Rode NT2-A oder Blue Microphones Bluebird ?

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Guten Abend zusammen :)
für das Aufnehmen von Vocals und zunächst akustischer Gitarre und dann unter Umständen auch anderen akustischen Instrumenten will ich mir ein Großmembranmikrofon anschaffen.
Im Musikhandel meines Vertrauens, wurde mir das Rode NT-2A als allrounder empfohlen. Unter anderem wegen den verschiedenen Einstellmöglichkeiten (Charakteristik etc.) . Zudem gibt es dieses ja auch in einem schön verpackten "Studio Solution Set".
Nach langem durchforsten des Netzes stieß ich auf das Bluebird von Blue Microphones. Bis dahin kannte ich die Marke nicht, doch dann fiel mir auf dass zum Beispiel Tyler Ward ebenfalls eines dieser Marke nutzt (das Modell "Bottle").

Nun wollte ich mal hier im Forum die Meinung der "fachkundigen" erfragen, welches der beiden den am besten für meine Verwendungszwecke geeignet ist ?
Und da der Preis ja fast gleich ist , man vielleicht beim Rode ein wenig mehr für den Namen zahlt und beim Blue für Qualität ?
Ich weiß es nicht, auf jeden Fall hoffe ich dass mir jemand weiterhelfen kann :) Wäre super !:great:

Mit freundlichen Grüßen



Hoochie Coochie Man:cool:
 
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Hallo,

bist Du schon über den Eintrag in unserer "empfehlenswerte-Einsteigermikrofon"-Liste gestolpert? Da ist schon mal gehaltvolle Kurzinfo zum Bluebird drin, vielleicht hilft Dir das auch schon mal weiter.

Ansonsten ist das Rode NT2a auch eine solide Sache - daß es in dem genannten Thread nicht drinsteht, heißt ja nicht, daß es nicht gut sei.
Beim NT2a gebe ich zu bedenken: Brauchst Du wirklich umschaltbare Richtcharakteristiken? Gesangsaufnahmen macht man in den allermeisten Fällen mit Nierencharakteristik, für Instrumente gilt das eigentlich auch (Ausnahmen bestätigen die Regel, z. B. zwei unterschliedlich klingende Seiten bei einer Achtercharakteristik, speziell bei Bändchenmikrofonen). In den meisten Fällen wirst Du mit einer Nierencharakteristik bestens versorgt sein.

Den direkten Vergleich zwischen NT2a und Bluebird hatte ich bislang nicht, kann Dir da also wenig weiterhelfen. Letztlich und endlich kommt es ja auch zum größten Teil auf Deinen individuellen Geschmack und Deine individuellen Anforderungen an, grundsätzlich wirst Du wohl mit keinem der beiden etwas grundlegend verkehrt machen.
Vielleicht kann Dir ja der "Musikhandel Deines Vertrauens", wenn schon die Empfehlung fürs NT2a kam, auch eins zum Testen geben?

Viele Grüße
Klaus
 
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Ja, über die Liste bin ich gestolpert und wurde dadurch mit aufmerksam auf das Blue Microphone. Und ob ich jetzt etwas daraus schließen sollte , dass das NT2a nicht dabei war, war ich mir auch nicht sicher.

Ich hatte auch ein etwas "größeres" Projekt vor, nämlich etwas in einer großen, leeren Halle aufzunehmen. Ich dachte, da wäre vielleicht die Kugelcharakteristik von Vorteil, um das gesamte "Ambiente" einzufangen. Korrigiert mich, sollte ich mich mit der Annahme irren.
Ich werde Mal sehen wie das mit dem Testen aussieht.

Zu welchem würdest du tendieren ? (Ich hoffe "du" ist okey)

MfG
Hoochie Coochie Man:cool:
 
die Acht ist imho eine geniale Option um zB mit dem PU einer Akustikgitarre (so vorhanden) eine Mitte-Seitenaufnahme zu faken
schöner Stereoeffekt ohne den übliche Phasenwiggel von 2 Kleinmembranern und nimmt dem Piezo die Schärfe
der PU kommt direkt auf 1 Monokanal, quasi als Mittenanteil
das 8er gleichzeitig auf 2 Kanäle, jeweils hart rechts/links, 1 davon wird invertiert
je mehr vom 8er hineingemischt wird, desto breiter und räumlicher erscheint die Aufnahme
(statt PU kann man natürlich auch ein Mic nehmen)

cheers, Tom
 
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Hallo, Hoochie Coochie man,

...erstmal: Klar ist das "Du" o.k. - das ist hier unser normaler Umgangston ;)

Zur Verwendung des Mics: Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Du hast insofern Recht, als daß man bei wirklich gutklingenden Räumen Kugelmikrofone sehr schön einsetzen kann. Ich sage nur: Orgelaufnahmen in einer gutklingenden Kirche... am vorletzten Wochenende habe ich selbst auch wieder Kugeln bei einem live-Mitschnitt im Einsatz gehabt.
Aber Achtung: Du brauchst wirklich einen gutklingenden Raum... und auch dann wäre ggfs. eine gemischte Mikrofonierung (nah und zusätzlich noch Raum) angebracht, dann kannst Du den Raum unabhängig dazumischen. Ich hatte meine live-Aufgabe (Vocalquintett, Barockmotetten plus Theorbe) letztens mit einem XY-Pärchen plus Stütze für Männerstimmen und Theorbe gelöst - und dann noch im Rückraum der Kirche ein Pärchen Kugelmikrofone gesetzt, um den "Raum" nochmal extra zu haben...

Ansonsten gehen variable Charakteristika in ihrer Verwendung schon eher in den Bereich Stereomikrofonierung, wie ja bereits von Telefunky angedeutet. Zum Beispiel gäbe es da nebst der von ihm angesprochenen MS-Anordnung (Acht plus Niere) auch Faulkner (2 parallele Achten) oder Blumlein (2 rechtwinklig gekreuzte Achter).

Und zu welchem ich jetzt tendieren würde? Das ist wie die berühmte Frage an Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aber... MEIN persönliches Bauchgefühl, MEINE Einsatzbereiche und MEINE Ausrüstung würden mich wahrscheinlich eher zum Bluebird tendieren lassen. Das ist aber, wie gesagt, MEINE Sichtweise und muß für Dich nicht stimmen. Aber einen Test des Bluebird würde ich Dir natürlich zusätzlich auch raten... wie gesagt, keines von beiden ist ein "Ausfall".

Viele Grüße
Klaus
 
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Ich war ja einer der Initatoren der empfehlenwerten Mikros-Sticky, auch aus dem Grunde, das es auf die Stimme ankommt, bzw. auf die Lage in der man singt.
Werden unterschiedliche Sänger/Sängerinnen aufgenommen? Welche Lagen (Bass- Sopran?)?

In der Preisklasse bis 300€ sehe ich auch das AT2035, da es sehr neutral ist, aber auch das MK4, das aber wegen der 2khz "Nase" nicht immer passen muss, aber oft ;)
Alle genannten haben nur Nierencharakteristik, was per se bei Vocals trotzdem passt.

Zum Blue Bluebird kann ggf. artcore mehr sagen, er kennt das Mikro besser als ich.

Allerdings, wer mehr Charakteristiken haben will, sollte gleich zum CAD Trion 8000 um die 339€ bei digitalaudioservice (sehr netter und fähiger Laden) greifen.
Ein für den Preis ausgezeichnetes und sehr gut verbautes Mikrofon.
Es ist ein Röhrenmikro, was in der Preisklasse gute Ergebnisse an Vocals liefert.
Habe dieses sehr gerne auch bei Vocals im Einsatz gehabt, Lead Vocals und BAcking Vocals.

Zu Rode: Ich mag Rode nicht so, wobei ich das NT2 nicht kenne, aber das NT1a, und das hat mir einfach zu harte Präsenzen.
Das kann gerade bei Gesang nerven.
Das Rode NT2a muss dies nicht haben, aber da ich auch das eine oder andere Mikro von Rode erlebt habe, würde ich es vermuten.

Das einzige Rode was mir an Vocals wirkllich gefallen hatte, war das Rode Classic II, ein richtig feines Mikro, allerdings für 1700€.

Zum Schluss der Standardsatz:
Das sind Empfehlungen, die aber nicht bei jedem passen, deswegen ausprobieren, und das zu Hause.
 
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Zuersteinmal ein ganz großes Dankeschön für die ganzen Antworten ! :)
Haupteinsatzgebiet für die Aufnahmen soll eigentlich ein mit Absorbern optimierter Raum 4 x 2 m sein.
Ist es jetzt sinnvoll aufgrund der Möglichkeit der Stereoaufnahme eher zum Rode zu greifen ?
Ja an meiner Gitarre ist ein solcher PU vorhanden. Tenor bis Alt soll aufgenommen werden, ab und zu aber auch Bass. Somit bräuchte ich also einen "Allrounder". Ich weiß , dass ich in der Preisklasse keine Neumann bekomme, aber will das für das Geld trotzdem etwas hinten raus kommt. Sind Stereoaufnahmen überhaupt "nötig" ? Im nachinein durch rumbasteln bekommt man ja auch einen räumlichen Klang hin.
Die Meinungen hier gehen ja eher Richtung Blue. Interessant wäre jetzt noch ein Beitrag von "artcore".

Und nochmal danke für die ganzen Antworten :)
Wenns soweit ist werd ich dann mal von mir hören lassen was denn dann rausgekommen ist (Aufnahmetechnisch)


MfG
Hoochie Coochie Man
 
Das CAD Trion 8000 hat ja neben der Acht, Niere auch Kugel.
Also, damit kann man die beschriebene Idee von telefunky auch realisieren.
Acht ist auch schön, wenn zwei Sänger gleichzeitig singen, und sich dabei anschauen.
Hat auch was vom Ergebnis her, doe Performance ist oft deutlich besser, mit sehr vielen lustigen Outtakes ;)

Ich persönlich neige aus unterschiedlichen Gründen auch bei der Aufnahme der akust. Gitarre nur zu einem Mikrofon.
Das perfekt aufgestellt, hat bisher alle meine Anforderungen erfüllt.
Was ich auch gerne mache, wenn ich einen schönen Stereosound haben möchte, ich nehme den gleichen Gitarrenpart zweimal auf.

Beides mal wird das gleiche gespielt, aber dadurch, das man ja nicht perfekt alles nochmal gleich spielt, hat man automatisch einen wunderschönen leichten Choruseffekt, neben dem sehr guten räumlichen Klang.

Ein Muss sind aber unterschiedliche Charakteristiken nicht.

Ich empfehle als Test das Trio AT2035, Blue Bluebird und CAD Trion 8000.
Wenn es kein Problem ist, mehr zum Testen nehmen, dann kommen halt Rode NT2 und MK4 dazu.

Obwohl ich das Bluebird nicht kenne, vertraue ich artcore, da wir beide ähnliche Vorlieben in Sachen Mikros haben.
 
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Ich habe das Bluebird im direkten Vergleich mit dem NT1000 gehabt. Das Rode NT2 hat das Problem der unatürlichen Höhen, wie alle presiwerten Rodes, die ich kenne. Das Blue Bird ist da schon ein anderes Teil. Es ist viel ausgewogener abgestimmt und bildet eben die Höhen viel natürlicher ab, hat aber bereits diesen seidigen Glanz, den man bei Mikrofonen sucht. Die Testanordung von whitealbum würde ich auch probieren.
 
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Okey, so wies aussieht wirds dann erstmal das Bluebird werden.

Vielen , vielen Dank an alle die hier mit wirklich hilfreichen Kommentaren zur "Lösung" beigetragen haben ! Super Sache !
Ich werde sobald ich es hab dann Mal Aufnahmetechnisch was von mir hören lassen :)

Mfg Hoochie Coochie Man :cool:
 

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