Proberaum im Keller (Altbau Mehrfamilienhaus)

von natas, 31.03.20.

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  1. natas

    natas Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.20   #1
    Hallo,

    da unser Proberaum Conoranvirus-bedingt auf unabsehbare Zeit nicht verfügbar ist, haben wir jetzt die Idee, einen Kellerraum umzubauen.

    Hard Facts:
    - 5 Geschosse über dem Keller, die Erdgeschosswohnung über dem Kellerraum ist jedoch dauerhaft unbewohnt (Kindergarten).
    - Seitlich versetzt zum besagten Raum im Erdgeschoss ist eine Wohnung.
    - Raumhöhe im Keller ca 3 Meter. Dickes Mauerwerk.
    - Ein Kellerfenster/Lüftungsschacht nach außen. Deckenhöhe gleich Bürgersteig ca.
    - Der Keller ist ca. 5x4m groß


    Die zentrale Frage ist: bekommt man den Keller (sehr) kostengünstig so gedämmt, dass Hausbewohner nicht völlig durchdrehen und 3x pro Woche für ca. 2Std. geprobt werden kann?

    Die Band besteht nur aus Bass, Schlagzeug und Gesang.
    Meine Idee bisher: Verstärker sowie Schlagzeug auf 10-15cm hohe Holzkonstruktion. Dazwischen Teppiche/Filzmatten o.ä.
    Dazu eine Raum-im-Raum Konstruktion. Da alles nur übergangsweise und sehr kostengünstig sein muss, hatte ich überlegt eine Holzkonstruktion aus altem Bauholz und Lattenrosten (alles was man so findet) zu bauen und an den Wänden und Decke alte Matratzen als Dämmung zu benutzen. Um das Ganze zu "versiegeln" alte Teppiche und/oder Theatertuch (Diese dicken Stofftücher) darüberlegen.

    Es muss natürlich nicht alles Schlucken, aber es sollte in einem zumutbaren Rahmen bleiben. Meint ihr das lohnt sich, oder lieber in den Sauren Apfel beißen und die nächsten Monate nicht proben?

    LG
     
  2. klaatu

    klaatu E-Gitarren Moderator

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    Erstellt: 31.03.20   #2
    Ich würde auf das Proben verzichten. Es ist wirklich nicht die Zeit, Coronaparties oder -übereien zu veranstalten, sofern man noch ein wenig Verstand und Verständnis für die Situation besitzt.
     
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  3. natas

    natas Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.20   #3
    Ich hätte den Beitrag nicht verfasst, wenn ich das nicht vorher abgewogen hätte. Wir sind ein Duo und sehen uns so oder so regelmäßig, das heißt eine potentielle Ansteckung lässt sich sowieso nicht mehr verhindern. ich gehöre selbst zur Risikogruppe und habe meinen Kontaktkreis schon maximal eingeschränkt und ausreichend Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Weiterhin handelt es sich um einen Proberaum den nur wir zwei nutzen werden und nicht um einen Partykeller -.-
     
  4. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.04.20   #4
    Naja, wird ja keine zwei Jahre dauern. :D

    Seit ihr Profis und müsst euren Lebensunterhalt damit bestreiten? Nein? Dann wird es euch auch nicht umbringen, ein paar Wochen auf Proben zu verzichten.

    Flexibilität schadet ja auch nicht und statt Bass und Schlagzeug könnte man es mit Akustikgitarre und Cajon probieren. Ist zwar nicht das selbe, aber wichtig sind ja beim Proben eher die Abläufe der Songs und die bekommt man auch mit anderer Instrumentierung hin.
    Dann braucht ihr gar nichts "umbauen".
     
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  5. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.04.20   #5
    Soll nicht böse oder sarkastisch klingen, aber wenn ihr weiter keine Probleme habt. :rolleyes:

    Einige Bekannte sind als Veranstaltungstechniker (eigene Firma) und freie Musiklehrer unterwegs. Die haben, wenn der Shutdown länger dauert, weiß Gott andere Probleme.
    Die können über ein paar mal Probeausfall wohl nur müde lächeln (wenn ihnen das nicht schon vergangen ist).
     
  6. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 01.04.20   #6
    Manchmal gibt es hier so Threadverläufe, wo ich mir an den Kopf packe...

    "Hi, wir würden gerne einen Raum zum Proberaum umbauen, hat wer Tipps"
    "Bist du irre zu Proben? Corona!"
    "Stimmt, aber in unserem Falle ists tasächlich egal, weil wir wir ehh ständig Kontakt haben und nur 2 Personen sind"
    "Probt einfach nicht"
    "Da ihr keine Profis seid: Probt einfach nicht!"
    "Was habt ihr für Luxusprobleme? Andere haben viel ernsthaftere sorgen"

    <-- Ganz ehrlich: Ich frag mich schon gerade was mit euch los ist?!?

    Ich versuch mal auf Fragen, die gestellt wurden, zu antworten:

    Ich kann natürlich nicht alles beurteilen, aber die Idee von Raum in Raum ist ganz gut....

    Eine Entkopplung funktioniert wie du es angedeutet hast... was m.E.n. ganz gut wirkt sind wenige Auflagepunkte, die entsprechend möglichst gedämpft sind. Teppich bringts nur wenn er dick ist und dann am besten mehrlagig. Teppich verklebt auf Holzplatte (10x10cm so als grooober Richtwert) und das dann 3-4 mal übereinander gelegt.

    Das Gerippe kann man, wie du feststelltest aus Bauholz bauen.
    Was Tricky ist: Wie dämme ich die Decke? Da würden sich größere Mengen Steinwolle (Im Sack, luftdicht verschlossen) anbieten aber das kostet dann doch wieder ein bisschen.

    Ich machs jetzt mal ganz blöde: Holkonstrukt von innen Platten anschrauben, zwischen Platte und Wand Locker Steinwolle oder anderes absorbierendes Material und das gleiche oben aufs "Dach"


    aber.... und jetzt komme ich im Prinzip dann doch zur gleichen Aussage wie meine Vorredner: Das lohnt nur, wenn es länger genutzt wird....

    Sonst würde ich auch sagen: Scheiß auf Probe ;)
     
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  7. mHs

    mHs PA-MOD Moderator HFU

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    Erstellt: 01.04.20   #7
    Jetzt, wo der Thread wieder die Kurve zur eigentlichen Farge hin gekriegt hat, bitte ausschließlich den technischen Teil der Frage (also die eigentliche Frage) diskutieren. Der Rest ist in diesem Sub-Forum OT
     
  8. chris_kah

    chris_kah HCA PA- und E-Technik HCA

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    Erstellt: 01.04.20   #8
    Ich hatte mir mal eine schalldichte Kabine gebaut. Boden, Decke und Wände mit Doppeltür. Das war mit Doppelwand aus Spanplatte 16mm, dazwischen 50-60mm Abstand (Vierkantholz)
    Jede der Flächen bestand aus 2 Elementen (also 2 für Boden, 2 für Decke, 2 für die langen Seiten - dei beiden kurzen Seiten waren - glaube ich- nur einzeln. Alles war zerlegbar und wurde in eine andere Wohnung umgezogen.
    Damit konnte ich in der Mietwohnung akustische Gitarre abens spielen. Die Konstruktion hat dafür gesorgt, dass alles, was nach außen drang, so leise war, dass die Decken und Wände zu den Nachbarn den Rest gedämpft hatten.
    Ich hatte keine Dämmwolle dazwischen.
    Die Elemente waren trotzdem sehr schwer und alleine kaum zu handhaben.
    Material war gut über 500 EUR - ist aber schon 20 Jahre her.

    Die Idee war Raum in Raum mit Entkopplung zum Boden.

    Ohne die zusätzliche Dämpfung durch die normalen Wände und Decken hätte es nicht gereicht
    Lute E-Gitarre hätte es auch nciht ausreichend gedämpft.
     
  9. Archivicious

    Archivicious Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.20   #9
    Die Antwort auf die zentrale Frage (unabhängig von den rechtlichen und moralischen Aspekten) ist einfach: NEIN, kostengünstig bekommt man das nicht hin. Abgesehen von der notwendigen Entkopplung benötigt man zum Schlucken von Schall auch viel Masse, d.h. einfach eine zweischalige Spanplattenkonstruktion mit ein bisschen Mineralwolle füllen, wird nicht genügen. Die Tür halbwegs schalldicht zu bekommen ist auch noch einmal ein großes Thema.

    Ich hatte mal das freudige Erlebnis, einem befreundeten Schlagzeuger bei der Montage einer professionell gefertigten Kabine (hatte er gebraucht gekauft) zu helfen Die war wirklich ziemlich schalldicht, da mussten wir die Einzelteile aber auch zu VIERT stemmen, so massig waren die.

    Ihr stoßt da rein von den Materialkosten in Bereiche vor, da bekommt ihr locker ein halbwegs ordentliches E-Drumkit für, mit dem ihr dann vermutlich halbwegs leise üben könnt - würde eher in diese Richtung denken...

    Ist die Kellerdecke eigentlich massiv?

    ----

    P.S.: für die gebrauchte Kabine bei Selbstabholung hat der Kollege übrigens noch etwa 3.500 EUR gezahlt, nur mal so zur Einordnung...
     
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