Shure SRH 1540

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ich habe ein kleines homestudio und auch im probraum equipment für hochwertige aufnahmen.

um im proberaum meinen gesang besser zu kontrollieren und auch ohne PA einsatz musik zum gesang zu hören, mußte ich bisher den kopfhörer aus dem homestudio verwenden, ein sennheiser HD 558.
ich mag den filigranen, eleganten sound vom sennheiser hörer, allerdings ist die basswiedergabe vom HD558 etwas gering, was sich beim mixen in überzogenen basspegeln äußert.
ich muß immer mit den monitoren gegenhören, damit der bass nicht überhand nimmt.

so habe ich mir, um im proberaum auch einen kopfhörer zu haben, den SRH 1540 zugelegt.
ein nicht gerade günstiger kopfhörer mit 440€ kaufpreis, aber immerhin gut ausgestattet.

es gibt ein köfferchen als heimstadt des hörers, angereichert mit ersatz ohrpolstern und 2 kabeln, die am kopfhörer eingeklinkt werden können.

SHURE+SRH1540+BK-4.JPG


der kopfhörer besteht aus einem alugestell mit carbon hörern. alles sehr leicht aber trotzdem robust und trägt sich angenehm. die polster sind aus alcantara.

ich habe den kopfhörer nach vergleich mit anderen kopfhörern ausgewählt.
an der wand waren etwa 30 kopfhörer verfügbar, in der 80-250€ kategorie.
eigentlich wollte ich einen DT-770 oder DT-990, diese waren meine referenz als wunschkopfhörer, aber beide kopfhörer machten beim probehören keinen spaß.
speziell mit jazz musik, die dynamisch aufgenommen ist, schälte der SRH-1540 viel mehr details zu tage, wie das klappern von saxophon ventilen oder die spucke im mundstück.

die elegante höhenwiedergabe, die angenehmen mitten, machen ihn zum gut auflösenden schönklinger.
unter den ganzen kopfhörern beim probehören, war er der einzige, der einen nennenswerten bass erzeugte, der warm und angenehm klang, aber nicht so aufdringlich bumsig.
allerdings hatte auch keiner der anderen kopfhörer annähernd dieses bassfundament.

bei den ersten mixen habe ich positiv festgestellt, daß ich mit dem kopfhörer im bassbereich das idealergebnis problemlos hinbekomme und nicht verleitet werde, zu viel bass zu mischen.
der kopfhörer ähnelt damit meiner adam A5x monitorkombination mit subwoofer.
der klang ist sehr filigran und auch kleinste fehler und störgeräusche kann man leicht im mix finden.
stereo und tiefenstaffelung wirken angenehm und strengen nicht an.

gut ist auch, daß man recht leise mischen kann, weil das bassfundament auch bei niedrigen lautstärken vorhanden, aber trotzdem ausgeglichen ist. das schont die ohren!
allerdings stehen auch bei bedarf hohe schalldrücke zur verfügung, die der kopfhörer verzerrungsfrei erzeugt. ab einer ziemlich hohen lautstärke verhärtet der klang etwas. die mitten werden dann punchiger, der bass wird im verhältnis weniger....so klingt es für mich zumindest. allerdings ist dieser schalldruck unangenehm laut und sicher schädlich für die ohren.

fazit:
PRO:
- ausgezeichneter kopfhörer für mixing und musikhören. sehr detailgenau im sound....man findet jeden fehler in der aufnahme.
- durch die basswiedergabe gelingen ausgeglichene mixe auf anhieb.
- schönklinger mit warmer ausrichtung.
- für mein empfinden ein sehr realistischer (neutraler?) klang, wie man ihn von einer stereoanlage / PA / studio monitore erwarten würde.
- super tragekomfort und dämpfung des umgebungschalls.

CONTRA:
- stolzer preis
- kurzes kabel von nur 1,80m (am besten gleich eine 1,5m verlängerung mitbestellen)
- geräusche des kabels am hemdkragen sind hörbar. heißt - nicht zuviel bewegen beim hören :D

erster mixversuch:
https://soundcloud.com/darkstar679/synth-pop-jupiter-x-soundtest
 
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