Synth-Studio einrichten

von ArtSoundz, 21.01.16.

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Casio
  1. ArtSoundz

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    Erstellt: 21.01.16   #1
    Moin Leute,

    ich teile mir jetzt mit zwei anderen Keyboardern ein Studioraum und wollte mal nach eurem Rat fragen bezüglich der Verkabelung etc.

    Haben nen kleinen Studiotisch, etwa so groß wie ein Zaor Miza 61 und wollen uns Keys und Synths teilen und vor allem clever einrichten damit man wenig wertvolle Zeit mit Verkabeln etc. hat.
    Am besten hinsetzen, Synth mit Knopf anwählen und direkt aufnehmen. :tongue:
    Es existiert ein Masterkeyboard (Yamaha S90 ES)und ein paar Synths (aktuell, aber tendenz steigend: Access Virus C, MicroKORG, Moog Minitaur, Roland SH32)
    Als Soundkarte werden wir uns wahrscheinlich ein Focusrite Scarlett 18i20 anschaffen. Oder irgendwas anderes mit 6-8 Kanälen und MIDI.

    Wenn ihr ebenfalls ein Synthie-Studio habt, wie habt ihr es verkabelt?
    Die Audio Outs über ein Mischpult summieren/anwählen oder Patchfeld?
    Lohnt sich ein Midi Patchbay oder habt ihr alle über Midi Thru verkabelt?

    Ausserhalb von Synths:
    Da ja auch ein Klavier oder Vocals im Raum aufgenommen werden sollen, machen wir uns gerade eine Equipmentliste.
    Habt ihr Empfehlungen was unbedingt in unsere 19" Schächte reinmüsste? Mikros und Raumakustik bitte ausklammern. Geht eher um Kompressoren, Effekte, Power Supplys, etc

    Freue mich auf eure Antworten :)
     
  2. synthos

    synthos Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.01.16   #2
    Hi,

    Bei mir liegen die Ausgänge aller Synthesizer sowie die Eingänge der AD-Wandler an normalisierten Buchsenpaaren einer Patchbay. Ohne eingesteckte Patchkabel gehen also die Ausgänge der Synthesizer direkt in die AD-Wandler. Ich verwende MADI, was mehr als genug Kanäle bietet, so dass ich hardwaremässig gar nichts auswählen oder umverkabeln muss. In meinem Default-Layout in der DAW hat jedes Gerät bereits seinen eigenen Track, so dass ich einfach nur noch die gewünschten Tracks scharf machen muss, um die jeweiligen Synthesizer aufzuzeichnen.

    Midi-mässig habe ich alle Geräte über ein Mehrkanal-USB-Midi-Interface sternförmig mit dem Rechner verbunden.

    Bzgl. Outboard kann ich nur sagen, dass ich vom 500er Format begeistert bin: grosse Modulauswahl und kleiner Platzbedarf. Mindestens eine Patchbay würde ich auf jeden Fall auch einplanen.

    Grüsse,
    synthos
     
  3. ArtSoundz

    ArtSoundz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.16   #3
    Hi @synthos

    definiere "sternförmig" - müsstest du da nicht einen Splitter o.Ä. haben?

    Zum Interface: MADI ist natürlich die Luxuslösung, die aber gerade zu teuer ist. Was spräche gegen die Mixer-Variante?

    Bei 19" für einen 2-Kanal preamp (z.B. Goldmike) und einen 2-Kanal Compressor (z.B. DBX 166 XS) gibts für 640 € bei thomann
    Beim System 500 würde allein das Rackmodul ca. 400 € kosten, dazu ca. 1000€ an Komponenten - was finanziell gerade nicht drin ist.

    Wahrscheinlich werden wir uns sowieso nach gebraucht-geräten umsehen müssen - vielleicht ist irgendwo ein schnapper dabei
     
  4. synthos

    synthos Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.01.16   #4
    Damit meinte ich, dass jedes Gerät an einem eigenen Midi-Port angeschlossen ist, im Gegensatz zu einer Out–In–Thru–In–Thru–In … -Kette. USB-Midi-Interfaces mit mehr als 2 Ports gibt es nicht besonders viele, z. B. das MOTU micro lite oder MIDI Express 128.

    Beim Einsatz von multitimbralen Geräten stösst man bei einer Kette (nur ein Port, also nur 16 Kanäle) halt schon an Grenzen. Und mit der sternförmigen Verbindung kann man auch flexibel routen (Keyboards auf Klangerzeuger ohne Tastatur z. B.).

    Mit Mixern kenne ich mich nun gar nicht aus, aber vom Gefühl her würde ich zur Aufnahme wahrscheinlich doch lieber die gewünschten Geräte über eine Patchbay in das Interface schicken. Das heisst, alle Eingänge des Interfaces liegen an der Patchbay, und alle Ausgänge der Synthesizer ebenfalls, so dass du die gewünschten Verbindungen an der Frontplatte der Patchbay stöpseln kannst.

    So ein Mixer braucht ja auch Platz, und wenn man dann die Fader eh kaum benutzt … Es sei denn, der Mixer kann auch als DAW-Controller fungieren, dann ist er wieder nützlich, aber das scheinen auch nur die teureren Mixer zu können.

    Hier würde ich vom Gefühl her sagen: tendiere bei niedrigem Budget lieber zu Software! Zum Thema Outboard-Hardware vs. Software kannst du dir sicher im Recording-Forum noch einige Tipps abholen.

    Grüsse,
    synthos
     
  5. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.16   #5
    Wozu brauchst du den, wenn du ein Scarlett-Interface hast?

    Processing würde ich (im tiefen Budget bereich) "in the box" machen;
    ...zumindest so lange, bis nicht das Budget für eine kleine 500er Lunchbox vorhanden ist.


    Audio Patchbay...

    Wenn du vorher mit einem Mischpult summierst, nimmst du dir die Möglichkeiten, später in der DAW die Einzelspuren zu bearbeiten.



    Das Audio-Interface...


    [​IMG]



    ...eine ADAT-Erweiterung für das Scarlett, um auch alle Eingänge vollständig ausschöpfen zu können:


    [​IMG]



    ...ein dediziertes MIDI-Interface:


    [​IMG]



    ...und natürlich die Patchbay:


    [​IMG]




    :hat:
     
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  6. ArtSoundz

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    Erstellt: 25.01.16   #6
    Weil wir den recht sterilen Klang etwas wärmer machen wollen (wir haben keine Edel-Röhren-Mikros sondern aktuell eher à la Beyerdynamic Kleinmembran, Studio Projects B3 etc)

    Wenn der Mixer aber 2-4 Stereo-Outs verfügen würde, wäre das kein Problem, oder wie siehst du das?


    Macht es einen Unterschied mit dem Adat?
     
  7. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.16   #7
    Dazu ist der Goldmike mMn. das komplett falsche Gerät... das ist nur eine "Pseudo"-Röhre... ;-)


    Wäre mir zu wenig! :-)


    Mehr Kanäle gleichzeitig... (8 aus dem Scarlett-Interface, zusätzliche 8 über die Erweiterung (z.B. Octopre) via ADAT.


    HTH
    :hat:
     
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