Tempo aus mp3-Song auslesen (und ggf. korrigieren)

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Spruenki
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Guten Morgen liebe Musiker-Board-Gemeinde,
ich möchte für einen Coversong gerne eine Klickspur erzeugen und mich dabei am Originalsong orientieren. Leider hat der Orignalsong ein variables Tempo. Meine bisherigen Versuche das Tempo zu erkennen (Tap-Funktion), anzupassen oder anzugleichen waren bisher erfolglos.
Wie würdet ihr vorgehen, wenn ihr eine Klickspur synchron zu Songs wie bspw. "Tears don´t fall" von Bullet for my Valentine, "Fear of the dark" von Iron Maiden o.ä. erstellen wolltet. Geht das überhaupt mit Ableton, oder sind dafür andere Programme besser geeignet?
Beste Grüße
Frank
 
... und wenn Ihr für Cubase da auch gleich noch nen identischen Tip habt, dann hänge ich mich da gleich mit ran an die Frage :giggle:... der andere Frank :cool: (Sorry!!!)
 
Ich habe mich mal an einem Song der Onkelz versucht und als Vorlage das Live-Konzert von Hockenheim benutzt. Da das mit Timecode (o.ä) lief passte es perfekt ins Raster der DAW. Vielleicht mal ein paar Konzertmitschnitte durchforsten.
 
Es gibt ja zahlreiche Programme, die Tempomessungen versprechen. Die klassische Methode geht so:
  • Notizmittel bereitlegen
  • Song anhören, Zeiten für diverse Songteile notieren
  • Differenzzeiten ausrechnen (Refrain 62 s usw.)
  • Zuhören und jeweils die Anzahl Takte zählen
  • daraus ergeben sich BPMs, inkl. Bandvariationen
  • nun ist ein Gegenprüfen simpel(Tapping, Metronom usw.)
Nebeneffekt:
  • tieferes Songverständnis
NACHTRAG
Beispielhaft für "Fear of the dark", Anfang:

View: https://www.youtube.com/watch?v=bePCRKGUwAY

1771253431195.png


  • die 202-er BPMs kommen ganz gut hin
  • das Intro wird etwas schneller sein, denn zum Ende hin wird's langsamer
  • die 76/77 BPM für den ersten Gesang passen gut genug
  • man erkennt die Teilung in je 16 4/4 Takte
  • selbst der langsame Teil (Lücke) wir so erratbar
Dieses Vorgehen ist iterativ, d.h. man erhält so plausible taktabhängige BPM-Werte, die sich bei wiederholtem genaueren Hinhören leicht anpassen lassen.
 
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Gemini (fast):

Schritt-für-Schritt: Tempo-Mapping in Ableton​

  1. Vorbereitung: Ziehe den Song in die Arrangement-Ansicht. Deaktiviere in den Voreinstellungen unter Record/Warp/Launch vorübergehend „Auto-Warp für lange Samples“, damit Ableton nicht versucht, das Tempo vorab (oft fehlerhaft) zu erraten.
  2. Warp aktivieren: Klicke doppelt auf den Clip und aktiviere den Warp-Button. Wähle als Modus „Complex“ oder „Complex Pro“ für beste Audioqualität.
  3. Den ersten Schlag setzen: Suche die erste „Eins“ (den ersten Kick-Schlag) im Song. Mache dort einen Doppelklick auf den gelben Marker, rechtsklicke darauf und wähle „Setze 1.1.1 hierher“.
  4. Master-Tempo folgen lassen: Das ist der entscheidende Trick: Rechtsklicke auf den Warp-Marker und wähle „Slave Tempo zu Clip“ (früher „Master“). Jetzt passt sich das Projekttempo von Ableton dynamisch an das Sample an.
  5. Feinarbeit: Scrolle durch den Song. Überall dort, wo der Klick (Metronom einschalten!) leicht neben dem Beat liegt, ziehst du die Transienten im Sample-Editor auf das Taktgitter. Ableton schreibt diese Tempowechsel automatisch in die Master-Tempo-Automationsspur
 
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Ich ziehe den Track in UAD Luna, klicke Extrakt Tempo from Track / Session. Fertig.

Gut funktioniert auch DECODA von zPlane. Das liefert auch gleich och die Accord dazu.
 
... und wenn Ihr für Cubase da auch gleich noch nen identischen Tip habt, dann hänge ich mich da gleich mit ran an die Frage :giggle:... der andere Frank :cool: (Sorry!!!)
Cubase Pro hat eine Tempo erkennen Funktion an Board -> Audiodatei auswählen -> Projekt-> Tempoerkennung
Video (auf die schnelle gefunden, selber nicht angeschaut)

ich mach das aber lieber per Hand, geht aber nur dann gut wenn man auch gut die Transientem vom zb Schlagzeug erkennen kann
Audiomaterial ins Cubase ziehen, einen neue Tempospur erstellen, und dann die Tempospur entsprechend so bearbeiten, das die Transienten des Audiomaterials mit dem Taktraster übereinstimmen, wenn das eine Liveaufnahme ohne Clicktrack ist, kann es gut sein das du fast bei jedem Takt eine Anpassung in der Tempospur hast, aber so passt halt genau der DAW Taktraster auf die Aufnahme
 
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