Trompete allgemein

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turbi
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Hallo!

Ich war schonmal als Turbi hier angemeldet, aber mein Account wurde scheinbar gelöscht.

Nunja, ich habe jedenfalls grundlegende Fragen wegen Trompeten. Ich habe mir eine Trompete eines Freundes geborgt, er nutzt sie nicht und ich wollte einfach mal rumprobieren. Der Gravur entnahm ich, dass es sich um eine "TR 100 G" von Kühnl & Hoyer handelt. Im Internet hab ich dann gelesen, dass diese Trompete eine b-Trompete ist. Ich weiß vom Saxophon, dass ein D eines Saxophons das F eines Klaviers oder einer Gitarre ist. Wer sich das überlegt hat und welchen Nutzen das haben soll verstehe ich überhaupt nicht. Ich frage mich nun wie das mit einer Trompete ist, denn ich habe diese Grifftabelle entdeckt, aber die Töne stimmen nicht und ich finde nicht heraus, ob es daran liegt, dass ich bei nem C jetzt z.B. ein A spielen muss (wie es beim Saxophon wäre) oder ob ich einfach zu dämlich bin dieses Instrument zu bedienen. Kann mir das Grundprinzip mal jemand erläutern? Das wäre wirklich sehr freunldich! :)

MfG, Kassette: Turbo

Hab grade das hier hier im Forum entdeckt. Ist es das gleiche Prinzip wie mit einer b-Trompete? Also ich spiele auf der b-Trompete immer einen Ganzton höher als auf dem Klavier/Gitarre?

Welchen Nutzen hat das??? Ich raff es nicht....

EDIT: Hier in der Beschreibung der Trompete lese ich gerade, dass man die Trompete nicht so häufig stimmen muss. Wie soll man eine Trompete denn Stimmen? Und wofür ist das Teil zum rausfahren (nicht die Ventile sondern das andere Ding). Bei mir verändert sich da gar nichts...
 
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Tach Turbi,

Du musst erstmal zwischen der Stimmung eines Instrumentes und der Schreibweise/Notation unterscheiden.
Die Trompete ist in B gestimmt, d.h., es erklingt der Naturton b, wenn Du keine Ventile drückst.
Die Naturtonreihe und die Obertöne haben also die Basis b.
Daß die Trompeten in der Blasmusik- und Bigbandliteratur in Militärschreibweise (B-Schreibweise) notiert sind, d.h. ein klingendes b wird einen Ton höher als c notiert, ist historisch bedingt.
Dazu gab es hier schon viele Threads.Dazu kannst Du ja mal das Forum durchsuchen.
In den Posaunenchören herrscht meist die c-Notation vor, d.h. wenn da c steht, soll auch c erklingen.
Aber Du lernst ja b-Notation, dann richte dich nach der Grifftabelle in B.
https://www.musiker-board.de/vb/blech/72545-grifftabelle-f-r-trompete.html
Ich würde mir an deiner Stelle einen Lehrer suchen.
Zum autodidaktischen Erlernen eines Blechblasinstrumentes gab es auch schon viele Threads.
Bis denne

Matt
 
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Oder hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Transponierendes_Musikinstrument

Da werden auch die unterschiedlichen Saxophone ("das Saxophon" per se gibbetnich) behandelt, die ja zu 99.99% in Eb (Alt, Bariton, Kontrabss) *oder* Bb (Sopran, Tenor) stehen (und es gibt noch weitere). Daher die Verwirrung. Altsax ist in Eb ... aber nicht alle Saxe sind Eb-Instrumente. Genauso wie nicht alle Klarintten Bb-Instrumente sind.

Grüße
Roland
 
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Nunja, ich habe jedenfalls grundlegende Fragen wegen Trompeten. Ich habe mir eine Trompete eines Freundes geborgt, er nutzt sie nicht und ich wollte einfach mal rumprobieren. Der Gravur entnahm ich, dass es sich um eine "TR 100 G" von Kühnl & Hoyer handelt. Im Internet hab ich dann gelesen, dass diese Trompete eine b-Trompete ist.

B-Stimmung duerfte heutzutage bei Trompeten am, haeufigsten anzutreffen
sein. Trompeten in anderen Stimmungen werden (heutzutage) weniger haeufig
verwendet ...

Ich weiß vom Saxophon, dass ein D eines Saxophons das F eines Klaviers oder einer Gitarre ist.

Bei einem B-Saxophon (Tenor- oder Sopran-Saxophon) ist ein c in den Noten
ein klingendes b (die Lage einmal nicht beachtet), also waere ein d in den
Noten ein klingendes c. Bei einem Es-Saxophon (Alt- oder Bariton-Saxophon)
waere ein c in den Noten ein klingendes es, damit waere also ein d in den
Noten tatsaechlich ein klingendes f (die Lage mal jeweils nicht beachtet).
Deine Erfahrungen scheinen sich also auf ein Es-Saxophon zu beziehen ...

Wer sich das überlegt hat und welchen Nutzen das haben soll verstehe ich überhaupt nicht.

Der Grund liegt in dem Versuch, die Noten so zu schreiben, dass der Trompeter
beim Wechsel der Trompete nicht "umdenken" muss: Die Noten werden so
notiert, dass der Trompeter immer so greift, als haette er eine C-Trompete.
Ist seine Trompete auf einen anderen Ton gestimmt, greift und blaest er
trotzdem wie auf einer C-Trompete. Das was das Instrument dann hoeher
oder tiefer klingt, wird dadurch ausgeglichen, dass die Noten entsprechend
hoeher oder tiefer notiert werden: klingt die Trompete einen Ganzton tiefer
als eine C-Trompete (wie es bei deiner der Fall ist), so werden die Noten einen
Ganzton hoeher notiert als sie im Endeffekt klingen sollen. Da heute fast nur
noch die B-Stimmung fuer Trompeten ueblich ist (zumindest im Amateur-
Bereich), erscheint diese "transponierende Schreibweise" (obwohl sie bis
auf Posaunenchoere fast ueberall bei den Trompeten ueblich ist) erst einmal
ungewohnt und unlogisch ...

Ich frage mich nun wie das mit einer Trompete ist, denn ich habe diese Grifftabelle entdeckt, aber die Töne stimmen nicht und ich finde nicht heraus, ob es daran liegt, dass ich bei nem C jetzt z.B. ein A spielen muss (wie es beim Saxophon wäre) oder ob ich einfach zu dämlich bin dieses Instrument zu bedienen. Kann mir das Grundprinzip mal jemand erläutern? Das wäre wirklich sehr freunldich! :)

Siehe oben: Das Instrument klingt einen Ganzton tiefer als eine C-Trompete
(die heute aber eher unueblich ist), also werden die Noten fuer die B-Trompete
einen Ganzton hoeher geschrieben, als sie klingen sollen. Wenn du das im
Hinterkopf behaeltst, wirst du bemerken, dass die Grifftabelle schon korrekt
ist, aber die zugehoerigen Noten (und die Notennamen) sind die "notierten
Noten fuer die B-Trompete", also genau einen ganzton hoeher als sie klingen
werden. Wenn ein fis notiert ist, ist also ein klingendes e gemeint (bei der
"nicht transponierenden Notation" wie sie Posaunenchoeren ueblich ist, waere
ein e notiert gewesen). Ausgestattet mit diesen Informationen solltest du dir
den Rest anhand der von dir gefundenen Grifftabelle zusammensuchen
koennen ...
 
L
Lord Helmet
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EDIT: Hier in der Beschreibung der Trompete lese ich gerade, dass man die Trompete nicht so häufig stimmen muss. Wie soll man eine Trompete denn Stimmen? Und wofür ist das Teil zum rausfahren (nicht die Ventile sondern das andere Ding). Bei mir verändert sich da gar nichts...

Da zur Transposition im Grunde schon alles gesagt wurde, nehme ich noch kurz hierauf Bezug:

Eine Trompete stimmt man mit dem großen Stimmzug (siehe den Punkt "Hauptstimmung" auf dieser Grafik) - je weiter man den Zug herauszieht, desto tiefer erklingt der Ton. Dabei stimme ich jedes mal vor Ensembleproben, das reicht meistens für die ganze Probe. Teilweise wird nachgestimmt, wenn Bedarf ist, aber das meiste muss man eh während des Spielens ausgleichen. Allerdings solltest du darauf achten, dass die Temperatur bei Blechbläsern oft großen Einfluss auf die Tonhöhe des Instruments hat - stimme daher erst, nachdem du dich warmgespielt und die Trompete auf "Spieltemperatur" gebracht hast.
Das "Teil zum rausfahren" ist, wenn du nicht den Stimmzug meinst, vermutlich der Ausgleichzug (siehe "Stimmzug 3. Ventil" in der obigen Grafik). Die werden benutzt, um die Töne d' (Griff: 13) und cis' (Griff: 123), die beide auf der b-Trompete von Natur aus immer etwas zu hoch sind, auszugleichen. Der Trompeter muss dann, wenn er einen der Töne spielt, den Zug während des Spielens rausziehen, um den Ton nach unten zu kriegen. Da bei beiden Griffen das dritte Ventil gedrückt ist und die Luft daher durch den entsprechenden Zug geht, kann man beide Töne mit dem Zug ausgleichen (oftmals besteht auch die Möglichkeit, mit dem ersten Ventil auszugleichen). Hierbei sollte man schon einen deutlichen Unterschied merken, da man mit dem Ausgleichzug den Ton um fast einen Halbton erniedrigen kann, allerdings musst du darauf achten, beim Spielen auch das dritte Ventil gedrückt zu halten, da die Luft ja sonst nicht durch den 3. Zug geht und der Ton damit nicht beeinträchtigt wird.
 

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