Studiobeleuchtung und Störeinflüsse

von Cervin, 04.12.07.

  1. Cervin

    Cervin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.12.07   #1
    Hi.

    Ich treib mich recht selten im Bereich Licht rum,obwohl es mein Job ist ;)
    Jedoch nicht Bühnen, sondern Raum Beleuchtung.
    Hotelanlagen,Privatanwesen u.s.w.

    Und in dem Bereich würde ich gerne mal auf eure Praktische Erfahrung zurückgreifen.

    Was für Leuchten setzt man in einem Tonstudio ein, bzw welche sind ein No Go?

    Es gibt ja in den Instrumentenforen immer die schöne beschreibung "Leuchtstoffröhren stören" doch hier gehts wohl eher um das Vorschaltgerät. Ein EVG stört wesentlich mehr als ein KVG (VVG)...
    Wo habt ihr negative und Postive Erfahrungen mit gemacht? Ich würde dort gerne Büroleuchten mit Darklight Raster verbauen (monitore etc.), bin mir aber
    wie gesagt nicht bei der Störanfälligkeit sicher. Metalldampf drau ich mich garnicht zu fragen ;). Was ist mit NV Halogen?! Ein Elektronischer Trafo hat auch hier eine große Störwirkung (Phasenverschiebung), während ein Konventioneller ein großes Magnetfeld aufbaut...
    Funkentstörte Energiesparlampen wären Lichttechnisch auch noch machbar.
    Auf Glühlampen oder Halogen greif ich da nur ungern zurück (lange aufenthaltszeiten und andere Gründe)

    Wo Stimmt die Theorie, wo sagt die Praxis was anderes?

    Vllt können unsere HCA Elektroniks da auch noch einiges zu sagen :)

    Vielen dank,
    Fabian
     
  2. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.07   #2
    Nein, ich bin kein Lichtel, aber wir haben im Studio doch tatsächlich dimmbare Leuchtstofflampen!!! :eek:
    Es gibt, egal in welcher Einstellung nicht die geringsten Störungen, offenbar hat der Projektant damals (0 Ahnung von Tonstudiotechnik, aber Hauselektrik-/Beleuchtunggs- und Energiesparfrea) da mal etwas richtig gemacht.

    Das wir die Leuchtstofflampen sehr selten gedimmt benutzen, liegt daran, daß das Licht dann unerträglich wird, nach einiger Zeit bekommt man Kopfschmerzen.

    Diese kleinen 12V/5W Schwanenhalslampen, mit Rheostatregler - davon haben wir einige, ich weiß aber nicht, wie die korrekt heißen und unser Händler hatte da auch ziemliche Schwierigkeiten, sie zu einem vernünftigen Preis zu beschaffen.

    Asonsten: über dem Hauptmischpult macht sich eine Weihnachtsbaumkette seit Jahren richtig gut :), ich weiß, klingt etwas absurd, ist es aber nicht.
    Bei Interesse mach ich mal Fotos.
    Allerdings dürfte das nicht als Standard für Tonstudios gelten, ich glaub, wir haben da einige Problemchen sehr individuell geregelt :great:
     
  3. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.07   #3
    Von der 'theoretischen' Sichtweise her würde ich behaupten (aber wie gesagt nie probiert):

    Nogo:
    -> Dimmer (speziell Niedervolt Halogen gedimmt)

    Bedenklich:
    -> Niedervolt Halogen Seilsystem
    -> Elektronische Trafos (stören gewaltig, aber meist bei ca. 50 kHz; Trotzdem...)
    -> Normale Trafos direkt neben... (also gut verstecken, dann geht's) Und nie während der Aufnahme ein. oder Ausschalten!
    -> Leuchtstoffröhren vielleicht etwas, da wohl das elektronische Vorschaltgerät!

    Normale Glühlampen sollten keine Probleme machen.

    Ansonsten möglichst eigene Phase / Sicherung für Licht. Equipment allein schon aus Schutzgründen an eine GUTE Blitzschutzsteckdose (z.B. Marke APSA, nicht Brennenstuhl). Keine ewigen Verlängerungen und 10 Steckdosenleisten hintereinander.

    Good luck!
     
  4. Cervin

    Cervin Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.12.07   #4
    Unterstützt soweit ja alles meine eigenen "kenntnisse",
    das baut dann doch ein wenig auf ;)

    Ich werd' mir wohl doch ein Feldstärkemeßgerät kaufen (oder zumindest leihen) müssen.
    Als ob ich noch Platz für ein weiteres Messgerät hätte... Gibts nich sowas wie ein multitalent?
    Multimeter (samt Farad), Luxmeter,Feldstärkemeßgerät, berührungsloser Spannungsprüfer, berührungs durchgangsprüfer und Laserthermometer in einem?
    Bis auf das Feldstärkemeßgeräte hab ich alles, und alles in verschiedenen Geräten... grml

    Zurück zum Thema:
    Hat sonst wer noch Praktische erfahrungen mit solchen sachen?
    Jeder derwas weiß darf sich melden, nur bitte technisch genauer definieren.
    "Bei uns stört die leuchtstafflampe" hilft mir nicht, dafür aber
    "Bei uns stört eine VVG Leuchtstofflampe" sehr :)

    Größte Störanfälligkeit dürften ja Tonabnehmer, und Amps haben (soweit intern nicht gut abgeschirmt, was leider oft der fall ist. auch bei 1500€ Amps...)
    Amps stehen noch im Aufnahmeraum, daist das licht nicht ganz so wichtig, aber die Gitarre spielt man ja meisst vor dem Pult ein, und da will ich konzentrations förderndes Licht einbauen. Also lieber Gleichstrom bzw normalisiert, über 4500K und das ist bei Glühlampen /halogen nicht "möglich"

    @ tonstudio2:
    Die Schwanehalslampen sind für Pultbeleuchtung wirklch gut, aber ist such ja speziell für den Raum etwas, und da ich das Profesionell mache, sollte das auch so aussehen ^^.
    Naja, vllt mach ich mir ja jetzt einen namen mit Lichtausstattung für Tonstudios.
    Ist erst mein erster Kunde aus dem Gebiet, und sonst muss man ja nie in dieser art darauf achten :great:
    Also wenn jemand von euch mal Hilfe diesbezüglich braucht, kann er sich gerne melden! :great:
     
  5. joe-gando

    joe-gando Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 05.12.07   #5
    Leider kann ich dir da mit keiner praktischen Erfahrung dienen, allerdings kann ich dir aus einem größeren Studio berichten, die zuerst komplett Leuchtstoffröhren als Lichtquelle verbaut hatten, und dann im Nachhinein eine zusätzliche extra-Phase Licht mti Halogenlampen eingezogen haben, die Licht im Bereich von Mischpult und der Amp-Ecke im Aufnahmeraum liefern (1/4 des Raumes, in dem meist die Rhythmusgruppe steht). Was genau da aber an Geräten verbaut ist= keine Ahnung, ich weiss eigentlich nur wie man es anbekommt...:eek:

    Hoffe dir trotzdem ein wenig weitergeholfen zu haben.
     
  6. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.12.07   #6
    Hey,

    warum nicht mit LED Strahlern arbeiten? Meines Wissens nach, dürften die in Sachen Streuung keine Probleme machen!?
     
  7. Cervin

    Cervin Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.12.07   #7
    Es ist kein Show, sondern ein Arbeitsraum.
    Was LED in sachen ausleuchtungbetrifft stehen wir hier vor einer recht großen wirtschaftslüge ;). Die Dinger verbrauchen ca genausoviel weniger, wie sielicht abgeben. Es gibt LED strahler mit Reflektor und allem drum und dran die was taugen.Stromverbrauch ca 5W VK Preis ca 39€. Sind von licht in etwa so gut wie eine E-Spar 9W VK Preisca 5€...
    kann man ja mal ausrechnen wann sich das Geld rentiert... :p
    Zudem ist die lebensdauer von LED bei weiten nicht so wie angegeben. Ok, die LED selber -ja, die elektronik vorher nein ^^

    Aber störeinwirkung ist hier genauso gering wie bei Glüh bzw Halogen lampen.Preblem ist hier eher der Treiber, dermeisst auch auf dem Prinziep der Phasenverschiebung arbeitet und somit, wie ein elektornischer trafo, ein großes feld aufbaut.
    HV LED mit gleichrichter sind für längeren aufenhalt auch nciht so optimal (s.O.)

    Das heisst also:
    Die Idee ansich ist keine die man direkt abtut,allerdings in keinster weise für einen Bildschirmarbeitsplatz geeignet, da man hier ncihtmit Raster o.Ä. Arbeiten kann.
    Zumal ist die Störung durch den Treiber zu hoch, bei HV wird das 50Hz flackern nciht ganz durch den kondensator abgefangen, und somit kein konstantes arbeitslicht. Zumal die Lichtfarbe größtenteils nicht den bestimmungen entspricht. Zu wenig Rot Anteil...

    Momentan ist meine Überlegung in die Richtung von joe-gando's beitrag gehend.
    -Ampbereich wird 2 Lichtbilder bekommen. Gemütliches, Störunempfindliches und Arbeitslicht via 9500K.
    - Mixbereich bekommt Darklight Neon über VVK.Logischerweise über abgetrenntem Stromkreis. Je nachdem welche Lampe,entscheidet die Leuchte. Auch hier > 5000K (warsch. auch 9500K)

    Bin aber für weitere Vorschläge oder gegebenfalls Fragen zu haben ;)
     
  8. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #8
    Also wenn du das 'perfekte' Licht haben willst, dann gibt's nur eines: Den Nachbarraum mit Autobatterien pflastern und 12V Gleichspannung. Tagsüber Licht, nachts laden... Dann stört auch ein halogen Seilsystem überhaupt nicht. Bei 300W Lichtleistung hält eine große Autobatterie mit 100 Ah schon 4 Stunden. Also einige Batterien parallel und...
    Haken: Ein- und ausschalten kann weiterhin leichte 'Knackser' Verursachen und die eher 12,5 statt 11,5V der Batterie quittieren die Halogendinger mit relativ kurzer Lebensdauer.

    Gleichgerichtetes Netz ist dagegen grausam, speziell bei 12V. Hinter einen Trafo einen schlechten Gleichrichter zu hängen verursacht mehr Störungen als die Wechselspannung direkt auf das Seilsystem zu geben. Definitiv nicht zu empfehlen. Wenn Gleichspannung, dann Batterie! Auch Gleichrichter gehören im Prinzip gut entstört.
    Ansonsten vielleicht doch 12V Seilsystem, aber dann mit 11,5V Ringkerntrafos, nicht gedimmt und bloß nicht während der Aufnahme ein- und ausschalten.
    Optimal ist nichts, aber vermutlich sind die guten alten Glühlampen noch am unkritischten.

    Ansonsten würde ich einen Amp für sehr wenig empfindlich halten, Mikrofone und sonstige Geräte, die mit Mikrofonsignalen arbeiten dagegen für sehr.
    Amps würde ich eher wegen der dicken Trafos drin weit weg packen.

    Und LED können sehr effizient oder sehr hell oder sehr billig sein, aber an der Kombination dieser Eigenschaften scheitert es nach wie vor.

    Apropos Feldstärkemessgerät: Schon mal an ein Multimeter 1m Kabel drangehängt, vorne am Kabelende kurzgeschlossen und auf 200mV Wechsel eingestellt? Wirkt oft Wunder, was Feldstärke angeht;). Ich glaube nicht, dass dir so ein Gerät entscheidend weiter hilft.
     
  9. Cervin

    Cervin Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.12.07   #9
    Die Autobaterie ist ist lustig, aber nicht wirklich zu verwirklichen.
    Seilsystem kommt so oder so nciht in Frage, die dinger gibts anfürsich auch kaum noch ;)

    Die LED Sache ist ja geklärt, kam ja so oder so nicht in Frage.

    Also was wirklich neues (bis auf den guten Feldstärkemessgerät Trick ^^)
    kam hier jetzt auch nicht. Ich hab auch auf ne Wunderantwort gehofft wie
    "VVG und kein Problem". Das ist dann wohl eher ne Ausprobier und Erfahrungs sache.

    Amps sind übrigens nicht so empfindlich.Oft sind die Kabel hinter der Input Buchse garnicht geschirmt, ud das kann schon dasein oder andere Problem bedeuten...
    (z.B.den guten alten "radio" empfang am Amp ^^)

    Für weitere Ratschläge bin ich aber immer offen,
    ich werd auf am Ende schreiben was wie gelaufen ist.

    Danke schonmal :great:
     
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