Tuner, Wechsel Stimm-Mechanik, Maße, Abstände?

von halfcupsound, 21.03.17.

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  1. halfcupsound

    halfcupsound Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.17   #1
    Hallo,
    meine Frage, kennt sich jemand näher mit Bemaßungen von Stimm-Mechaniken aus? Ich habe aktuell drinnen alte Vintage-Tuner mit Rauten-Blech und zwei Befestigungsschrauben, wie sie von Boston, Fire&Stone und Pegs Tuner vertrieben werden:
    https://www.bax-shop.de/boston-059-clr-set-stimmmechaniken-verchromt-fur-gitarre
    Diese sollen ersetzt werden durch möglichst gekapselte von Wilkinson, Groover, Gotoh etc. , z.B. diese:
    https://www.bax-shop.de/wilkinson-191-clr-set-stimmmechaniken-verchromt-fur-gitarre-6-stuck

    Bei diesen Mechaniken steht die Öse für die Befestigungs-Schrauben ca 45° nach unten, deckt sich diese Bohrung mit der in dem Rautenblech?
    Evtl. ist das obere Befestigungsloch nicht abgedeckt, damit kann ich leben, würde aber ungern ein drittes Loch pro Tuner in den Head-Stock bohren. Es handelt sich hier um eine 3R/3L-Belegung, Bohrung Bolzen 8mm. Ist kein Problem für mich auf 10mm zu vergrößern.

    Für andere ergänzende Vorschläge, Ideen bin ich auch gern zu haben. Mir kommt es auf gute Übertragungseigenschaften an. Habe zur Zeit gegen andere gebrauchte getauscht, die grüne Tulip-Flügel aus Kunststoff haben. Die übertragen den Ton schon lauter, als wie die vorher verbauten Tuner. Insbesondere in den hohen Lagen wünsche ich mir genügend Druck und ein langes Sustain.
    Vielen Dank schon einmal im voraus!:great:
     
  2. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.17   #2
    Ich weiß leider nicht ob sich die Bohrungen der angegebenen Mechaniken decken, möchte aber kurz auf die "Übertragungseigenschaften" eingehen.

    Die Übertragung der Schwingung der Saite auf den Hals findet in erster Linie am Sattel statt. Die Mechaniken sind schon Teil des schwingenden Gesamtsystems, beeinflussen es aber am deutlichsten mit ihrer Masse, weil sie damit die Resonanzfrequenz verschieben.

    Du könntest also tatsächlich mal unabhängig von den verwendeten Mechaniken mit zusätzlichen Gewichten an der Kopfplatte experimentieren wenn Dich die Zusammenhänge interessieren und Du so ein feines Gehör hast...
     
  3. halfcupsound

    halfcupsound Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.17   #3
    Moin Bassturmator,
    an deiner Einschätzung könnte etwas dran sein. Das könnte noch erweitert werden, auf die Bundstäbchen. Abhängig ist es sicher auch vom Winkel der Kopfplatte, wie viel Prozent des Saitenzuges in Auflagedruck auf den Sattel umgewandelt wird. Wie du schon sagtest, haben letztendlich alle Bauteile einen Anteil am schwingenden Gesamtsystem. Die Saitenschwingung selbst birgt jeweils das volle Potential, abhängig von der jeweiligen Qualität und Zustand der Saite.
    Wenn diese Energie zu schnell abnimmt, kann es nur an Death Spots liegen, die prozentual anteilig dämpfen oder gar ganz schlucken. Somit ist es wohl auch Geschmacksache bei den Tunern, was mit dem jeweiligen Instrument harmoniert und subjektiv gefällt.
    Zu starkes Resonieren kann u.U. auch als nerviges Scheppern empfunden werden. Somit ist es mit experimentellen Vergleichen verbunden, das Klangspektrum so ausgewogen hin zu bekommen, dass es gefällt. Für Bridge und Tailstop gilt noch einmal das Gleiche.

    Es ist nicht so einfach, an Maßblätter für Tuner zu gelangen, und meistens ist das Maß von Mitte Ritzel bis Befestigungsloch im 45° Winkel nach unten nicht angegeben.
    Mein vorhandenes Maß ist 10mm, ein angegebenes Maß auf einer Zeichnung hatte 11mm. Schon ein wenig problematisch, so eng daneben. Evl. könnte man beim Aufbohren von 8.5mm auf 10mm etwas davon ausgleichen, wenn ich den Headstock an der Ständer-Bohrmaschine etwas fixiert bekomme.
    Aber ich werde wohl einmal bei einem Händler anfragen, wie etwa beim Trashcontainer, ob es etwas Passendes gibt.
    Vielen Dank für deinen Beitrag!
     
  4. Slideblues

    Slideblues Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.17   #4
    Die, von dir, beschriebenen Tuner werden ja u. A. auch auf den günstigen Modellen von Epiphone verbaut, auch die eine oder andere Gitarre aus den 80ern / 90ern ist mit so etwas bestückt... Wenn du die jetzt gegen geschlossene Tuner tauschen möchtest, wirst du wohl ums Bohren nicht herum kommen... zum Einen, wie du ja selber schon angemerkt hast, haben die einen Einbaudurchmesser von 10 mm und zum Anderen wirst du nicht umhin kommen, noch ein passendes Loch für die Befestigungsschrauben zu bohren... Ich wüsste jetzt auch nicht wo da jetzt das Problem liegt... "Dübel" die alten Löcher mit etwas Leim und Zahnstochern aus und bohre die neuen Löcher...

    Als Empfehlung kann ich dir diese Tuner ans Herz legen "Kluson MG33N" die nicht nur besser ausschauen (als z. B. die Teile von Wilkinson), sondern sehr exakt und geschmeidig arbeiten, günstig sind und den großen Vorteil haben, dass die Befestigung nicht 45, sondern 90° hat und du somit nicht in den Bereich der alten Bohrungen kommst...

    Ansonsten, um mal auf evtl. "Klangunterschiede" einzugehen... meine Gehörgänge sind wohl zu alt... Ich weiß gar nicht wie oft ich in den letzten Jahrzehnten Mechaniken gewechselt habe..... Eine Klangveränderung konnte ich nie feststellen... bestenfalls den "ah - ich habe neue Saiten drauf" Effekt... Aber gut... Jedem das Seine.... ;)
     
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