Poti-Tausch: Welche Potis brauche ich für eine Vintage SG?

von pilos, 04.07.16.

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  1. pilos

    pilos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.16   #1
    Hey Leute,

    Bei meiner Vintage VS6 SG müssen laut Gitarrenbauer die Potis getauscht werden. Nachdem ich mal die Lötarbeit selber machen möchte wollt ich euch erstmal fragen welche genauen Potis sich überhaupt dafür eignen? Ich nehme an solche mit 500k oder? Danke im voraus!

    lg
     
  2. Slideblues

    Slideblues Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.16   #2
    Ja, 500K log... nimm mal die Göldos, die haben eine sehr gute Qualität und sind - von der Schaftlänge so, dass sie auch in die SG passen... Zudem lassen sich diese Potis sehr gut löten.

     
  3. Stratz

    Stratz Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.07.16   #3
    Die Vintage wird doch bestimmt in Asien gefertigt worden sein. Dann kommen in der Regel metrische Bauteile zum Einsatz. Ich würde daher wie @Slideblues schon schrieb auch auf die Göldo-Potis setzen, da sie einen Achsendurchmesser von 8mm haben. Die Fender-CTS-Potis haben z.B. einen Durchmesser von 9,53mm, andere Potis mit "US-Maßen" haben auch 10mm. Das kann je nach Bohrung schon zu dick sein.
    Die SG hat eine flache Decke, also brauchen die Potis keine lange Achse. Der oben verlinkte hat eine kurze Achse. Ob man lineare oder logarithmische nimmt, ist Geschmackssache. Für unser Gehör haben die logarithmischen aber eine lineare Regelcharakteristik, weshalb sie etwas beliebter sind.
    Die Göldo-Potis lassen sich wirklich relativ einfach löten, wenn man andere Potis kauft, kann man sie mit etwas Schleifpapier aber auch "gefügig" machen. Das Anlöten der Masseverbindungen ist bei Anfängern oft der Knackpunkt, weil man bei zu langem Erhitzen des Potis diesen zerstören kann. Am besten eine breite Spitze und einen "guten" Lötkolben verwenden. Mein ERSA hat nur 30W, schafft das aber trotzdem. Je kürzer du Erhitzen musst, desto besser. Das Lötzinn, ich würde kein bleifreies empfehlen, weil es sich schlechter verarbeiten lässt, sollte aber schon eine Verbindung mit der Potioberfläche eingehen, ansonsten hast du eine kalte Lötstelle und damit eine potenzielle Fehlerquelle erzeugt.

    Man kann die Bohrlöcher der SG auch erst einmal auf einen stabilen Karton übertragen und die Potis durch die Löcher stecken. So kann man alles bequem außerhalb der Gitarre verlöten und muss dann nur noch Klinkenbuchse und Humbucker in der Gitarre selber anlöten.

    Ich würde bei der SG auch erst einmal pauschal 500K empfehlen, es sind doch Humbucker verbaut?. Für die meisten Humbucker ist das genau richtig. Singlecoils (jedenfalls welche mit wenig Output) vertragen sich oft besser mit 250K besser, mit 500K klingelt es sonst in den Ohren. Du brauchst auch noch zwei Kondensatoren. Ich würde nicht mehr als 22nf nehmen. Für den Hals kann man auch gut mit 10nf arbeiten. 47nf wird schnell sehr dumpf und gefällt mir persönlich gar nicht, auch nicht bei Singlecoils. Bei den Potis kann es aber passieren, dass die Werte bis zu 20% abweichen. So kann ein 500K-Poti auch mal 450K oder weit über 600K haben.

    Entweder nimmst du z.B. so einen:
    [​IMG]

    oder so einen:
    [​IMG]
    Mir gefallen die Orange Drops noch ein wenig besser. Ich würde aber keine 5€ dafür ausgeben. Man bekommt die woanders auch für viel weniger (ca. 1,50€). ;)

    Beim Wiring kannst du auch mal das 50s-Wiring probieren. Dann bleiben beim zurückdrehen des Volume-Potis noch die Höhen erhalten. Beim Modern Wiring bleibt dafür die Lautstärke etwas besser erhalten. Hier gibt es dazu auch ein paar Infos:
    http://www.seymourduncan.com/blog/tips-and-tricks/lespaulwiring
     
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  4. pilos

    pilos Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.16   #4
    Danke für die ausführliche Antwort! Die Kondensatoren muss ich aber nicht zwingendermaßen tauschen oder? :) lg
     
  5. Stratz

    Stratz Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.07.16   #5
    Wenn du welche über hast, kannst du die ruhig weiter verwenden.
     
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