[Review] Gator GRB-2U Rackbag

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Einleitung

Leichte und zugleich robuste 19"-Rackcases und Gigbags sind eine Spezialität der Firma Gator aus Florida. Da ich für eine anstehende Fahrt zu einem europäischen Folklorefestival neben meinem eigenen Equipment, das eigentlich in ein kleines Köfferchen passt, auch zwei Mitmusiker ohne eigenes Equipment technisch auszustatten habe, war ich auf der Suche nach einem tourtauglichen und bequem zu transportierenden Behältnis im 19"-Format mit 2 HE für 3 Funkstrecken inkl. Zubehör. Nach intensiven Studiums des Thomann-Sortiments habe ich mir für einen erschwinglichen Preis mehr oder weniger ins Blaue hinein folgendes Rackbag geleistet:

(Herstellerlink)

Inwiefern das Bag meine o. g. Anforderungen/Erwartungen erfüllen kann, soll im Rahmen dieses Reviews beleuchtet werden.

Technische Daten und Verarbeitung

Wie bereits angedeutet, handelt es sich beim GRB-2U um ein 19"-Rackbag mit 2 HE und einer Einbautiefe von max. 35,5 cm). Damit eignet es sich weniger für große Endstufen, sondern ist primär für leichtes Equipment wie Recorder/Zuspieler, Effektgeräte oder Funkstrecken gedacht. Die Außenmaße betragen 419 x 540 x 159 mm, und das Bag wiegt 3,63 kg.

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Das Rackbag besteht im Prinzip aus einem herkömmlichen Rack aus 9 mm dickem Sperrholz, welches innen mit weichem Filz ausgekleidet ist und in einer Nylontasche verschraubt ist. Eine Rackschiene mit Bohrungen im 1/2-HE-Abstand befindet sich auf der Vorderseite, also beim Tragen "oben". Zum Geräteeinbau liefert Gator 8 Rackschrauben mit eher ungewöhnlichem M5-Gewinde inkl. gummierter Unterlegscheiben mit.
Statt mit abnehmbaren Rackdeckeln ist das Bag mit Reißverschlüssen versehen - auf der Vorderseite am Rand entlang laufend, auf der Rückseite nur als Serviceklappe ausgeführt.

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Komplett geöffnet lassen sich beide Abdeckungen nach unten wegklappen. Die Reißverschlüsse machen einen robusten Eindruck und besitzen textile Zuglaschen. Am vorderen Deckel befindet sich im Kreuzmuster ein Gummizug, vermutlich gedacht zum Unterklemmen von geeigneten Equipmentteilen.
Damit man das Rackbag sicher abstellen kann, hat Gator ihm auf der Rückseite 4 Standfüße spendiert. Theoretisch ist es dadurch sogar möglich, es aufrecht stehend zu verwenden, wenn man die Kabel der eingebauten Geräte durch die Serviceklappe hinausführt.
Auf einer der Außenseiten ist eine mit dem Hersteller-Logo bestickte Reißverschluss-Außentasche angesetzt, die etwa A4-Format besitzt. In ihrem Inneren befinden sich 4 Klettverschlüsse, damit man darin verstaute Kleinteile fixieren kann.

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An den Kanten der beiden schmalen Seiten befinden sich Metallösen zur Befestigung des mitgelieferten Schultergurts. Dieser besitzt dazu (Kunststoff-) Karabinerhaken, und er ist rutschfest, gepolstert und längenverstellbar und somit bequem zu verwenden.

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Zwei Trageschlaufen runden das Bild ab. In ihnen steckt je ein 20 cm langes Kunststoffrohr (Durchmesser ca. 2 cm), das mit Nylon überzogen und an den beiden großen Seiten des Bags angenäht und angenietet sind.

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Praxiseinsatz und Fazit

Der Einbau der 19"-Geräte, bei mir 3 Funkempfänger von Line6 inkl. Rackblende mit Antennen, gelingt ohne Probleme. Auch für eine 3-fach-Steckdosenleiste ist noch Platz auf der Rückseite hinter den Geräten.

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In meiner Bestückung (inkl. Zubehör) komme ich auf ein Gesamtgewicht von ca. 10 kg.
Nicht so gut gefällt mir die Anordnung/Ausführung der Tragegriffe. Die oben erwähnten Rohre, die in den Handgriffen stecken, sind meinem Empfinden nach zu dick und zu lang. Beim Transport muss man beide gemeinsam umfassen, und dies ist ist auf Dauer unbequem. Wobei ich erwähnen sollte, dass ich mit Handschuhgröße 8 1/2 vermutlich ein wenig kleinere Hände als der Durchschnitt habe. Auch könnten diese Handgriffe gerne etwas länger sein, denn sie sitzen für meinen Geschmack doch recht dicht über der vorderen Klappe des Rackbags. Trägt man das Rackbag allerdings zu zweit, spielen diese Handgriffe ihre Vorteile aus.

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Die Nylonhaut hält die gröbste Feuchtigkeit vom eingebauten Equipment fern, und die Reißverschlüsse laufen leichtgängig und schließen sicher.

Ingesamt gibt es an der Verarbeitung und Haltbarkeit des Rackbags zumindest nach ein paar Einsätzen nichts auszusetzen, wobei der eigentliche Härtetest Anfang August 2015 noch aussteht. Sollte ich dabei/danach abweichende Erfahrungen machen, werde ich diese entsprechend hier im Review nachtragen.
 
Eigenschaft
 
Grund: Bilder aus Album verlinkt
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Hallo,

aufgrund einer Bekeksung dieses Reviews ergänze ich hier mal meine Praxiserfahrungen:

Das Rackbag hat sich gut geschlagen, wobei sich trotz der Tragegriffe bzw. des Schultergurts bei den recht langen Fußwegen, die zurückzulegen waren (die einzelnen Auftrittsorte waren ziemlich verstreut), das Gewicht der eingebauten Geräte bemerkbar gemacht hat. Dies wird zumindest bei mir aber eher die Ausnahme bleiben, und bei "Kurzstrecken" ist das Bag definitiv leichter und bequemer zu transportieren als ein Standard-Rackcase.
Deshalb hat sich inzwischen auch ein zweites Exemplar dazugesellt, und zwar für meinen 19"-CD/MP3-Player.
 

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