Offene Kopfhörer für Gitarre? Welche sind empfehlenswert?

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Mr. Pickles
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Servus zusammen!

ich möchte mir zum Gitarrespielen neue Kopfhörer besorgen. Angepinnten Beitrag von the dark lord habe ich gelesen, und das beschriebene schnellere Ermüden und starkes Isolationsgefühl ist genau das ungewollte "Erlebnis" was ich beim Gitarrenspielen aktuell mit meinen Shure SRH840 habe. Mit meinen Monitoren habe ich das natürlich nicht, aber nachts ab 22.00 Uhr macht man sich mit lärm bekanntlich keine Freunde :LOL:

d.H. ich liebäugel jetzt damit mir fürs Gitarrespielen zu Hause offene Headphones zuzulegen um dem Gefühl des Spielens über Studiomonitore möglichst nahe zu kommen. (die Signalkette ist dort: Gitarre => Interface => DAW+VST => Headphones, bzw. tagsüber Monitore)
der Artikel ist jetzt schon ein paar Jahre alt, daher ein paar Fragen:

1. Ist AKG nach der Übernahme 2016 durch Samsung wirklich schlechter geworden, oder ist das wieder Musikervoodo? Übernahme war ja nach Erstellung des Artikels.
2. Kam nochmal relevantes neues auf den Markt (bis ca. 180€)

Zusatzfrage Raumsimulation:
Es gibt Raumsimulationen für Kopfhörer um einen Studioraum zu simulieren, das geht von ESI eXtra10 für 58€ inkl Software bis zum Slate Audio VSX für über 500€.

Ist sowas grundsätzlich sinnvoll (mein Raum ist quasi ein Würfel also akustisch wirklich Grütze), bzw. hat jemand erfahrungen mit der Software von Sonarworks die könnte ich dann quasi auch auf anderen Kopfhörern nutzen



Danke und Grüße Pickels
 
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thorwin
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Moin,

ich nutze für (unter Anderem) genau den gleichen Anwendungsfall ein Paar AKG-K702 und kann die uneingeschränkt empfehlen. Ich empfinde keinerlei Ermüdungserscheinungen beim langen Tragen und den Sound als sehr "monitornah".

Zum Thema Raumsimulation kann ich nur sagen, dass ich keine nutze, aber auch keine vermisse (und mein Raum ist ein Beton-Rechteck, also akustisch sicher auch weit weg von optimal)
 
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Ich bin auch Team AKG und mit den K-812 SEHR zufrieden, ist zwar ein heftiger Preis aber ich hab die Anschaffung seit jeher keinen Augenblick bereut, verwende sie zum Gitarrespielen, Musikhören, arbeiten mit der Musik, Mixing und Mastering.

einzig für Aufnahmen mit Gesang oder Akustischen Instrumenten verwende ich sie nicht da der Schall nach aussen hin gut hörbar ist und für Übersprechungen bei den Aufnahmen sorgt, wie es bei offenen Kopfhörern eben üblich ist.

AKG K-812


von Alex gibts dazu auch ein Review:
https://www.musiker-board.de/threads/review-akg-k-872-vs-akg-k-812-fuer-welchen-kopf.687447/

Raumsimulationen, Sonarworks etc, nutze ich auch nicht.
 
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2. Kam nochmal relevantes neues auf den Markt (bis ca. 180€)

Ich bin auch Team AKG und mit den K-812 SEHR zufrieden, ist zwar ein heftiger Preis aber ich hab die Anschaffung seit jeher keinen Augenblick bereut,

1090€ - 180€ = 910€ Differenz... wenn du mir noch sagst wie ich das zu Hause argumentiere, ohne dass mich meine Frau - eigentlich zu Recht - einliefern lässt, dann hol ich mir die gerne :LOL:
Habe die letzten zwei Jahre mehr Geld im Thomann gelassen als die 5 Jahre davor, d.H. Aktuell sind derartige Summen für für Kopfhörer leider nicht drin 😉
 
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Früher war die Standardempfehlung für offene Hörer mal der beyerdynamic DT-990 Pro, ist das nicht mehr so?
Aktuell kostet der beim großen T 139 Euro.
 
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Probier doch mal die Behringer HO66, da kosten 3Stück 12,90€, 6,3mm Adapter sind dabei und die sind meines Erachtenns ganz gut, sehr leicht und angenehm zu tragen und doch recht stabil. Die verwende ich jetzt schon seit geraumer Zeiit und bin sehr zufrieden. Und bei Nichtgefallen hast du auch nicht viel Geld versenkt und kannst sie verschenken etc.j
 
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1090€ - 180€ = 910€ Differenz... wenn du mir noch sagst wie ich das zu Hause argumentiere, ohne dass mich meine Frau - eigentlich zu Recht - einliefern lässt, dann hol ich mir die gerne :LOL:
Habe die letzten zwei Jahre mehr Geld im Thomann gelassen als die 5 Jahre davor, d.H. Aktuell sind derartige Summen für für Kopfhörer leider nicht drin 😉
sorry, lol, wir war nicht klar das die 180€ als Budget für deinen Kauf gesehen war.. da hatten mich wohl versehen und von den 500€ für Slate VMS ablenken lassen :ROFLMAO:
 
Mr. Pickles
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@capmilk
ja wären auch interessant, allerdings war jetzt >hier< der AKG besser bewertet als der Beyerdynamic.

@käptnc
ne lieber nicht, sind nicht ohrumschließend, ob der Sound wirklich gut ist wage ich zu bezweifeln, alle günstigen Kopfhöerer die ich je gekauft habe (KnowledgeZenit / CCA / Superlux / etc.) sind zwar okm aber für längerfristiges und vor allem detailiertes hören nicht geeignet

@exoslime
kein Ding, hab ich mir fast gedacht, dass das untergegangen ist. ich würde die ja gerne auch mal testen, aber dann weiß cih ganz genau, dass ich die dann vermutlich auch haben will, daher lass ich das lieber :LOL:
 
Telefunky
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1. Ist AKG nach der Übernahme 2016 durch Samsung wirklich schlechter geworden, oder ist das wieder Musikervoodo? Übernahme war ja nach Erstellung des Artikels.
Da dürfte sich wenig geändert haben...
Die eigentliche Veränderung fand bereits 10 Jahre früher statt, als im Management von Harman (damaliger AKG Eigner) eine radikal verschärfte Produkt-Strategie eingeführt wurde. Massive Werbung, Preis rauf, Qualität runter.
Damals war es definitiv kein Vodoo, ich kannte den AKG K701 vor und nach dem Wechsel, sowie eins der budget Modelle, das richtig „billig“ klang.

Ist aber kein Thema, wenn man die alten Modelle K nicht kennt und nicht wenige Anwender können dem „neuen“ Sound sogar mehr abgewinnen. Die alten waren strikt Studio mit sehr guter Auflösung und keinerlei Übertreibungen im Klangbild.

Aktuell nutze ich einen K601, davor 2x K501, (top erhaltene) alte Modelle aus der Bucht für 50-80€ plus neue Polster vom T für ca 40€ das Paar.
Die Polster haben Einfluss auf den Klang, deswegen habe ich nur originale gekauft und kenne die (aktuell angebotenen) günstigeren nicht.
 
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MaxiKo
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Ich nutze zurzeit über den Helix bzw. DSL durch den Helix den BeyerDynamic DT 990-Pro und bin damit sehr zufrieden.
Habe diesen gemeinsam mit dem AKG-702 getestet welcher für mich etwas zu aufdringlich für diesen Anwendungsbereich geklungen hat.

Auch nach ein, zwei Stunden spielen stellt sich kein unangenehmes Überlastungsgefühl ein. Ist halt der Vorteil von offenen Kopfhörern.

Geschlossenen Kopfhörer ( AT M50x, Sure SRH840A, DT-770,..) hatte ich auch getestet, waren für mich persönlich komplett ungeeignet, kein Vergleich zu offenen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Zusatzfrage Raumsimulation:
Es gibt Raumsimulationen für Kopfhörer um einen Studioraum zu simulieren, das geht von ESI eXtra10 für 58€ inkl Software bis zum Slate Audio VSX für über 500€.
Als ich finde über die DT-990 Pro und etwas Reverb in den Helix-Presets mehr als ausreichend für die räumliche Darstellung.
 
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So! Rückmeldung Nummer 1:
Ich habe mich für die Beyerdynamic DT 880 Pro entschieden und heute die Bestellung aufgegeben.
Gründe für die Entscheidung:
- Umfangreicher Ersatzteilservice und damit Nachhaltig. Meine Shure SRH840 sind zum beispiel am Gelenk gebrochen, mangels Ersatzteilen habe ich daher einen Gehörschutz ausgeschlachtet und das komplette Kopfband ersetzt, das war ärgerlich und aufwändig, bei Beyerdynamic wäre das nur einmal online klicken gewesen.
- Herstellung in Europa/Deutschland, d.H. Wertschöpfung relativ Lokal
- viele der AKG Testberichte die online zu finden sind sind noch vor übernahme durch Samsung, d.H. direktvergleiche der Headphones sind auf heute oft nicht übertragbar
- bei direktbestellung über die Beyerdynamic seite gab es obendrein DT Hardcase gratis drauf und durch Newsletteranmeldung nochmal 10% rabatt, unterm Strich also 161,10€ statt 203,90€
- 60 Tage Rückgaberecht

Wenn die Teile da sind werde ich testen und nochmal Rückmeldung geben. vielen Dank für eure Hilfestellungen :great:
 
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Berichte dann bitte, ob dich bei der halboffenen Bauweise das Anschlagsgeräusch der Saiten beim spielen stört.
 
Mr. Pickles
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Berichte dann bitte, ob dich bei der halboffenen Bauweise das Anschlagsgeräusch der Saiten beim spielen stört.
Normal ist das eigentlich Wurst, über Studiomonitore hat man das anschlaggeräusch ja genauso. ;)

Aber ich habe tatsächlich für ein Projekt wo ich nur live spiele den Anwendungsfall wo es sehr relevant ist, da die Übungstracks je nach Album auf verschiedenen Stimmungen aufgenommen sind (D- C#- und C-Flat)
Da hab ich keinen Bock zum 5 mal Umstimmen um ein Set zu üben und mach das immer via Shifter. Hier ist es dann so, dass Gitarrensaiten und Kopfhörersound einenTon auseinander sind und wenn man die Saiten hört ist das unbrauchbar. Da würde ich aber im Zweifelsfall die geschlossenen SRH840 hernehmen, bzw. alternativ die IEM hörer die ich live nutze.
 
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Rückmeldung 2:
Ging krass schnell, gestern noch vor 12.00 Uhr Bestellt, daher am gleichen Tag raus, heute schon da.

@HD600
Anschlaggeräusche höre ich bei der Gitarre gar nicht, beim Bass nur bei extrem niedrigen Lautstärken die ich eh nicht nutze. im Vergleich: wenn ich über meine Monitorspeaker spiele höre ich die Basssaiten immer, Gitarre je nach Übungslautstärke mal ja mal nein.
während man nicht spielt hört man aber die Umgebung sehr gut, d.H. ich höre wenn ich nicht spiele sogar den Lüfter von meinem Laptop, ich denke dadurch dass die Schalquelle (der Kopfhörer) halt direkt auf dne Ohren sitzt hört man dann das Übersprechen der Saiten nicht, ein Akustiker kann das aber sicher nochmal genauer erklären woran das liegt :biggrinB:

Zurück zum Klang:
ich hab ja als ernstzunehmenden Vergleich nur den SRH840, welcher der Beiden jetzt besser ist möchte ich nicht beurteilen, mixen und mastern kann ich eh gar nicht und weiß auch nicht worauf es da dann ankommt.
Ich finde der DT880 Pro ist schön leicht, sitzt bequem und die letzte Stunde hab ich sehr genossen, ich finde ihn ein stück analytischer als meine bisherigen Headphones, unterm strich höre ich viel mehr raus als beim SRH840, ebenso klingt es Luftiger, keine Ahnung wie man das sonst beschreiben soll. Ermüdung beim Hören stellt sich bisher nicht ein, biem SRH840 musst ich immer wieder pausieren, das ist beim Beyerdynamic nicht so.
Der SRH klingt halt irgendwie Dichter und mehr komprimiert, die höhen klingen dort auch etwas dumpfer, kann aber auch am Alter und der Kopfbandreparatur liegen.


... dann muss man aber noch sagen, ich bin 38 Jahre alt, d.H. mein Gehör ist nicht mehr das beste, wenn ich die lautstärke zum üben eingestellt habe und auf Youtube einen 14kHz Sinus Testton abspiele, dann kann ich den gerade so noch wahrnehmen (natürlich nur wenn ich nicht spiele ;)) 12kHz Sinus nehme ich noch deutlich wahr, und bei ca. 11kHz hab ich obendrein auch noch nen immer präsenten Tinitus.
Wie beschissen der Rest meiner Ohren ist weiß ich nicht ich wollte es nur der Vollständigkeit halber sagen :ROFLMAO:

Gratisbeigabe:
die Headphones kommen normal ja nur mit einem dünnen Polyesterstoffbeutel, aktuell bekommt man bei Bestellung bei Beyerdynamic den DT Hard Case für lau dazu (keine Ahnung wie lange das läuft)
Und bei Newsletteranmeldung gibts obendrein nochmal 10% rabatt (bis 31.08.2022)

so jetzt zock ich weiter Gitarre, schönes Wochenende
 
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