Passende Sounds finden/EQ

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DonLaron

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Moin!

Ich bin seit einigen Monaten dabei, mir das Produzieren von Musik (EDM,House) beizubringen.
Bisher konnte ich auch stetig Fortschritte verzeichnen, nur bei 2 Dingen stagniere ich seit langem.

1. Ich brauche extrem lange bis ich passende Sounds/Presets gefunden habe, die zueinander passen.
Beispielsweise für Chord und Melody oder Layering. Ja, ich weiß Presets nutzen ist nicht die feinste Art.



2. EQing. Ich habe mir schon etliche Tutorials dazu angeschaut und weiß bei einzelnen Spuren zwar den EQ einzusetzen,
jedoch weiß ich bei 20-30 Spuren nicht so richtig, wie ich den EQ anwenden muss, um einen insgesamt klaren Klang ohne Störgeräusche zu erhalten, ohne die einzelnen Spuren
dermaßen zu beschneiden, sodass die einzelnen Spuren sich nicht mehr so anhören, wie ich es anfangs eigentlich gewollt habe.

Als DAW nutze ich Ableton Live und als Synth stehen mir Serum und Spire zur Verfügung, sowie FabFilter als EQ

Kann mir jemand sagen, was oder wie ich am besten lernen sollte, um diese Techniken zu beherrschen?
Die Youtube Tutorials die ich mir bisher angeschaut habe, konnten mir nur bedingt weiterhelfen.

Sollte ich das falsche Unterforum getroffen haben, bitte verschieben :)
 
Zelo01

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Hi:hat:

Zu 1.) Ich benutz auch Presets, aber nur in seltenen Fällen bleiben die unverändert. Dass sich ohne Anpassungen zwei Sounds ergänzen ist reiner Zufall..

2. EQing. Ich habe mir schon etliche Tutorials dazu angeschaut und weiß bei einzelnen Spuren zwar den EQ einzusetzen,
jedoch weiß ich bei 20-30 Spuren nicht so richtig, wie ich den EQ anwenden muss, um einen insgesamt klaren Klang ohne Störgeräusche zu erhalten, ohne die einzelnen Spuren
dermaßen zu beschneiden, sodass die einzelnen Spuren sich nicht mehr so anhören, wie ich es anfangs eigentlich gewollt habe.
Den Endverbraucher interessiert es nicht wie die Spuren einzeln klingen. Der hört sich das als Ganzes an. Daher: komm weg davon einzeln zu EQen.. Hör dir den Mix auch als Ganzes an.

Was du erreichen willst, hat hauptsächlich mit deinen Erfahrungen zu tun, auch mit Gehörschulung.. daran wächst man. Das geht nicht von heute auf morgen.
 
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DonLaron

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Hey Zelo,

Danke für deine Antwort! :)

Die Presets verändere ich zwar auch schon, jedoch wird das Ergebnis davon, noch eine Weile bei reinem Glück bleiben.
 
Signalschwarz

Signalschwarz

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1) [a] Presets notieren, die sich interessant anhören und die sich auch als Anfänger so anpassen lassen, dass sie "passen".

Als mittel-/langfristiges Ziel: Selbst machen. Dazu die Grundlagen der synthetischen Klangerzeugung lernen und Presets auseinandernehmen, also die einzelnen Bestandteile des Klangerzeugers deaktivieren und hinhören was passiert.

2) [a] Störgeräusche/Signalanteile die stören entfernen.

Signalanteile, die mit anderen Signalen konkurrieren absenken/entfernen.

[c] Signalanteile, die den Klang ausmachen ggf. anheben.

und [c] stehen in direktem Zusammenhang.

--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Hmm, das ist ja doof jetzt... ein "b" in eckigen Klammern wird sofort als BBCode interpretiert. Auf langwieriges editieren hab ich am Smartie aber keine Lust.
 
RayBeeger

RayBeeger

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Es wurden ja schon einige Punkte genannt, zu den Presets kann und ich nichts sagen, weil ich noch klassische Rockmusik mache.

Das Mixen ist ja grundsätzliche das "strategische" Zusammenfügen und Abstimmen der Spuren, um einen Song daraus entstehen zu lassen. Dabei ist erst einmal egal, welcher Art diese Musik zuzuordnen ist.

Was oft unterschätzt oder über lange Zeit erst entwickelt wird, ist die Arbeitsstrategie, die heute gern auch Workflow genannt wird.

Im Grunde genommen muß man sich vor Beginn der Arbeit schon Gedanken darüber machen, wohin die Reise gehen soll. Dabei suche ich mir zum Beispiel ähnliche Titel, die klanglich in etwa dort angesiedelt sind, wo der Mix dann landen soll. Die Auswahl siebe ich dann, bis ich DEN Song habe, der am Besten paßt. Den lege ich in eine Spur als WAV-Datei, um immer wieder vergleichen zu können. Damit hat man einen Anhaltspunkt für die Arbeit und kann sich an die Frequenzstruktur herantasten.

Wo soll welches Instrument und wo sollen die Vocals im Mix zu hören sein?

Die Summenspuren im Auge behalten, sie brauchen am Ende auch noch Headroom für das Mastering.

Beim Aufnehmen versuche ich schon so sauber wie möglich die Instrumente, Vocals usw. in die DAW zu bringen. D.h., der Grundklang der Spur sollte schon stimmig sein. Die Aufnahme muß laut genug in der Spur stehen! 18 dBFS-Marke als "NULLWERT" plus Peaks bis maximal -10/-6 dBFS.

Das hilft alles sehr, um nicht mehr soviel an den Spuren herumbiegen zu müssen. Als Beispiel mal eine Gitarre. Die kann man heute schon so aufnehmen, dass möglicherweise kaum noch grundsätzliche Korrekturen im EQ nötig sind. Üblicherweise reicht dann ein Low Cut ggf. noch ein High Cut. Eine zweite, dritte, vierte Gitarre bekommt schon im Amp dann ein anderes Frequenzfenster usw. . Bei Bass und Bassdrum wird entschieden, wer die Frequenz im Bassbereich betont bekommt und wer dort reduziert wird.

Welche Busse brauche ich? Drums, Backing Vocals, Gitarren usw. ...

AUFRÄUMEN DER SPUREN

Der erste Schritt beim EQing ist das Suchen von fiesen Frequenzen, die ggf. noch vorhanden sind (Q eng und Gain hoch, dann sweepen). Diese Frequenzen ziehe ich dann herunter und gucke noch einmal mit dem Q, ob ich alles erwischt habe (breiter/schmaler) und nicht zuviel weggeschnitten wird. Die Spur soll in sich "konsistent" klingen.

Wenn ein Kompressor benötigt wird, dann gehe ich in der Spur sehr vorsichtig vor und drücke das Signal maximal um -3dB, weil ich gleiche Instrumente noch in einen Bus packe und dann noch einmal komprimiere oder anders bearbeite, um die Instrumente klanglich zusammenzukleben.

BUS-EQ

Dabei korrigiere ich dann die Instrumente eventuell noch einmal zueinander.
Vergleich des Klangcharakters mit der WAV-Spur des Vergleichssongs bezogen auf die speziellen Instrumentengruppen.

SUMMEN-EQ

Gesamtmix im Vergleich zu dem Beispielsong.

Das kann man auch alles anders machen, aber es ist mein Weg, um mich nicht zu verzetteln.

Vielleicht hilft es Dir.

Ray
 

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