Suche Multieffekt, Beratung benötigt

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toxinstring
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Hallo alle zusammen,

Habe bisher noch kein passendes Thema gefunden, bzw. sind zwar extrem viele, gute Beiträge vorhanden, aber die Qual der Wahl erhöht sich halt, da einem viele gute Ideen einfallen.
Spiele momentan einen Yamaha RBX 374 (aktive Tonabnehmer) auf einem Hartke 3500, in einer Schock Rock Band und einer Doom Metal Band, soll nun aber nicht auf die momentane Musik reduziert werden, da ich momentan z.B. slappen lerne.

Ich suche ein Multieffektgerät und bin extrem unentschlossen zwischen:
- Boss GT10B
- ZOOM B9.1UT
-Korg Toneworks AX3000B
(Von denen hier im Forum immer gut gesprochen werden)

Da ich mit dem Verstärker sehr zufrieden bin, suche ich keine Amp oder Boxenmodulationen. Vielleicht kennt jemand ein gutes Effektboard, ohne diese Modulationen. Der Preis spielt auch nur insofern eine Rolle, das ich bereit bin, für was Sinnvolles zu sparen. Bin jedem für einen Tip sehr dankbar.

Grüsse
 
Eigenschaft
 
Hey da ich gerade über dieses Thema gestoßen bin dachte ich mir ich könnte ja vielleicht auch eine Frage beandwortet bekommen die in die selbe Richtung geht und mir schon lange auf den Nägeln brennt.
Ich spiele auch mit dem Gedanken mir ein Multieffektboard zu holen obwohl ich von einzeltretern mehr positives gehört habe.
Dabei geht es mir hauptsächlich um das Vergnügen am rumspielen und der Befriedigung der Neugierde^^ sprich: ich muss nicht mit verzerrtem Bass in einer Band spielen.
Desshalb und da ich Schueler bin :) solte das gerät nicht allzuviel kosten und eher so in der 100 euro region liegen, wie gesagt in erster Linie zum rumspielen. Die eigendlichen Fragen sind nun, lohnt sich ein effektboard um die 100euro überhaupt oder ist der einzige effekt der aus dem gerät kommt gerausche? könnt ihr mir vielleicht sogar was empfehlen? Vielen Dank im Vorraus
 
Grundsätzlich kann man sagen, ausgewählte einzelne Bodentreter klingen IMMER besser als die in Multieffekten verbauten. Hier stellt sich dann aber die Frage: Welche Effekte will ich haben und wieviel will ich ausgeben? Alleine mal ein Stimmgerät + Octaver+ Autowah + Synth +EQ+ Kompressor+Zerre kommen in sehr guter Qualität locker über 1000,- Euro. Wer dann mal nen Chorus oder ein Delay, eine Volumepedal oder eine D.I. Box braucht darf noch einmal mit grob 600 Euro rechnen. Wer alle diese Effekte verwenden möchte kauft sich daher ein Multieffektgerät. Hier ist dann noch allerlei Unnötiges integriert und auch viel Gutes. Ein Kopfhörerausgang und ein USB Anschluß sind auch sehr praktisch und erleichtern einem sehr den Übungsalltag.

Jetzt zum eigentlichen Problem der Multieffekte: Der Bypass Sound. Da man als Bassist grundsätzlich Effekte eher selten, dafür effektiv einsetzen sollte, spielt man doch die meiste Zeit ohne Effekte (zumindest ist das bei mir und den von mir gesehenen Kollegen so). Wenn mir dann das Multieffektgerät im Bypass viel von meinem Orginalsignal klaut bin ich angefressen. Da helfen die 1000 Einstellungsmöglichkeiten am Gerät nichts. Eine schlechtere Dynamik, fehlende Subbässe und matte Höhen braucht niemand. Aber gerade dies und einen digitalen, sprich sehr klaren und synthetisch Klang bieten nahezu alle Multis auf dem Markt. Je billiger, umso schlechter zumeist.

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten: Ich kaufe mir ein günstiges MEG um 100 Euro und schaue mir mal an, was mir so an Effekten gefällt und was ich dann auch in der Band einsetze. Der Tag wo mir der Sound nicht mehr gefällt, kommt schnell, sehr schnell.

Jetzt kaufe ich mir dann die 2 Effekte, die ich wirklich brauche als Einzeltreter und bin entweder glücklich, oder vielleicht wieder enttäuscht. Die Effekte meiner neu erworbenen Schätzchen sind zwar besser als die meines MEG, aber der Bass klingt im Bypass leider auch nicht besser. Die meisten Bodentreter sind leider auch nicht klanggetreu und daher geht meiner Meinung nach nichts ohne einen Bypass Looper wie z.B. der Little Lehle.

Ich kaufe mir ein teures Multieffekt wie z.B. den Boss GT-10 und bekomme ein sehr gutes Bypass Signal und sehr gute Effekte. Die Dynamik entspricht zwar nicht ganz dem Orginal, aber ist schon sehr knapp dran. Zumindest ist sie besser als der Bypass meiner EBS Pedale. Das ist schon mal nicht so schlecht. Ganz leichte Abstriche muß man allerdings machen.

Zur Bedienung: Die ist beim GT-10 hervorragend und hat nichts mehr mit den GT-6 gemeinsam. Das große Display hilft einem ungemein und 200 Speicherplätze sind für alle Eventualitäten mehr als ausreichend. Ich habe das GT-10B nun schon fast ein Jahr und bin noch immer sehr zufrieden. Insbesondere die Bedienung und die Verarbeitung stellt es über alle andere Konkurrenten. Ob die Sounds besser sind, muß jeder selbst entscheiden.
 
Ich habe ebenfalls mit einem MultiFX angefangen. Es handelte sich um ein gebrauchtes Korg AX3000B für 100 €. Für einen Effekt-Laien finde ich diese MultiFX genau richtig. Man kann jede Menge ausprobieren und die Sounds und Einstellungen der einzelnen Effekte kennenlernen. Ich habe das Teil auch bei Gigs benutzt, soundmäßig war es ganz gut. Ich schreibe "war gut" weil es mittlerweile seinen Geist aufgegeben hatte... (Jetzt benutze ich Einzeltreter...)

Die Boss-Geräte sind m.E. in der Bedienung und im Klangverhalten etwas besser, dafür aber auch teurer.
 
Hallo an alle,

Vielen Dank für die schnellen Antworten. Also wenn ich Dich richtig verstehe, Bassomane, ist das GT 10 schon mal ein Hit und wenn man das Ganze ultimativ machen will, nimmt man einen Little Lehle dazu.

Da Du Erfahrung mit dem Board hast wie würdest Du folgende Effekte drauf beurteilen, da mir die momentan wichtig sind: WAHWAH, HALL und Verzerrung?

Habe gerade mitbekommen, das Boss das ME 70 heraus gebracht hat. Weiß wer was, ob im Bassbereich auch neue, überarbeitete Multieffekte heraus kommen?

Gibts eigentlich keine Multieffekte ohne die Amp- und Boxensimulationen? Finde momentan, das ich die nicht wirklich brauche und irgendwo die Hoffnung habe, entweder eines zu finden, bei dem die Effekte dann ein noch höheres Niveau haben bzw. vielleicht günstiger ist!

Habe auch gestern bei einem befreundeten Gitarristen das kleine Zoom (mit dem Expressionspedal) gesehen bzw. gehört, was mich sehr beeindruckt hat. Also wenn die Qualität bei den Basspedalen ähnlich hoch liegt, dann ist das sicher auch interessant.
Hat jemand Erfahrung mit dem ZOOM B9.1UT?

Grüsse an alle
 
Was ich noch vergessen habe, wie gut ist der Compressor auf dem Boss GT 10B?

toxinstring
 
Die Kompressoren sind sehr gut. Von unauffällig bis extrem ist alles in sehr guter Qualität drauf. Gerade die Kompressoren und die EQs sind stark verbessert worden. Das Touch Wah ist sehr gut. Nur der Synthi könnte besser sein. Hall und Delay haben definitiv Studioqualität.

Das ME 20B sollte eine ähnliche Klangqualität haben wie, das GT-10B. Persönlich finde ich ein MEG ohne Display sehr unpraktisch. Zumeist vergißt man schon nach einer Woche wo man seine Sounds abgespeichert hat. B3 hilft einem dann auch nicht weiter. Diese Geräte sind nett für den Proberaum und zu Hause. Auf der Bühne haben sie nichts verloren. Meine persönliche Meinung.
 
Das ME-50B ist auch noch ein MultiFX ohne Boxen/Amp-Simulation. Macht auch einen deutlich stabileren Eindruck als das ME-20B.
Ich fand aber, dass das ME-50B sehr den Charakter des verwendeten Basses schluckt. Egal welchen Bass man anschließt, alle klangen irgendwie gleich... Ansonsten ist es als Anfängergerät ganz gut zu gebrauchen.
 
Das ME-50B ist auch noch ein MultiFX ohne Boxen/Amp-Simulation. Macht auch einen deutlich stabileren Eindruck als das ME-20B.
Ich fand aber, dass das ME-50B sehr den Charakter des verwendeten Basses schluckt. Egal welchen Bass man anschließt, alle klangen irgendwie gleich... Ansonsten ist es als Anfängergerät ganz gut zu gebrauchen.

Deine Erfahrungen mit dem ME 50B kann ich leider teilen/bestätigen... Mir hats auch zu viel von meinem Bass geklaut... Schade, ansonsten mochte ich es eigentlich sehr... :(

Das ME-20B hatte dieses Problem fast gar nicht mehr - irgendwas läuft bei Boss seit dieser "neuen Generation" (GT10B und ME-20B) besser.

Jetzt hoffe ich nur, dass bald auch ein ME-70B kommen wird - das wäre für mich vermutlich perfekt und ich könnte mir meine Einzeltreter endlich sparen:rolleyes:
 
"Grundsätzlich kann man sagen, ausgewählte einzelne Bodentreter klingen IMMER besser als die in Multieffekten verbauten...."
Grundsätzlich kann man sagen, dass solche pauschale Antworten IMMER falsch sind.
Die "Qualität" von Effekten liegt ganz im Ohr des Hörers, Hörgewohnheiten, Restequipment.
Technisch sind die A/D Wandler eines BOSS GT-10B denen eines Einzeltreters überlegen.
Analog Pedale haben keine Wandler, verbiegen den Sound aber elektrisch erheblich. Einzelpedale haben grundsätzlich die Problematik der Impedanz- und Pegelanpassungen. Da "klingt" messtechnisch NIX besser. Allerdings kann man frei kombinieren sich all die Pedale zusammenklauben die einem selbst am besten klingend scheinen.

Ich selbst spiele ein BOSS GT-10B und benutze dort Delay, Chorus, EQ und eben die Programmplätze um mehrere Bässe ideal aneinander anzupassen - d.h. fliegender Wechse zwischen Fretless und Fretted und umschalten der Bank - gut ist. Umschalten für einen anderen Sound - gut ist. Von Fretless Jacco Sound zum King-Slap Sound mit einem Fußtip - das können Einzeleffekte schlichtweg nicht - ich brauchs aber für Life-Gigs - also sind Einzeltreter völlig sinnlos für mich.

So ergibt sich für jeden eine andere Situation.
Unter den MFXen ist das GT-10B z.Zt. sicherlich ein Top-Gerät - ich kann es nur empfehlen.
 
wo wir gerade dabei sind Pauschalisierungen zu vermeiden ;)

Boss kocht auch nur mti Wasser, immer wieder erstaunlich mit welchen Wald-und-Wiesen-Bauteilen die Jungs arbeiten. Solange es klingt....
Aber das du jede Tretmine der Welt schon gehört hast, wage ich mal zu bezweifeln.

Mit entsprechenden Effektschleifen lassen sich btw die gleiche Sounds erzielen. Das GT-10B ist ja darauf ausgelegt, dass man sich digital mehrere Schleifen zusammenbasteln kann, was natürlich sehr viel komfortabler, aber halt nicht die einzige Möglichkeit ist.

Am Ende lasst sich Klang nicht messen (auch wenn es mich als Labor/Verfahrenstechnik ärgert :D). Von daher probespielen und bei Gefallen kaufen.


Grüße dERic
 
Ich habe mir länger überlegt, ob ich eine Aussage wie die: "das ausgewählte Bodentreter immer besser klingen als ein MEG" tätigen soll. Ich habe es bewußt getan, da ich erstens die Gerätschaften zu Hause habe und zweitens eine Simulation nie besser als das Orginal ist, was den Sound betrifft.

Das trifft auch auf die Boss Effekte zu. Ich habe einen Orginalen OC-2 Octaver, der um einiges saftiger und lebhafter klingt als die Simulation vom GT-10. Das Tracking des GT-10B ist dafür um Klassen besser und man kann auch locker noch auf der H-Saite spielen, ohne das der Octaver verrückt spielt. Das ist halt einfach praxisnah und deshalb gefällt mir der GT-10B auch so gut. Mein EBS IQ klingt auch dynamischer und fleischiger als das T.Wah von Boss. Dafür verstellt sich das GT-10B nicht beim Transport und ich kann einmal einen Sound für FingerFunk und einmal einen Sound für Slap Wahs einstellen. Da ich beides brauche und die Sounds vom GT-10 wirklich mehr als nur brauchbar sind, bleiben meine Bodentreter zu Hause.

Wie gesagt muß jeder für sich entscheiden, was er braucht und was ihm gefällt. Mir gefällt es wenn ich bei einem Gig meine GT-10B aufbaue, anstecke und mir dann in Ruhe ein Bier gönne. Keine langwierigen und nervtötenden Test, ob das Auto Wah richtig weit aufmacht, der Kompressor, Delay, Chorus nicht verstellt ist. Die Stromversorgung mit den wackeligen Mehrfachverteilern festsitzt, etc. Es gibt Bassisten, die das lieben. Ich meinerseits mache lieber Musik.
 
Mal ganz ehrlich: Meint ihr wirklich, dass es jemand aus dem Publikum hört, ob man den Comp des GT10B oder einen Einzelbodentreter-Comp benutze? Hier entscheidet wirklich das persönliche Empfinden.
Natürlich muss man unterscheiden, ob man live spielt oder im Studio. Dort würde ich schon den Einzeltretern den Vorrang geben.

Was der eine gut findet, das mag ein anderer garnicht gut finden. Es muss jeder selbst herausfinden, was er besser findet. Generell sagen, dass Multis schlechter sind, finde ich falsch.

Ich habe am Anfang auch mit einem Multi gespielt und fand es unheimlich praktisch: Alle Geräte in einem Kasten. Kein rumfummeln, bis endlich wieder alle Sounds stimmen, keine wackligen Patches etc.. Und dann noch die Möglichkeit, das man sich verschiedene Effektketten zusammen bauen kann. Einfach toll.

Das Boss GT-10B ist mittlerweile ein doch schon sehr hochwertiges Gerät, mit dem man sich ohne weiteres auch sehen und hören lassen kann.
 
Hallo zusammen,

Also ich als "Effektanfänger" finde die Idee des Multieffekts viel interessanter, da man erst einiges kennenlernen muss. Und dann kann man immer noch entscheiden, welche Effekte man weiter ausbauen will bzw. welche man eben als einzelnen Tretter haben möchte.
Habe noch was gefunden, das evt. wieder eine Option sein könnte:
Line 6 Bass Pod XT Live!

Hat wer Erfahrung damit? Wobei es wohl doch Boss ME50B werden wird, sprich werde es mal antesten und wenns passt, dann passt das!

mfg

Toxinstring
 
Too out_of_Exile:
>>Aber das du jede Tretmine der Welt schon gehört hast, wage ich mal zu bezweifeln.

Mhmm - vielleicht hast Du mich falsch verstanden:
a) Ich meinte nicht das MFX besser sind als Einzelgeräte
b) oder Boss besser als Korg, Zoom, Line6, EBS..
c) Digital vs. analog ist mir scheißegal - es kommt nur darauf an was mir gefällt

Too dissa:
>> Natürlich muss man unterscheiden, ob man live spielt oder im Studio. Dort würde ich schon den Einzeltretern den Vorrang geben.

Ehrlich? Ich gehe schon immer "dry" ins Pult - später kann man nach belieben Studioeffekte dazumischen. Wenn Du erst mal Dein Signal mit einem vorgeschalteten Effekt zugematscht hast, kannste hinten nix mehr retten. Ich nutze aber auch nie Verzerrer für den Bass...

Too toxinstring:
Soll es ein Boss MFX sein, kann ich persönlich entweder das ME-20B oder das GT-10B empfehlen. Die letzte (technologische) Garde ME 50B oder GT 6B sind klanglich schlechter.

Line6 - antesten - für mich persönlich war der Line6 Sound noch nie was, aber vielleicht gefällt er Dir?!

Ich empfehle:
a) Gebrauchsanweisungen genau studieren
b) Im Laden kurz antesten
c) Mit nach Hause nehmen und Deine wichtigsten Sounds per Amp/Kopfhörer einstellen
d) Im Proberaum im vollen Bandbetrieb checken
e) Optimal: Einen Gig damit spielen

Das ist nach meiner Meinung die einzige Vorgehensweise um zu checken ob das Teil passt.

Meinen letzen Basserwerb habe ich nach einem Gig wieder in den Laden geschleift und zurückgegeben, weil das Teil einfach nicht passte. Im Laden klang er ja sooo gut.
 

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