technische Unterschiede

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Tach zusamm :)

Meine Lehrerin sagte zu mir, dass ich ein heller Sopran wäre, aber nichts desto trotz fühle ich mich im klassischen Gesang nicht vorrangig wohl. Ich kanns zwar anhörbar, also an der Motivation liegt es nicht, aber es passt einfach nicht so zu mir und ich hab auch das Gefühl, mich im klassischen Bereich stimmlich auch nicht so passend entfalten zu können. Man merkts dann auch am Klang, dass es nicht so ganz zu harmonierend scheint, trotz dass ich die Töne treffe.

Jedenfalls höre ich nun erstmal auf mein Gefühl, bezüglich dessen, was ich gerne singen würde. Meine Lehrerin meinte, ich hätte es gut mit Belten und könnte es doch mal im Musical Bereich versuchen, aber dann hätte ich eben keinen Lehrer mehr. Jedenfalls möchte ich nun einfach mal ganz unbefangen durchprobieren und aus verschiedensten musikalischen Breichen, Musical, Pop, Country, Soul ... querbeet einfach mal verschiedene Songs singen und dann wird sich hoffentlich zumindest im kleinen Ansatz zeigen, in welche Richtung sich was entwickeln könnte.

Ich zeige die Aufnahmen dann auf jeden Fall auch meiner Lehrerin, die wird da wohl noch eher ein Gehör dafür haben, als es bei mir der Fall ist. Auch ob deutsch oder englisch kann ja schon was ausmachen. Meine Frage ist nun, auf was für gesangstechnische Unterschiede ich denn hauptsächlich bei den verschiedenen Musikrichtungen achten sollte? Vielleicht ist die Frage auch etwas zu allgemein gestellt und so mal eben gar nicht zu beantworten, das kann ich gerade leider nicht abschätzen. Falls ja, versuche ich mich gerne noch genauer auszudrücken oder tut euch keinen Zwang und löchert mich direkt mit Fragen, wie ich was meine. Ich hoff' einfach mal, dass ihr mir weiter helfen könnt.
 
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Über die Unterschiede zwischem klassischem Klang und Musicalsound diskutieren wir gerade ganz aktuell hier:
https://www.musiker-board.de/gesang...nicht-hinten-ansaugen-ton-vorne-ansetzen.html
und es gibt auch noch jede Menge anderer threads, die Suchfunktion dürfte einiges auspucken. Gib einfach mal das Stichwort Belting ein.
Als lyrischer Sopran kannst Du sehr gut Celtic/Irish singen, ebenso Country, natürlich auch Jazz. Für Soul wird Dir vielleicht die "Erde" fehlen, aber das kommt auch auf den Stil an, also eher Dusty Springfield als Aretha Franklin.
Hör Dir viel Musik an, dank youtube ist das ja kein Problem mehr, und probiere die Sachen aus, von denen Du glaubst, daß sie Dir liegen.
 
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Ich danke dir :)

...wobei ich mich gerade frage, wenn ich belting eingebe, wie ich das von dir verlinkte Thema finden würde?
(ist ja nun vom Titel nicht so treffend passend, ich als Laie könnte da zumindest nicht drauf kommen) :D

Ich such' mich aber trotzdem mal durch, wirst mir das ja schließlich nicht umsonst geraten haben, auch wenn ich (außer belting) noch nicht so ein Plan hab, nach was ich sonst noch suchen könnte, was zB die anderen genannten Musikrichtungen, zumindest Country & Soul (pop würd' ich doch eher von meiner Liste streichen) betrifft. Aber jut, wenn ich nix passendes finde, melde ich mich mit den übrig gebliebenen Fragen einfach hier wieder. ...
 
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(pop würd' ich doch eher von meiner Liste streichen)

"Pop" ist streng genommen auch kein eigenes Genre, sondern ein Sammelbegriff für Musik mit Einflüssen aus verschiedenen anderen POPulären Musikstilen wie Country, Rock, Soul, Jazz usw, von denen aber nur ein paar prägnante Stilmittel übernommen werden.

Das heisst: Wenn Du einen Soul- oder einen Countrysong singen kannst, kannst Du im Prinzip auch einen Popsong singen, ohne dafür eine eigene Technik anwenden zu müssen.
 
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Oh, vielen Dank, gut zu wissen!

Vorhin bin ich beim Stöbern auf ein Thema gestoßen, wo jemand nach Songs zum Üben gefragt hatte. Kann ich da eventuell Vorschläge mit einbringen oder vielleicht auch nach einfachen Songs der angesprochenen Musikrichtungen fragen? Momentan mache ich mal Marke CD-Regal hoch und runter, von Kelly Clarkson, Patrick Nuo, Abi Tucker, Beck Lavelle, Jack Johnson, Melanie C, Norah Jones und noch ein paar wenigen mehr, kommt da für den Anfang einiges zusammen, was man mal testen könnte. An sosnten Musiker die mir spontan einfallen oder auch was von jenen, die in der tollen Songliste schon aufgelistet sind. Wenn ich dann immernoch nichts passendes gefunden haben sollte, dann frag ich nach Vorschlägen, wenn das okay geht? :)
 
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Hey Eilina,

ich denke, du solltest die Frge "welche Technik für was und liegt mir das" erstmal hintenanstellen und genau mit dem weiter machen, was du schon beschreibst. also, einfach loslegen und dich durch verschiedenes durchforsten. wenn deine klassiklehrerin nicht so offen ist für andere stile, also, damit meine ich, wenn sie nicht so bewandert ist (ich meine nicht, dass sie dagegen ist) wäre ich vorsichtig, sie danach zu fragen, was denn für dich am günstigsten ist.
ich finde, singen ist vor allem, auf sein herz zu hören und das zu machen, was man cool findet. oft sind gerade die stimmen, die auf´s erste hören nicht so in einen stil reinpassen, am interessantesten, wenn sie musikalisch sind und persönlichkeit haben.
als hörtip mal minnie ripperton , ein sehr hoher sopran, dier soul-musik gemacht hat. auch alte sachen von "heart", einer rockband sind gut, aber eher die aus den siebzigern, als später, da wird es dann schon etwas erdiger.
könntest du mal eine hörprobe posten? dann wüsste man, wie weit du bist und was man dir so empfehlen könnte.
 
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Huhu stimme17 :)

Also "dagegen" im Sinne dessen, mich aus Eigeninteresse zwecks Unterricht beim klassischen Gesang zu behalten und mir dann von allem anderen abzuraten, so schätze ich sie keinesfalls ein. Wäre ich nun zB für den klassischen Gesang stimmlich so gar nicht geeignet, würde sie mir das auch offen sagen. Ebenso, denke ich zumindest, würde sie mir die Frage beantworten, für welche Musikrichtung ich stimmlich ebenso zu gebrauchen wäre. Nur schade wäre dann eben, dass ich dann keinen Lehrer mehr zur Verfügung hätte, aber nur aus diesem Grund bei klassischem Gesang zu bleiben, das bringts dann auch nicht besonders.

Ich hab mir mal ein kleines & gut gemischtes Repertoir zusammen gestellt und probiere mich morgen mal durch.
 
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stimme17
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Hallo Eilina, ich habe ihr auch nichts dergleichen unterstellt. Ich meinte damit nur, dass sie vielleicht gar nicht so gut beurteilen kann, für was du geeignet wärest, weil sie halt in einer bestimmten form ausgebildet ist und das natürlich ihr denken und urteilsvermögen beeinflusst. eine hörprobe von dir wäre aber wirklich gut !!!
 
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Dann hab ich dich falsch verstanden, entschuldige. Was ihr Wissens- und Erfahrungsspekrtum betrifft, außerhalb des klassischen Breichs, kann ich an dieser Stelle auch nicht sagen, dafür kenne ich sie auch nicht gut- und lange genug, um dies vielleicht einschätzen zu können. Ich denke mal, fragen kostet ja nix, entweder sie kann was dazu sagen oder eben nicht. Hörprobe ja, aber heute nichmehr... ;)
 
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Bin heute wieder um eine wichtige Erkentnis reicher geworden, als ich so ziemlich querbeet die Songs durchprobiert hatte.

1. Ich mach meinen Mund nicht weit genug auf und 2. ich bin viel zu zaghaft beim Singen, marke kleines graues Mäuschen.

Das Nervige dabei ist aber, dass ich selbst von mir weiß, dass ich es durchaus auch anders kann und mich gerade entsprechend total ärgere, dass es dies bezüglich so bescheiden klingt, ich aber genau weiß, was meine Stimme eigentlich hergibt und ich mir da im Grunde gerade einfach nur selbst im Weg stehe, meine Stimme einfach so raus zu lassen, wie sie gerne würde. Wo genau das Problem dabei liegt, denke mal das ist hauptsächlich einfach nur Kopfsache, der obligatorische innere Schweinehund. Wenn ich mich dann wirklich kosenquent dazu zwinge, auf alle Dinge zu achten (Mundformung und Öffnung, Atmung, im Stehen singen & einfach frei, offen und locker) dann klingt das auch soo schön, aber ich weiß nicht, warum ich jedes Mal aufs neue diesen Stein im Weg hab & mich regelrecht dazu zwingen muss, das was ich kann, auch entsprechend rauszulassen. Vor allem, wenn ich doch die "Überwindung" im Grunde schon hintermir hab und dadurch ja weiß, dass es nicht schlimm ist, sondern nur positiv, warum dann jedes Mal denselben Kampf aufs Neue. Boh geht mir das gerade auf den Keks! :mad:

Hab das zB gerade bei "Erinnerung" aus dem Cats-Musical gemerkt, das könnte soo toll klingen...
 
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Brigitte
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Du bist wahrscheinlich einfach zu kritisch dir selbst gegenüber. Es gibt Menschen, die sind überhaupt nicht kritisch und andere sind wiederum so selbstkritisch, dass sie sich selbst damit im Wege stehen.
Teile, von dem, was du schreibst, erkenne ich durchaus wieder. Es muss ja auch nicht jeder Sänger der extrovertierte Typ sein. Ich finde Lieder ganz gut, die sowohl gefühlvolle als auch Powerstellen haben. Zur Zeit singe ich z.B. Zombie von den Cranberries sehr gerne. Das hat ruhige Strophen, geht aber im Refrain gut ab. Also, wenn da die Band richtig loslegt und die E-Gitarren losdröhnen" an der Stelle "In your head, in your head, Zombie…". Gibt es für mich kein Halten mehr. Da kann ich total aus mir rausgehen und auch gesanglich powern. Da ist mir auch sch****egal, welche Fratze ich beim Singen ziehe bzw. was jemand mir halten könnte. Das gilt für die Probe. Stell mich auf eine Bühne und ich habe einen Stein im Magen und komme mir vor, wie im falschen Film. Zumindest am Anfang.
Na ja, bisher kam es erst dreimal in fünf Jahren zum Auftritt, aber das mit sich selbst im Wege stehen (gerade vor Publikum), kenne ich gut. Ich denke, am besten hilft es, wenn man sich einfach nicht selbst so einen Kopf und einen Druck macht. Hast du denn die Möglichkeit, woanders als zu Hause zu üben? Das macht vielleicht auch was aus, ob man im Proberaum abgeht oder im Wohnzimmer und die Nachbarn nicht stören will. Ich wünsch dir noch ganz viel Spass beim Singen! Trau dich !
 
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Kritisch denke ich eher nicht, ich hab die Vermutung, dass es sich bei mir wohl eher um ein rein technisches "Problem" handelt. Wenn ich mich so selbst betrachte, würde ich schon sagen, dass ich teils auch noch am herumprobieren, experimentieren und entdecken bin. Sprich, was klingt wie, wenn ich dies und jenes so oder so mache. Welchen Ton, welche Textstelle etc. singe ich am Besten mit wie viel Power, mit wie viel Lautstärke. Und ich denke, wenn ich dies bezüglich den Dreh raus hab, dann "flutscht" das auch automatisch viel besser. Jede Stimme ist ja anders und individuell und ich denke mal, mit seiner eigenen Stimme herum probieren, dadurch lernt man seine Gesangsstimme wohl am besten kennen.

Zum Beispiel bin ich nun auf den Trichter gekommen, tiefer eine Stelle ist, desto kräftiger muss -ich- da singen, damit es nicht nach eingeschlafenen Socken klingt. Aber, je höher es geht, desto gemäßigter muss -ich- widerum singen, sonst klingt es nämlich viel zu sehr heraus geschrien & der tragende, sanfte Klang der hohen Töne geht total verloren. Und ich denke einfach, dass ich für diese "Feinjustierung" einfach immer wieder regelmäßig üben sollte, damit ich dann ein gewisses Feingefühl dafür bekomme. Kann mich da auch total irren, aber so ist zumindest meine momentane Ansicht dies bezüglich. Wenn ich da total falsch liege, kann mich jemand erfahrenes ja gerne verbessern. :)
 
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Brigitte
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Ach so, ja klar, deshalb auch die Formulierung "Technische Unterschiede" als Überschrift. Da hatte ich dich wohl erst missverstanden. Experimentieren und sich zu merken, wenn es sich gut anfühlt, ist sicher kein ganz einfacher, aber guter Weg.
 
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Gast 14820
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Hab ma gefragt, meine klassische Lehrerin singt mit mir auch Musical-Stücke :):D:rolleyes:
 

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