Stromkabelverlängerung?

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Hier meine Anlage:
2x RCf Art 310a, Watt: 480W eine, zusammen 960W
1x ALTO Truesonic TS Sub 15, Watt: ???, er hat 1200W Peak und 600W RMS, wie komme ich aber auf das, was er zieht?
1x Soundcraft EPM6, Watt: <35W
bis zu 4 Laptops, Watt: 40W einer, zusammen 160W

Wie auf dem Bildchen zu sehen, steht eine RCF Box einzeln. Sollte ich für diese ein extra Stromverlängerungskabel wie dieses nehmen und es mit in die Steckdose der anderen stecken oder diese an eine separate Steckdose anschließen?
Hält eine normale 220V Steckdose so viel überhaupt aus?
Von den Watt müsste es reichen, da ich an die 2500W habe und 3600W dürfte, aber wie ist es mit den Ampere? Da hat man pro Steckdose ja nur 16A und ich weiß nicht wieviel die einnzelnen Geräte haben.
Für Erklärungen wäre ich sehr dankbar.
 

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Sollte ich für diese ein extra Stromverlängerungskabel wie dieses nehmen und es mit in die Steckdose der anderen stecken oder diese an eine separate Steckdose anschließen?
Im Grunde kannst du das halten wie ein Dachdecker - so, wie es in der konkreten Situation besser geht.

Hält eine normale 220V Steckdose so viel überhaupt aus?
Die Frage ist weniger, was die einzelne Steckdose aushält, sondern wie und wo die verschiedenen Steckdosen sich in einer Verteilung "treffen", und was da sonst noch so dranhängt. Es kann gut sein, dass links und rechts an der Bühne verschiedene Steckdosen sind, die aber eine gemeinsame Sicherung haben. Wenn auf dem gleichen Stromkreis auch noch der Kühlschrank der Bierbude oder die berühmte Friteuse hängt, wird's gerne mal eng. Das sieht man aber den Steckdosen (meistens) nicht von außen an - hilft nur, den verantwortlichen Haustechniker zu befragen.
Wenn du selbst verlängerst mit einem Kabel wie dem verlinkten, ist übrigens nicht dieses Kabel die Schwachstelle, sondern die Verteilung davor: Bitte nicht mehrere Dreifachsteckdosen o.ä. hintereinanderhängen, und dann am besten noch von dort lange Kabel ziehen...
 
Elinnar
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Das kannst du dir an Hand der Formel P=U*I leicht ausrechnen.

Dann müsste das ja sein:
- RCF: 2*(480W/220V)=4,36A
- Soundcraft: 35W/220V=0,16A
- Laptops: 4*(40W/220V)=0,73A
Wären bisher: 5,25A

Aber wie bekomme ich die Watt des Subwoofers heraus?
Er hat eine Digitale Endstufe mit 1200W Peak und 600W RMS.
Wenn man die 350W bei den RCF zu Grunde legt und das mit den 480W Verbrauch verrechnet würde man auf einen Faktor von 1,33 kommen.
Mit den 1200W Peak verrechnet wäre ich hier bei ca 1600W was dann heißen würde: 1600W/220V=7,27A
Wenn man nur die 600W zu Grunde legt und sie mit mit dem Faktor multipliziert bekommt man ca 800W heraus, was bedeuten würde: 800W/220V=3,64A

Waren jetzt aber beides nur Theorien, wie man es wirklich berechnet weiß ich nicht. Maximale Stromstärke wäre bei mir dann aber 12,52A und Minimale 8,89A,also beides kein Problem für eine Sicherung.
 
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Die elektrische Anschlussleistung muss eigentlich auf jedem Gerät bzw. dessen Netzteil draufstehen. Das hat - wie du richtig bemerkst - mit der "Musikleistung" nur bedingt etwas zu tun (die Peakleistung kann z.B. auch höher sein als die Anschlussleistung - den Strom holt sich die Endstufe dann kurzfristig aus Puffer-Kondensatoren im Netzteil).

Irgendwo in der Nähe des Stromkabelanschlusses sollte sowas wie ein Typenschild angebracht sein, wo die Anschlussleistung vermerkt ist. Spätestens im Handbuch solltest du da fündig werden. Ein Tipp dazu: Die Anschlussleistung wird teilweise nicht in Watt, sondern in VA angegeben (was für Ohmsche Lasten eigentlich das gleiche ist) - muss man sich an dieser Stelle erstmal nicht drum kümmern, du kannst da mit W = VA rechnen.
 
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aufpassen: einige steckdosen sind auch nur mit 10 a abgesichert... bitte vor anschluss überprüfen...
 
Elinnar
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Ah, ich habs gefunden.
1100W, wären dann also 5A für den Alto.
Somit insgesamt dann 10,25A.
Meistens sind's aber nicht mehr als 2 Laptops. Was dann also nur 9,88A wären.
Da alles eh nicht gleichzeitig angemacht wird sondern hintereinander, da ich zu jedem Teil extra hinlaufen muss, ist auch der kurzfristig höhere Einschaltpeak eher zu vernachlässigen.

Eine Frage zu dem Verlängerungskabel hab ich noch:
Sollte es 1,5mm^2 haben oder 2,5mm^2? Jeweils 20m. Oder ist das völlig egal?
Dieses oder dieses, oder lohnt sich dann schon wieder dieses?
 
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Es bringt absolut garnichts, das jetzt auf Biegen und Brechen auf die letzte Nachkommastelle auszurechnen. Grade die von der Endstufe aufgenommene Leistung lässt sich in der Form überhaupt nicht mit einberechnen. Eine PA braucht im Mittel fast nichts, das Stichwort heißt hier Crestfaktor.

Siehe auch:
https://www.musiker-board.de/elektr...auch-bei-pa-anlagen-meinungen-diskussion.html

Das 1,5mm²-Kabel langt also völlig, wobei ein höherer Querschnitt natürlich nie schadet (vielleicht will man ja auch mal kräftigere Verbraucher betreiben, da macht sich dann natürlich ein Spannungsfall bemerkbar), die benötigte Länge kennst du selbst am Besten.


Gruß Stephan
 
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Es bringt absolut garnichts, das jetzt auf Biegen und Brechen auf die letzte Nachkommastelle auszurechnen. Grade die von der Endstufe aufgenommene Leistung lässt sich in der Form überhaupt nicht mit einberechnen. Eine PA braucht im Mittel fast nichts, das Stichwort heißt hier Crestfaktor.

Soweit alles richtig - nur macht man mit einer Worst-Case-Rechnung erstmal nichts verkehrt. Und mehr, als auf dem Typenschild angegeben, sollte die Endstufe nicht brauchen. Dass es dann im Mittel viel weniger sein kann, das ist dann "Auslegung für Fortgeschrittene", d.h. man hängt mehr (Nenn-)Last an die Unterverteilung als theoretisch sinnvoll - dazu sollte man aber seine Geräte und die Location relativ gut kennen.

Das 1,5mm²-Kabel langt also völlig, wobei ein höherer Querschnitt natürlich nie schadet (vielleicht will man ja auch mal kräftigere Verbraucher betreiben, da macht sich dann natürlich ein Spannungsfall bemerkbar), die benötigte Länge kennst du selbst am Besten.
Für die Kabeldimensionierung ist weniger die Nennlast ausschlaggebend als der Stromfluss im Kurzschlussfall. Gerade Verlängerungskabel sollten im Zweifel lieber üppig dimensioniert werden, zumal wenn sie nicht direkt an der (Haus-)Unterverteilung hängen, sondern womöglich irgendwo abgezweigt werden. Wenn man Pech hat, löst nämlich bei zu geringem Kabelquerschnitt die Sicherung nicht mehr aus. Also lieber 2.5mm².
 
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...oder bei arg unterdimensionierten Strippen und etlichen Kabel-Metern kann es auch mal vorkommen, daß die Spannung, wenn sich ein amp mal für eine Impulsspitze etwas Strom "genehmigt", auch mal unter 200V einbricht.

Dann kann es sein, daß mal eine Schutzschaltung in einer Endstufe oder einem Schaltnetzteil anspricht und der Amp stellt sich tot, oder -auch schon erlebt - in Mischpulten können die Spannungsregler nicht merh vernü+nftig "regeln" bzw. die Spannung sauber halten und ein Brumm oder ein etwas verwaschenes Klangbild ist das Resultat. Ich spreche aus der Praxis.....
 
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Von den Watt müsste es reichen, da ich an die 2500W habe und 3600W dürfte, aber wie ist es mit den Ampere? Da hat man pro Steckdose ja nur 16A und ich weiß nicht wieviel die einnzelnen Geräte haben.
Ob du deine Belastung in Watt (als Leistung) oder in Ampere (als Strom) angibst ist eigentlich egal, solange die Spannung die selbe bleibt, in diesem Fall 230V.

Rechne mal gegen: Die maximale Belastung sind 16A oder eben 3600W (eigentlich 3680W).

Mit 230V kommst du bei 16A auf genau diese 3680W:
230V * 16A = 3680W

Da gibt es zwar Sonderfälle, die nicht ganz so einfach sind, aber generell gilt das schon so ;)

LG :)
 

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