[Sammelthread] Werkzeug - Know How, Empfehlungen und Reviews

Das ist diese 1/4 Knarre. Der Schaft hört bei der vorletzten Rille am Griff auf. Bei festen Drehen spürt man, wie der Griff hinten nachgibt. Das gleiche ist bei der 1/2 Knarre auch. Zudem war der ganze Knarrenkasten Mumpitz. Die Bits werden beim Transport nicht gehalten und fliegen im Koffer umher. Ich habe Facom mehrmals angeschrieben......keine Antwort.
708367_BB_00_FB.EPS.jpg
 
Hab´ gerade mal den Kasten rausgekramt. In meinem ist offensichtlich die gleiche Knarre drin, d.h. sie sieht genauso aus. Habe jetzt gerade keinen schweren Schraubfall hier zum testen, aber so in der Hand mit kräftigem Druck vom Daumen kann ich bei meiner keine Flexibilität hinten am Griff feststellen.

Der Kasten den ich habe nennt sich R2nano. Das ist so eine Miniaturausführung bei der die Bits und Verlängerungen im Deckel untergebracht sind. Würde man ihn geöffnet auf den Kopf stellen würde außer der Knarre und des Schraubendrehergriffs nichts herausfallen. Hätte ich jedem empfohlen der bereit ist für so`ne kleine Schachtel über 100 € auszugeben.
 
Facom_RS-440E.jpg


Das ist meiner. Die Ratschen sind mechanisch gut...feine Rastung und gut gearbeitet. Einen Einhandauswurf wollte ich nicht und mit der Facom typischen fummlige Umschaltung....komme ich auch mit klar. Wie gesagt.....der Koffer ist Mist und das Gefühl beim schrauben durch die Griffe ist auch nicht toll.
Bei einem UVP Preis von über 500 Euro schon ärgerlich....auch wenn ich nur 160 bezahlt habe. Ich schraube viel an Motorräder und da brauche ich schon vernünftiges Werkzeug. Der Kasten kommt jetzt weg und dann schaue ich mich nach vernünftigen Ersatz um.
Jedenfalls bestelle ich kein Werkzeug mehr.....das muss ich vorher in der Hand gehabt haben.
 
Na wenn die Teile da lose in einer Kunststoffeinlage liegen, gehört da für den Transport eine Schaumstoffeinlage in den Deckel - war früher bei den Blechkästen Standart.

Bei meinem klemmen die Nüsse fast etwas zu fest in ihren Steckplätzen, so dass man sie mit fettigen oder kalten Fingern kaum raus kriegt. So sieht er aus:

Facom 2Rnano.jpeg
 
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Moin!

Ich habe hier gerade eine kleine Werkstatt-Situation:

Flott01.JPG


Es handelt sich hierbei um eine Flott Flottjet 2000 in quasi Vollausstattung. Das Ding soll eine Kreissäge, Formatkreissäge, Kantenbohrmaschine, Langlochfräse, Drechselbank, Bandsäge und Konturenfräse sein. Das das Ding nicht auch noch Kaffee kochen kann, wundert mich dann schon ein bisschen. Ein Glück sind diverse Papiere mit dabei gewesen, sodass ich nicht bunten Teileraten spielen muss. Es ist viel zu viel Zubehör dazu vorhanden. Diverse Auflager für den Koordinatentisch und die Drechselbank mit Werkzeughalter und diversen Einsätzen für den Tisch. Und und und und und... Der originale Werkzeugtisch war auch vorhanden. Der steht aber noch im Keller und wird wahrscheinlich auch erst einmal dort bleiben, weil die Werkstatt dann doch ein bisschen zu klein dafür ist. Auch wenn er äußerst praktisch ist, da für jedes der Werkzeuge ein gesondertes Fach vorhanden ist.

Jetzt heißt es jedes Teil auseinander nehmen, begutachten, putzen, polierten, ggfls lackieren, ausprobieren, fetten, schmieren und wieder zusammen schrauben. Das wird eine Arbeit... Dabei habe ich nicht einmal die richtige Starkstromdose an der Wand und muss erst einmal Kabel verlegen, ehe das etwas wird. Ich habe zwar darauf geachtet drei Phasen zu haben, aber es ist nur ein normaler Küchenanschluss und diagonal im Raum. Also eher mittelprächtig.

Aber hey, da steht Flott drauf. Das Ding kann nur taugen und wird bis auf ein paar kosmetischen Korrekturen nicht wahrscheinlich keine andere Aufmerksamkeit brauchen.

Das lustige ist, dass ich nicht einmal dazu gekommen bin meine Kantenschleifmaschine anzufassen:

Magnum01.JPG


Das ist eine Metabo TDA 1018 der berühmten Magnum Serie. Leider wurde diese geniale Profi-Serie im Kleinstformat im Jahre 98 aufgegeben. Ich habe da echt Glück, dass soetwas unter meine Werkbank passt. Auch die Flottjet Sparte von Flott gibt es nicht mehr. AEG fängt wieder damit an mehrere Geräte an einen Motor zu koppeln. Scheinbar ist Kupfer wieder teuer genug geworden, dass man für Heimwerker solche Systeme wieder auf den Markt werfen kann.

Ich werde für beide Geräte noch einen Rollwagen mit Höhenjustage bauen, damit ich sie einfach nutzen und verstauen kann. Auf 11m² muss da ein wenig mit dem Platz knausern. Mal sehen ob ich dieses Jahr noch nach dem Umzug die Werkstatt präsentier- und richtig arbeitsfertig bekomme. Ich weiß nur noch nicht wohin mit den Fotos. Ob ich hier eine Sondersparte mit Werkstätten einbaue oder es doch eher in den Biergarten verlege.

Schicken Gruß,
Etna
 
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Moin!

Ich hab dann mal mein neues Maschinchen fein ausgebreitet und meine Anleitung als auch das Flott Prospekt daneben als Checkliste bereit gehalten. Jetzt weiß ich endlich was ich gekauft habe:

Flott02.JPG


In dieser Schale liegen die üblichen Verdächtigen an Schrauben, Sterngriffen, Kugellager und Co. Aber auch passende Schraubenschlüssel (Ich habe mitlerweile 8 Stk. an 13er Schlüssel.:ugly:) und der alte Netzstecker liegen darin. Interessanter sind aber oben die roten Scheiben. Das ist eine Wanknutfräseinrichtung. Mit der kann man ein Sägeblatt absichtlich schräge einbauen, um breitere Nuten damit fräsen zu können. Dabei dachte ich immer, dass diese in Deutschland verboten seien. Genauso wie es die bekannten Dado Blades aus den USA sind. War wohl nicht immer so, da die Maschine auch die Dados aufnehmen kann.

Rechts mittig in der Schachtel sind noch Anschläge für die Führungsschlitten als auch zwei Mitnehmer für die Drechselbank. Rechts neben der Schachtel sind eine vielzahl an originalen und selbst gebastelten Einlagen für die Kreissäge und Fräse zu sehen. Ich werde aber wahrscheinlich die meisten neu bauen müssen, da sie entweder nicht für das was ich vor habe ausgelegt sind oder einfach altersschwach sind. Aber so habe ich viele Schablonen.

Flott03.JPG


Hier geht es dann weiter mit der Langlochfräseinrichtung. Es handelt sich dabei eigentlich nur um einen Koordinatentisch mit zwei Zwingen. Via zweier Hebel kann man das Werkstück entlang der Achsen bewegen und so eine Langnut an einem Stück Holz fräsen. Das macht natürlich nur Sinn, wenn man eine Kante befräsen möchte. Ansonsten würde ich eine Oberfräse nehmen. Im Hintergrund sieht man auch die Vielzahl an Fräsern, die ich mitbekommen habe. Das sind ordentlich dicke Dinger! Die Holzblöcke in der mitte sind viele Abstandshalter, die als Halterung dieser ganzen parallelen Linearführungen dienen. Darunter liegen fast versteckt die 8 Spannplatten dieser Führungen aus Aluguss. Vorne mittig liegt der Anschlag für die Zinkenfräs Einrichtung. Es ist auch eine Zapfenschneid Einrichtung vorhanden. Ich habe noch keine Ahnung, wie beide funktionieren. Aber es sollten sich zukünftig schickere Boxen bauen lassen, wenn ich beides machen kann.

Das Teil mit dem Flottjet Aufdruck ist die Abdeckung der Kreissäge. Leider fehlt der Spaltkeil, was ich nicht so lustig finde. Der ist sehr wichtig beim Sägen, damit hinter dem Sägeblatt das Holz aufgrund der internen Spannungen nicht das Sägeblatt berührt und hoch geschleudert werden kann. Der kann für verdeckte Schnitte auch abgesenkt werden. Nun muss ich mir wohl selber einen fertigen. Das Original gibt es noch von der Firma Kräku, wird aber teuer sein. Rechts daneben liegen zwei Winkelanschläge, die laut der Flott Preisliste von 1990 ganze 131,-DM gekostet haben. Rechts daneben ist der Formfräser, der mit ganzen 880,-DM zu buche schlägt inklusive dessen Schneiden. Das Teil davor mit der Plastikschraube dient zur Höhenjustage beider Messer.

Flott04.JPG


Auf diesem Bild sieht man die Drechselbank mit zwei Auflagen und einem Mitläufer. Leider läuft dieser nicht rund. Mal sehen ob ich den austauschen muss oder wie ich den wieder gängig gestalte. Ganz oben rechts sieht man dann den Antrieb des Motors. Das ist ganz witzig gestaltet. Auf der einen Seite sitzt der Flange für die Sägeblätter, den Fräskopf, das Antriebsrad der Bandsäge und auf der anderen Seite kann ich das Bohrfutter anschrauben, oder aber die kleine süße Planscheibe, die da noch auf dem Tisch liegt.

Ganz rechts außen sind zwei Anschläge zu sehen. Der aus dem Vierkantstahlprofil ist der "normale" Seitenanschlag. Den aus Holz schraubt man daran, wenn man den Formfräser nutzt, damit man auch den Fräser teilweise verdecken kann. Die Winkligkeit habe ich aber noch nicht geprüft. Es wirkt aber alles noch winklig und sehr solide. Auch wenn die meisten Teile - zu meiner kleinen Enttäuschung - nicht aus Grauguss, sondern aus Aluguss sind. Aber die wichtigsten Sachen sind dann doch aus Stahl, wie die Führungen und Halterungen.

Flott05.JPG


Mit dabei waren ganze 14 Sägeblätter und 5 Sägebänder. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Batzen anstellen soll. Da ich mitlerweile einen Winkelschleifer habe, werde ich wohl mit dem einen oder anderen Sägeblatt auf Diresta Art ein Messerchen basteln oder etwas in der Richtung. Teilweise sind die Blätter aus HSS und geschränkt und die anderen haben auch Widia Plättchen. Mal sehen, ob ich die schärfen lasse oder doch irgendwie selbst geschärft bekomme. Mit einer kleinen Halterung, einem Dremel und einer Diamantscheibe soll das recht gut gehen.

An dieser Stelle vermisse ich den Schiebeschlitten für die Formatkreissäge. Dieser ist leider nicht dabei. Dabei wurde die Maschine beworben mit der Aussage: "Alles außer die flexible Welle ist an Zubehör vorhanden." Das ärgert mich schon. Aber wahrscheinlich gibt es da nicht viel Handhabe, da gekauft wie besehen. Hätte ich nur vor Ort die Anleitung in Ruhe durchgelesen und alle Dinge abgehakt. Naja...

An der hinteren zu sehenden Schraube kann man die Führung dazu anschrauben. Anstelle des Schlittens habe ich aber eine Tischverbreitung. Vielleicht kann ich eine der Führungen adaptieren und mir selber einen Schlitten bauen.

Flott06.JPG


Last but not least ist der Aufbau der Bandsäge zu sehen. Leider handelt es sich um eine Kugellagerführung. Und leider wird das Sägeband nur auf der oberen Seite geführt. Ich werde mir wahrscheinlich zwei Führungen aus Holz a la Matthias Wandel bauen. Das sollte reichen. Ich hoffe der Motor ist stark genug, dass ich auch meine 12cm breite Ahorn Halskantel durch kriege. :evil:



Auf der Metabo Kantenschleiferfront hat sich auch etwas getan:

Magnum02.JPG


Das wird erst einmal eine Rollenplatte, damit ich meine Werkbank wieder verstellen kann und bequem am Kantenschleifer arbeiten kann ohne mir etwas zu verrenken. Der Motor ist einfach riesig an dem Teil und daher auch sauschwer. Ein Kumpel von mir hat einen Couchtisch mit Gasdruckfeder bei sich aussortiert. Aus dem hoffe ich dann einen Lift für das Gerät bauen zu können, damit ich den Schleifer unter der Werkbank lagern kann und bei bedarf ausziehen und die Höhe auf meine Arbeitshöhe bringen kann.

Rechts sieht man richtig, dass mein Blatt samals ordentlich stumpf war. Aber für die Werkstatt spielt das keine Rolle. Unter der Platte sind dicke Leisten aus Multiplex geschraubt. Die Platte wollte ich eigentlich weg werfen, da sie extrem geworfen hat. Dagegen arbeitet jetzt diese Leiste. Das Holz ist halt aus dem Bauhaus und absoluter Müll. Nach zwei Monaten ist die Platte nachgetrocknet und hat sich nicht nur geworfen, nein sie ist teilweise gerissen. Die Leimfugen gingen teilweise auch auf und ich habe keine Ahnung wie man soetwas ohne schlechtes Gewissen verkaufen kann. Nie wieder! Wenn ich daraus eine Küchenarbeitsplatte gebaut hätte, wäre ich jetzt sehr unglücklich. Aber naja... Als Rollwagen reicht es dann doch und das bisschen Gewicht dieser Platte sorgt dann dafür, dass es nicht kippelt.

Die großen Räder habe ich von Pollin und mich satt damit eingedeckt. Sie sind von der Qualität sehr gut und können viel Last tragen. Dazu kann man nicht nur die Rollen, sondern auch die Welle arretieren. So bewegt sich dann nichts mehr und sollte ideal zu diesem Zwecke dienen. Die habe ich mitlerweile auch unter meinem Rack und unter einem Wagen mit Einzelteilen. Einziger Wehrmutstropfen ist das M12,5 Gewinde. Ein Glück ist eine Mutter mit dabei. Aber das macht es unmöglich eine andere Befestigungsart dafür zu finden. Ich werde die Muttern einlassen, in dem ich ein 13mm Loch vorgebohre und mit einem Stechbeitel dann einen 6-Kant ausarbeite. Davon zeige ich später gerne mehr. Aber heute habe ich es nur an einem Rad ausprobiert, damit ich meine Nachbarn nicht zu arg lang mit dem Hammer nerven wollte. :evil: Schließlich sind die Leisten heute deswegen auch von Hand zugesägt worden. :engel:



So... das wars dann auch "schon". Hehe...

Schicken Gruß,
Etna
 
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Ich liebe es alte Maschinen wieder ans Laufen zu kriegen. Lieber eine 50 Jahre alte "Made in Germany " als eine neue aus China.
 
Ja, ich auch und ich musste grad auch schmunzeln beim Anblick von Etnas Fotos. Die Säge ist bestimmt aus den 60ern, wegen dem roten Hammerschlaglack. Ich weiß allerdings nicht genau wann die bei Flott auf Resedagrün umgestiegen sind. Und Perilex-Stecker hatte ich in meiner alten Werkstatt auch noch...

Ich selbst habe eine Flott Bandsäge aus der Zeit. Die hat drei Rollen und natürlich auch unten eine Führung. Aber wenn die Kreissäge schnell genug auf Bandsägenbetrieb umzubauen ist, kann das ja vielleicht für manche Anwendungen funktionieren. Meine Flott ist `ne Zicke was das einstellen betrifft. Die würde man sicher nicht zu irgendwas anderem umbauen, sondern sägen bis das Blatt reißt - was leider manchmal gar nicht sooo lange dauert.
 
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Moin!

Hehe, da finden sich doch Gleichgesinnte. Ja, ich musste auch letztes Jahr erschreckend fest stellen, dass es einen Grund gibt, warum die alten Maschinen deutscher Fertigung gebraucht mit 20 Jahren auf dem Buckel fast das gleiche wie eine Neumaschine gleicher besagter Firma kostet. Ist ja klar, wenn die Neumaschine 80kg leichter ist, ein Kunststoffgehäuse bekommen hat und plötzlich unnötigerweise voller Elektronik ist. Da weiß man schon was man an so einer alten Maschine hat, die übermotorisiert und überkonstruiert ist.

Zumal man bei so kleinen Maschinchen, wie ich sie mir nun gekauft habe, scheinbar kein Markt vorhanden zu sein scheint. Denn als Neuware findet man soetwas vergebens.

Also eigentlich wollte ich die Flott nicht kaufen, weil ich auf der Suche nach einer großen Bandsäge mit 400er Rädern war, die aber nicht mehr als 180kg wiegen sollte. Da habe ich sie zufällig in einem Holzwerkerforum gesehen und mich verliebt. Ursprünglich war als Kreissäge eine Bosch GTS 10 XC angedacht, weil sie als einzige Kreissäge in Baustellengröße einen Schlitten hat. Naja, so werde ich die Flott erst mal als Bandsäge nutzen und irgendwann als Formatkreissäge umrüsten, wenn ich eine "richtige" Bandsäge habe. Aber so dünn wie der Markt derzeit ist, werde ich wohl eine Säge a la Matthias Wandel bauen müssen.

Das ich nun drechseln kann und Langlöcher fräsen ist ein schöner Beigeschmack. Zumal diese Kreissäge wirklich dicke Dado Blades schluckt. Ich werd da noch zum Ami. :evil:

Aber diese Säge ist auch nicht wirklich komfortabel zu justieren und umzubauen. Allein die Höhenjustage des Sägeblattes... da muss man zwei Stellschrauben lösen, dann mit einem Hebel den Motor anheben, der an zwei stellen linear gelagert ist und gleichzeitig bei korrekter Höhe eine der Stellschrauben fest ziehen. Da mag man fast schon drei Hände dazu haben.

Naja, mal sehen... Hauptsache ich kann im Sommer mal so 1...2 Gitarren bauen. :D

Schicken Gruß,
Etna
 
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...habe mal abonniert, da ich immer neugierig bin. ;)
 
Moin!

Hehe, da finden sich doch Gleichgesinnte. Ja, ich musste auch letztes Jahr erschreckend fest stellen, dass es einen Grund gibt, warum die alten Maschinen deutscher Fertigung gebraucht mit 20 Jahren auf dem Buckel fast das gleiche wie eine Neumaschine gleicher besagter Firma kostet. Ist ja klar, wenn die Neumaschine 80kg leichter ist, ein Kunststoffgehäuse bekommen hat und plötzlich unnötigerweise voller Elektronik ist. Da weiß man schon was man an so einer alten Maschine hat, die übermotorisiert und überkonstruiert ist.

Zumal man bei so kleinen Maschinchen, wie ich sie mir nun gekauft habe, scheinbar kein Markt vorhanden zu sein scheint. Denn als Neuware findet man soetwas vergebens.

Also eigentlich wollte ich die Flott nicht kaufen, weil ich auf der Suche nach einer großen Bandsäge mit 400er Rädern war, die aber nicht mehr als 180kg wiegen sollte. Da habe ich sie zufällig in einem Holzwerkerforum gesehen und mich verliebt. Ursprünglich war als Kreissäge eine Bosch GTS 10 XC angedacht, weil sie als einzige Kreissäge in Baustellengröße einen Schlitten hat. Naja, so werde ich die Flott erst mal als Bandsäge nutzen und irgendwann als Formatkreissäge umrüsten, wenn ich eine "richtige" Bandsäge habe. Aber so dünn wie der Markt derzeit ist, werde ich wohl eine Säge a la Matthias Wandel bauen müssen.

Das ich nun drechseln kann und Langlöcher fräsen ist ein schöner Beigeschmack. Zumal diese Kreissäge wirklich dicke Dado Blades schluckt. Ich werd da noch zum Ami. :evil:

Aber diese Säge ist auch nicht wirklich komfortabel zu justieren und umzubauen. Allein die Höhenjustage des Sägeblattes... da muss man zwei Stellschrauben lösen, dann mit einem Hebel den Motor anheben, der an zwei stellen linear gelagert ist und gleichzeitig bei korrekter Höhe eine der Stellschrauben fest ziehen. Da mag man fast schon drei Hände dazu haben.

Naja, mal sehen... Hauptsache ich kann im Sommer mal so 1...2 Gitarren bauen. :D

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Etna

Vor ein paar Jahren habe ich eine kleine Tischstandbohrmaschine meines Opas restauriert. Baujahr 1951...mit offenen Riementrieb...also zwei Geschwindigkeiten.
Röhm Bohrfutter welches nach dieser Zeit noch immer absolut zentrisch rund lief.
Alle Lagerpunkte mit Schmiernippel.....astrein.
Der Motor bekam neue Kohlen und neue SKF Lager und einen neuen Riemen.
Das Teil läuft fast Geräuschfrei.
Neue Hammerschlag Lackierung....fit für die nächsten 60 Jahre.
 
Schöne Ausstattung zur Holzbearbeitung, da kommen Wehmut (wer kennt denn noch Hammerschlaglack?) und auch etwas Neid ;) auf! Bitte nicht vergessen, bei all diesen alten Ausrüstungen, auch wenn noch so schön, kam/kommt oft die Sicherheit etwas zu kurz im Sinne von Abdeckungen bei Kreissägen, Bandsägen, Fräsen und Co. Sage dies nicht aus Überheblichkeit, sondern weil ich selbst schon mal meinen linken Zeigefinger in eine Minikreissäge gehalten habe...
 
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Dem ist eig. nur noch hinzuzufügen:
Sicherheit am Arbeitsplatz ist oberstes Gebot!

Man kann es einfach nicht oft genug wiederholen... ^^^
 
Das ist diese 1/4 Knarre. Der Schaft hört bei der vorletzten Rille am Griff auf. Bei festen Drehen spürt man, wie der Griff hinten nachgibt. Das gleiche ist bei der 1/2 Knarre auch. Zudem war der ganze Knarrenkasten Mumpitz. Die Bits werden beim Transport nicht gehalten und fliegen im Koffer umher. Ich habe Facom mehrmals angeschrieben......keine Antwort.Anhang anzeigen 534536
Vergess diesen "Kram". Ich habe mich auch sehr lange mit "Billigwerkzeug" rumgeschlagen. Am Ende des Tages kaufst Du dann aber doch 3 oder 4 mal. Und dann kann man sich gleich was gescheites kaufen. Für diese Einsicht habe ich aber auch ca. 20 Jahre gebraucht. Ich bin bei http://www.wera.de hängengeblieben. Zuverlässiges und sehr gut verarbeitetes Werkzeug. Meiner Ansicht nach auch preiswert, da es den Preis wert ist. Vermutlich für Gelegenheitsschrauber zu teuer. Die Knarren sind allerdings wirklich klasse. Schau Dir mal die Zyklopserie an. Die haben übrigens auch einen YT-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCLLKltPmK_pTrGw5WF7Y_Og
 
Zuletzt bearbeitet:
Facom ist kein Billigwerkzeug. Die liegen eigentlich neben Hazet Gedore und Stahlwille.
 
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Facom ist kein Billigwerkzeug. Die liegen eigentlich neben Hazet Gedore und Stahlwille.
Weiß ich. Deswegen habe ich das Waort Kram auch in Anführungszeichen gesetzt.

Geh bitte einfach in einen Werkzeugladen, der eine breite Auswahl an hochqualitativem Werkzeug anbietet und vergleiche. Frag Leute, die Werkzeug täglich im Einsatz haben. Zwischen gut aussehen und haltbar / belastbar gibt es nämlich auch einen Unterschied.

Dann wirst Du schnell verstehen was ich meine. Leider gibt es solche Werkzeugläden heutzutage kaum noch.

Meine persönliche Meinung: Ich halte Facom aktuell nicht für preiswert im Sinne von den Preis wert. Gedore und Hzetwerkzeug ist sicher gut, hat aber seinen Preis. Stahlwille ist OK. Wera ist deutlich preiswerter, meiner Ansicht nach aber nicht schlechter.

Grüße
 
Also...ich arbeite täglich mit Werkzeug....unter anderem auch mit Facom und das schon seit 30 Jahren. Ich habe mir den Ratschenkasten nicht gekauft, weil er toll aussieht.
Ratschenkasten von Wera?
Von Wera habe ich nur Schraubendreher.
 
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Moin!

Sicherheit am Arbeitsplatz ist oberstes Gebot!

Amen!

Das doofe ist nur, wenn die Schutzeinrichtung einen einschränkt und einen derart behindert, dass man mit ihr nicht das machen kann was man machen möchte... Ein gutes Beispiel ist die Bohrmaschine mit den modernen Klappen forne dran. Nach einem Monat sind die blind, man kann keine größeren Teile mehr bohren und verkrampft sich, sodass dadurch mehr Unfälle passieren als ohne. Da habe ich dann doch lieber eine Schutzbrille auf und gegebenfalls eine Maske. Wichtig ist nur, dass man keine Handschuhe anhat und einen geschlossenen und dicht liegenden Ärmel. Und wehe man hat etwas am Handgelenk baumeln... Und ein Haarnetz ist mit längerem Haar auch ganz gut. Vor allem Schuhe sind auch wichtig. Daheim nicht unbedingt eine Stahlkappe, aber eine Kunststoffkappe. Wenn man beides nicht will, dann wenigstens festes Schuhwerk aus Leder.

Aber bevor man mich zitiert, sollte man lieber die BGHM selbst zitieren.

Ratschenkasten von Wera?

Das sehe ich auch nicht. Ich finde die toll, keine Frage! Aber es ist dann doch eher etwas für das Kleine. Fein Verzahnt sind die und sehr auf Bequemlichkeit des Nutzers bedacht. Ich schaue mir die gerne im Bauhaus an. Aber gekauft werden die von mir nie, da mir meine gesammelten Oxid-Werke reichen. Ich bin halt kein Schrauber.

Was bei mir derzeit einen besseren Eindruck als Gedore und Stahlwille macht, ist Bahco. Aber da hatte ich nur die Maul- u. Ringschlüssel in der Hand. Die liegen schon satter/schwerer in der Hand und lassen sich besser quälen. Die Metallbügelsäge (original aus Schweden) und zwei Kombinationswinkel (Made in China) habe ich selber zuhause. Aber da kostet der 1/4" Kasten von denen auch fast 300,- Schleifen. Das war nur ein Beispiel und der Preis ist sicherlich vom Kasteninhalt abhängig und wo die Vergleichspreise liegen weiß ich nicht.

Geh bitte einfach in einen Werkzeugladen, der eine breite Auswahl an hochqualitativem Werkzeug anbietet und vergleiche.

Das hätte ich gerne. Aber selbst in Hamburg sind echten Fachmärkte dünn besiedelt. Bei Würth kann nicht jeder einkaufen. Sowohl preislich, als auch, da sie nur an Gewerbetreibende verkaufen. Und wenn man dann im Fachmarkt ist, hat man meist nur ein bis zwei Marken zur Auswahl, da man nur über die Stückzahl adequate Preise erziehlen kann. Da kauft man letztendlich wieder nur, was gerade da ist, wenn man etwas braucht. Bisher bin ich in der Tat im Fachmarkt nicht enttäuscht worden.

So nebenbei gefällt mir auch Hornbach ganz gut was die Werkzeugauswahl betrifft. Da findet man auch Zangen von Knipex, Schlüssel von Stahlwille und derart.

Schicken Gruß,
Etna
 
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Bei Würth kann nicht jeder einkaufen.

Ich schon, aber ich tue das nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, weil Würth eine Apotheke ist. Warum ich aber überhaupt auf Würth eingehe ist, weil sie bis vor wenigen Jahren Facom-Werkzeuge unter eigenem Namen vertrieben haben. Würth macht das mit allem so. Stichsägen von Bosch, Bohr- oder Schleifmaschinen von Fein oder Suhner, nur umgelabelt und statt buntem Gehäuse eben in schwarz.

Bei Knarrenkästen haben sie sich in meinen Augen deutlich verschlechtert und ich denke nicht dass sie von Facom Abstand genommen haben weil sie einen besseren Hersteller gefunden haben, sondern weil sie einen gefunden haben der ihnen einen größeren Gewinn ermöglicht.
 

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