Tama S.L.P. Fat Spruce 3pcs Set

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Moin Drummer,

ich interessiere mich sehr für ein Tama S.L.P. Fat Spruce 3pcs Kit. Darüber finde ich aber leider kaum Informationen oder Erfahrungsberichte. Deshalb frage ich mal hier, ob jemand, sei es ein Drummer selbst aber auch Tontechniker o.ä. Erfahrungen bzgl. dieses Kits hat.

Ich bin hauptsächlich im Rock/Metal-Bereich unterwegs und spiele aktuell ein Mapex Meridian Black Raven mit folgenden Settings:

  • 14x12" Rack-Tom (Ehemals FloorTom)
  • 16x14" Floor-Tom
  • 22x20" Kick
Der Umstieg auf das Tama S.L.P. würde alles deutlich verkleinern, was ich persönlich nicht schlecht finde, sondern eher gut (schont den Platz im Bus und den Rücken):
  • 12x08 Rack-Tom
  • 14x14 Floor-Tom
  • 20x14 Kick


Das Mapex Ding ist mir aber etwas zu wuchtig und vor allem zu.. unkontrolliert. Aus der Kick bekomme ich trotz verschiedenster Felle nichts als ein großes aber leider undefiniertes "Hmpf" mit leichtem "Klack" am Anfang. Die Toms gefallen mir einfach von ihrem Klangverhalten und Ton nicht mehr (Tuning-Unabhängig). Dagegen ist die kleine 20x14" des Tamas tatsächlich echt sehr angenehm und wohldefiniert, auch die Toms gefallen mir im Low-Tuning Bereich gut. Ich habe das Kit bisher aber leider nur im Laden gehört so wie auf den YouTube-Ergebnissen, welche doch sehr sparsam sind. Da gibt es auch nur zwei Videos, welche ein mehr oder minder Low-Tuning zeigen. Dass die Größen des Tama SLP nicht das gleiche Tuning erlauben ist mir vollständig klar, jedoch reicht mir das ganze auch.

Sind denn die Kessel auch im Rock-Bezug durchsetzungsfähig (abgenommen natürlich, inzw. immer und überall Live durch IEM-Systeme)? Lassen die Kessel sich auch im Studio sinnvoll verwenden? Allgemein, wie sieht es mit der Langlebigkeit und Qualität aus? Auch die Stimmstabilität würde mich mal interessieren..

In der Hoffnung, dass jemand hier mehr weiss,

Cheers,
Ian
 
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Ich hab mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass kürzere Bassdrums etwas dankbarer sind. Ich erinnere mich da an eine 80er Jahre Yamaha Recording Custom (Ja, ich weiß, Oberliga) welche von allen Bassdrums, die ich spielen durfte, am besten klang. Maße: 22x14". Die hatte ne tiefe Wucht und einen recht definierten Anschlag. Der kürzere Kessel machte das meiner Meinung nach erst möglich.

Spätestens durch die Mikrofonierung aber ist vieles egal. Gute Stimmung natürlich vorausgesetzt: ein Tonmann kann nur mit dem arbeiten, was ins Mikrofon hineinfließt. Die Durchsetzungsfähigkeit hat weniger mit dem Kessel als viel mehr mit der richtigen Stimmung und den richtigen Fellen zu tun als alles andere. Ich selbst hab ein Sonor Force 2007 Set. Bei einem Live-Auftritt in 2016 habe ich mein Set gestellt und es wurd von einem sehr sehr fähigen Toner abgenommen. Die Bassdrum in 20"x17,5" hat dermaßen geschoben, dass das Zelt fast über den Platz gewandert wäre.

Qualitativ kannst du bei Tama soundlab-Sachen halt davon ausgehen, dass die nicht schlechter als ein Mapex Meridian sind. Ich glaube die greifen für s.l.p. Qualitativ noch mal ins höhere Regal. Ein Schlagzeug, das kaputt geht, hat zu 90% der Besitzer zu verantworten. Was die Kesselhardware und so weiter angeht - da würde ich mir keine Gedanken machen, wenn die nicht aus Plastik sind. Nur wenn du wie ein Höhlenmensch mit dem Teil umgehst, bekommst dus auch kaputt.

Warum sollte es sich denn nicht im Studio sinnvoll verwenden lassen? Da gilt im Grunde noch mehr, dass die Stimmfähigkeit des Drummers gut und die Fellwahl richtig ist. Durch Mikrofone wird - gerade bei modernen Produktionen - so viel vom Klang verfälscht, dass man da kaum noch zwischen nem Mapex Meridian oder nem Mapex Saturn unterscheiden könnte. Das ist in Natura schon mehr als schwer.

Wenn das Tama Soundlab deinen Vorstellungen entspricht, wüsste ich nicht, was dagegen spricht. Sei aber nicht verwundert, wenn das Kit bei dir anders als im Laden klingt: Der Raum macht auch mehr aus, als man meinen möchte.
 
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Ich hab mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass kürzere Bassdrums etwas dankbarer sind. Ich erinnere mich da an eine 80er Jahre Yamaha Recording Custom (Ja, ich weiß, Oberliga) welche von allen Bassdrums, die ich spielen durfte, am besten klang. Maße: 22x14". Die hatte ne tiefe Wucht und einen recht definierten Anschlag. Der kürzere Kessel machte das meiner Meinung nach erst möglich.
Mein Eindruck inzwischen auch.. Habe noch eine Yamaha Stage Custom 20x18 von vor... Jahren, da ist auch schon ein Unteschied drin.. Aber anders..


Qualitativ kannst du bei Tama soundlab-Sachen halt davon ausgehen, dass die nicht schlechter als ein Mapex Meridian sind. Ich glaube die greifen für s.l.p. Qualitativ noch mal ins höhere Regal. Ein Schlagzeug, das kaputt geht, hat zu 90% der Besitzer zu verantworten. Was die Kesselhardware und so weiter angeht - da würde ich mir keine Gedanken machen, wenn die nicht aus Plastik sind. Nur wenn du wie ein Höhlenmensch mit dem Teil umgehst, bekommst dus auch kaputt.
Das klingt gut.. An sich, erwarte ich aber auch qualitativ stabile und robuste Hardware für Preise > 1000 €


Warum sollte es sich denn nicht im Studio sinnvoll verwenden lassen? Da gilt im Grunde noch mehr, dass die Stimmfähigkeit des Drummers gut und die Fellwahl richtig ist. Durch Mikrofone wird - gerade bei modernen Produktionen - so viel vom Klang verfälscht, dass man da kaum noch zwischen nem Mapex Meridian oder nem Mapex Saturn unterscheiden könnte. Das ist in Natura schon mehr als schwer.

Wenn das Tama Soundlab deinen Vorstellungen entspricht, wüsste ich nicht, was dagegen spricht. Sei aber nicht verwundert, wenn das Kit bei dir anders als im Laden klingt: Der Raum macht auch mehr aus, als man meinen möchte.

Dass im Laden alles anders klingt ist mir vollständig bewusst, auch aus Erfahrung.. Zwar keine negative, aber ja. Im Laden war ein Becken mal.. Schön.. Gekauft, zuhause drangepackt und da ist mir erstmal aufgefallen wie geil das eigentlich klingt, vor allem im Kontext mit meinen anderen Becken. Die Harmonie im Cymbal-Setup konnte ich im Laden mangels Hardware nicht so gut nachbilden..

Mir ging es hauptsächlich darum, dass das Kit häufig nur im Jazz, allgemein Kits inder Konstellation mit entsprechenden Größen häufig im Jazz eingesetzt und eingeordnet werden. Daran gehe ich dann aber im Anwendungsfall tatsächlich vorbei. Mikrofone machen alles anders. Stimmt. Aber trotzdem machts doch was aus ob man ein Jazz-Kit oder ein Rock-Kit im gleichen Preissegment und ähnlicher Zusammenstellung wählt oder?

Cheers,
Ian
 
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Zum letzten Satz:
Nein macht es nicht.

Es gibt in dem Sinne keine Rock- und Jazzkits. Ringo Starr hat auch kein Jazz gespielt. Die Bezeichnungen der Firmen sind da voll fürn Eimer. Ne 8" Tom ist so laut wie ne 14" tom, nur höher. Die Spielweise macht den Unterschied aus. Die Stimmung des Schlagzeuges an sich auch. Ich kann dir aus dem gleichen Set 2 verschiedene klassische Anwendungsgebiete zurechtstimmen. Mit den richtigen Fellen versteht sich. Löse dich vor Klischees was die Größen und Anwendungsgebiete angeht. Ich spiele Rock/Metal auf 2x 20x17,5, 8,10,12,14 Toms (16er auch aber links) und viele dünne Becken. Klassische Rockbecken wären dick - aber mir taugen die dünneren einfach besser.

Wenns dir vom Geschmack her passt, dann passt es auch zum Stil. Giovanni Morodor sagte einst "Once you free your mind about a concept of music and harmony being correct, you can do whatever you want." Da hat der Gute schon recht.
 
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Wenns dir vom Geschmack her passt, dann passt es auch zum Stil. Giovanni Morodor sagte einst "Once you free your mind about a concept of music and harmony being correct, you can do whatever you want." Da hat der Gute schon recht.

Das klingt äußerst vernünftig.. Guter Ansatz!

Zum Rest, ja scheint sinnvoll. Mir gings mehr um die Voratellung, dass Rock/Metal oft mit "groß und schwer" klingenden Toms verbunden wird. Da wirkt so ne 12er auf den ersten Blick fehl am Platz. Aber wie du auch schon sagtest, Mikrofonierung und Mix macht inzwischen so viel aus, dass es gar nicht mehr so relevant ist. Ich möchte mir ja auch etwas Flexibikität hinzu holen.

Cheers,
Ian
 
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Ja genau: "Verbunden wird". Das ist auch menschlich, dass man versucht zu kategorisieren. Spätestens wenn man aber mal in die 40er und 50er geht stellt man fest, dass die großen Größen eigentlich fester bestandteil der Jazz- und Bigband musik waren. Klar - das Schlagzeug stammt ja auch von den Marschinstrumenten ab und existiert in seiner heutigen Form erst seit dem frühen 20ten Jahrhundert.

Louie bellson hatte 2 (25 -) 26" bassdrums und eher große Toms. Er war kein Rocker. Aber im Bigband bereich mit Sicherheit ein Rockstar. Und einer der technisch versiertesten Drummer.
Die kleineren Größen bieten im Rock eigentlich sogar Vorteile. Meine 8" Tom setzt sich aufgrund der Tonhöhe am besten durch. Wichtig für die Durchsetzungsfähigkeit ist dabei weniger der Grundton sondern der Attack-Pitch. Soll heißen, den Ton, den das Gerät beim Anschlag von sich gibt. Dadurch wird die Aufmerksamkeit auf das Instrument gelenkt und der Rest fügt sich dann automatisch ein. Gerade in den 80ern hat man da gerne mit einem Gate gearbeitet und den Klang mit nem Kompressor nach vorne gedrückt. Die großen Größen stammen auch aus dieser Zeit. Gerade die "quadratischen" Toms waren ja sehr beliebt. Und chique. (10x10, 12x12 usw).

Ich mag offene Sounds z.B. auch im Rock lieber. Gavin Harrison von Porcupine Tree find ich da geradezu meisterhaft (Allein der Klang des Sets).
 
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dass Rock/Metal oft mit "groß und schwer" klingenden Toms verbunden wird.

Wobei es in diesen Genres drölfhunderzwölfzigtausend Unterarten gibt, die mitunter so viel Gemeinsamkeiten haben, wie ein Dreirad mit einem Ferrari. :D

Der Trend geht aber wieder zu kürzeren Bassdrums. Vor Jahren waren noch richtige Röhren angesagt. Heute geht man wieder auf 16" oder gar 14" zurück.

Soundvorlieben sind wie Modetrends - die ändern sich ja auch turnusmäßig. Den Trommelsound der 70er und 80er würde man heute eher als "muffig" bezeichnen. Das war damals en vogue, heute wäre das nur eher was für Tribute-Bands, die den Sound original halten wollen.

Das Schöne am Schlagzeugspielen ist doch, dass es soundmäßig keine Vorschriften gibt. Oft werden durch das Verlassen eingefahrener Wege neue Genres kreiert.
Letztendlich entscheiden DEINE Ohren wie DEIN Sound klingen soll.
 
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Ich mag offene Sounds z.B. auch im Rock lieber. Gavin Harrison von Porcupine Tree find ich da geradezu meisterhaft (Allein der Klang des Sets).

Das ist wahr, von dem Sound bin ich auch recht begeistert, das klingt einfach.

Wichtig für die Durchsetzungsfähigkeit ist dabei weniger der Grundton sondern der Attack-Pitch. Soll heißen, den Ton, den das Gerät beim Anschlag von sich gibt. Dadurch wird die Aufmerksamkeit auf das Instrument gelenkt und der Rest fügt sich dann automatisch ein.

Sprich mit Fellen und Sticks so wie Spieltechnik lässt sich der Attack mehr beeinflussen, als durch die Kessel selbst, auch wenn sich die Kesselgröße auch auf den Attack-Ton auswirkt.


Wobei es in diesen Genres drölfhunderzwölfzigtausend Unterarten gibt, die mitunter so viel Gemeinsamkeiten haben, wie ein Dreirad mit einem Ferrari. :D

Auf jeden Fall.. Wenigstens haben beide noch Räder :D

Soundvorlieben sind wie Modetrends - die ändern sich ja auch turnusmäßig. Den Trommelsound der 70er und 80er würde man heute eher als "muffig" bezeichnen. Das war damals en vogue, heute wäre das nur eher was für Tribute-Bands, die den Sound original halten wollen.

Das Schöne am Schlagzeugspielen ist doch, dass es soundmäßig keine Vorschriften gibt. Oft werden durch das Verlassen eingefahrener Wege neue Genres kreiert.
Letztendlich entscheiden DEINE Ohren wie DEIN Sound klingen soll.

Das auf jeden Fall. Ich denke mir nur, dass je nachdem welches Genre gerade eher ansteht, ich auch entsprechend wählen sollte. Angefangen vom Doom- und Sludge-Metal, geht es inzwischen auch immer mehr in etwas progressivere aber auch vom Post-Metal angehauchte Richtungen um das ganze mal irgendwie zu beschreiben. Nebenher ist aber auch immer mal wieder ein bisschen Instrumentaler Kram dabei, bei dem automatisch der Fokus mehr auf die perkussive Fraktion fällt, sobald kein Sänger mehr alle Aufmerksamkeit wegzieht :tongue:

Für mich alleine spiele ich gerne auch mal eher was Funk-mäßiges oder auch mal Blues (spiele selbst noch Gitarre und bastle mir jeweils in die andere Richtung Übungstracks). Da klingts normalerweise ja wieder anders..

Mein Dilemma ist, dass ich meiner Meinung nach mit dem Mapex Kit soundmäßig weitestgehend im Heavy-Bereich gefangen bin. Das S.L.P. ershceint mir hier vielseitiger in Summe, aber evntl. etwas ungeeigneter für den Metal-Bereich. Aber eure Aussagen haben mich eigentlich doch deutlich bestärkt, dass durch die Tontechnik und die eigene Kreativität inzwischen eigentlich keine/kaum Grenzen gesetzt sind, wenn ich das bisher richtig interpretiere.


Cheers,
Ian
 
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Nicht von ungefähr hat auch jeder Fellhersteller mehrere Serien.

Die reichen von - übertrieben gesprochen - dünner "Klarsichtfolie" bis zur dicken "Elefantenhaut". Da sollte für jeden Geschmack und jeder Stilistik was zu finden sein.

Klar: die Physik lässt sich nicht austricksen - aus einem 8er Tom wird kein Tiefbass kommen, aber mit richtiger Fellwahl lässt sich überraschend viel anstellen.
Voraussetzung dazu allerdings, dass die Kessel und die dazugehörige Kesselhardware in einwandfreiem Zustand sind.
 
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Mein Dilemma ist, dass ich meiner Meinung nach mit dem Mapex Kit soundmäßig weitestgehend im Heavy-Bereich gefangen bin. Das S.L.P. ershceint mir hier vielseitiger in Summe, aber evntl. etwas ungeeigneter für den Metal-Bereich. Aber eure Aussagen haben mich eigentlich doch deutlich bestärkt, dass durch die Tontechnik und die eigene Kreativität inzwischen eigentlich keine/kaum Grenzen gesetzt sind, wenn ich das bisher richtig interpretiere.

Das Dielemma ist eigentlich keines. Ich bin überzeugt, dass man mit den richtigen Fellen auch aus diesem Set deinen Wunschsound herausbekommen kann. Klar: bei 20" Tiefe muss man erst mal eine recht große Luftwalze ins Rollen bringen. Trotzdem: Meridians waren klasse Schlagzeuge - auch wenn ich den Hype um 20" Tiefe Bassdrums nie so ganz verstanden habe. Trotzdem sollte hier ein knackiger Sound möglich sein. Ich denke mit einem Evans EQ4 Schlagfell, etwas Dämpfung unten dran und ein gutes Resofell sollten in Verbindung mit einem Holzbeater den richtigen Sound hervorbringen (Attackreich).
 
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Nicht von ungefähr hat auch jeder Fellhersteller mehrere Serien.

Die reichen von - übertrieben gesprochen - dünner "Klarsichtfolie" bis zur dicken "Elefantenhaut". Da sollte für jeden Geschmack und jeder Stilistik was zu finden sein.

Klar: die Physik lässt sich nicht austricksen - aus einem 8er Tom wird kein Tiefbass kommen, aber mit richtiger Fellwahl lässt sich überraschend viel anstellen.
Voraussetzung dazu allerdings, dass die Kessel und die dazugehörige Kesselhardware in einwandfreiem Zustand sind.

Ich nehme an, dass das Mapex Kit wohl etwas gelitten hat. Es war mal in einem Autounfall verwickelt, bei dem die Gitarrenboxen heftig gegen die Kessel drückten. Waren leider nur Gigbags und keine Hardcases. Seitdem habe ich das Gefühl, sind die eh etwas verzogen. Die Stimmschrauben lassen sich seitdem auch etwas schwerer drehen, als ob eine nicht gewollte Spannung drauf wäre. Einen leicht ovalen Eindruck hatte ich auch schon, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich mir das nicht nur einbilde.

Das Dielemma ist eigentlich keines. Ich bin überzeugt, dass man mit den richtigen Fellen auch aus diesem Set deinen Wunschsound herausbekommen kann. Klar: bei 20" Tiefe muss man erst mal eine recht große Luftwalze ins Rollen bringen. Trotzdem: Meridians waren klasse Schlagzeuge - auch wenn ich den Hype um 20" Tiefe Bassdrums nie so ganz verstanden habe. Trotzdem sollte hier ein knackiger Sound möglich sein. Ich denke mit einem Evans EQ4 Schlagfell, etwas Dämpfung unten dran und ein gutes Resofell sollten in Verbindung mit einem Holzbeater den richtigen Sound hervorbringen (Attackreich).

Möglicherweise, ja. Hier bin ich eh immer noch ein wenig am experimentieren. An den Toms habe ich aktuell die besten Ergebnisse mit Remo Emperor Coated als Schalgfelle und Remo CS Clear Black Dot als Resos .. Damit hab ich wenigstens nocheinmal etwas Kontrolle in die Toms gebracht. Bei der Kick war ein mal ein Aquarian SuperKick I drauf, das hat mir unglaublich viel Mumpf reingebracht. Jetzt ist ein Remo Pinstripe drauf, das macht nur Klack ohne alles andere drumherum. So wirklich ne Richtung habe ich noch nicht gefunden. Das Evans EMAD mit den Dämpfungsringen war auch nur bedingt brauchbar. Kann aber gar nicht mehr beschreiben wie das klang..

Cheers,
Ian
 
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Die ganze palette an gedämpften Fellen unterscheidet sich schon sehr stark. Ich muss sagen, dass ich mir irgendwann ein Video angeschaut habe, bei dem verscheide Felle unter sonst gleichen Bedingungen abgenommen getestet wurden. Dabei ist für mich das Remo Power Sonic wieder rausgekommen, welches am Voluminöstesten klang. Es hat letztlich auch im Proberaum die beste Figur von allen bisher getesteten gemacht.

Ich halte mich allerdings bei Empfehlungen immer zurück, weil gedämpfte Felle eher so eine Sache sind. Man muss dazu wissen, dass ich außerdem Dämpfkissen in meinen Bassdrums habe (damit man Grenzflächen reinlegen kann) und ich spiele trotzdem bei voller Dämpfung des Fells.
So klingt das dann mit ner Shure Beta Grenzfläche und einem Subkick.
 
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Ich nehme an, dass das Mapex Kit wohl etwas gelitten hat. Es war mal in einem Autounfall verwickelt, bei dem die Gitarrenboxen heftig gegen die Kessel drückten. Waren leider nur Gigbags und keine Hardcases. Seitdem habe ich das Gefühl, sind die eh etwas verzogen. Die Stimmschrauben lassen sich seitdem auch etwas schwerer drehen, als ob eine nicht gewollte Spannung drauf wäre. Einen leicht ovalen Eindruck hatte ich auch schon, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich mir das nicht nur einbilde.

Das hört sich nicht so gut an. Eine kaputte Gratung kann man richten (lassen). Aus einem unrunden Kessel bleibt im schlimmsten Fall nur Feuerholz.
Ich hatte ein altes Tromsa-Set mit Wasserschaden: die 12er Tom war so verzogen, da bekam man kein Fell mehr drauf. Das war wirklich nur mehr als Lagerfeuer zu gebrauchen.

Nimm einfach mal die Felle ab und miss den Kesseldurchmesser. Beträgt die Abweichung an mehreren Stellen einige Millimeter, wird das nicht mehr so toll klingen.

 
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Das hört sich nicht so gut an. Eine kaputte Gratung kann man richten (lassen). Aus einem unrunden Kessel bleibt im schlimmsten Fall nur Feuerholz.
Ich hatte ein altes Tromsa-Set mit Wasserschaden: die 12er Tom war so verzogen, da bekam man kein Fell mehr drauf. Das war wirklich nur mehr als Lagerfeuer zu gebrauchen.

Nimm einfach mal die Felle ab und miss den Kesseldurchmesser. Beträgt die Abweichung an mehreren Stellen einige Millimeter, wird das nicht mehr so toll klingen.


Das Video hier hat einige gute Tipps, die werd ich mir auf jeden Fall mal vornehmen. Bin auf die Ergebnisse gespannt.. Wie gesagt, es kann auch einfach Einbildung sein. Wenn es jedoch nicht so ist, wäre das äußerst schade... Ein komplettes Kit unbrauchbar fände ich nicht so prall.

Die ganze palette an gedämpften Fellen unterscheidet sich schon sehr stark. Ich muss sagen, dass ich mir irgendwann ein Video angeschaut habe, bei dem verscheide Felle unter sonst gleichen Bedingungen abgenommen getestet wurden. Dabei ist für mich das Remo Power Sonic wieder rausgekommen, welches am Voluminöstesten klang. Es hat letztlich auch im Proberaum die beste Figur von allen bisher getesteten gemacht.

Ich halte mich allerdings bei Empfehlungen immer zurück, weil gedämpfte Felle eher so eine Sache sind. Man muss dazu wissen, dass ich außerdem Dämpfkissen in meinen Bassdrums habe (damit man Grenzflächen reinlegen kann) und ich spiele trotzdem bei voller Dämpfung des Fells.
So klingt das dann mit ner Shure Beta Grenzfläche und einem Subkick.

Ich werde auf jeden Fall mal weiterprobieren. Aber dennoch reizt mich das S.L.P. sehr.. Das spannende wäre ja, wenn das S.L.P. Kit auch bei mir so klingt, wie ich das gerne habe, kann ich das Setup zumindest weitestgehend wiederholbar erreichen. Sprich Felle und Tuning beibehalten. Das Mapex Meridian bedarf hier unter Umständen mehr arbeit. Vor allem im Bereich experimentieren mit Fellen, was durchaus auch teuer wird..

Cheers,
Ian
 

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