Popsong als Rhythmusübung

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In Cure For Me sticht der Rhythmus und die Koordinaton ziemlich hervor, weil es neben Gesang noch eine weitere Ebene in der rechten Hand gibt.

Auch wenn es nicht unbedingt "Deine" Musik ist, es lohnt sich daran zu ackern, weil solche Sachen immer wieder vorkommen.

Ich spiele zb. den Refrain langsam vor, Takt für Takt und wenn es klappt wird man süchtig 😜

Plastizität und Groove soll geübt werden. Ein Schlagzeugstudent, der jetzt auch Akkordeon Fan ist (❗🤩) hatte das in 5 Minuten kapiert und spielen können. Andere können es spielen, aber es klingt nicht gut.
Es ist total interessant zu beobachten, wie Verständnis zwar irgendwie zur Umsetzung führt, aber das Gefühl für das eigentlich Verstandene entweder gleich da ist oder erst allmählich entsteht.

Grüße aus dem kalten Osten

 
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Ein Schlagzeugstudent, der jetzt auch Akkordeon Fan ist (❗🤩) hatte das in 5 Minuten kapiert und spielen können.
Ok. :hail::hail::hail:

Ein interessanter Einblick, Uwe, was man alles machen kann. Super akzentuiert. Mir gefällt es. Klasse Arbeit.:great::claphands:

Was mich angeht: Ich bin ein Rhythmus-Noob. Darum käme mir die Nummer wie der Kurs "Mt. Everest für absolute Bergeinsteiger" vor. Da fehlt noch etwas zwischen meinen Fähigkeiten und den Fähigkeiten, die dieses Stück verlangt. Würde ich mich da dransetzen, würd's mich ganz schön hinhauen.:stars:
 
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Sehr schön! Werde ich mir mal vornehmen. Vermutlich ist mit dieser Übung aber die Geschwindigkeitsbeschränkung bei 180km/h missachtet :opa:
 
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Malineck
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Vielen Dank für die Einblicke! (Am Kons gibts ja nen reinen Popularbereich und speziellen E-Musik- Gang)

Ein super Projekt! Und so genial rübergebracht und umgesetzt (y)

Wie hochanspruchsvoll das sowohl vom Arrangement und von der Umsetzung ist, wird man spätestens jetzt erahnen, wenn es eben nicht als fertiges demonstriert wird, sondern man die Einzelteile und entsprechende Überlegungen dazu sieht.

Und wenn jetzt noch irgendeiner sagt, Popularmusik wäre klassischer Musik in Komplexität und Anspruch grundsätzlich unterlegen, dem ist nicht mehr zu helfen :)

BTW:
Im übrigen würde ich die Vernetzung rhythmischer Patterns als Kombinationen von Tastenanschlägen mit Bellowshake (hier jetzt nicht genutzt aber in einigen Folkstyles) als besonderes Ausdrucksmittel des Akkordeons dazunehmen, unbedingt.
Sowas bringt solo kein anderes Instrument (siehe brasilianische Musik, die Akkordeon sehr oft als Hauptinstrument hat)

Grüßle und weiter so :great::heartbeat:
 
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Vernetzung rhythmischer Patterns als Kombinationen von Tastenanschlägen mit Bellowshake

siehe brasilianische Musik, die Akkordeon sehr oft als Hauptinstrument hat

Jaaaaa....
Hatten wir das nicht bei Deinem Tico Tico eingebaut?
Sowas meinst Du doch, oder?


@Bernnt
Meinst Du? Probier doch mal den Refrain Teil, den kann man unendlich in Schleife spielen.
Das kriegst Du hin!!
Und nebenbei hast Du einen Funk Groove drauf, nach dem Du auch schon gefragt hattest.

@morino47
Den Nagel auf den Kopf!
Das Tempo macht die Sache diffizil. Die 16tel Versetzungen sind langsam noch gut kontrollierbar, drohen im Tempo aber einfach "zusammenzufallen", also nicht mehr genau gegen den Grundschlag verschoben zu sein.
 
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Jaaaaa....
Hatten wir das nicht bei Deinem Tico Tico eingebaut?
Sowas meinst Du doch, oder?
GENAU... Das war eine tolle Eingebung von dir :)

Ich hatte anschließend mal bei einem Kollegen ein wenig Nachhilfe in brasilianischer Akkordeonmusik gemacht - nur zum Schnuppern- und der arbeitet ständig mit solchen Sachen, teils durch ganze Stücke durch. Das ist koordinativ tricky und erfordert echt viele extra Übeeinheiten -
ABER es ist komplett akkordeonspezifisch!
 
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Vielen Dank fürs Einstellen dieses lehrreichen Beitrags. Und du hast das Stück so super gespielt! :cheer::hail:
Eine gute Portion Kekse ist auf dem Weg zu dir. :mampf:
 
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ich komme grade erst auf den thread :sleep: , und als ehemaliger Tanzmugger höre ich natürlich einen Anklang des Intros von "Brazil" im Refrain. Wenn auch in anderem harmonischem Zusammenhang.

Von deinen Noten"beilagen" hab ich Screenshots gemacht und tüftle halt ein bisschen rum, Details erspare ich dir. Nur so viel: abgesehen von einer eher dürftigen Handspanne und (Taste :rolleyes:!) ist die Verzahnung von links und rechts die wirkliche Herausforderung. Aber das ist ja nix Neues und ging schon oft durchs Forum :rolleyes:

Von deinen beiden Versionen bevorzuge ich mit Abstand(!) die (wenn ich das Logo richtig lese??) Jupiter-Version. In diesen Klang bin ich absolut vernarrt. Hat mich dazu gebracht, die Atlantic vom Keller zu holen und mit 16' und tiefem Bassregister zu schwelgen. Ich werd' doch nicht ... ?

Es so hinzukriegen, dass es fließt und nicht abgezählt klingt, ist wohl nur auf deinem Level machbar. Aber ein, zwei Takte am Stück :unsure: ...

Jedenfalls danke für die Lehrstunde 🌹
 
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Die Bevorzugung des akustischen Klangs ist wohl normal. Das sagen eigentlich alle.
Ich glaube dass den Reiz eines solchen Arrangements eben der "andere" kompakte Sound ist.
Die Digitalen Sounds sind halt dem Original sehr ähnlich, nur nicht ganz so durchgestylt.

Insofern keine Überraschung für sen Zuhörer.

Als Spieler ist es allerdings leichter mit eben diesem Klang.

Schön dass Du es Dir mal vorgenommen hast.
😊
 
Bernnt
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Reiz eines solchen Arrangements
Du merkst es ja selber durch das Feedback: Durch dieses Arrangement hast Du Dir den Uns-Uwe-Award des Akkordeonforums verdient - für virtuoses beidhändiges Dribbeln auf der linken wie der rechten Seite. Viel Erfolg allen, die sich daran probieren werden.
 
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Tja, Danke für den Award :LOL:. Doch wenn man in der Musikschule fragt, was die Kinder spielen wollen, sind Songs mit solchen Rhythmen an der Tagesordnung. Was soll man denn machen?
Würdest Du 6-8 Jahre lang ablehnen und sagen so weit bist Du noch nicht? Spiel stattdessen Klassik?
Natürlich ist das kein Anfängerstück, trotzdem sind diese Synkopen im "Sprachrhythmus" der Melodie gegen eine gerade oder mit Pausen versehene Begleitung (Siehe CHIM) absoluter Standard.

Und wie @klangtaucher schreibt,

Aber ein, zwei Takte am Stück :unsure: ...

Das wär doch schon gut !!!
 
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Das wär doch schon gut !!!
cure1.png

da ich anerkannterweise schmerzfrei in Perfektion und Präsentation bin, hier mal meine Vorgehensweise zu diesen 4 Takten
Vorbemerkung: die Noten kann ich vom Blatt lesen und - naja, im Prinzip - spielen. Ich muss mir die Töne also nicht zusammensuchen.

Track 1: Melodie + ein Grundbass, um ein rhythmisches Gerüst zu haben

Track 2: dito, mit Bassbegleitung auf die Zählzeit. Und, zum Drangewöhnen, mit den jeweiligen Grundbässen (Fis, H, E usw.)

Track 3: ich vermute, die Synkopen sind nicht auf den Punkt, evtl. zu nahe an der Zählzeit (auch letzter Takt). Abhilfe evtl. durch höher aufgelöste Begleitung, also in Achteln:

Track 4: der augenblickliche Stand, bis auf Takt 4. Machmal klappt's manchmal nicht. Den korrekten Bass liefere ich (vielleicht) nach


na denn ...
 
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Mensch - super!
Bei Dir würde ich gleich an den Zusammenhang zur Tonlichkeit gehen, Längen und Lautstärken, Akzente usw machen den Groove aus.

Die 2. Hälfte von Deinem Track 3 ist die wichtigste Übung, nämlich dass rechts und links richtig gleichwertig und in gleichen Abständen kommen.
Das hast Du ja selbst schon erwähnt.
Noch deutlicher merkst Du es wenn Du da im Bass nur Akkord oder nur Bass spielst und rechts nur die Quarten.
Takatakatakataka.....

Aber Deine Abwandlungen zur Annäherung gefallen mir sehr gut. Genau das ist es, was ich immer mit Technik-Übungen erfinden meine.
Wozu ein Nachschlagewerk mit Leitern, Arpeggien, Trillern und Fingersätzen, wenn man das in der konkret vorliegenden Musik sowieso drin hat und ggf. individuelle Übungen und Fingersätze braucht?
 
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Wozu ein Nachschlagewerk mit Leitern, Arpeggien, Trillern und Fingersätzen, wenn man das in der konkret vorliegenden Musik sowieso drin hat und ggf. individuelle Übungen und Fingersätze braucht?
Ich sehe das auch so. Nur darf man nicht zu viele solcher Baustellen in einem Stück haben. Sonst artet das eine Stück zur Lebensaufgabe aus, da ja u.U. schon ein einziger Aspekt Monate an Entwicklung braucht, bis der unbewusst beherrscht wird. So mein Eindruck.
Ich bin zwar totaler Unterrichtsanfänger, versuche aber Stücke auszuwählen, bei denen ein, max zwei neue Techniken drin sind, die viel Arbeit erfordern. Anders könnte ich das auch nicht.
So wie Klangtaucher es für sich macht als ultra erfahrener Spieler müsste man für Schüler sozusagen Stufen bei einem unbedingt gewollten Stück bilden. Grad versuche ich das auf absolutem Anfängerniveau. (z.b. Oh when the Saints erst mal als Marsch - da kann der Auftakt schon das Hirn arg beschäftigen, dann unterschiedliche Rhythmen, und dann gehts schon los, dass Pausen in der Begleitung (Unterbrechung des Metrums) schon überfordern.
Und dann halt Step by Step.
Man kann ja zwischendurch andere Stücke machen und das noch vereinfachte wieder rausnehmen und den nächsten Step versuchen. Jedenfalls brauchts individuelle Schritte.

Bei dem Stück oben bietet es sich auch ganz gut an, halbtaktik zu arbeiten bei der Begleitung. Also zuerst die Melodie checken. Dann nur die ersten beiden Taktschläge Bass spielen, dann nur die letzten beiden. Schließlich die beiden zusammenbauen. Abgesehen von dem ungewohnten Bewegungsmuster muss man aber auch sagen, dass die Begleitung (in dem Notenabschnitt) wenigstens keine Synkopen in der Taktmitte oder zwischen zwei Takten hat. und auch keine Triolen, also nur "gerade". So gesehen gehts sogar noch halbwegs, da man dann die Patterns teilen kann und kurze eigene Abschnitte bekommt.
 
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Ja, völlig richtig.
Ein Rating für den Schwierigkeitsgrad oder eine fortlaufende Methodik gibt es natürlich hier nicht.
 

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