Mann, was bin ich froh, diesen Thread gefunden zu haben! Ich weiß gar nicht, warum der mir erst jetzt aufgefallen ist!?
Ich trage auch Hörgeräte. Meine ersten habe ich mit 16 oder 17 bekommen und bin mittlerweile bei der fünften(?) Generation. Da waren also schon einige Geräte dabei. Von analog bis digital, von Siemens über Oticon bis Phonak, mit einem oder mehreren Mikrofonen, mit kleinen und großen Gehäusen (wegen der größeren Lautsprecher). Aber es ist mir bis heute nicht gelungen, Geräte zu finden, mit denen Musikmachen oder Musikhören Spaß macht. Ich spiele Bass (oder versuche es zumindest), war früher viel in Bands aktiv und mache auch heute noch regelmäßig mit meinen Kumpels Musik. Dann allerdings in entspannter Atmosphäre mit viel Quatschen und 'ner Flasche Wein. Und da wird dann auch gleich mein Dilemma deutlich: Bass geht mit HG gar nicht, Quatschen geht nicht ohne.
Das Hauptproblem beim Musikhören habt Ihr ja schon genannt: die Lautsprecher können keine Bässe. Außerdem wird immer irgendwie an der Kompression herumgeregelt. Und dann haben ja alle digitalen Geräte noch tausend andere Regelungen, wie Rückkopplungsmanager, Windblocker und ich weiß nicht was... Und selbst, wenn der Akustiker schwört, er habe alles an Regelungen im "Musikprogramm" deaktiviert, werden die Dinger einfach nicht "analoger" oder linearer.
Das Bassspielen mit Hörgeräten ist dabei eigentlich gar nicht so ein Problem. Denn egal, ob ich vor meiner 18er, 15er oder 12er sitze, die tieferern Frequenzen finden schon den Weg ins Ohr oder in den Magen! Und wenn die HG obenrum noch etwas an Höhen dazu tun, umso besser. Leider habe ich aber noch das Problem, dass speziell meine Geräte ab einem bestimmten Lautstärke-Pegel in eine andere, ihnen nicht abzugewöhnende Betriebsart wechseln. In so eine Art "Ja, das ist jetzt zu laut für eine sinnvolle Regelung"-Programm, was leider mit von einem lauten Knacken und deutlichem Rauschen begleitet wird. Wird die Lautstärke wieder unterschritten, knackt es wieder und man ist zurück im Ausgangsprogramm. Und dieser Pegel ist gar nicht besonders hoch. Es reicht Bass bei gehobener Zimmerlautstärke zu spielen und die Dinger schalten ständig hin und her. Und das nervt so wahnsinnig, dass ich mir die Geräte beim ersten Song rausreiße oder von vorne herein gar nicht erst reintue. Aber dann ist es wieder schwierig, mich in der nächsten Pause mit den anderen zu unterhalten. Auch höre ich ohne HG allzu großen Unterschied zwischen Tonblende voll auf und Tonblende voll zu. Und das geht natürlich auch nicht. Also bastle ich mir die Geräte wieder in die Ohren, reiß sie beim nächsten Lied wieder raus, tu sie wieder rein usw.
Nun sind die Geräte knapp acht Jahre alt und ich könnte langsam neue ausprobieren. Was ich mich jetzt vor allem frage: welche Geräte haben die größten Lautsprecher? Oder präziser: Sind die LS bei RIC-Geräten größer und können untenrum mehr als die LS in HDO-Geräten? Weiß das jemand oder hat einer von Euch mal parallel HDO und RIC getestet und dabei bewusst auf Musikwiedergabe geachtet? Hat RIC da Vorteile? Ich meine IEM klingt ja vermutlich auch nicht so dünn wie ein Hörgerät, oder?
Vielleicht ist ein Hoffnungsschimmer, dass Sonova (Phonak, Unitron, Geers) jetzt
Sennheiser* übernommen hat. Vielleicht gibt es aus der Richtung bald mal etwas für Musiker, die ihre HG am liebsten einfach drin ließen.
Ach ja, und ist Latenz jetzt wirklich ein Problem bei den aktuellen Modellen? Das fänd ich richtig sch....