierst. Schraub dabei aber die Aggression vielleicht ein klein wenig zurück. Die Leute hier helfen im Allgemeinen gerne, aber dazu muss man die Situation auch verstehen. Manchmal sind dazu auch kritische Fragen nötig.

    Ich möchte nochmal den ersten Satz aus deiner ursprünglichen Frage aufgreifen

    Das wäre, finde ich, für Deine Tochter eine sehr gute Gelegenheit, um zu lernen, dass und wie sie auf der Geige auch ohne Noten spielen kann. Natürlich, ich wünsche Euch viel Erfolg, bei der Suche nach passenden Noten, aber es geht auch ohne.

    Erfahrungsgemäß fällt es vielen Menschen schwer, ihrem Instrument Musik zu entlocken, wenn sie keine Noten vor der Nase haben. Mir geht es mit dem Klavier so, aber nicht mit einstimmigen Instrumenten, wie dem Cello. An der Notenfixierung etwas zu ändern, wird mit zunehmendem Alter nicht einfacher. Spiele Deiner Tochter eine einfache Melodie vor und lass sie nachspielen. Frag sie, ob sie die Titelmusik einer Fernsehserie nachspielen kann. Oder lass sie versuchen, etwas zu spielen, was so ähnlich klingt, wie ein Stück, das sie gerade nach Noten gelernt hat.
     
  6. kalliope_07

    kalliope_07 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.19   #6
    Hallo, das finde ich eine interessante Idee. ich lese auch immer mal was vom Üben von Tonleitern und das, muss ich sagen, hat die Lehrerin noch nie aufgegeben. Wahrscheinlich ist das ein weites Feld. Ich werd mich mal einarbeiten. Dass meine Tochter sich da von alleine ranwagt oder das länger macht halte ich für relativ ausgeschlossen, werde es aber versuchen. Motivation ist so eine Sache - sie hat in vielen Dingen sehr viel Motivation, aber das geht manchmal in aus erwachsener Sicht merkwürdige Bahnen. Zum Beispiel sieht sie Geschwindigkeit oft als Güte und arbeitet dann dran, ein irisches Stück z. B. mit irrer Geschwindigkeit abzuarbeiten, oder sie nimmt sich den Wohlfahrt und entwickelt eine Technik, die Finger kaum anzuheben und das dann dadurch sehr schnell spielen zu können. Wie die Lehrerin das findet, will ich in solchen Fällen lieber gar nicht wissen. Es ist halt ein kindlicher Lernweg. Das Volumen kommt dann z. B. in den Wohlfahrt wieder in einem anderen Schritt rein. So einen ,,Fluss" (kennst Du diese Flow-Theorie zum Lernen...?), das kommt meines Erachtens eher durch Stücke. Dann spielt sie länger, bis sie sie in einer für sie akzeptablen Qualität kann. Ich hab den Blackwell jetzt auch bestellt... und behalte das aber mal im Hinterkopf und werde mir mal wünschen, mit einer freien Tonfolge tönend beglückt zu werden, beim Kochen oder so ;)

    Es tut mir leid, wenn ich für Dich aggressiv klang. Vermutlich ist das auch der Tatsache geschuldet, dass ich es schwer finde, das alles manchmal zu begleiten. Ich finde auch generell den Umgang mit Musiklehrern ziemlich schwierig. Da hätte ich jetzt verschiedene Beispiele, die Geigenschülerin ist ja nun auch nicht mein einziges Kind, aber es läuft darauf raus, dass sich meist jemand findet, der irgendwas falsch findet, was man mit seinen Kindern macht. Und ich finde das anstrengend, sich dann gegen die unterschiedlichen Ansichten verteidigen zu müssen, andererseits werd ich es auch in Zukunft einfach lassen (nur getroffene Hunde bellen...).

    In diesem Sinne, ich hab ja den Notentipp auch bekommen, ich danke dafür.

    Friedvolle Grüße
    Lynn
     
  7. murmichel

    murmichel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.19   #7
    Vergiss das mit Tonleitern. Nicht das es schlecht wäre, Tonleitern zu üben, ich mache das gerade auf dem Cello, bin aber auch 40 Jahre älter als Deine Tochter und sehr wahrscheinlich eher zu trockener Technik zu motivieren.

    Ich meinte wirklich Spielen nach Gehör, ohne jede Theorie. Sucht Euch einen Ton aus und versucht von dort eine bekannte Melodie, ob nun Klassik oder Pop, zu spielen. Das wird nicht sofort richtig und einfach funktionieren. Vielleicht passt auch der Anfangston nicht gut, dann nehmt eben einen anderen. Aber wenn Deine Tochter eine Melodie singen kann, dann wird sie mit etwas probieren auch die Töne auf der Geige finden.

    Ganz abgesehen davon, dass es toll ist, wenn man an einem Instrument nicht hilflos und tonlos dasteht, wenn die Noten fehlen, kann man auf diese Weise auch andere Dinge lernen: Wie finde ich mich auf dem Griffbrett zurecht? Also, wo liegt von dem gerade gespielten Ton aus gesehen der Ton, den ich als nächstes brauche? Klingt der Ton richtig oder ist er schief (Intonation)?

    Viel Spaß.
     
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  8. kalliope_07

    kalliope_07 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.19   #8
    Cello ist natürlich richtig, richtig cool. Ich höre immer diese 2Cello-Band und bin hin und weg davon. Dazu kommt, dass ein Kind hier im Haus Cello spielt und ich im Geiste die irre Idee habe, dass man ein String-Quartett bilden und den Pachelbel-Kanon proben könnte ... in meinem Geiste hört sich das etwa so an
    Naja, ich glaube aber, das andere Mädchen findet die Idee verrückt, schade.

    Ich glaube, meine Tochter ist genau so ein trockener Techniker, wie Du meinst. Sie ist nicht so der Typ Einhorn und Regenbogen, wenn Du verstehst... vor Geige spielte sie Flöte, und zwar am liebsten (neben einem Heft, das witzigerweise auch Klassik für Kinder hieß...) ein dreißig Jahre altes Heftchen mit übelst trockenen, irre schnellen Fingerübungen. Aber egal. Ich bin schon gespannt, was sie auf den Vorschlag sagt ;)

    Liebe Grüße!
    L.
     
  9. Amateurdiva

    Amateurdiva Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.19   #9
    @kalliope_07
    Schön, dass du dich meldest, dachte schon der Thread sei tot.

    Meine Nachfrage, ob das Kind denn wolle war nicht böse gemeint, hat aber einen gewissen Erfahrungshintergrund. Der erste bin ich selber. Zeitlebens immer Musik machend und Freude daran habend wünscht man sich das natürlich auch für seine Kinder. Zudem bin ich einige Jahre im Verlagsumfeld beruflich tätig gewesen und der Branche nach wie vor noch verbunden. Da bleibt es nicht aus zu schauen, was es an interessanten Neuerscheinungen gibt. Allerdings übersteigt das gelegentlich das Bedürfnis meiner Kinder nach neuen Noten. Erst recht, wenn Mama mitspielen will. Da musste ich erst lernen, meine Ambitionen zurückzufahren.

    Zum anderen kenne ich durchaus Familien, in denen tägliche Übezeiten von mehr als einer Stunde schon im Grundschulalter erwartet werden. Das andere Extrem ist Erstaunen bei den Eltern, dass auch außerhalb der Unterrichtsstunde zu Hause geübt werden soll. Jüngere Kinder schaffen das noch nicht alleine und brauchen Unterstützung der Eltern und kein "es darf machen, ob und was es will". Ohne Üben bringt halt der Instrumentalunterricht nicht wirklich voran. Gut eingespielt hat sich hier die Ansage, ich will, dass täglich das Instrument in die Hand genommen wird. Was und wie geübt wird, ist eine Sache zwischen Lehrkraft und Kind. Darüber hinaus spielten meine Kinder auch zeitig in Orchestern, was ebenfalls zur Motivation beiträgt.

    Zu den Notentipps:
    - Wenn ihr weitere Instrumentalisten in der Familie habt, kannst du dir in der "Klassik für Kinder" Reihe auch mal den Trioband anschauen.
    - Der Pachelbel-Kanon ist im Original für die Geigen zar in der ersten Lage spielbar, aber anspruchsvoll (32stel) und fürs Cello öde (immer dasselbe zweitaktige Thema in Viertelnoten).
    - Schau dir mal die von Pejtsik herausgegebenen Hefte beim Verlag Editio Musica Budapest an. Wir haben hier einige davon und ich finde die Sammlungen für Klassikinteressierte sehr gelungen. Obwohl mit Anfänger betitelt sind die zweiten Bände oft schon sehr anspruchsvoll.
     
  10. kalliope_07

    kalliope_07 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.19   #10
    Vielen Dank, der Verlag sieht sehr interessant aus, davon hatte ich auch noch nie gehört. Super. Trio mit Cello wäre toll, aber das bleibt Zukunftsmusik, schade eigentlich. Trotzdem gut zu wissen, dass das Cello-Nachbarskind unterfordert wäre beim Pachelbel (das spielt schon lange). Ich hab auch immer mal geliebäugelt damit https://www.amazon.de/Concertino-sc...nder+violine&qid=1564341744&s=gateway&sr=8-12 (sorry, dass meine Links immer von amazon sind, ich kaufe da in der Regel aber nicht). Vielleicht sollte ich es einfach mal kaufen, aber es sah für mich schwer aus, als ich es in der Hand hatte, und leider ist keine CD dabei (die CDs brauche ich selbst, ich bin da leider nicht lernfähig ohne akustisches Vorbild).

    Ich kann jetzt besser verstehen, was Du meinst, danke für die Mühe des Erklärens. Mein allgemeiner Eindruck ist hier eher, dass nicht so viel gemacht wird. Die Schule ist im Normalfall nicht fordernd und so ergeben sich doch am Nachmittag einfach Zeiten, in denen Langeweile aufkommt, zumal ich digitale Medien eingeschränkt nutzen lasse (im Moment funktioniert das noch gut). Mehr als eine Stunde würde ich auf keinen Fall aufdrücken, während ,,Instrument einmal am Tag in die Hand nehmen" sehr sinnvoll klingt (wobei - sie muss für die Schule ein schreckliches Instrument lernen - da würde ich im Traum nicht ans Üben erinnern, noch nicht mal monatlich...). Oft reicht es ja auch schon, wenn man weiß, dass das Instrument im Tagesablauf einen Platz hat, und dann selbst danach greift. Ich muss auch sagen, dass ich selbst eigentlich das Lesen fast noch sinnvoller finde als das Musizieren. Also, ich würde keinem Kind empfehlen, ein Buch aus der Hand zu legen, um ein Instrument zu üben. Andernfalls würde ich aber auch keine 860 €/Jahr für etwas bezahlen, was das Kind nicht aus sich raus will. Mein Mann hat sich autodidaktisch Gitarre beigebracht und ich mir Flöte und Geige - ich bin nur zu den Lehrern der Kinder gegangen, wenn sie krank waren. Ich erwarte aber in gewisser Weise dann einen gewissen intrinsischen Drive von einem Kind, damit ich diesen Betrag dann zu zahlen bereit bin - da gebe ich zu. Ich würde keinem Kind das bezahlen, das außerhalb des Musikunterrichts nicht musiziert, das hielte ich für merkwürdig. Ich gönne es mir ja selbst noch nicht mal - na gut, das hat auch andere Gründe.

    Ich hab immer mal wieder auch zu schwere Hefte gekauft, aber die blieben dann einfach länger stehen und wurden irgendwann erst aus dem Regal genommen. Kann mir gar nicht vorstellen, dass ein im Regal stehendes Heft jemanden stresst? Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass Deine Kinder wussten, dass Du besser spielen kannst als sie. In Bezug darauf besteht hier aber keinerlei Gefahr! Eine schlecht spielende Mutter scheint ungemein zu motivieren. Ich mache in dieser Hinsicht alles richtig.

    Es wünscht einen schönen Abend
    Lynn
     
  11. kalliope_07

    kalliope_07 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.19   #11
    Herzlichen Dank nochmal für den Blackwell-Tipp. Es ist schon da und ich höre gerade die CD mit großer Begeisterung. Sieht auch sehr gut machbar aus und es gibt noch zwei Fortsetzungen - man hat sozusagen eine Perspektive. Danke!!!
     
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