PA mit Generatoren betreibar?

von musician@work, 29.03.06.

  1. musician@work

    musician@work Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.06   #1
    Wir haben einen anstehenden Gig und der ist in einer Grillhütte. Demzufolge gibt es da auch keinen Strom, aber der Veranstalter dieser Geburtstagsfeier hat 2-3 Generatoren zur Verfügung.
    Meine Frage: Überlebt eine PA die Stromschwankungen, die ja nicht zu vermeiden sind, oder sollte man lieber die PA zu Hause lassen? Mir sind die Boxen wichtiger, als das ich zur Not den Gig absage.
    Habt ihr da Erfahrung, Rat?!
    Danke schonmal
     
  2. Korg

    Korg Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 29.03.06   #2
    Es gibt 19" Geräte die ankommende Stromleistung auf +/- 230V halten.
    Allerdings hab ich die bis jetzt nur für Starkstrom gesehen, was ja wohl bei euch nicht der Fall ist.
    Ob´s die auch für "normalen" strom gibt weiß ich nicht.
     
  3. musician@work

    musician@work Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.06   #3
    Nee Starkstrom gibts anscheinend nicht.
    Ich hab geguckt also bei meinem Yamaha Mixer 16/6 und der DAP Palladium 1600 stand nichts, dass die das aushalten.
    Aber ich werde kein Risiko eingehen..dann müssen die sich was einfallen lassen.
     
  4. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.03.06   #4
    Generatoren gibts in allen größen und stärken.
    vom normalen schuko mit ein paar bis paar hundert watt über alle gängigen cekon anschlüssen bis hin zu großen generatorenwägen die direkt per powerlock rausgehen..
    also sollte auch für eiren zweck was passendes aufzutreiben sein.

    hier ist wie so oft die qualität auschchlagegebend. professionelle generatoren regeln extrem schnell und sauber nach, hier gibt es so gut wie keine probleme mit spannungsschwankungen und spitzen, die kleinen billigen können das natürlich nicht so gut.

    was aber viel entscheidender ist, ist wie sauber die dinger die 50Hz netzfrequenz hinbekommen, hier ist der toleranzbereich lange nicht so hoch wie bei der spannung, hier drauf sollte geachtet werden. normalerweise ist die maximale toleranz die das gerät im worst case liefert in der betriebsanleitung des geneartors angegeben, je kleiner desti besser.

    bei deinen amps etc findest du normalerweise die maximale toleranz in der spannung ebenfalls im handbuch. die meisten geräte aus dem pa bereich haben hier werte die sich sehr gut mit dem generatorbetrieb vereinbaren lassen, schleißlich kommt das ja auch oft genug vor (200->250V ist z.B. eon oft gelesener bereich)

    Also achte darauf das dein generator eine saubere 50hz frequenz liefert, das immer rechtzeitig nachgetankt wird, das nicht alle geräte auf einen schlag an und ausgeschaltet werden, immer schön der reihe nach, dann klappt das auch mit dem nachregelkn besser und achte auf die richtige und vorschriftsgemäße erdung des generators. dann sollte dem vergnügen nichts im wege stehen
     
  5. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.06   #5
    Gibt ein paar Tricks:
    a) Grundlast schaffen!
    Arbeitet mit statischem Licht und belastet jeden Generator erst mal konstant mit 1-2 kW Licht und dann der Amp / Mischpult etc. dazu. Aber: Zuerst Licht an, dann Amp an und zuerst Amp aus...
    b) Frequenz beachten, wie Tobse sagte. Die Amps dürfte das weniger stören als das Mischpult, 45 Hz ist unterste Grenze, 60 Hz unkritisch.
    c) Erdung sinnvoll, spricht Staberder und dann die Erde der Generatoren verbinden.
    Und vermeidet, da irgendeinen Dreck mit Dran zu hängen wie Bohrmaschinen, Motoren aller Art (>50W, Rührgerät geht in Ordnung) oder eben irgendwelche Geräte größerer Leistung, die mit Induktivitäten arbeiten oder größere Leistungen ein- und ausschalten.

    d)So eine überspannungsschutz Steckdosenleiste könnte auch nicht schaden.
    Mit Generatoren unter 3 kW würde ich nicht anfangen, die Dinger auch nur zu 70% auslasten, wobei ich für den Amp als Stromaufnahme 70% der Ausgangsleistung rechnen würde.
     
  6. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.03.06   #6
    es gibt auch stromverteilungen mit anzeigen (lcd display, segmentanzeige) bei denen man nicht nur die spannung und die fließenden ströme der phase(n) sondern auch die netzfrequenz überwachen kann.
    obs das auch für den einphasigen 230v betrieb gibt weiß ich leider nicht, kenne die geräte nur in der 3 phasenvariante, was ja aber an sich kein problem wäre.
    evtl gibts aber auch was passendes auf cekom blaub basis. kannst ja mal den verleiher des generators fragen vllt hat er was parat.

    und noch ein tipp, genügen ersatzsicherungen dabei haben (schmelzsicherungen für pult etc) falls doch mal was schief geht ;)

    eine kleine unterverteilung mit rcd muss outdoor ebenfalls mit ins gepäck.
    wenns nur um eine schukophase geht kann man sich das "verteilen" ja sparen, den rcd aber nicht.
     
  7. musician@work

    musician@work Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.03.06   #7
    Das sind ja schon sehr viel Tipps, ich glaube da muss man ja Physik für studiert haben;)
    Das Problem mit den Generatoren ist, dass ich die nicht ausleihe und die, die das macht, hat glaube ich nicht sehr viel Ahnung.
    Das mit den Ersatzsicherungen..kann da im Mischpult eine ausfallen? Ich wüsste auch gar nicht, wie ich da dran komme...
     
  8. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.03.06   #8
    beachten kannst du die tipps ja trotzdem und die infos zwecks toleranz etc einfach mal an den weiterleiten der sich darum kümmert (vorausgesetzt er kennt sich da nicht selbst schon aus).
    so ziemlich jedes gerät hat noch eigene sicherungen in form von schmelzsicherungen. diese sind unter anderem auch dafür da die geräte vor zu hohen spannungen oder langen peaks zu sichern. manche geräte sind da etwas empfindlich, die haben dann auch entsprechend flinke sicherungen die ruck zuck raus sind...
    bei sachgemäßem betrieb am generator kommt sowas nicht vor, die chance das sowas beim generatorbetrieb passiert ist aber etwas höher als bei normalem netzbetreib. eigentlich sollten diese ersatzsicherungen aber immer mit dabei sein.
    infos welche sicherungen in welches gerät gehören und wo diese sind findest du im manual oder direkt beim hersteller (homepage/produktinfo etc)
     
  9. joe-gando

    joe-gando Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 01.04.06   #9
    Das mit dem "SIcherung dabeihaben" ist ein relativ einfacher Lernprozess, der allerdings beim "ersten Mal" relativ schmerzhaft sein kann:D
     
  10. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.04.06   #10
    stimmt, eigentlich sollte man sowas nicht als tipp erwähnen, das ist eigentlich eher was für die trial&error ecke :D
    da muss man durch..
    (OT)
    mir sowas ähnliches passiert, wir spielen in der westphalenhalle3 mit einer produktion, großes besteck am gehen, aus irgend einem logistischen grund bekamen wir (die crew) von der band einen fertig geladenen truck übergeben und fuhren los (eigenes produktionslager die mussten nur einfach alles reinwürfeln). hands laden aus, backliner kontrolliert seine cases, zückt das handy ruft den drummer an: Ey du sack, wo ist deine bassdrum..... drummer: :eek:
    manche sachen vergisst man nur einmal im leben :D
    aber das besipiel hinkt vllt, da war ja ein drummer schuld.. :cool:
     
  11. musician@work

    musician@work Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.06   #11
    das mit den Sicherungen scheint ja echt ne wichtigere Sache zu sein, muss ich mich wohl doch mal erkundingen...
    Also der Veranstalter wollte anscheinend doch nicht auf Location mit festen Stromanschluss ausweichen. Dann müssen wir uns eben ne andere Möglichkeit suchen, den Gesang laufen zu lassen. Aber eigentlich dürften dann ja Gitarrenamps auch nicht über Generator laufen oder?
     
  12. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.04.06   #12
    na wenn ihr jetzt festnetz habt ist doch super ;)
    es kann so gut wie alles (oder im prinzip schon alles bei gutem generator) damit betrieben werden, wichtig ist nur die oben genannten tipps ein bisschen zu beachten..
     
  13. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.06   #13
    OK, die Sicherungsproblematik hatte ich heute verschärft:

    Anruf: Die komplette Anlage läuft nicht.
    Ich sofort ins Auto mit Multimeter und los...

    Fazit: 16A Sicherungsautomat draussen.
    1. Frage: Vielleicht beim Einschalten geflogen :confused:

    Also Sicherung wieder rein und es ging. Zwei mal ein und aus geschalten und schon flog die Sicherung wieder direkt beim einschalten.

    2. Frage: Einschaltstrom zu hoch:confused:

    Also mal gefragt, und nein, die Anlage lief 8 Tage fehlerfrei und OHNE fliegende Sicherung.
    Und das schärfste: Die Sicherung flog als die Anlage an war, mitten im Lied bei UNTER ZIMMERLAUTSTÄRKE. (An der Sicherung hängt 3x P-2500S Yamaha, 1x PC, 1x Monitor(LCD), 1x Behringer DEQ2496, 1x DJ Mischpult, 1x CD-spieler, sonst nix)

    3. Frage: what the fuck?!? :eek: :confused: :rolleyes: :screwy:

    Wieder ein- und ausgeschalten und jedes zweite mal fliegt der Sicherungsautomat. Jeweils ein Amp / PC sonstiges aus, aber nein, es ist kein spezifisches Gerät, nur die Gesamtlast. Wenn nur zwei Amps dran sind, fliegt die Sicherung halt nur jedes 5. mal beim einschalten:confused:

    Lösung: Mal auf eine andere Sicherung umgeklemmt und siehe da, es ging;)

    Fazit: Hab besser in Zukunft immer eine 12-er Reihe 16A C Charakteristik Sicherungsautomaten mit Stromschiene dabei. Die Stromschienen sind nämlich nicht kompatibel zueinander und daher muss mal immer die komplette Reihe austauschen :mad:. Am Mittwoch wird getauscht....

    Ach: und wenn das abends ist besser eine Runde Taschenlampen, wenn man die ganze Hauselektrik lahmlegt.

    Oder: Schmeiß alle 15 Jahre mal die komplette Automaten raus, die altern!:cool:
     
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