Studiomonitore upgraden: Objektiver Mehrwert oder eher subjektiv?

DrWhodiwho
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Hallo zusammen,

ich habe ein kleines Home-Studio mit Treatment (Deckensegel, vier große Bassfallen, diverse Basotect-Absorber). Ich mische aktuell vor allem Singer-Songwriter-Projekte (Low-Cut meist bei ca. 75 Hz) auf JBL 305, erste Version, also nicht MK2. Zusätzlich nutze ich Sonarworks mit Messmikro.
Mit Monitoren habe ich mich bisher ehrlich gesagt nie besonders tief beschäftigt – die JBLs habe ich jetzt aber seit 12 Jahren.

Jetzt frage ich mich:
Lohnt es sich für meinen Anwendungsfall, einen klaren Schritt nach oben zu gehen? Also z. B. Richtung Neumann KH 120A oder ähnliche Monitore um die 1.000 € pro Paar? Merkt man da objektiv einen deutlichen Mehrwert, oder ist das am Ende eher subjektiv? Ich bin an einem Punkt, an dem die nächsten Monitore gerne wieder 15+ Jahre bleiben dürfen und entsprechend „richtig gut“ sein können.

Zusätzlich noch die Frage zur Raumeinmessung:
Einige Monitore bringen ja eigene Einmesssoftware mit (z. B. von Neumann/IK Multimedia iLoud etc.). Macht das gegenüber Sonarworks überhaupt einen relevanten Unterschied? Gibt es Vorteile, wenn das Profil direkt im Lautsprecher gespeichert ist, oder kann ich genauso gut einfach bei Sonarworks bleiben und fertig?

Bin gespannt auf eure Erfahrungen und Einschätzungen. Danke und ein frohes neues Jahr :)
 
Lohnt es sich für meinen Anwendungsfall, einen klaren Schritt nach oben zu gehen?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass du mit den Neumann KH120er eine neue Welt entdeckst gegenüber deinen JBL 305. Ich habe aber schon immer viel Geld für Lautsprecher ausgegeben weil sie für mich eins der wichtigen Glieder der Soundkette sind.

Habe nur die KH80 mit Messmikro aber bin damit sehr zufrieden. Die KH120 setzen noch eins drauf und bringen gleich den tieferen Bassbereich mit. Bereits die KH80 finde ich sehr ehrlich von der Wiedergabe, auch nicht zu anstrengend. Ich konnte damit auch sehr gut den Unterschied zwischen verschiedenen Interfaces hören, so habe ich z.B. meinen Audient ID14 durch einem RME Babyface ersetzt und hatte endlich einen sehr räumlichen Sound. Achte also auch auf die Qualität deines Interface (was verwendest du da?).
Gibt es Vorteile, wenn das Profil direkt im Lautsprecher gespeichert ist, oder kann ich genauso gut einfach bei Sonarworks bleiben und fertig?
Kenne nur die gut funktionierende Software und Messmikro von Neumann, kann also den Unterschied zu Sonarworks garnicht beurteilen.

Ebensowenig kann ich die Akustik deines Raumes beurteilen.
 
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Danke dir - das hilft sehr! Ein Audient ID14. Bin gespannt auf weitere Antworten
 
Sonarworks funktioniert ordentlich. Hat aber den Nachteil dass es mit Latenz behaftet ist.

Ich hatte eine Kombination KH80 Plus KH750 und Messmikro MA 1. Die Kombination funktioniert sehr gut. Die Sonne geht so richtig auf wenn man die Kalibration durchführt. Das ist ein Unterschied zwischen Sonnenaufgang und Sonne im Zenit..... (;

Präzise Stereo Abbildung und nahezu lineares Frequenzband über das gesamte Frequenzspektrum. Raum Probleme löst das natürlich nicht. Aber in einem Raum mit Akustik Massnahmen ist das der Unterschied zwischen Abhöre und Pro Abhöre.

Sowohl KH80 als auch KH 750 haben kein Bass Reflex System sondern sind komplett geschlossen was viele potentielle Probleme von Bass Reflex Systemen schon mal umgeht.

Ich hatte testweise auch mal KH 120 mit der Kalibration betreiben. Das wird unterstützt vom MA 1 System. Das Ergebnis war aber weniger gut als mit den doch viel kleineren KH80. Da macht allerdings dann schon der KH750 einen entscheidenden Unterschied.

Gegebenenfalls würden sich die KH 120 digital Variante mit MA 1 anbieten. Die würden sicher auch ohne KH750 im Bassbereich gut abbilden und das ist nicht gleich ganz so teuer.

Tatsächlich hatte ich das System dann auch mal mit dem Sonarworks System kalibriert. Das kommt nicht annähernd heran an die Neumann Kalibration. Das ist auch nicht verwunderlich. Neumann hat den Frequenzband aller MA 1 fähigen Freuenzweichen in einer Datenbank gespeichert. Die Daten werden über die Seriennummer abgerufen vor der Kalibration und mit einbezogen.

Am schlechtesten: überhaupt keine Kalibration. Würde ich grundsätzlich anstreben bei einer Abhöre.
 
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