SC440USB Mikro klirrt - Problemquelle?

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mathi_dr
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Hallo Allerseits!

Ich bin selbst ganz neu bezüglich des Recordings meines Amps. Entschuldigt also bitte schonmal alles, was für euch absolut lächerlich sein sollte.
Ich besitze das oben genannte USB-Mikro (tBone SC440). Dabei spiele an einem Röhrenamp über eine 2x12 Box und nehme per GarageBand auf. Das Mikro platziere ich immer direkt an der Box, aber nicht ganz in der Mitte, immer etwas seitlich.
Dennoch: Selbst wenn ich den Eingangspegel des Mikros bei GarageBand ganz absenke, kommt es bei mittellautem (cleanem) Amp im Ausgangssignal zu klirren/buzzen im Höhenbereich. An meinen Kopfhörern liegts nicht, ich habe auch andere Lautsprecher ausprobiert.

Mach ich irgendwas falsch? Könnte das am Mikro oder an GarageBand liegen?
Der Amp ist ja noch lange nicht in einem Bereich, in dem die Endstufe zu zerren beginnt...

Vielen Dank schonmal und schönen Abend euch!
 
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Der Pegel des Mikro (genauer: dessen interner Vorverstärker) wird am Mikro geregelt.
In Garageband stellst du lediglich die Laustärke der Spur ein.
Oder anders formuliert: ein wegen zu hohem Eingangspegel verzerrtes Signal, kannst du in GB mehr oder weniger laut einstellen, aber die Verzerrung bleibt - sie findet bereits vorher statt.
 
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mathi_dr
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Danke für deine Antwort!

Was könnte ich tun/ bin ich irgendwie in der Lage den Pegel einzustellen?
 
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Am SC440 selber befindet sich kein Pegelsteller (also kein Poti/Drehknopf) zum Einstellen des Gains.
Da es Class-Compatible ist, benötigt es auch keinen weiteren Treiber, in dem ggf. Einstellmöglichkeiten vorhanden wären, sondern es wird über das Betriebssystem selber angesprochen, ich nehme an, in deinem Fall Windows.
In Windows müsstest du den eigentlichen Mikrofonpegel über Systemsteuerung/Sounds/Audiogeräte einstellen, dort das SC440 anwählen und unter dem Reiter "Aufnahme" den Pegel so einstellen, dass nichts mehr übersteuert.
Dann sollte auch in GarageBand alles o.k. sein.
 
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Ansonsten hat das Mikrofon laut Beschreibung einen Pad-Schalter, vermutlich am USB Stecker.
Damit lässt sich idR eine 10dB Abschwächung aktivieren. Ist halt eine Sparversion...
 
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In Windows müsstest du den eigentlichen Mikrofonpegel über Systemsteuerung/Sounds/Audiogeräte einstellen, dort das SC440 anwählen und unter dem Reiter "Aufnahme" den Pegel so einstellen, dass nichts mehr übersteuert.
Dann sollte auch in GarageBand alles o.k. sein.

Nö,.es ist so wie @Telefunky zwei Posts vorher beschrieben hat.
 
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mathi_dr
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Danke schonmal für die zahlreichen Antworten!
Ich schau jetzt mal nach dem Pad-Schalter....
 
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Vielleicht habe ich ja nach dem falschen Mikrofon geschaut. Unter "SC440USB" finde ich nur dieses Mikrofon:
https://www.thomann.de/de/the_tbone_sc440_usb.htm

Dieses sehr preiswerte Mikrofon hat aber weder ein Poti zum Regeln des Gain noch ein Pad zum Dämpfen des Pegels, ich finde dazu jedenfalls nichts in den Beschreibungen, noch auf den verfügbaren Bildern.
Als einzige Möglichkeit, den Pegel dieses Mikros selber einzustellen konnte ich nur die Vorgehensweise finden, dass es über die Windows-Audiogeräte-Einstellung gepegelt wird.
Aber vielleicht rede ich ja über ein anderes Mikro, dann wären meine Anmerkungen dazu gegenstandslos.
 
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mathi_dr
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Vielleicht habe ich ja nach dem falschen Mikrofon geschaut. Unter "SC440USB" finde ich nur dieses Mikrofon:
https://www.thomann.de/de/the_tbone_sc440_usb.htm

Dieses sehr preiswerte Mikrofon hat aber weder ein Poti zum Regeln des Gain noch ein Pad zum Dämpfen des Pegels, ich finde dazu jedenfalls nichts in den Beschreibungen, noch auf den verfügbaren Bildern.
Als einzige Möglichkeit, den Pegel dieses Mikros selber einzustellen konnte ich nur die Vorgehensweise finden, dass es über die Windows-Audiogeräte-Einstellung gepegelt wird.
Aber vielleicht rede ich ja über ein anderes Mikro, dann wären meine Anmerkungen dazu gegenstandslos.

Du hast vollkommen recht.
Ich hab jetzt alles abgesucht und nichts gefunden, was einem Poti oder Pad-Schalter ähnelt.
Vielen Dank schonmal für deine Mühe.
Ich versuche jetzt dann einfach das Mikro etwas weiter weg vom Lautsprecher zu platzieren, sollte das Problem weiterhin bestehen, stell ich einfach mal ein Klangbeispiel rein. Vielleicht kommt das Knistern ja auch von woanders und jemand erkennt es sofort...
 
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Als einzige Möglichkeit, den Pegel dieses Mikros selber einzustellen konnte ich nur die Vorgehensweise finden, dass es über die Windows-Audiogeräte-Einstellung gepegelt wird.
Aber vielleicht rede ich ja über ein anderes Mikro, dann wären meine Anmerkungen dazu gegenstandslos.

Wenn der AD-Umsetzer im Mikrophon überteuert (und davon gehen Telefunky und auch ich aus), dann ist die von dir beschriebene Regelmöglichkeit ineffektive, weil in der Kette nachgelagert.
 
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Das kann ich nachvollziehen, dann ließe sich das Mikro im Prinzip gar nicht regeln, bzw. nur über den Abstand zur Schallquelle - was nicht nur ineffektiv, sondern höchst ineffektiv wäre, da man auf diese Weise auch den Anteil des Raumschalls bei der Abnahme der Schallquelle nicht sinnvoll dosieren kann.
Gäbe es für dieses Mikro einen originären Treiber, würde dieser ziemlich sicher auf die Gainregelung vor dem Wandler zugreifen können.

Hier nun meine Frage an die Experten: Wäre es grundsätzlich möglich, dass auch Windows bei solchen Class-compatiblen Audio-Geräten auf die Gainsteuerung zugreifen kann?

Viele ADCs haben einen programmierbare Gain-amplifier (PGA) integriert. Über den kann der Gain vor dem eigentlichen Wandler einfach digital eingestellt werden. Das dürfte schon lange der Standard für interne Mikrofone von Notebooks, Tablets usw. sein. Die Frage ist nur, ob Windows (oder jedes andere Betriebssystem) auch bei über USB angeschlossenen Devices mit PGA auf diesen zugreifen kann. Wer weiß dazu genaueres?
 
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Hier nun meine Frage an die Experten: Wäre es grundsätzlich möglich, dass auch Windows bei solchen Class-compatiblen Audio-Geräten auf die Gainsteuerung zugreifen kann?
Damit liegst du durchaus richtig: es ist ja eine halbe Soundkarte und die Gain-Steuerung wird entsprechend über das Windows Sound Control Panel vorgenommen.
Ziel der Aktion ist ein AKM USB Codec, dessen Typ ich nicht entziffern kann. Bruchstücke des Aufdrucks ergeben kein Suchergebnis.
Allerdings ist das nicht die Gain Regelung des eigentlichen Vorverstärkers (offenbar ein 45xx Opamp).
War hier vor 10 Jahren schon mal ein Thema... samt Bildern vom Innenleben :D
https://www.musiker-board.de/threads/the-t-bone-sc440-usb-mal-kurz-ausprobiert.458842/(das Design kann sich inzwischen geändert haben)
 
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Auf dem Bild konnte ich den Codec AKM 5371 ausmachen.
Hier das Datasheet: https://media.digikey.com/pdf/Data Sheets/AKM Semiconductor Inc. PDFs/AK5371.pdf
Der hat zwei Amp-Stages integriert, Stage 1 (Mic-Amp) mit einer fixen Verstärkung von +20 dB und Stage 2 als PGA mit einem in 1-dB-Schritten selektierbaren Gain von +30 bis -24 dB - laut Datenblatt. Die liegen beide vor dem ADC. Auf dem Blockschaltbild ist noch ein separates Mute&Volume-Control-Modul zu erkennen.
Das USB-Interface ist ebenfalls integriert.

Der OP Amp (es müsste ein 4510 sein) ist dem AKM-Chip wahrscheinlich noch vorgeschaltet, sozusagen als Pre-Pre-Amp-Stufe.
Möglicherweise hat er aber in der Schaltung eine ganz andere Funktion, da laut Datenblatt an den AKM 5371 (Elektret-)Mikrofonkapseln direkt angeschlossen werden können, er liefert auch gleich die Versorungs-Spannung für die Kapseln. Vielleicht muss die GM-Kapsel des SC440 aber auch angepasst werden und kann nicht direkt an den AKM angeschlossen werden. Um das genauer heraus zu finden, bräuchte man aber einen Schaltplan.

Der Gain sollte jedenfalls innerhalb des Mikros komplett regelbar sein, und zwar so, dass der ADC nicht übersteuert wird bei korrekt vorgewähltem Gain.
Nebenbei ist der AKM 5371 zweikanalig, es könnten also zwei Mikrofone angeschlossen werden. Lohnte sich wahrscheinlich nicht, für das SC440USB auf einen einkanaligen Codec-Chip zurück zu greifen, da der 5371 offensichtlich billig genug eingekauft werden konnte bei der produzierten Stückzahl.

Einen vergleichbaren aber noch umfangreicher ausgestatteten Chip habe ich bei ti gefunden, den PCM2912A [Datenblatt: https://www.ti.com/lit/ds/symlink/pcm2912a.pdf?ts=1614108032515&ref_url=https%253A%252F%252Fwww.google.com%252F].
Der hat zwar nur einen Eingangskanal, aber gleich noch einen zweikanal-DAC integriert, dazu PGA-Amps für den Eingang und beide Ausgänge, und natürlich ein USB-Interface. Ein PGA-Amp für einen internen direkten Montiorweg des Eingangs auf beide Ausgänge ist ebenfalls an Bord. Alle Gains sind also selbstverständlich kontrollier- und regelbar.

Unter "Applications" ist aufgelistet:
USB Headset
USB Headphone
USB Speaker
USB Featured Consumer Audio Product
USB Audio Interface Box USBMonitor
Video Conference System

Könnte mir so einen Chip also gut in Class-complianten Audio-Devices vorstellen, die von Windows direkt angesteuert werden.
 
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Gut gefunden... ich war da eher Vollpfosten...
Die beiden Chips mag ich mir anhand der Spezifikationen eher nicht im Einsatz vorstellen.
(imho sitzt da vermutlich kein 5371 mehr drin - die Bilder sind 10 Jahre alt)
 
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Der 5371 wird wohl auch nicht mehr hergestellt, bei Großhändlern gibt es aber noch Lager-Restbestände.
Der kam 2001 auf den Markt, ist also schon sehr betagt für digitale Verhältnisse.
Der Nachfolger dürfte der AKM5374 sein [https://www.akm.com/content/dam/doc.../audio-adc/ak5374en/ak5374en-en-datasheet.pdf]. Der kann immerhin 24 bit, aber auch nicht mehr als 48 kHz. Für so ein preiswertes Mikro reicht der Wandler aber allemal.

AKM kann auch anders, recht imposant sind die Werte Chips der Velvet-Serie. hier zwei Beispiele:

AKM5397 [https://www.akm.com/content/dam/documents/products/audio/audio-adc/ak5397eq/ak5397eq-en-datasheet.pdf]
Stereo, -108 dB THD, S/N 127 dB, 32-bit, bis 768 kHz Samplefrequenz (für High-End Interfaces)

AKM5578 [https://www.akm.com/eu/en/products/audio/audio-adc/ak5578en/]
8-kanal, -112 db THD, S/N 121 dB, 32-bit, bis 768 kHz Samplefrequenz (für Hhigh-End Mischpultkonsolen)
 
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Kleines Update:
Für Amp-Abnahmen habe ich mir nun ein dynamisches Mikro in Verbindung mit einem Audio-Interface besorgt. Damit funktioniert alles super. Sowieso war die Anschaffung eines Interfaces für mich auf lange Sicht unumgänglich.
Ich danke euch vielmals für eure tollen Beiträge, hab daraus viel gelernt!:)
 
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Für Amp-Abnahmen habe ich mir nun ein dynamisches Mikro

Ich dachte mir gleich das ein Großmembran dafür nicht erste Wahl ist.
Das ist gut für akustische Gitarren und Gesang und alles mögliche akustische.
Das dynamische ist sicher besser für die Ampabnahme.
 

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