Wil_Riker
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Einleitung
Auf dem Gebrauchtmarkt habe ich vor einigen Wochen zu einem günstigen Preis ein Lavalier Mikrofon Sennheiser MKE 2 in EW-Ausführung für Drahtlosbetrieb ergattert. Um das Mikro kabelgebunden einsetzen zu können, bietet der Hersteller den XLR-Speiseadapter MZA 900P an, der allerdings mit 188 € Anschaffungspreis ein ziemliches Loch in meinem Geldbeutel hinterlassen hätte. Mit einem Straßenpreis von 17,90 € (Stand März 2026) kostet Thomanns the t.bone CC 100 EW Phantomadapter etwas weniger als 1/10
. Aber funktioniert er auch?the t.bone CC 100 EW Phantomadapter
Anm.: Die eingebundenen Fotos öffnen sich nach einem Klick/Touch auf die Thumbnails in Vollansicht.
Ausstattung, technische Daten
Der Phantomadapter kommt in einem einfachen weißen Schächtelchen ins Haus. Einen Beipackzettel o. ä. sucht man vergeblich - Minimalismus ist TrumpfDer the t.bone CC 100 EW ist ca. 96 mm lang und wiegt bei einem Durchmesser von 19 mm etwa 59 Gramm. In weiß auf dem mattschwarz beschichteten Gehäuse aufgedruckt ist das Markenlogo und die Produktbezeichnung. Das "RC" bezieht sich hierbei auf das Mikrofon the t.bone Ovid System CC 100 RC EW, für das der Adapter "eigentlich" gedacht ist.
Eingangsseitig besitzt der Speiseadapter eine Miniklinkenbuchse 3,5 mm für Sennheiser EW und kompatible Systeme. Das Gewinde sorgt dafür, dass eine am Mikrofonstecker vorhandene Überwurfmutter entsprechend verschraubt werden kann, aber auch "einfache" Miniklinken können eingesteckt werden.
Am gegenüberliegenden Ende des Gehäuses befindet sich der XLR-Anschluss mit vergoldeten Kontakten. Zur Aufnahme der Verriegelungsnase eines XLR-Weibchens ist innen eine Nut eingefräst, also kein kompletter Gehäusedurchbruch, der manchmal zum Verhaken neigt (nicht auf dem Foto zu sehen).
Zur Befestigung am Gürtel o. ä. hat der Hersteller einen Federclip aus Metall spendiert, der unverlierbar mit dem Gehäuse verbunden ist.
Zum Betrieb benötigt der the t.bone CC 100 EW eine Phantomspeisung von 48 Volt, die von handelsüblichen Mischpulten, Preamps, Interfaces etc. zur Verfügung gestellt wird. Dann nehmen wir den Adapter doch mal in Betrieb!
Praxistest, Fazit
Kurz gesagt funktioniert der the t.bone CC 100 EW mit meinem Sennheiser MKE 2. Einen Vergleich zum Speiseadapter des Mikrofonherstellers kann ich leider nicht ziehen, allerdings einen anderen, denn ich habe insgesamt auch 6 Stück AKG C408 und C409 der ersten Generation mit herkömmlichem Miniklinkenstecker (also noch vor der B-Lock Verriegelung und Umstellung auf Mini-XLR 3-polig) im Bestand, die normalerweise mit AKG B9 Batteriespeisungen bzw. MPA I Speiseadaptern verwendet werden: Der Phantomadapter treibt diese Mikros ebenfalls problemlos an, und ich kann hinsichtlich Klang und Ausgangspegel keine signifikaten Unterschiede feststellenGibt es also ein Argument, statt des the t.bone CC 100 EW den Sennheiser MZA 900P zu wählen? Letzterer besitzt drei Features, die Thomanns Eigenmarke fehlen: Schaltbarer Ausgangspegel, schaltbarer Low Cut und Betriebs-LED. Wer darauf verzichten kann, kauft sich für den Preis eines Originals lieber 10 Stück CC 100 EW
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