Der Gepuschelte
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- 28.10.26
- 24.02.10
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Da ich gerne F-Style-Mandolinen spiele, wollte ich mal was teureres haben. Ich war letztes Jahr in Hannover, da hatte ich eine Eastman angespielt, die hatte mich allerdings nicht überzeugt, ordentlich verarbeitet, aber soundmäßig keine Offenbarung. Jetzt hatte ich vor anderthalb Monaten einen Bass verkauft und hatte mir in meinem jugendlichen Leichtsinn eine Ortega RMFE-200-PF bestellt, auch weil mich die Farbe (lila) getriggert hat.
Zunächst musste ich über anderthalb Monate darauf warten, dass das Musikhaus ein Exemplar bekam, ich war zwischenzeitlich schon geneigt die Bestellung zu stornieren, im Endeffekt hatte ich dann aber gewartet und bekam dann Ende April das gute Stück.
_Hintergrund_
Ich besitze 2 Mandolinen im F-Style, eine Ibanez* M700-S (700-Euro-Klasse) und eine Barns&Mullins (300-Euro-Klasse). Die Ibanez* is super, bei der Barns&Mullins habe ich die Bünde erneuert und die Saitenlage angepasst, die ist jetzt auch gut spielbar. Beide sind nachelektrifiziert und lassen sich auch verstärkt spielen.
_Erster Eindruck_
Das Case ist geil, das sollte Ortega einfach mal einzeln verkaufen, Krokoleder-Optik finde ich echt cool, nur das Instrument im inneren reißt es dann leider nicht so raus, im Grunde bekam ich eine Mandoline der 1200-Euro-Klasse, dessen Verarbeitung schlechter als bei meiner 300-Euro-Mandoline ist:
Vielleicht habe ich ja auch nur ein Montags-Instrument bekommen, aber dann hätte doch eigentlich die QS bei Ortega erkennen müssen, dass das Instrument nicht den eigenen Qualitätsansprüchen entspricht? Mein Eindruck ist jedenfalls, dass man hier eher auf Profitmaximierung denn auf Qualität ausgerichtet ist, keine Ahnung, ob das von Ortega, dem chinesischen Hersteller oder beiden kommt, dennoch lassen die Art der Mängel (Pfusch?) und deren Häufigkeit darauf schließen. Auf jeden Fall kann ich aktuell niemandem ans Herz legen sich eine solche Mandoline zu kaufen, zumindest nicht für den Preis.
_Bilder_
Auf der Schnecke ist das Stück Holz zu sehen, das im Korpus war. Der Übergang Hals zu Body sieht auch nicht gerade toll aus, und man sieht, dass die Dots auch nicht gerade perfekt gesetzt sind (5. Bund):
Die Dots nochmal von der Seite (5. und 12. Bund):
Hier sieht man, dass beim Färben auch nicht besonders sauber gearbeitet wurde:
Halsfuß mit Fingerabdruck(?):
Furnier am Halsübergang:
Mut zur Lücke:
Milchige Stellen unterm Lack, wie auch beim Halsfuß (Leimreste?):
Bezeichnung und Seriennummer als Aufkleber:
Die Seriennummer und Bezeichnung steht auch noch im Korpus, trotzdem finde ich es bei einer 1200-Euro-Mandoline nicht angebracht, das als Aufkleber auf den Hals zu kleben, anstatt mit Water Decals zu arbeiten, die dann mit Klarlack geschützt werden.
Zunächst musste ich über anderthalb Monate darauf warten, dass das Musikhaus ein Exemplar bekam, ich war zwischenzeitlich schon geneigt die Bestellung zu stornieren, im Endeffekt hatte ich dann aber gewartet und bekam dann Ende April das gute Stück.
_Hintergrund_
Ich besitze 2 Mandolinen im F-Style, eine Ibanez* M700-S (700-Euro-Klasse) und eine Barns&Mullins (300-Euro-Klasse). Die Ibanez* is super, bei der Barns&Mullins habe ich die Bünde erneuert und die Saitenlage angepasst, die ist jetzt auch gut spielbar. Beide sind nachelektrifiziert und lassen sich auch verstärkt spielen.
_Erster Eindruck_
Das Case ist geil, das sollte Ortega einfach mal einzeln verkaufen, Krokoleder-Optik finde ich echt cool, nur das Instrument im inneren reißt es dann leider nicht so raus, im Grunde bekam ich eine Mandoline der 1200-Euro-Klasse, dessen Verarbeitung schlechter als bei meiner 300-Euro-Mandoline ist:
- Saitenlage schlecht (fast 1mm Abstand im ersten Bund)
- Side-Dots extrem falsch gesetzt
- Bindings unsauber verarbeitet
- milchige Flecken unter dem Lack (Kopfplatte)
- Modell und Seriennummer auf der Kopfplatte nur aufgeklebt
- merkwürdiges Verleimen des Stückes hinterm Hals, zwischen Body und Griffbrett
- irgendwer hat beim Färben offenbar nicht aufgepasst, an mehreren Stellen sieht man Farbe wo keine sein sollte.
- Hals-Body-Übergang sieht ziemlich billig aus, an einer Seite wurde sogar ein Stück Furnier aufgebracht, allerdings nicht besonders ordentlich
- Im Instrument befand sich (von der Herstellung?) ein kleines Stück Holz. Das ist zwar eigentlich nicht so schlimm, für mich dann aber das I-Tüpfelchen mangelndem Qualitätsbewusstsein
- Die Mandoline ist trotzdem Spielbar und klingt auch, trotz der Saitenlage, sie ist allerdings relativ schwer zu greifen. Hinweis: die Mandoline ist nicht groß von mir eingespielt worden
- Die Tuner funktionieren ordentlich
- Koffer in Krokoleder-Optik. Finde ich total geil, da passt die Qualität auch (keine Mängel gesehen)
- Tuner und Elektronik funktionieren, ich hatte die Mandoline aber auch nur kurz an einem Blackstar Fly 3 Bluetooth angetestet, daher kann ich keine wirkliche Aussage zum Sound machen, allerdings klang die Mandoline mit etwas Mitten rein, Höhen raus und Bässe neutral ganz ordentlich
- Laden per USB möglich
Vielleicht habe ich ja auch nur ein Montags-Instrument bekommen, aber dann hätte doch eigentlich die QS bei Ortega erkennen müssen, dass das Instrument nicht den eigenen Qualitätsansprüchen entspricht? Mein Eindruck ist jedenfalls, dass man hier eher auf Profitmaximierung denn auf Qualität ausgerichtet ist, keine Ahnung, ob das von Ortega, dem chinesischen Hersteller oder beiden kommt, dennoch lassen die Art der Mängel (Pfusch?) und deren Häufigkeit darauf schließen. Auf jeden Fall kann ich aktuell niemandem ans Herz legen sich eine solche Mandoline zu kaufen, zumindest nicht für den Preis.
_Bilder_
Auf der Schnecke ist das Stück Holz zu sehen, das im Korpus war. Der Übergang Hals zu Body sieht auch nicht gerade toll aus, und man sieht, dass die Dots auch nicht gerade perfekt gesetzt sind (5. Bund):
Die Dots nochmal von der Seite (5. und 12. Bund):
Hier sieht man, dass beim Färben auch nicht besonders sauber gearbeitet wurde:
Halsfuß mit Fingerabdruck(?):
Furnier am Halsübergang:
Mut zur Lücke:
Milchige Stellen unterm Lack, wie auch beim Halsfuß (Leimreste?):
Bezeichnung und Seriennummer als Aufkleber:
Die Seriennummer und Bezeichnung steht auch noch im Korpus, trotzdem finde ich es bei einer 1200-Euro-Mandoline nicht angebracht, das als Aufkleber auf den Hals zu kleben, anstatt mit Water Decals zu arbeiten, die dann mit Klarlack geschützt werden.
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