Theorie lernen. Wo anfangen?

von Para-Dox, 02.01.07.

  1. Para-Dox

    Para-Dox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.07   #1
    Hallo zusammen

    Also, hier wieder einmal eine Frage von mir.

    Ich spiel jetzt seit gut 1.5 Jahren Gitarre. Z.Z. bin ich so motiviert wie schon lange nicht mehr. Habe jetzt mit nem Micro + Audacity angefangen mich selbst aufzunehmen. Das macht irre Spass.

    Nun, wir haben nun ein Bandprojekt laufen, in welchem ich als Rythmusgitarrist auftrete.
    Das steigert meine Motivation zusätzlich natürlich extrem :D
    Sozusagen wirklich ein richtig schönes Hoch :great:

    Natürlich habe ich auch schon Ideen für Songs im Kopf. Aufgenommen habe ich auch schon ein paar davon.^

    hier beginnt das Problem. Rythmusparts zu finden, empfinde ich als relativ einfach. Jedoch möchte ich z.z. vorallem mein Solospiel verbessern, damit Sachen wie bends/String skipping / Flageolett etc. pp. geläufiger werdern.
    Nur, wenn ich jetzt den Rythmuspart aufnehme und nachher dazu die Leadgitarre spiele, muss ich sozusagen die Töne suchen. Das theoretische Wissen ist hier nur sehr karg vorhanden.
    Und genau das würde ich gerne aufbessern! Jedoch, wo und wie fange ich das am besten an? Welchen Tonleitern wären wichtig, welche kann man eher fürs erste ausser Acht lassen?

    Falls es wieterhilft:
    Z.z arbeite ich mit "Rock Guitar Secrets" und "The accoustic Guitar Bible".

    Hoffentlich könnt ihr mir weiterhelfen :)

    Schönen Tag noch
     
  2. Para-Dox

    Para-Dox Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.07   #2
    Hier grad nochmals eine Frage.

    Hab ne gute Rythmusidee gehabt, diese auch umgesetzt, aber ich kenne nicht alle Akkorde. Beim auseinandernehmen der Akkorde bin ich auch nicht schlau geworden.

    -0---0---0---0-------------------------------------------------------------------------
    -1---1---1---0-------------------------------------------------------------------------
    -2---0---2---4-------------------------------------------------------------------------
    -2---2---3---5-------------------------------------------------------------------------
    -0---3---3-- 5-------------------------------------------------------------------------
    -x---3---x---3-------------------------------------------------------------------------


    Es sind noch mehr Akkorde enthalten, diese habe ich aber nicht aufgeschrieben, da ich dort alles weiss.

    Der erste ist ja A-Moll. Denn hab ich aufgeschrieben, weils der Anfangsakkord ist.

    Der 2te ist eigentlich ja ein C, hat aber nach unten noch ne Terz mehr (wenn ich mich nicht irre). Bleibts trotzdem ein C?

    beim Dritten hab ich keinen Schimmer was das ist. (hört sich aber auseinandergezupft gut an :D )

    Der vierte ist ja, vom Barré her gesehen ein G. Da komm ich eben mit meinen wenigen Theoriekenntnisse nimmer zurecht. Akkorde beinhalten ja normalerweise nur Terzen (Grossee Kleine (moll/dur), Quinten und Oktaven. Denkt dran ich spreche, von den Grundakkorden, von den maj7 und 9 Akkorden sprech ich net.
    Dieser Akkorde hat folgende töne, G,D,G,H,h,e --> also ist ja die letzte Note eigentlich eine grosse Sexte, oder nicht? Wie passt denn das da rein :p

    Plz help, bin für alle Anregungen dankbar.
     
  3. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.07   #3
    der 2. bleibt trotzdem c-dur, das eine g im bass gehört ja sowieso zum akkord dazu, der 3. ist ein f-dur, der 4. g-dur6 (wie du richtig sagst ist das e vom g aus gesehen die große sexte). was die theorie angeht musst du dir halt die skalen und die zusammensetzung und bezeichnung der akkorde anschauen (gerade letzteres ist leider manchmal etwas verwirrend und auch alles andere als einheitlich). du könntest bei einem beliebigen song erstmal schauen, in welcher tonart er steht, dann die namen der akkorde rausfinden und schauen, welche funktionen diese akkorde in der gegebenen tonart haben. was ungewöhnliche extensions und irgendwelche jazz-skalen angeht, das ist viel auswendiglernerei, das würde ich erstmal aufschieben (ist auch für die meisten songs im rock/ metal-bereich wirklich nicht so wichtig).
    aber die akkorde von dir da sind ein wunderbares erstes beispiel. du hast da akkorde drin, die teilweise nicht ganz standard-mäßig angeordnet sind (was ja überhaupt nicht schlimm ist) und du musst dann halt schauen, wie du dreiklänge in terz-abständen draus basteln kannst. beim 4. akkord war als extension noch die große sexte drin, wenn man ein wenig übt kann man das schnell erkennen. du hast sicher gesehen, dass es ansonsten ein ganz normaler g-dur ist, also: nicht verwirren lassen wenn mal ein ton dabei ist, der scheinbar nicht da reingehört.
     
  4. Cmdr

    Cmdr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.07   #4
    Was das für Akkorde sind, ist eigentlich eher unerheblich. Wichtiger ist, dass sie zu genau einer Tonart gehören (für den Anfang am einfachsten), und dass es klingt.

    Die Tonart eines Liedes ist zumeist der Ton bzw. Akkord mit dem das Lied beginnt, und oft auch endet, also bei dir A-Moll. Jetzt kannst du dir aus allen Tönen von A-Moll Akkorde und auch Melodien basteln. Dabei sind alle Moll- und Durleitern eigentlich die selbe, nur auf dem Griffbrett verschoben.

    Jetzt kannst du weiter ausprobieren, wobei aus 11 Tönen schon nur noch 7 geworden sind, was die Sache etwas vereinfacht. Was nun klingt und was nicht, dazu mehr beim nächsten Mal ;). Oder einfach mal hier schauen:

    http://www.justchords.de/theory/
     
  5. Para-Dox

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    Erstellt: 02.01.07   #5
    Danke schonmal für die vielen Antworten.

    Das was ihr sagt, klingt ja sogar noch logisch, ist ja hammer :D

    Also, wenn ich das überlege, sind in diesem Song nur Akkorde der Tonart C rsp. hier (da sehr melancholisch) A-Moll.

    C/ wie auch A-Moll enthalten ja nur die Töne C,D,E,F,G,A,H --> sprich 0 Vorzeichen.

    Ihr wollt mir also jetzt sagen, dass ich zum improvisieren nur genau diese Töne nehmen darf?
    Bei dem Gmaj6 spielt das dann keine Rolle? Kann man also auch bei 6,7,9 Akkörden getrost in der dazu vorgesehenen Tonart bleiben? nehme mal an, dass durch die Sexte, dann jenachdem schon dissonante Töne hervorkommen=? Ach, ich probiers einfach aus :)

    danke vielmals. Nur noch etwas. Den F-Dur. Wieso sagst du dem weiterhin so? Ich spiele das F normalerweise als Barré und bin natürlich nun verwirrt, da dort ein e gespielt wird, welches eigentlich ja net zum F-Dur gehört.

    Gruss
     
  6. Houellebecq!

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    Erstellt: 02.01.07   #6
    das kann ich dir nur empfehlen.
    das hatte ich übersehen. du hast natürlich recht, das e ist die große septime, demnach ist das ein Fmaj7.
     
  7. Hans_3

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    Erstellt: 02.01.07   #7
    Das triftt auch auf Deine beiden anderen Akkorde Fmaj7 und G add6 zu ;)

    Um das theoretisch abzurunden: Wenn Du auf jedem Ton der C-Leiter einen Akkord aufbaust (harmonisierst) bekommst Du nacheinander:

    Stufe I = C-Dur = CEG
    Stufe II = d-moll = DFA
    Stufe III = e-moll = EGH
    Stufe IV = F-Dur = FAC
    Stufe V = G-Dur =GHD
    Stufe VI = a-moll = ACE
    Stufe VII = h7/b5 = BHF

    Das Ganze nennt sich dann "Stufenakkorde". Die kannst du fast beliebig kombinieren und bleibst dabei immer in der selben Tonart. 90% aller Songs beruhen auf diesem Prinzip.
     
  8. Para-Dox

    Para-Dox Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.07   #8
    Puh.

    Hab mir grad mal ne Auszeit vom Arbeiten genommen und das Zeugs aufgeschrieben, rsp. versucht es zu entschlüsseln ;).

    Aber zuerst muss ich mich kurz vergewissern, dass ich das mit den Intervallen richtig mache. Ich hab das nämlich vor ca 5 Jahren gelernt, aber nie anwenden müssen (damals war ich 13 und hab Saxophon gespielt).

    Also

    Anfangsnote = Prim
    ganzton höher = Sekunde = 2 Halbtonschritte
    Halbton höher von der Sekunde = kleine Terz
    Ganzton höher von der Sekunde = grosse Terz
    Halbton höher von der grossen Terz = Quarte
    Ganzton höher bon der Quarte = Quinte
    Halbton von der Quinte = kleine Sexte
    Ganzton von der Quinte = grosse Sexte
    Halbton von der gr. Sexte = kl. Septime
    Ganzton von der gr. Sexte = gr. Septime
    Halbton von der gr. Septime = Octave (sprich anfangston)
    === 12 Halbtonschritte, also alle Noten enthalten, sollte eigentlich stimmen.

    Wenn man das dann mit den Buchstaben machen will, gilt es zu beachten, dass zwischen H und C, E und F jeweils nur ein Halbtonschritt ist.

    Stimmt das so? Ich hoff doch :rolleyes:

    Dann zum harmonisieren. Das ist ja ziemlich logisch.
    --> tonart wählen.
    --> Danach kann man auf den Anfangston immer Terz + Quinte draufhauen, obs ne grosse oder kleine Terz ist (Dur/Moll) merkt man ja, weil nur bestimmte Noten in einer Tonart vorkommen dürfen.

    Hui, jetzt hab ich aber wenigstens mal ein Punkt wo ich wieder Einsteigen kann mit der Theorie, danke :D
     
  9. Para-Dox

    Para-Dox Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.07   #9
    Bleibt noch eine Frage.


    Wieso schreibt man jetzt bei den 6t-Akkorden add?

    Maj wär jo Dur und Min Moll.

    Schreibt man dann bei den 6,7,9, Akkorden immer Add?
     
  10. Hans_3

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    Erstellt: 02.01.07   #10
    Da schreiben nur Leute so, die so trantütig sind wie ich heute. Also: C6 ist OK.

    C6, C7. Alles Einzahlige was drüber rausgeht, schließt jedoch automatisch mehrere Erweiterungen ein: C9 = C 7/9, C 11 = C7/9/11, C13 = C7/9/13(=6) die 11 wird hier weggelassen.

    Willst Du nur z.B. eine 9 dazunehmen ohne die 7, dann kommt add ins Spiel: Cadd9. Oder Cadd13 (statt C6).



    Wenn das MAjor nicht dasteht, geht man automatisch von einem Dur-Akkord aus. Steht jedoch Cmaj7 (oder manchmal nur Cj), ist damit die große Septime gemeint nicht jedoch C-Dur 7.
     
  11. Cmdr

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    Erstellt: 02.01.07   #11
    Eigentlich packt man auf die erste Terz dann noch eine Terz drauf. So hat man bei manchen Tonleitern und Stufen auch mal zwei kleine oder zwei große Terze. Ersteres nennt sich dann verminderter Akkord (diminished=dim). Bin mir gerade nicht sicher ob Zweiteres irgendwo in den diatonischen Leitern vorkommt...

    Wenn auf diese zweite Terz noch eine drauf packt, also vier Noten spielt, hat man einen Sept-Akkord. Siehe hier.
     
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