Piano 16-tel imitieren

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Waljakov

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Hi,
es gibt ja eine Reihe von Pop-Songs, bei denen die Begleitung (unter anderem) aus Stakkato-Akkorden im 16tel Rythmus auf dem Klavier gespielt wird. Als Beispiel seien hier mal Dance Monkey von Tones And I oder All The Good Girls Go to Hell von Billie Eilish genannt:


Wollte mal fragen, wie Ihr sowas auf der Gitarre spielt, wenn ihr einen singenden Menschen begleitet? Ich finde, sowohl mit Plek als auch mit den Fingern klingt das irgendwie immer ziemlich bescheiden. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, wie man das besser hinbekommt.
Würe mich sehr über Antworten freuen :)
 
glombi

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Sowas ist doch auch auf der Gitarre nicht unüblich, z.B. im Funk und Reggae? Cleaner Sound, Kompressor, knackiger Anschlag, fertig...

Was genau stört dich denn bei dir? Wie klingt es bei dir?

Vielleicht klang es bei mir auch einfach immer nur bescheiden, und ich habe es nur nicht gemerkt?

Gruß,
glombi
 
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Jiko

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Cleaner Sound, Kompressor, knackiger Anschlag, fertig...
+ Möglicherweise etwas Palm-Muting, um das Sustain zu kurz zu bekommen. ;) Ausgeglichen durch etwas Hall für die Klangtiefe und möglicherweise etwas hochgedrehtem Hochmitten-Treble-Bereich, um der Tondämpfung entgegenzuwirken.
 
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FZiegler

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Ich bin kein Guitarrero, sondern Klavierspieler. Ich würde behaupten, diese Art von Musik gab es auch in den 1980ern schon ähnlich - und ich vermute, dass sich in der Technik da nicht viel getan hat: Das spielt keiner auf dem Klavier, sondern das sind Synthi-Klänge, und ich sage das, weil ich denken würde, dass zwar dieses stetige Rhythmusgefühl irgendwie wichtig ist, aber durchaus ersetzt werden könnte durch kürzere Achtelgruppen (ich höre den Grundrhythmus nicht als Sechzehntel, aber das ist egal: Auffassungssache) von immer mal wieder 2-4 Noten, gern mit Vorschlag, und danach wieder etwas Abstand bis zur nächsten Gruppe. Oder du lagerst diesen Grundrhythmus noch weiter aus: z.B. mit freundl. Gruß an die Sängerin, die ein Egg oder ein Tambourin in die Hand bekommt. Noch besser beides zusammen (Erg.: nicht Egg + Tamburin, sondern Gitarren-Achtelgruppen + Perc.). Du willst ja nicht alles selbst machen, oder?
 
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Stakkato-Akkorden im 16tel Rythmus auf dem Klavier gespielt wird.

Also für mich sind das keine Sechzehntel, sondern Achtel in gemütlichem Tempo.
Und zusätzlich zu dem, was die Kollegen über Dämpfung gesagt haben: Man muss auch um Gottes willen nicht immer volle 6-Saiten-Akkorde spielen - es reichen luftige Dreiklänge oder, wenn man möchte, schön abgedämpfte Powerchords, um ein Fundament zu haben, wenn man alleine ist.

Viele Grüße
Torsten
 
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Mit den Fingern, man muss übern alle töne gleichzeitig und gleich laut anzuschlagen und den Sound etwas anzupassen. Bei Tones and I kannst du den Daumen für die synkopierung als "linke hand" nehmen.

Tatsächlich spielen wir den Dance Monkey auch in der Coverband. Da allerdings einfach mit fetter "Brett-Gitarre", weil das zu diesem Zweck am besten funktioniert.

Daher auch dier Frage, wie man diesen Sound auf der Gitarre faken könnte, oder geht es dir darum, was ein geeigneter Gitarren-Part für solche Songs wäre, wenn kein Keyboarder zur Verfügung steht, denn die Antworten fallen imho für beide Fälle unterschiedlich aus.

grüße B.B
 
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Ich kann BB da nur bestätigen - vorbebaltlich seiner weiteren Fragen. 1:1 sind diese Keyboard-Akkordstakkati nur mit Fingeranschlag ZMR möglich, da alle Töne erkennbar völlig gleichzeitig kommen müssen. Handballen dazu auflegen, Saiten sensibel anreissen und sofort !! mit den selben Fingern stoppen. Auf die Betonungen - Variation der Anschlagsstärke - fuer die rhythmische Betonung dabei unbedingt achten.
Tipp: Das Voicing auf die Saiten 2, 3 und 4 legen statt 123, das klingt satter, ausgewogener, da die hohe E bei dieser Spielart dazu neigt, zu zickig/dominant zu klingen.
 
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Yep, ein Kompressor macht das schon mal ne Menge einfacher.
Eine Idee wäre auch so ein "wolliger" Jazz-"Comping"-Sound, der nicht so vordergründig heraussticht und den rhythmischen Aspekt unterstützt.
 
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Ich würde es auch zuerst mit den Fingern spielen. Das Problem ist ja nicht, die Töne so schnell hintereinander zu spielen, sondern sie auch sehr schnell wieder abzustoppen und das schön gleichmäßig. Mit den Fingern mag man sich leichter tun, weil man sie gleich nach dem Anschlag wieder auf die Saiten legen kann und so auf natürliche Weise abstoppt. Ich würde allerdings eher die Schwingung mit der linken Hand stoppen, indem ich die Greifhand direkt nach dem Anschlag leicht abhebe.
Wenn man das sicher beherrscht, dann kann man durchaus auch mit dem einem entschlossenen Plektrumanschlag ein ähnliches Klangbild erreichen und kann auch etwas schnellere Tempi besser spielen. Die Gypsy-Jazzer machen das mit der Technik "La Pompe". Einfach mal googeln.
 
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Ich würde es auch zuerst mit den Fingern spielen. Das Problem ist ja nicht, die Töne so schnell hintereinander zu spielen
Doch, schon, wenn es 100% klavier-/keyboardlike klingen soll. Da ist ja nicht nur der exakte Stopp gefragt, sondern eben auch, dass die einzelnen Töne der Zwei- oder Dreiklänge wirklich exakt zur selben Zeit und lautstärkegleich angeschlagen werden.

Für schnelle Tempi, die einen treibenden stakkatoartigen Schlagrhythmus mitbringen sollen, machen das die Gypsy-Jazzer tatsächlich überragend gut (ich liebe Django Reinhardt ... :-;). Aber eben ohne diesen 100%-Keyboard-Sound, wenn man ihn denn so möchte.
 
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Wenn man 100% Keyboard-Sound will, geht an einem Guitar-to-MIDI-System wahrscheinlich kein Weg vorbei... SCNR
 
nasi_goreng

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Hi,
ich gehe jetzt davon aus, dass es nicht um einen naturgetreuen Sound geht, sondern eher um das hier:
Wollte mal fragen, wie Ihr sowas auf der Gitarre spielt, wenn ihr einen singenden Menschen begleitet? Ich finde, sowohl mit Plek als auch mit den Fingern klingt das irgendwie immer ziemlich bescheiden. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, wie man das besser hinbekommt.
Ich würde das Stakatto mit sog. "Choking" erzeugen. Die Finger der Greifhand drücken im 8tel Rhythmus auf das Griffbrett. Ich habe es mal versucht in einem Video (etwas übertrieben) darzustellen:
 
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Wenn man 100% Keyboard-Sound will, geht an einem Guitar-to-MIDI-System wahrscheinlich kein Weg vorbei... SCNR

Und wenn man es neben dem Sound auch sonst 100% authentisch will, braucht man nicht einmal ein Guitar-to-MIDI-System, denn der Keyboard-Part wurde auch niemals über eine Klaviertastatur von einem Menschen eingespielt.
Auf die Millisekunde genau und so leblos (keine Kritik - das ist ja ein gewolltes Stilmittel) kann überhaupt kein Mensch spielen.

Also: direkt programmiertes MIDI-File abspielen (Step-Sequencer oder mit der Maus zusammengeklickt) entspricht dem Original.

Der Sound ist elektronisch erzeugt, klingt klavierähnlich, aber bei leichter Anpassung hätte man im Titel auch schreiben können "Gitarre", wenn die elektronische Tonerzeugung gitarrenähnlich geklungen hätte.
Mit Saiten oder Tasten hat es auf keinen Fall zu tun - wirklich original ist ein Sequencer.

SC auch NR :D :tongue:
Torsten
 

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