Review: Billigste 12 Zoll Aktivbox / Gesangsmonitor mit 700 Watt RMS

von Smashcraaft, 29.10.20.

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  1. Smashcraaft

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    Erstellt: 29.10.20   #1
    Manchmal hat man so Tage oder auch Situationen, da ist man mit Hoffnung und Mut gesegnet und tut Dinge, die einem ansonsten fast schon widersinnig vorkommen.
    Bei mir war es mal wieder soweit, als ich für unserer neuen Sängerin (mit wirklich sehr begrenztem Budget) einen Gesangsmonitor gesucht habe und dabei über eine 12" Aktivbox gestolpert bin, deren Neupreis mich fast schon erschüttert hat.

    Gleichzeitig weckt so etwas aber auch den Ebenezer Scrooge in mir (und Dir?) und macht natürlich ein Stück weit auch einfach neugierig.
    Also geht man heutzutage erst einmal auf die Suche nach Tests / Bewertungen / Rezensionen und versucht sich auf deren Basis ein erstes Bild zu machen, ob sich der Aufwand eines Tests lohnt.
    All zu viele Bewertungen fanden sich zur nachfolgend genannten Box jedoch nicht. Im Shop selbst waren es nur einige wenige und auch bei Amazon kommt die Box seit Mai 2018 gerade mal auf 18 Rezensionen
    Bewertungen muss man aber auch einordnen können und wenn insbesondere die negativen Bewertungen in schlechtem oder sehr einfachem Deutsch geschrieben daherkommen, kann man diese zumindest mit ein wenig Skepsis betrachten.
    Mit einem Schnitt von 4,2 von 5 Sternen hat die Aktivbox aber erst einmal so gut abgeschlossen, dass ich mich getraut habe.

    Und da der Shop gerade Black-Friday-Deals laufen hatte und gleichzeitig die Widerrufsfrist bis auf den 31.01.2021 ausgedehnt war (also auf satte 3 Monate :eek:) habe ich einen Spontankauf getätigt und zugeschlagen beim

    auna SLK-12-A Aktiver PA Lautsprecher 12" 700 Watt RMS max.
    zum Kaufpreis 108 EUR

    inkl. Black-Friday sowie eines 5€ Newsletter-Rabatts
    https://www.auna.de/Lautsprecher/PA-Lautsprecher/SLK-12-A-Aktiver-PA-Lautsprecher-12-700-W-max-USB-und-SD-Ports-MP3-700-W.html gibt es mit häufig wechselnden Preisen aber auch bei
    https://www.elektronik-star.de/Soun...-12-700-W-max-USB-und-SD-Ports-MP3-700-W.html


    108 Euro für eine Aktivbox? Ernsthaft?! Geht das und vor allem… was kann das?!!
    Dies werde ich in der nächsten Zeit herausfinden und werde Euch darüber berichten.
    Den visuellen, haptischen, olfaktorischen sowie klanglichen Ersteindruck schreibe ich dazu gleich in das folgende Posting… hier erst mal die


    Produktbeschreibung & Technische Daten

    Top-Features
    Starke Leistung: 12" (30 cm) Aktiver PA-Lautsprecher mit 700 W max. und XMR Bass Technology
    Höchst kompatibel: integrierte USB- und SD-Ports für eine direkte MP3-Wiedergabe
    Flexibel einsetzbar: als Standlautsprecher und Bühnenmonitor geeignet
    Bestens verbunden: bequemer Anschluss an externe Musikquellen mittels Line Ein-/Ausgang
    Gut aufgestellt: 35 mm Flansch-Anschluss ermöglicht praktische Stand-Montage
    Sicher geschützt: stabiles, wasserabweisendes ABS-Gehäuse
    Drahtlose Handhabung: praktische Steuerung per Fernbedienung sowie Bluetooth-Funktion für Audio-Streaming

    Produktbeschreibung
    So klingt starke Leistung: Der auna Pro SLK-12-A Aktiv PA-Lautsprecher überzeugt mit sauberem Klang, vielseitiger Kompatibilität sowie schlichtem Design und lässt die Herzen von Musik-Profis und Audio-Amateuren gleichermaßen höher schlagen. Der 12" (30 cm) Beschallungs-Spezialist kann mit einer Leistung von 700 W max. sowie XMR Bass Technology aufwarten und verfügt über ein ansprechendes, wasserabweisendes ABS-Gehäuse. Ausgestattet mit einem USB- sowie einem SD-Port ermöglicht die elegante Klangbox eine direkte MP3-Wiedergabe, die über ein eigenes Kontrollfeld mit LCD-Display und Hintergrundbeleuchtung bedient werden kann. Der Lautsprecher besitzt zudem einen Line Ein-/Ausgang für die Verbindung mit externen Musikquellen sowie 2 Mikrofon-Eingänge. Durch die Bluetooth-Funktion und die mitgelieferte Fernbedienung wird außerdem eine drahtlose Steuerung sowie bequemes Audio-Streaming im Sitzen ermöglicht. Darüber hinaus ist die Kraft-Kassette flexibel einsetzbar und kann über einen integrierten 35 mmm Flansch-Anschluss auf ein Lautsprecher-Stativ aufgesetzt oder als Bühnenmonittor für Konzerte und andere klangintensive Veranstaltungen verwendet werden. Der auna Pro SLK-12-A Aktiv PA-Lautsprecher ist eine funktionsreiche, sauber gefertigte und vielseitig einsetzbare Klangwucht, die von Liebhabern klarer, lauter und basslastiger Musik in den höchsten Tönen gelobt wird.

    Eigenschaften & Maße
    Anschlüsse:
    • 1 x USB-Port, 1 x SD-Port, 1 x Stereo RCA Line Eingang, 1 x Stereo XLR Line-Eingang (weiblich), 1 x Stereo XLR Line-Ausgang (männlich), 1 x 6.3 mm Klinken-Ausgang, 1 x 6,3 mm Klinken Mikrofon-Eingang, 1 x XLR-Mikrofon Eingang (weiblich)
    • 2-Band-Equalizer
    • MP3-Kontrollfeld
    • LCD-Display mit Hintergrundbeleuchtung
    • integrierter Tragegriff
    • Schützendes Metallgitter
    • Impedanz: 8 Ohm
    • Frequenzgang: 35 Hz - 20 kHz
    • Empfindlichkeit: 99 dB +/- 3 dB
    • Stromversorgung: 230 V ~ | 50 Hz
    • Maße: ca. 36 x 65 x 31 cm (BxHxT)
    • Gewicht: ca. 12,5 kg
    Was wird neben der Box geliefert
    • 1 x PA-Lautsprecher
    • 1 x Fernbedienung
    • 1 x Netzkabel
    • Bedienungsanleitung
     
  2. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.20   #2
    Der Bestellprozess
    aunaPro-SLK12a_108EUR.png aunaPro-SLK12a_108EUR-Widerrufsrecht.png


    Die Lieferung


    IMG_0941.jpg IMG_0942.jpg IMG_0943.jpg IMG_0944.jpg IMG_0945.jpg IMG_0946.jpg


    DER ERSTEINDRUCK

    Visuell, haptisch, olfaktorisch

    Hier gibt es erste Überraschungen, denn entgegen einiger Meldungen der Rezensenten gibt es hier aus meiner Sicht keine Beanstandungen!
    Der ABS-Kunststoff wirkt gewohnt billig, die Box fühlt sich so speckig an als wäre sie mit ABS-Kunststoff ummantelt (was sie ja auch ist) und der ABS-Kunststoff riecht beim ersten auspacken, jedoch deutlich weniger als ich vermutet hatte (jemand schrieb da von Penetranz und wochenlang anhaltendem Stinken).
    Für mich stellt es sich so dar: Kaufe ich ein günstiges neues Auto wird dieses auch ein Stück weit wie ein günstiges neues Auto riechen. Dies trifft vermutlich auf jedes Stück plastikummantelte Technik zu, hier aber durchaus in einem sehr erträglichen Rahmen, der sicher nicht wochenlang anhalten wird!
    Erwähnen möchte ich auch noch, dass ich testweise und zur Sicherheit alle erreichbaren Schrauben des Gehäuses sowie des Gitters geprüft und nachgezogen habe.
    Alle Schrauben saßen ausreichend fest und nur wenige ließen sich noch ein wenig nachziehen, bis man das Gefühl hatte, dass es reicht.
    Die Drehregler der Steuereinheit sitzen fest und lassen sich schön stramm drehen und auch die Druckknöpfe des Bedienelements unter dem Display wirken nicht so, als würden sie abbrechen, herausspringen oder in nächster Zeit steckenbleiben. Die Verarbeitung stimmt insgesamt gesehen also schon mal positiv.


    Klanglicher Ersteindruck
    Jetzt wird es schwieriger, denn als Besitzer mehrerer Aktivboxen (Yamaha DBR12, Headrush FRFR-112, the box pro DSP 110, Superlux 12" (die habe ich nicht mehr)) kenne ich eines nur zu gut:
    Das Klangverhalten in verschiedenen Umgebungen aber auch das klangliche Empfinden an verschiedenen Tagen!
    Denn wie wenn morgens der Lieblingskaffee mal nicht schmecken will, einfach weil der Magen oder die Mundflora übel-säuerlich rumspinnt, kann es auch bei Audio-Equipment zu einem irregulär stark veränderlichem Hörempfinden kommen. Außerdem klingt natürlich auch jeder Raum anders.

    Getestet habe ich die auna SLK-12-A bislang zuhause (hier nur auf dem Lautstärkeniveau eine JBL Charge Bluettoothbox) sowie im Büro-Loft mit einer Raumgröße von 75 qm und einer Deckenhöhe von knapp 5 Metern.
    Beide Tests vielen aus meiner Sicht unauffällig aus. Es kratz oder scheppert nichts und es gibt auch kein Dröhnen, dass man nicht mit einer leichten Korrektur des Bass-EQ reduzieren könnte. Generell ist es ja heutzutage so, dass nicht nur LowCost Consumer-Produkte stets eher bass-lastig designed werden, weil es heute fett klingen muss und genau das vom Laien erwartet wird. Ich habe ich aber bislang auch nur vorkomprimierte Rock und Pop Musik über die Box laufen lassen (in einem Fall per Line-In über ein altes iPhone 5 und im anderen Fall per Bluetooth-Verbindung (klappte sofort)). Die auna SLK musste bislang also nicht mit Wave-Peaks oder anderen unkomprimierten Ausschlägen klar kommen.
    Im Bereich der Musik aus der Retorte macht die Box einen unauffälligen Eindruck, fällt also weder positiv noch negativ auf.

    Als nächstes folgt ein Test unter Last im Proberaum, wobei die auna LKS gegen meine "Yamaha DBR12" sowie die "the box pro DSP 110" antreten wird.
    Ich vermute, dass ich diesen Test innerhalb der nächsten 10 Tage durchführen werde.
     
  3. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.20   #3
    Kurzer Zwischenbericht, bevor es anfang der Woche zusammen mit der Sängerin in den Proberaum geht:
    Ich habe die auna Aktivbox gestern nun erstmals (für uns realistisch) belastet, indem ich über mein MacBook und die Programme BIAS Amp sowie BIAS FX Gitarre darüber gespielt habe.

    Umgebung war mein 75 qm Industrie-Loft, also ein recht hoher Raum mit relativ großem Hallanteil, der sich aber auf Grund der Größe diffus darstellt. Insgesamt verstärkt der Raum den Bassanteil. Akustisch gesehen ist das also eine eher schwierig zu beschallende Umgebung, die aber gleichzeitig auch "verzeiht". Anstrengende Frequenzen in den oberen Mitten oder Höhen bügelt der Raum eher etwas glatt, als sie zu fördern.

    Amp-mäßig habe ich mich dabei zwischen Dumble, Fender Bassman und Rectifier bewegt und das ganze schon ziemlich laut aufgedreht. Bass und Höhen habe ich gegenüber meinen Audio-File Tests wieder auf Nullstellung gedreht, da ich es mag beim Gitarrespiel ohne Bassbegleitung satt und deftig zu klingen.

    Ich bewege uns dabei jetzt bereits in einer Lautstärke, die ich als "auf den Drummer angepasst" bezeichnen würde. Also so laut, dass ein Gehörschutz definitiv Pflicht ist!
    Für eine Zeit von knapp einer Stunde habe ich für diesen Test trotzdem auf den Gehörschutz verzichtet, dafür aber immer nur kurze Schnipsel richtig laut gespielt und Hörpausen eingelegt.

    Auch bei diesem wirklich recht lauten Test machte die auna 12" Aktivbox eine gute, weil unauffällige Figur.
    Man ahnt die Grenzen der angegebenen 700 Watt RMS, aber noch liefert die Box ohne erkennbare Macken ab.
    Das einzige was ich bislang kritisch betrachte ist, dass spürbar viel Druckluft aus dem SD-Karten Slot auf der Rückseite gepumpt wird. Es scheint hier also keine große Trennung / Abschirmung zwischen Klangraum und Elektronik zu geben. Ob sich durch die Druckbelastung auf Dauer Verbindungen oder Komponenten lösen können weiß ich nicht. Auch haben alle meine anderen Aktivboxen keinen SD-Slot, so dass ich keinen Vergleich ziehen kann.
     
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  4. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.20   #4
    Election- bzw. Selection-Day: Ich habe nun die auna SLK-12-A Aktivbox zusammen mit unserer Sängerin im Proberaum unter Volllast getestet.
    Dabei bin ich wie folgt vorgegangen…
    1. Monitore mit A/B Switch verkabeln (Yamaha DXR12 sowie auna SLK-12-A) PASSED
    2. Referrenz-Songs abspielen um Lautstärke und Klang auf die Yamaha anzugleichen PASSED
    3. besonders rückkopplungs-anfällige Special Effects wie das Megaphone des Voicelive Play GTX einpegeln PASSED
    4. auf Probelautstärke hochgehen PASSED
    5. Megaphone-Effekt unter Volllast testen und Feedbacks im A/B-Vergleich bewerten PASSED
    6. ausgewählte Song-Phrasen (besonders grenzwertige) durchsingen und mit A/B vergleichen WARNING! WARNING! WARNING!
    …okay :eek:

    …man hätte es ahnen können aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Obwohl wir die auna mit dem Board EQ noch halbwegs an Lautstärke und Klang der Yamaha anpassen konnten, kippt die Stimmung bei Proberaum Lautstärke (mit sehr lautem Rock-Drummer) beträchtlich :ugly:

    Die auna zeigt in Nullstellung des EQ deutliche Flanken im Bass und in den Höhen, wirkt aber in den Mitten unterrepräsentiert.
    Und gerade dies verträgt sich (zumindest im Rockbereich) nicht mit der Dynamik und Mittenlast einer unkomprimierten Stimme.

    Fazit zur auna SLK12; die Mitten fangen unter Last an leicht zu scheppern und erzeugen bei lauteren Passagen (meist im Chorus) somit auf dem Aktivmonitor einen hintergründig vorhandenen Megafon-Effekt, der sich auf Dauer sicher auf das gesangliche Wohlbefinden unserer Sängerin ausgewirkt hätte.

    Zur Ehrenrettung und Entlastung der auna muss ich jedoch 2 Dinge sagen…
    1. die auna kostet neu nur ein Zehntel dessen, was man für eine neue Yamaha DXR12 hinblättert
    2. bei unserem Test habe ich den Output des Voicelive Play GTX mit dem Mic-Input der auna verbunden, weil ich keinen Adapter hatte um auf den Line-In zu gehen. Somit habe ich ein mit einem Preamp versehenes Signal wieder in einen Preamp geschickt, was sich wahrscheinlich negativ auswirken kann (hier sind aktuell die Fachleute gefragt, weil ich vermutlich erst im Dezember dazu komme, das Setup korrekt zu testen)
    Nach dem Versuch auna vs. Yamaha haben wir der erstgenannten noch meine the box pro DSP 110 (250 W RMS, 1000 W Peak) per A/B gegenübergestellt.
    https://www.thomann.de/de/the_box_pro_dsp_110.htm

    Diese zeigte sich klanglich ausgeglichener (ein wenig mehr in Richtung Yamaha) und stabiler, was die Benutzung unter Lautstärke angeht.
    Ein Zerren konnten wir auch mit der DSP 110 erzeugen, hatten bis dahin jedoch ein wenig mehr Headroom.

    Gesamtfazit: Eine leistungsfähige 10 Zoll-Aktivbox reicht entgegen meinen Befürchtungen als Gesangsmonitor vollkommen aus, denn der Bassanteil, den eine 12" Box ermöglicht wird für die meisten Stimmen nicht benötigt. Besonders wichtig scheinen bei Gesang die Mitten zu sein, und diese werden von der Bestückung der the box pro DSP 110 mit einem 10" Woofer und 1" Kompressionstreiber mit 1,4" Voice Coil (was immer das technisch heißt) ausreichend sauber und gut transportiert.

    Ob die auna mit dem Line-Input sauberer abgeliefert hätte werde ich noch testen und dann auch nachreichen.

    Bis dahin kann ich sagen, dass die auna SLK-12-A nur für weniger brachiale oder laute Bands (!) sicher einen sehr günstigen Einstieg in die Verstärkung bedeuten kann.
    Und damit meine ich sowohl die Proberaumbeschallung als auch die Nutzung als Monitor für Gesang und Gitarren.
     
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  5. Ralphgue

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    Erstellt: 03.11.20   #5
    Danke schon mal für den "Mut" einen "Chinakracher" überhaupt ernsthaft zu testen, ist doch die wohl zu recht herrschende Meinung hier im Board jene: "Die würde ich noch nicht mal mit Handschuhen anfassen".
    Nun lese ich u.a. aus deinen Eindrücken heraus, das ich für ca. 60€ Mehrpreis (Auna > the box pro) eine deutlich bessere Monitor/PA Box bekomme (wen wundert es) und man weiter Newbies von diesem Zeugs nur abraten kann.
     
  6. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.20   #6
    Hallo und :great:

    in Summe würde ich sagen, dass ich Deinem Fazit derzeit nur "unter Vorbehalt" zustimmen würde, denn…
    A) habe ich für die auna unter Ausnutzung von Rabatten nur 107,99 EUR inkl. Versand gezahlt
    B) ist meine Signalkette mit Mic-Preamp goes into Mic-Preamp sicher nicht einwandfrei und
    C) kann die auna in weniger lauten Probeumgebungen sicherlich befriedigende Dienste leisten.

    Und wenn man als Band gleich mehrere Monitore oder Raumboxen benötigt, kommt es vielleicht gerade auf diese Preisdifferenz an?
    Leiser spielende Bands mit geringem Budget und ohne echtes Tier am Schlagwerk, können das aus meiner Sicht am besten einfach selbst mal mit einem Probeexemplar testen.

    Bei mir bleibt die auna und geht nicht zurück, denn in meinem Büro-Loft hat sie (getestet) gute Dienste geleistet (vornehmlich Gitarre mit BIAS) und bietet sich durch die Bluetooth-Funktion nebenbei auch als einfach zu bedienende Raumbeschallung an. Und das im Grunde zum Preis einer JBL Charge!
    Ich habe der Sängerin also gern meine the box pro DSP 110 überlassen, weil diese in unserer Probeumgebung besser funktioniert, die auna in meinem Büro aber insgesamt mehr Leistung bietet. In diesem Fall ist das also ein für beide Seiten akzeptabler Tausch.
     
  7. Frank-vt

    Frank-vt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.20   #7
    Öhmm...byside.... diese thebox-Dinger würde ich auch nicht mit der Kneifzange anfassen.
    Meine ersten Boxen waren ebenfalls von der Hausmarke und nein, niemals wieder, wenn man Wert auf den Gesang legt.
    Und 12" finde ich ohnehin für Gesang etwas überdimensioniert...
     
  8. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.20   #8
    Ist halt wie immer alles auch eine Frage des Bedarfs sowie Anspruchs.

    Wir haben mit 4 unterschiedlich ausgerichteten FOH-Speakern eigentlich eine ganz gute Raumbeschallung, so dass der persönliche Monitor eigentlich nur dazu da ist, das eigene Instrument jeweils ein klein wenig mehr in den Fokus zu rücken. Gefühlt würde ich sagen, dass man das Raumsignal am eigenen Standort vielleicht noch einmal um 5 - 10 % lauter macht, bzw. einfach noch etwas "sättigt", um bei der eigenen Performance Unsauberheiten feststellen zu können.
     
  9. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.20   #9
    Ich möchte gern noch mal 2 konkrete Fragen stellen und zwar an die Techniker unter uns
    Vielleicht könnte sich ja noch mal jemand wie @antipasti kurz mit einklinken :D

    Wenn ich eine Aktivbox auf Leistung testen möchte und ein möglichst positives Signal/Rausch-Verhältnis haben möchte, wie gehe ich dazu bei der Einstellung der Volume-Regler vor?
    Beim Test der billigen auna hatte ich je (wie oben im Detail geschildert) den Mic-Input gewählt da mein A/B Switch nur Klinkenausgänge hat und ich keinen Klinke auf XLR- bzw. Klinke auf Cinch-Adapter hatte.

    Mit dem Volume-Regler des Mic-Input habe ich dann die Lautstärke variiert, wobei ich das Master-Volume auf Maximal hatte.
    Seltsamerweise ist die Box mit voll aufgedrehtem Master aber flüsterleise, insbesondere dann, wenn man eine kabellose Verbindung wie Bluetooth, USB oder SD-Karte wählt.
    Aber irgendwie erwartet man doch, dass man die Endstufe rauschen hört, je mehr man den Master aufdreht, oder?

    Mit meiner zweiten Frage möchte ich noch mal nachfragen wie wahrscheinlich es ist, dass meine Signalkette Mic-Preamp des VoicelivePlay > Output VoicelivePlay > Mic-Input der Box zur Verzerrung unter Last beigetragen hat? Das war wahrscheinlich eine denkbar ungünstige Konstellation, oder?


    07-Bedienfeld.jpg
     
  10. antipasti

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    Erstellt: 04.11.20   #10
    Keine Ahnung. Frag mal im PA-Forum... Dort passt dein Review ohnehin besser. Denn ein aktiver Monitor ist meist nicht exklusiv für Gesangsanwendungen gedacht.

    EDIT: Nach Rücksprache verschoben ins PA-Forum
     
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  11. Rockopa

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    Erstellt: 06.11.20   #11
    Das Problem hierbei könnte sein das Du den Preamp überfährst denn so wie ich das sehe gibt es ja keine Anzeige ab wann der Preamp überfahren wird.
    Möglich das dort intern so etwas wie ein Gate wirkt.
    Kein Eingangssignal Gate zu.
    Auch billige /günstige Boxen können laut,meistens aber nicht auf Dauer da dafür nicht ausgelegt und ein hoher Klirrfaktor lässt gerade günstige/billige Boxen laut erscheinen.
    Der Unterschied besteht darin das ,daß eine dein Gehör massiv schädigt ohne das es Dir bewusst wird.
     
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  12. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.20   #12
    Also würdest du bei einem Test eher den MIC-Input ganz hochdrehen und die Lautstärke mit dem Master variieren? Die Frage war ja, mit welchem Gain-Staging ich das sauberste Signal/Rausch oder Klirr-Verhältnis erreichen kann. Und da vermute ich mal, dass ich unbedingt hätte den Line-Input wählen müssen
     
  13. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.11.20   #13
    Die Grundregel für Gain-Staging und ein optimales SNR lautet, die größte Verstärkung immer am Anfang der Kette zu haben (Stichwort Friis-Formel). Der Line-Input ist daher aus meiner Sicht die erste Wahl, wenn ein vorverstärktes Signal (aus Mischpult etc.) angeschlossen wird.

    Wer sich ein bisschen mit Lautsprechertechnik auskennt, kann sich nur wundern, wie ein derartig ausgestatteter Lautsprecher zu so einem Preis angeboten werden kann. Schließlich müssen daran ja mehrere Parteien auch noch was verdienen. Ein Blick ins Innenleben auf die Komponenten wäre interessant. Wenn sich jemand die Mühe machen würde, die Angaben aus dem "Datenblatt" nachzuprüfen, ginge das vermutlich ähnlich wie in diesem Fall aus:
    https://studylibde.com/doc/8256939/1469617293_-070_078_hollywood_low

    Aber gegen "billich, will ich" kommen Fakten und Vernunft leider selten an.
     
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  14. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Danke für diese Antwort. Ich werde meinen Test auf jeden Fall noch einmal mit dem Line-In durchführen.
    Ist es prinzipiell okay, wenn ich das Master-Vol der Aktivbox pauschal voll aufdrehe und die Lautstärke über den Line-Regler justiere?
     
  15. Bass_Zicke

    Bass_Zicke Registrierter Benutzer

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  16. the flix

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    Lies doch noch mal die Grundregel. Der Master steht ganz am Ende der Kette, damit stellst du schlussendlich die Lautstärke ein.
    Kannst du die Clip-LED zum Pegeln der Eingänge benutzen, spricht die an, wenn der Master zu ist?
     
  17. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

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    Wo siehst Du die denn?
     
  18. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.20   #18
    Da isse...
    [​IMG]

    Probiere ich die Tage mal aus und melde mich dann wieder.
     
  19. Smashcraaft

    Smashcraaft Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.20   #19
    Leider nein. Die Clip-Anzeige funktioniert nur mit offenem Master und dann auch erst, wenn es hörbar zerrt.

    Ich habe aber inzwischen mal die Signalkette
    Mic-Preamp des VoicelivePlay > Output VoicelivePlay > Mic-Input der Box
    gegen die ordentliche Variante getestet, also
    Mic-Preamp des VoicelivePlay > Output VoicelivePlay > Line-Input der Box

    Wenig überraschend resultiert der Line-In natürlich in einem weniger lauten und weniger heißen Signal.
    Den Spielraum, den der Volumen-Regler bietet kann die Box aber auch am Line-In nicht vollkommen verzerrungsfrei abbilden.

    Für ein möglichst sauberes Signal habe ich den Master auf rund 80% des Reglerwegs und den Line-In auf Max gewählt.
    Darüber hinaus würde es unzweifelhaft zu hörbarem Zerren kommen.

    Schlussendlich kann ich die reale Leistung aber wieder nur im Proberaum vollständig austesten,
    was aber derzeit auf Grund der weiten Strecke dorthin in Verbindung mit den
    Corona-Kontaktbeschränkungen einfach nicht stattfindet :igitt:

    Da das Rückgaberecht aber weiterhin noch über 2 Monate, bis zum 31.01.2021, besteht gibt es hier wenigstens auch keinen Zeitdruck.
     
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