Theater, Textbuch

von Tingle-7, 10.08.10.

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  1. Tingle-7

    Tingle-7 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.10   #1
    Hallo. Ich wusste leider nicht, wo ich das hier unterbringen kann, deswegen versuch ich´s mal hier.
    Verschoben aus dem Subforum PA/Mischpulte - Gruß, Wil Riker

    Aalso ich bins Leid in Theaterstücken ständig im Textbuch mitzublättern und gleichzeitig noch rummischen und so. Deshalb meine Frage: Hat jemand von euch ein Programm, in das man Textbücher einfügen kann, was automatisch mitläuft und mir wichtige Einsätze immer pünktlich anzeigt ?
    Muss jetzt nicht so sein, dass es aufs Wort genau mitgeht sondern sich einfach mit einstellbarer Geschwindigkeit selbst nach unten scrollt !
    Hat da jemand was ?

    Liebe Grüße, Tingle-7 !
     
  2. guitar_master

    guitar_master Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.08.10   #2
    Hallo, Tingle!

    Ich kenne zwar kein Programm, aber ich würde mir folgend behelfen:

    Kopier den Text einfach in eine Textdatei (.txt), mach ausreichend Leerzeilen und füge diese Datei per Drag&Drop in eine Browser (z. B. Firefox) ein. Dann klick auf die mittlere Maustaste und zieh die Maus leicht nach unten, der Text scrollt automatisch. Dann noch auf Vollbild stellen. :great:

    Gruß, Lukas
     
  3. catfishblues

    catfishblues Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.08.10   #3
  4. Gast 23432

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    Erstellt: 10.08.10   #4
    Das Problem kenne ich natürlich sehr gut, eine Lösung auf technischer Ebene hab ich nicht.
    Dem Vorschlag von guitar_master (sry, Lukas ;)) würde ich in der Praxis keine 5 Minuten geben, wenn man mal an die Maus stößt, findet man die aktuelle Textstelle nie wieder...
    (auch das Erarbeiten einer zeitlich passenden Textvorlage durfte sich nicht so einfach gestalten, bevor das timing stimmt)

    Einzige mir bekannte funktionierende Lösung ist ein Repetitor, der neben Dir sitzt, mitliest, umblättert und eventuell sogar kurze, leise Ansagen macht, aber menpower ist auch immer ein Problem, meistens ein finanzielles. Ich muß seit ~10 Jahren darauf verzichten und irgendwie selbst zurechtkommen. Allerdings kenne ich nach 8-10 Proben den Text fast auswendig, ich scheine da ein recht gutes fotografisches Gedächtnis zu haben, so daß das Mitlesen und Umblättern während der Vorstellungen eine unbedeutende Nebensache für mich ist...
     
  5. guitar_master

    guitar_master Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.08.10   #5
    Ich las diesen Thread, mir viel keine kostenlose Lösung ein, improvisierte, testete und schrieb dann meinen Beitrag. Wie gesagt - ich hab das noch nie in der Praxis ausprobiert. Die 5 Min. jedenfalls hät ich vermutlich nicht durchgehalten! :p

    Nein, ernsthaft: Es gibt auch Notebooks, bei denen die Maus mit so einem "Joystick" zwischen der Taste "G" und "H" gesteuert wird, da kannst Du nichts verrutschen. Oder das Touchpad kann man auch bei vielen Notebooks Zonenweise programmieren (oder Mehrfingereingabe). Oder Rollerball... Möglichkeiten um das Maus-Problem zu umgehen gibt's viele! ;-)

    Gruß, Lukas
     
  6. Musikvagabund

    Musikvagabund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.10   #6
    http:/songbook.bit-software.ch

    Ist wahrscheinlich genau das, was du suchst.:D
     
  7. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 21.08.10   #7
    Theater läuft ja nicht gleichförmig oder zumindest gutes nicht. Von daher ist sowas schwer zu automatisieren. Gegen das gute alte Rollenbuch ist nichts einzuwenden. Imho noch die zuverlässigste und übersichtlichste Methode. Wenn du dann noch einen guten Inspizienten hast!
     
  8. Gast 23432

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    Erstellt: 21.08.10   #8
    Das stimmt schon, Schauspiel läuft seltenst textexakt, wie leicht kann es passieren, daß durch einen Versprecher gleichmal eine halbe oder sogar ganze Textseite übersprungen wird und auch im Musiktheater ist es eher selten, daß die Tempi immer exakt gleich sind, da können bei einer dreistündigen Vorstellung durchaus mal Differenzen von 5-10 Minuten drin sein... :).

    Habe ich GsD meistens, obwohl der auch vieles andere oft gleichzeitig zu tun hat (Bühne, Licht, Einrüfe). Ich arbeite gern selbstständig, bei Zuspielen verringert das die Latenz. Und das Abmischen von Musicals muß ich eh selbst mitlesen (sofern nicht auswendig), da kann kein Inspizient wirklich helfen, eher ein neben mir sitzender Repetitor - aber die Stelle haben wir ja gestrichen... :(
     
  9. HaraldS

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    Erstellt: 23.08.10   #9
    Bei den Lichtlern gibt's ähnliches:
    http://www.dmxcontrol.de/wiki/TextbuchProjekt
    http://www.lightcontrol-mini.de/Mini/einfuehrung.html
    http://livelight.illucian.de/

    Wenn du das für PA-Anwendungen "mißbrauchen" willst, mußt du halt schauen, ob die Programme auch MIDI senden können, oder ob ein DMX-MIDI-Konverter existiert.

    Harald
     
  10. Bierpirat

    Bierpirat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.10   #10
    Wir arbeiten bei uns am Theater auch mit einem Repetitor. Sprich, der Gute( ab und an auch mehrere, falls Licht und Ton in zwei Türmen) sagt immer kurz vorher was als nächstes passiert.

    Ansonsten hätte ich dafür auch keine Idee, da, wie schon gesagt wurde, es oft zu Textänderungen kommt die sich im Stück ergeben und nicht geplant sind. Dann wartest du darauf, dass jemand " Oh Gott" sagt, sagt dann aber " Ach du meine Güte":rolleyes:

    Nach einigen Proben hat man das aber auch ganz gut drinn und weiß bescheid.
     
  11. LeonSon

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    Erstellt: 29.08.10   #11
    Ich hab, als ich im Theater Musiker und Soundtechniker gleichzeitig war, einfach versucht, den Text so gut wie möglich intus zu haben. Der Lichtmensch hatte sich alles eingescannt, die Streichungen rausgelöscht und dann halt mitgescrollt. Im Grunde funktioniert alles ganz gut, wenn man das Stück ganz gut drauf hat, sich die Stellen, wo es etwas zu tun gibt, gut und übersichtlich markiert bzw. Notizen macht, und dann halt die ganze Zeit aufmerksam bleibt, um gewissen Improvisationen gut auffangen zu können. Bei "Marat" hatten wir einmal eine ganze Szene (den "Interruptus") ausgelassen, was uns als Musiker, die dann eigentlich einen Einsatz gehabt hätten, ziemlich ins Schwitzen brachte - da muss man dann schnell reagieren, aber viele im Publikum merken das eh nie so recht.
    Falls es viel zu tun gibt, hilft immer ein zweiter Mann, der mitliest.

    Grüße,
    Leon