TGX-81...defekte Kapsel noch irgendwie zu retten?

von SB, 21.11.08.

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  1. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 21.11.08   #1
    Hallo,

    um die Vorgeschichte mal kurz zu halten: Bandprobe, Sänger singt wie gewöhnlich, auf einmal kommt kein Ton mehr aus der Anlage. Das Mic (TGX-81) war schnell als der Schuldige identifiziert.
    Ich habs dann mal weiter getestet und durchgemessen und den genauen Fehler leider zu spät entdeckt, sonst wär ich bei der Suche etwas vorsichtiger vorgegangen. Es ist wohl so, dass während der Probe eins von diesen kaum sichtbaren Drähtchen abgerissen ist, die ins Innere der Kapsel führen. Die im Verhältnis dazu gerade dicken Kupferdrähte, die als Spule außen um die Kapsel gewickelt sind, haben noch Kontakt zu dieser Kontaktplatte. Bei der Fehlersuche ist nun wohl auch der zweite abgerissen, und ich weiß jetzt grad nicht wirklich, ob sich das Mikro überhaupt noch retten lässt. Selbst wenn ich es schaffen würde, die zwei Drähtchen so zurechtzulegen, dass sich die wieder wo anlöten lassen, dann würde ich wohl die Kunststofffolie, an der die innere Spule hängt, braten, oder? :(

    Wenns doch ging, müsst ich aber zumindest nen Abstecher zu meinem Bekannten mit Oszilloskop machen, denn wenn ich da nen Phasendreher drin hab, ists ja nicht damit getan, dass ich 2 und 3 am XLR-Stecker tausche, da ja die Spulen untereinander richtig gepolt sein müssen, oder?

    Hat IRGENDjemand schonmal versucht, was derart filigranes zu reparieren, oder ist die Situation total aussichtslos? Weiß jemand, was ne Ersatzkapsel für ein TGX-80/81 kosten würde???

    Ich hoffe auf ein paar Antworten...


    Gruß Stephan
     
  2. SB

    SB Threadersteller Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 22.11.08   #2
    Aaaalso,

    ich habs tatsächlich geschafft, dass die Tauchspule wieder Kontakt zu den Lötstellen hat, allerdings sieht mein Frequenzgang jetzt so aus wie auf dem angehängten Bild (obere Kurve ist das TGX), wenn ich das Mic mit einem anderen vergleiche (hab verschiedene benutzt, Phase sollte stimmen; es hat sich nebenbei rausgestellt, dass ich auch zwei mit Phasendreher in meiner Sammlung habe).

    Also es ist ja definitiv kein richtiger Phasendreher drin, aber ne leichte Verschiebung. Könnte es sein, dass ich die Tauchspule doch mit der zweiten Kupferspule, welche um die Kapsel herum verläuft, in sich verpolt habe (wer weiß, wie die Kapsel aufgebaut ist, wird wissen, was ich meine). Deren Sinn hab ich nämlich noch nicht so ganz verstanden.

    Macht sich diese Verschiebung im Betrieb denn bemerkbar? Es ist ja schließlich so, dass da dann noch entfernte Schallquellen mit reinstreuen, die über separate Mikrofone abgenommen werden, und dann habe ich auf Aufnahmen ja eh immer irgendwelche Phasenverschiebungen, oder?

    Ich hoffe, dass jemand was dazu sagen kann, auch wenn das Problem mittlerweile recht komplex geworden ist...


    Gruß Stephan
     

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  3. Klaus Kirchhöfer

    Klaus Kirchhöfer Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.08   #3
    hallo stephan,
    die von aussen sichtbare spule ist ne brummkompensation. sie arbeitet gegenphasig zur schwingspule. irgendein boeses elektromagnetisches stoerfeld (immer wieder gerne von botex dimmern oder aehnlichem quatsch :D) wuerde durch die raeumliche naehe der spulen in beide einstreuen, da die aeussere aber phasengedreht ist, loeschen sich die einstreuungen beim zusammenschalten weitestgehend aus. das audiosignal ist davon nicht betroffen, das wird ja vom magneten nur in die bewegliche schwingspule induziert, die kompensationsspule bewegt sich dagegen nicht. ich hab jetzt gerade nicht im hirn, ob die verbindung der beiden spulen innerhalb dieses klebstoffkleckses passiert - ich versuch das anfang naechster woche mal zu eruieren ;)
    viele gruesse,
    klaus
     
  4. SB

    SB Threadersteller Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 23.11.08   #4
    Hallo Klaus,

    danke für die Antwort. Ja, die Verbindung passiert in dem "Klecks". Habt ihr da eigentlich unbedingt so was hartnäckiges verwenden müssen? :D

    Also wie gesagt, das Mic läuft zumindest schonmal "irgendwie", ob der Klang noch der Selbe ist, werd ich bei der nächsten Probe rausfinden (hab ja ganz schön rummontieren müssen und die wahrscheinlich filigransten Drähtchen, die mir jemals begegnet sind und begenen werden, verlötet. ;) ). Also hat die Verschiebung nichts mit einer eventuellen Verpolung der beiden Spulen untereinander zu tun. Ich hab zwar keine Ahnung womit dann, vielleicht sitzt die Membran nicht richtig oder was, ich weiß es nicht, aber ich hoff mal es funktioniert...
    Da das mit der Brummkompensationsspule ja jetzt erklärt ist (ich dachte immer, das son Teil wo völlig anders sitzt, weil bei vielen professionellen Mics ja nochmal Elektronik im Kabelweg zum Stecker sitzt), hat sich die Sache jetzt eigentlich weitgehend erledigt...


    Gruß Stephan
     
  5. Klaus Kirchhöfer

    Klaus Kirchhöfer Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.08   #5
    hallo stephan,
    dieser klecks ist deswegen so hartnaeckig, weil an dieser stelle der schaumstoff des poppschutzes beim aufschrauben des oberkorbs drankommt ;) die kapsel ist ja recht gross....
    wenn du mal in der naehe von heilbutt - aeh, heilbronn bist, kannst du auch gerne vorbeikommen (bitte ein paar tage vorher bescheid sagen), dann schieben wir das mikrofon mal durch die endkontrolle, ob es noch das tut, was sich die entwickler dabei gedacht haben :) - oder du schickst es mal vorbei.
    viele gruesse,
    klaus
     
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