[Review] Ampeg Classic Analog Bass Preamp

von mjmueller, 07.07.17.

  1. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.17   #1
    Der „Bruder“ des Scramblers ist nun auch bei mir eingetroffen. Da mir aber der Scrambler nicht gut gefallen hatte, war ich beim Preamp zunächst mal verhalten gespannt, welcher Sound mich erwartet.
    Ampeg Classic Analog Bass Preamp
    Erster Eindruck
    Wie der Scrambler kommt auch der Classic Analog in einer Pappschachtel in der eine schwarz/lila Pappschachtel steckt. Darin liegt der kleine Preamp Bodentreter. Ebenfalls dabei eine kleine Bedienungsanleitung.
    Das schwarze Aludruckgußgehäuse wirkt stabil und der deutliche Aufdruck macht klar, wer hier was für wen anbietet.
    Rechts findet sich der Eingang von der Bassgitarre und links geht es raus zum Amp oder Pult oder Interface oder was auch immer.
    Mit rund 300Gr. ist das Pedal leicht und die Maße von 56 x 66 x 114mm sind typisch.
    An der Kopfseite findet sich der Eingang für die 9 Volt Stromversorgung (min.20mA), übliche Polung.

    Auf der Oberseite finden sich die Potis für Volume, Bass, Mid und Treble und ein „Ultra Lo“ sowie „Ultra Hi“ Schalter, eine hell leuchtende lila LED und natürlich der Schalter zu einschalten.
    Im Bodentreter (dessen Bodenplatte durch vier Schrauben fixiert ist) findet sich Platz für eine 9V Batterie und der -15dB Padschalter.
    IMG_0645.JPG

    Und wie macht er sich?
    Die Potis in Chickenhead-Optik könnten ebenso wie die vom Scrambler mMn etwas mehr Widerstand bieten, lassen sich aber sauber und präzise drehen.
    Volume musste ich auf ca. 1 Uhr stellen, damit das Signal nicht abgeschwächt weitergegeben wird

    Um es kurz zu machen: Der Kleine hat mich echt beeindruckt. Auf Knopfdruck Ampeg :great: Echt faszinierend. Vor meinem Reußenzehnpreamp und einer 12" Box ist der Effekt verblüffend und hört sich wirklich sehr gut an. Das ist ein toller Bassound, egal ob vor dem Amp oder auch direkt in ein Pult.
    Die EQ-Eingriffe sind sehr gut gewählt, es ist im Grunde nicht möglich, zu viel reinzudrehen, dennoch sind massive Eingriffe möglich, aber ohne das es kippt. Gefällt mir sehr.
    Ich konnte keine störenden Geräusche ausmachen, Brummen oder ähnliches.
    Der Taster zum Einschalten ist etwas schwammig und lässt auch ein leises Knacken hören. Werden die Potis gedreht, ist ein Sirren vernehmbar (wenn man/frau ganz genau hinhört).
    Wer jetzt meint, das sei ja "nur" ein EQ-Pedal, der irrt. Die Bezeichnung Preamp trifft es schon richtig, denn mit dem Classic Analog werden nicht nur Frequenzen angehoben oder abgesenkt, sondern der Sound insgesamt bekommt einen Stempel drauf. Und dieser Stempel gefällt mir persönlich sehr gut.

    Wie hört er sich an?
    Macht Euch selbst ein Bild: Dieses Mal habe ich mich nämlich entschieden, ein kleines Video zu machen :) Da ich so meine, dass der Classic Analog am einfachsten zeigen kann, was er bringt.
    Bitte um Nachsicht: Das ist mein erstes Video dieser Art und ich hatte ein paar kleine Problemchen zu überwinden (zB dass ich die Audio und Videospuren nicht ganz synchron bekommen habe).
    Das Video wird dennoch hoffentlich seinen Zweck erfüllen.:engel:


    Fazit
    Im Gegensatz zum Scrambler gefällt mir der Classic Analog wirklich sehr gut - ein Ampeg To Go - Das "kleine Schwarze" für Basser :D
    Sehr faszinierend, wie der Preamp es schafft, einen Ampegsound zu zaubern und geschmackvolle Eingriffe erlaubt.
    Das Konzept des Pedals gefällt mir, es ist gut verarbeitet, sieht schlicht-schick aus und hat mich bis auf ein paar klitzekleine Schwächen komplett überzeugt.
    Vor einem Amp macht der Classic Analog eine gute Figur und um den Basssound im Recording in Richtung Ampeg zu schieben eine günstige Option.
    Den Preis von derzeit 99 EUR finde ich okay.
     
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  2. rbschu

    rbschu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.17   #2
    Schönes Review - und durch das Video kriegt man auch einen brauchbaren "plastischen" Eindruck jenseits beschreibender Worte. Was mir fehlt, ist, welche Gitarre Du in welcher Einstellung drangestöpselt hast. Aktive oder passive PUs?

    Gut gemacht! :great:
     
  3. Gast 2531

    Gast 2531 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.17   #3
    Das war ne Gitarre mit 4 dicken Saiten.
    Peavey T-40, steht zumindest im Video.
     
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  4. mjmueller

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    Erstellt: 08.07.17   #4
    Hallo,
    vielen Dank für Eure netten Kommentare :great:
    Ich freue mich, dass sich überhaupt jemand für das Review interessiert.

    Das ist ein Peavey T-40 wie er hier auf der Seite auch schön abgelichtet zu finden ist:http://flatericbassandguitar.blogspot.de/2010/06/peavey-t-40.html
    Im Gegensatz zum Original, habe ich meinen vor ein paar Jahren überarbeiten lassen: Schmalere Bundstäbe und der Metallsattel wurde durch einen Knochensattel ersetzt.
    Passive Elektronik ist übrigens verbaut. Der T40 hat aber einen beachtlichen Output und ich wurde schon öfter mal gefragt, ob es ein aktiver wäre ;)
    Die Frage nach den Einstellungen ist bei einem T40 durchaus angebracht, denn der kann sehr viele verschiedene Sounds produzieren. Deswegen am Anfang des Vdeos auch der Bass pur, um überhaupt vergleichen zu können.
    Grüße
    PS: @rbschu - Deine Frage habe ich gar nicht richtig beantwortet. Ganz korrekt: Der PU-Schalter ist auf Mitte, d.h. Steg- und Hals-PU (Humbucker) aber nicht gesplitet, Phase ist off, beide Volume-Regler (Hals und Steg-PU) voll auf, Toneregler des Hals-PU voll auf, Toneregler Steg-Pu auf 4,5 (von 10). So bekommt man/frau einen recht ausgewogenen bassigen Klang.
     
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  5. rbschu

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    Erstellt: 08.07.17   #5
    Tja sorry, ich muss mich hier outen. :o Bin wohl nicht so fit in der Birne, denn ich kenne Peavey nur als Verstärker (oder Mischpult?) und dachte, das Teil sei einem Peavey-Verstärker vorgeschaltet. Ja und gut auch, dass ich jetzt im gleichen Zug aufgeklärt wurde, dass die Gitarre 4 Saiten hat. :engel: (Wie.., nur 4? Da waren doch mehr als vier Töne drin. :confused: )

    (PS: Nicht so ganz ernst nehmen, bitte. :m_vio3:)
     
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  6. mjmueller

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    Erstellt: 08.07.17   #6
    So geht es vielen Leuten, glaube ich. Man/frau kennt den 6505 oder auch die 4x10 Bassboxen usw., dass Peavey auch Bässe und Gitarren baut, ist nicht so im Bewusstsein. Wenn ich das richtig sehe, bauen die auch nie so viele verschiedene Modelle zeitgleich (im Moment vielleicht so 5).
    Der T40 (und T60, die E-Gitarre) wurde meines Wissen nach ab ca. 1978 bis Ende der 1980er Jahre in den USA gebaut. Das war das erste Bassmodell von Peavey und mMn haben die viel richtig gemacht damit. Der Korpus ist aus USA-Esche und der Hals aus zwei Teilen Ahorn. Wenn ich richtig gezählt habe, habe ich einen der eher selteneren T40 die einen Korpus aus drei Teilen haben. Das alles ist schon mal grundsolide und liefert ein ordentliches Basspfund. Richtig interessant wird es dann aber noch mal mit der PU-Schaltung: Zwei Humbucker, die mit einem Dreiwege-Schalter entweder alleine oder zusammen geschaltet werden können, beide PUs haben unabhängige Schaltreise, wenn beide geschaltet sind, gibt es noch den Phase-Reverse-Schalter für den StegPU. Und dann kommt der Tone-Poti ins Spiel. Der verändert nicht nur einfach den Höhenanteil, sondern verändert den gesamten Klang des Basses, regelbar je PU (was Ähnliches kenne ich vom Orange Micro Dark Mini Amp, da nennt sich das Poti "Shape").
    Und was mich immer wieder erstaunt: Ich habe den Bass jetzt so rund 25 Jahre. Die offenen Mechaniken sind noch die originalen und die laufen heute noch so geschmeidig und halten die Stimmung perfekt. Ein Poti kratzt ein ganz klein wenig. Man/Frau sieht meinem T40 das Alter an, aber alles funktioniert noch wie am ersten Tag.
    Das nenne ich mal Beständigkeit :love:
     
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  7. disssa

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    Erstellt: 09.07.17   #7
    Geht es hier noch um den Ampeg-Preamp?
     
  8. mjmueller

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    Erstellt: 25.07.17   #8
    Kurzer Nachtrag bzw. Korrektur:
    Leider musste ich feststellen, dass unter bestimmten Umständen, dann doch ein deutliches Rauschen vom Classic Analog produziert wird.
    Für Aufnahmen verwende ich einen Reußenzehn Preamp, der im Grunde rauschfrei ist. Der Classic Analog vor dem Interface, ist ebenfalls sehr rauscharm. Beide in Kette, der Bodentreter als "Effektpedal" sozusagen, zeigen aber, dass der Ampeg ordentlich Rauschen in das Signal bringt. Ist ja klar, der Preamp wird noch mal verstärkt und wenn dann noch ein Kompressor auf das Signal gelegt wird, wird es sehr deutlich.
    Im Proberaum und Live empfinde ich es als nicht störend. Für Aufnahmen mit meinen Ansprüchen leider keine Option, schade.
    Grüße
     
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  9. mjmueller

    mjmueller Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.17   #9
    Und noch eine kleine Ergänzung:
    Mich hatte die Position der Platine unter dem Druckknopf beim Classic Analog, also auch beim Scrambler etwas irritiert. Daher hatte ich einfach mal in einem anderen Thread gefragt, was der Hintergrund dazu sein könnte. Ganz herzlichen Dank an die Teilnehmer für die Aufklärung :great:
     
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