Tonabnahme für Akustikgitarre (Yamaha FG 730 S NT)

von dbc-wuschel, 14.07.10.

  1. dbc-wuschel

    dbc-wuschel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.10   #1
    Hi Leute, hier is der Wuschel,
    ich hab mir aktuell 'ne Akustikgitarre gekauft und hab vor diese mit 'nem Tonabnehmer zu versehen. Es handelt sich um 'ne Yamaha FG 730 S NT. Die Problematik besteht darin, das ich die Gitarre dafür nicht "beschädigen" (~ aufbohren bzw. aufsägen) will. Der Klang der Gitarre sollte so authentisch wie möglich übertragen werden.
    Grundsätzlich wird die Gitarre sicher mehr zuhause gespielt werden (dafür brauch ich keine Abnahme), ich hab aber auch vor sie mal bei kleinen Gigs einzusetzen und die Wahrscheinlichkeit das sie auch mal in 'ner etwas lauteren Band zum Einsatz kommt (kein Metall ;) ) will ich nicht ausschließen.
    Kurz zusammengefasst: Einbau ohne Schaden, 1:1 Klangübertragung, rückkopplungsarm.
    Auch wenn ein Mikrofon für die Klangqualität (laut Recherche) erste Wahl ist finde ich diese Variante nicht unbedingt bühnentauglich und möchte sie mal ausschließen.
    Wie ist das mit diesen PU's für's Schallloch? Gehen die nur bei Stahlsaiten oder auch bei Bronze? Wie ist die Übertragungsqualität? Gibt's da was gutes bis 150,-€ ?? (was haltet ihr von dem SHADOW SH 330 ?)
    Piezo Tonabnehmer sind ja sehr verbreitet, gibt's da was Gutes was sich ohne Schaden einbauen lässt? (bis 150,-€)
    Und was habt ihr für Erfahrungen mit dem AKG C 411 PP gemacht? (das ist zwar ein Mikrofon, lässt sich aber vielleicht gut in der Gitarre verstecken)
    Also, - ich bin für alles offen, - wer kann mir hier weiterhelfen?
    Grüßle.
     
  2. -Tavaron-

    -Tavaron- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.10   #2
    Hallo,
    Ich mag das mit dem Beschädigen vom Instrument mal relativieren. Es gibt ja 3 Arten für Eingriffe an der Gitarre erforderlich sind.
    1. Piezo Pickup: Ein winzig kleines Loch , damit das Kabel vom PU in den Korpus kommt. Das ist aber im Steg und unsichtbar nach dem Einbau. Zusätzlich muss die Stegeinlage runtergeschliffen werden um den Platzverbrauch vom PU auszugleichen. Klanglich unbedenklich.
    2. Endpinbuchse: Meistens hat eine Westerngitarre ja schon einen Gurtpin, für den ein Loch gebohrt wurde. Dann muss dieses nur vergrößert werden damit die Buchse auch reinpasst. Das ist kein Problem weil da unten ein Holzklotz sitzt, durch den die Bohrung geht. Das ist dann auch Stabil.
    Man kann die Endpinbuchse dann auch den Gitarrengurt befestigen.
    3. Vorverstärker in der Zarge: Größter Eingriff, wegen der Ausfräsung. Den mag ich auch nicht, aber wirkt sich eigentlich auch nicht auf den Klang aus. Es gibt aber auch Schalllochvorverstärker (unter anderem von Shadow und Fishman) die das Problem umgehen.

    Allgemein sind die Schäden minimal und von eher geringer praktischer Bedeutung. Du solltest dir aber auch Gedanken zu Beschädigungen machen, die während einem Bühnenauftritt passieren können. Es kommt durchaus mal vor, dass jemand auf das Kabel tritt und dieses unter Zug setzt. Ich finde es da besser das Kabel an einer Buchse befestigt zu haben, als direkt am Tonabnehmer.

    Saiten aus Bronze sind magnetisch, deswegen funktionieren alle Magnetpickups damit. Im Preisbereich bis 150€ gibt es sehr viel gutes, die PUs bieten aber nur eine relativ authentische Übertragung mit Einfärbungen des Klangs. Eine exakte 1:1 Übertragung schaffen die nicht.

    Gruß,
    Tavaron

    PS: Es gibt bereits einige Threads zum Thema hier in Musikerboard, eine Suche lohnt sich.

    Edit: Noch ein Hinweis, Umbauten aller Art steigen in ihrer Bedenklichkeit, sollten sie nicht von einem Fachmann ausgeführt werden ;) Ist aber bekannt hoffe ich.
     
  3. dbc-wuschel

    dbc-wuschel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.10   #3
    Rätst du mir also zu 'nem Piezo? OK, die Löcher für PU Kabel und Buchse könnte ich schon verschmerzen. Stört nur der Preamp, aber der muß wohl auch sein damit ich ein ordentliches Ausgangssignal bekomme . . . ?
     
  4. -Tavaron-

    -Tavaron- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.10   #4
    Ich wollte vor allem etwas die Angst vor den Umbau an der Gitarre nehmen.
    Piezo und Magnetischer Pickup haben vor allem einen klanglichen Unterschied. Ist also Geschmacksache und musst du entscheiden. Preamp ist gut weil das unverstärkte Signal einen sehr kurzen Kabelweg hat.
    Steht aber woanders besser beschrieben, meine fachliche Kompetenz hab ich mir zu großen Teilen hier im Board angelesen :D
     
  5. saitentsauber

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    Erstellt: 16.07.10   #5
    Geht auch mit passivem PU und externem Preamp. Auch dazu finden sich im Board Infos.
     
  6. toni12345

    toni12345 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.07.10   #6
    Auch da gibt es Modelle, die ohne Zargenöffnen eingebaut werden, weil sie komplett im Innern der Gitarre angebracht sind. Beim B-Band A2.2 hast du z.B. noch die Möglichkeit, Einstellungen an einem kleinen Rädchen im Schallloch vorzunehmen.

    Es gibt also jede Menge Alternativen, den oben genannten B-Band empfehle ich immer wieder gerne, weil ich es vorteilhaft finde, zwei verschiedene Klangquellen mischen zu können. Aber auch hier gilt wie immer, versuche möglichst viele Systeme anzutesten, wenn das möglich ist.

    Gruß
    Toni
     
  7. dbc-wuschel

    dbc-wuschel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.10   #7
    Diese B-Band Sache gefällt mir ganz gut, bekommt auch von vielen Seiten recht gute Kritiken, ich glaube die wird's werden. Ich hab auch ehrlich gesagt keinen Bock so viel durchzuprobieren, das hab ich bei meinen anderen Gitarren durch und irgendwann geht's auch ins Geld :(
    Ich danke euch Allen für eure Hilfe und eure Bereitschaft, die immer wiederkehrenden, gleichen nervigen Fragen zu beantworten. :great: Ich hab schon viel zu diesem Thema im Board rumgestöbert, war aber mit den Infos nicht so zufriedengestellt. Trotz aller Hilfe muß am Ende doch jeder seine eigenen Erfahrungen machen und sich seine eigene Meinung dazu bilden, ist eben alles bissl Geschmackssache.;)
     
  8. S.Tscharles

    S.Tscharles Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.10   #8
    Also - es geht auch ohne Umbauarbeiten an der Gitarre, und das AKG, der Schertler und das da http://www.miniflexmic.com/shop/index.php?main_page=product_info&cPath=65_67&products_id=182
    ermöglichen eben auch eine Abnahme ohne Piezo, was mir besser gefällt, weil ich die Druckempfindlichkeit der Piezo-Systeme und deren Klang nicht mag.
    AKG habe ich noch in der alten Version mit Transducer (Tonabnehmer) für die Decke und Mikro für´s Schall-Loch. Klingt auch ohne Nachbearbeitung (EQ) schon ganz ordentlich. Für das Schertler Basik-Set gilt dasselbe, und das Miniflex (ich habe noch das alte System mit nur einem Mikro) ist eigentlich neben dem Schertler am einfachsten zu handhaben. Anklemmen, Kabel dran, Kabel in Amp oder PA und gut ist.

    Wer natürlich lieber bohren mag und vielleicht auch noch mehrere Gitarren abnehmen möchte ......
     
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