[Review] Teenage Engineering OP-1, oder: Robis kleine Odyssee, wie ich zum OP-1 kam

von Klartext, 09.01.14.

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Casio
  1. Klartext

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    Erstellt: 09.01.14   #1
    Vorwort
    Die elektronische Musik lässt mich einfach nicht los, nur Rock und Metal ist mir auf Dauer doch zu einseitig. Ich habe mich lange als Metaller definiert und musste letztlich begreifen das ich schließlich Musiker bin und ich meine kreativen Ergüsse nicht nur auf Gitarre beschränken kann und will. Also musste wieder ein Gerät für die quitschenden, stampfenden und spacigen Töne her. Versteht mich bitte nicht falsch, ich spiele nach wie vor Gitarre von Hardcore bis Deathmetal. Ich habe einen Riesenspass daran mit fetten Palmutes und schnellen Riffs, brutale Grooves aus meinem Amp zu stampfen, aber das allein reicht mir einfach nicht.

    Und so war ich wieder auf der Suche:
    Hardware musste es sein, klein, einfach zu bedienen und doch mit vielen Möglichkeiten. Und so währe es fast ein Elektron Octatrack geworden, aber nach dem ich so viele Berichte über Probleme mit den Encodern gelesen hatte, war das Verlangen schnell wieder weg. Ich geb ungern ca Zwölfhundert Euronen aus um nach nem Jahr neue Encoder verbauen zu müssen. Schade, denn der octa ist ne interessante Kiste und macht auch noch Spass, evtl ja mal als Zweitgerät wenn Elektron bessere Encoder (evtl die aus dem OP-1?) verwendet.

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    Und wie biste nun auf den TE OP-1 gekommen?
    Ich habe also nach Alternativen gesucht und dann viel mir ein das es da doch vor Jahren dieses Projekt gab wo ein paar Leute zig Synthesizer, Sampler und Sequenzer in ein kleines Keyboard steckten, aber man nur sporadisch mal was drüber lesen konnte. Mensch, wie hieß das Dingens doch gleich? Oncle Google gefragt und siehe da: Teenage Engineering OP-1. Oha, das Teil gibs inzwischen tatsächlich zu kaufen, seid nun mehr 2 Jahren schon. Mensch wie die Zeit vergeht. Also habe ich, wie vorher beim Octa schon auch, das halbe Netz nach Infos, Reviews und Videos durchsucht und was ich an Sounds und Infos bekahm hat mich nur noch mehr angefixt auf den OP-1.

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    Das Gehäuse aus einem Aluminiumblock gefräßt, hochwertige Industrie Encoder, alles schön over-engineered und richtig stabil. Dazu noch ein sehr gut lesbares OLED Display, eine wirklich gute Tastatur, eine sehr intuitive Bedienung und inzwischen, dank Firmwareupdates, sogar noch mehr Möglichkeiten als ursprünglich angepriesen. Und man kann den TE OP-1 auch noch als Midi-Controller/DAW-Controller verwenden. Also alles was ich bräuchte und will in einem Gerät. Einziger Makel:
    Das Design, das schon sehr Hippster-like ist. Aber von mir aus. TE's OP-1 klingt gut und fördert die Kreativität, weil man ausbricht aus dem alten Denkschema und wieder mit Musikmachen beschäftigt ist, statt mit Plugins suchen und in Untermenüs tweaken. Und für das Gebotene an Funktionsumfang und vor allem auch an Qualität ist der Preis sehr angemessen, finde ich zumindest.
    Also: Einmal Teenage Engieering OP-1 zum mitnehmen bitte.

    Was kann denn der Kleine nun?
    • OP-1 ist ein overdubfähiger 4 Spur Recorder
    • OP-1 ist ein Synthesizer mit 9 Synthesearten und reichlich Eingriffsmöglichkeiten
    • OP-1 ist ein Sequenzer mit 4 Sequezerarten
    • OP-1 ist ein Sampler mit allen wichtigen Bearbeitungsmöglichkeiten
    • OP-1 ist ein Midicontroller, der sowohl unter Linux, Windows, als auch Mac erkannt wird
    • OP-1 ist ein DAW-Controller
    • OP-1 ist ein Drumcomputer auf Samplebasis und auch Drumsynthesizer
    • OP-1 ist ein mobiles Musik-Werkzeug für Produktion und Liveeinsätze
    • OP-1 ist ein rattenscharfes Teil das einfach Spass macht

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    ...los komm weiter, was noch?
    Dank eingebautem Akku, dessen Kapazität den TE OP-1 zwischen 13 und 16 Stunden mit Spannung versorgt, ist der Teenage Engineering OP-1 jederzeit und überall einsatzbereit. Die Bedienung ist sehr einfach, da alles "Einstellbare" auf dem Desplay in 4 Farben unterteilt ist, welche sich ebenfalls auf den Encondern wiederfinden. So weiß man immer welcher Regler gerade welche Funktion übernimmt.

    Jedes Instrument ist mit den 4 Reglern manipulierbar. Auf den Seiten 2, 3 und 4 erreicht man die ebenfalls über die 4 Regler steuerbaren ADSR Hüllkurve, einen frei zuweisbaren Effekt und einen nen frei zuweisbaren LFO. Das betrifft aber nicht nur jeden der 8 Synthesizer, sondern ebenso die Drums und hasse nich gesehn :D Das Teil ist so clever designt, man kann wirklich kaum alle Details und Kleinigkeiten aufzählen, die den Teenage Engineering OP-1 so intuitiv und anders als die ganzen anderen machen.

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    Mein Tipp:
    Wer keine Lust mehr hat auf Software, oder es ihm/ihr so geht wie mir, das ein Überangebot an Softsynths und Plugins die Kreativität ehr hemmt als vergrößert, der sollte den Teenage Engineering OP-1 ganz dringend mal unter die Lupe nehmen.

    Grüßle Robi

    EDIT:
    hier mal eine kleine Auswahl an lustigen Displayabbildungen, das Helicoptergame habe ich mal außen vor gelassen, nicht das nachher jemand beim Testen den Hubschraubersynth sucht :D
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  2. lockenleo

    lockenleo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.15   #2
    Hey,
    vielen Dank für die Review! Ich hadere gerade noch mit dem Preis, aber Weihnachten steht vor der Tür und ich bin weiterhin positiv angetan!
    :D
     
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