Tutorial: Band als Marke gestalten

von Grooveguru, 26.10.04.

  1. Grooveguru

    Grooveguru Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.04   #1
    Endlich so berühmt sein wie die Beatles. Davon haben wir alle schon einmal geträumt. Es lässt sich nicht leugnen daß sie alle ausgezeichnete Musiker waren. Aber auch das Marketingkonzept hat entscheidet zu ihrem Erfolg bei getragen. Wie schafft man es aus seiner Band eine Marke zu machen?

    Ziel:
    - es soll ein geschlossenes Bild des gesamten Band entstehen. Das hierdurch erzeugte "Wir-Gefühl" steigert die Arbeitszufriedenheit und Motivation

    - Kosten sinken, zum Beispiel durch einheitliche Gestaltungsrichtlinien für Anzeigen, Prospekte, Geschäftsdrucksachen. Individuelle Neuentwürfe werden unnötig

    - Durch eine klare Selbstdarstellung entsteht ein identifizierbares und damit gegenüber der Konkurrenz unterscheidbares Profil.
    - Der Bekanntheitsgrad der Band wird erhöht

    Ein positives Image entsteht aber nicht allein durch diese Maßnahmen. Entscheidend ist, daß Worte und Taten in der Realität übereinstimmen.

    1.)Der Name

    Im Idealfall weckt der Markenname (Bandname) positive Assoziationen bzw. Erlebnisassoziationen bei den Konsumenten (euren Fans) und suggeriert Ihnen den Produktnutzen ( :rock: ). Das heißt wenn jemand den Namen eurer Band hört sollte sofort ein bestimmtes Gefühl in ihm damit verbunden sein. Der Bandname ist der verbal wiedergegebene Teil einer Marke.
    Da ihm eine Schlüsselrolle zukommt, ist die Namensfindung von entsprechend großer Bedeutung. Er sollte daher unverwechselbar, leicht zu erkennen, auszusprechen und im Gedächtnis zu behalten sein. :confused:
    Viele mögliche Namen scheiden aus, da sie bereits juristisch geschützt sind oder ihre Bedeutung in einer oder mehreren Sprachen ihre Verwendung verbieten.
    Immer beliebter werden daher auch Abkürzungen. Sie sind um einiges leichter zu generieren und ihre Bedeutung ist in allen Sprachen gleich. Allerdings ist kaum davon auszugehen, dass Abkürzungen positive Produktassoziationen wecken, so sie denn überhaupt irgendwelche Assoziationen wecken. Auch mit der Unverwechselbarkeit ist es nicht weit her, wenn sie sich nur noch durch einen Buchstaben unterscheiden (z.B. AMD und AMP). Da Abkürzungen aus diesem Grund auch wesentlich schwieriger im Gedächtnis zu behalten sind, stellen sie nur selten eine echte Alternative dar.

    Unter den TopMarken haben lediglich alteingesessene Namen wie ACDC den Markt erobern können.

    2.)Das Logo

    Das Logo beinhaltet den Teil einer Markierung, der zwar wahrnehmbar ist, aber nicht verbal wiedergegeben werden kann. Es besitzt markentypische Formen für das schnelle Erkennen und Wiedererkennen.
    Bandname und Markenzeichen müssen nicht zwangsläufig getrennt sein. Vielmehr gibt es auch gestalterische Alternativen dahingehend, den Bandnamen in das Markenzeichen zu integrieren. Die Abgrenzung ist insbesondere bei der typographischen Gestaltung des Markennamens nicht immer einfach (z. B. Coca-Cola-Schriftzug).

    Die grafische Gestaltung darf nicht zu kompliziert sein, um eine leichte Erkennbarkeit zu gewährleisten. Andererseits muss es interessant genug sein, um die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf sich zu ziehen. Sofern nicht eine bestimmte Farbe ein fester Bestandteil des Logos ist, muss auch Spielraum für die farbliche Ausgestaltung gelassen werden.
    Dabei sollten zwecks Identifikation und Assoziation bestimmte psychologische Wirkungen von Farben beachtet werden. So signalisiert die Farbe Rot Wärme, Spannung, Vitalität und Dynamik. Alternativ steht Blau mit eher kalter Wirkung.


    3. Schriften
    Hausschriften drücken ebenfalls Selbstverständnis aus (z.B. Runen für Gothicbands ). Dennoch gilt: Die Hausschrift sollte möglichst zeitlos sein und keinem Modetrend folgen, da diese sich schnell ändern können.


    Achtung Wichtig

    Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Markenpolitik ist neben dem richtigen Einsatz der Instrumente auch die Prägnanz des Marktauftrittes, also das eindeutige und unverwechselbare Profil. Ebenso wichtig ist die Konstanz in der Kommunikation des Images. Nur wenn dieses Zusammenspiel funktioniert, kann eine langfristig erfolgreiches Bandimage geschaffen werden. :great:

    Also das war mein erstes Tutorial, ich hoffe es hat euch ein paar Ideen gebracht.
     
  2. M.U.Y.A.

    M.U.Y.A. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.04   #2
    Ich kann mich jetzt damit brüsten den entscheidenden Anstoss für dieses Tutorial gegeben zu haben ^^

    Ist absolut super gelungen, richtig gut gemacht! :great:

    Kann man sicher viel von benutzen, also gut zu gebrauchen.

    greetz

    M.U.Y.A.
     
  3. Icedealer

    Icedealer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.04   #3
    Im Idealfall weckt der Markenname (Bandname) positive Assoziationen bzw. Erlebnisassoziationen bei den Konsumenten (euren Fans) und suggeriert Ihnen den Produktnutzen


    jup. der satz rockt wirklich :) :rock:

    Cooles Tut ! Packs doch am besten zu den anderen Artikeln hier im Board !
     
  4. Grooveguru

    Grooveguru Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.04   #4
    Danke für die Blumen Jungs. Also das ist halt ein Thema was mich sehr interessiert. P&R und Marketing und so. Falls euch Fragen kommen schreibt mir. :p
     
  5. Ziffi

    Ziffi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.04   #5
    Was auch gut ist und einen weiterbringt ist eine Gemeinschaft zu gründen.
    Hat diverse Vorteile: -Mehr aufsehen in der Lokalen Presse, besseres Auftreten Veranstaltern, Sponsoren gegenüber, teilen von Organisation, Recording Equipment ... und nicht zuletzt ansporn durch die anderen Bands gemeinsame Ideen später evtl. einen gemeinsamen Booker. Und natürlich Fan sharing ;)

    Vgl z.B unsrere kleine Gemeinschaft Schwarzton (www.schwarzton.de).
    Haben unser erstes kleines Festival hinter uns gebarcht mit toller Resonanz! :great:
     
  6. 00Schneider

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  7. herbieschnerbie

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    Erstellt: 29.10.04   #7
    Warum haste das nicht in den Workshop-Bereich gepostet? Da ist viel zu wenig...
     
  8. edel

    edel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #8
    Hmm, da fällt mir spontan noch der Streitpunkt Klamotten ein. Also die meisten Bands kleiden sich ja einfach stinknormal, jeder zieht sich irgendein T-Shirt übern Kopf und hat verwaschene Jeans an, wenns hoch kommt (nicht "hochkommt"...) sind vielleicht grade mal alle unisono in irgendwas Schwarzes gekleidet.
    Ich sach jetzt da als Bassistin nur "T.M. Stevens"! Was für ein Bühnen-Outfit! Und ich finde, er zeigt dem Publikum damit auch:
    1. Ich bin nicht irgendein Normalo, ich bin T.M. Stevens, Euer Entertainer!
    2. Ihr (das Publikum) seid es mir wert, dass ich mich so kleide und schminke!
    3. Ich hab ne verdammte Menge Spass!
    Oder wie uns der Meister selber in einem Interview gesagt hat, manche Musiker schauen auf der Bühne aus, als wären sie 5 Minuten vorher noch unter deinem Auto gelegen und hätten nen Oelwechsel gemacht.
    Wenn nun eine Band unisono cool angezogen auf der Bühne erscheint, dass jeder speziell aussieht und das Ganze noch zusammenpasst, zeigt das wie schon erwähnt, dass die Band das Publikum für wert hält, sich für diesen Anlass speziell zu kleiden. Oder sind für Euch Gigs nichts Spezielles, das diesen "Aufwand" rechtfertigt??!?
    Ich bin in meiner Band leider die Einzige, die sich für die Bühne speziell dresst (Silberpants, Glitzershirt etc., viele haben schon Vergleiche mit Ziggy Stardust angestellt ;) ).
    Ich finde es schade, dass die meisten Bands diesen Punkt total vernachlässigen.
    Eure Meinung?
    GreeZ
    edel
     
  9. bobs

    bobs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #9
    seh ich komplett anders. man sollte schon irgendwie "cool" gekleidet sein, aber man darf das nie mit verkleiden (glitzer-zeug usw) verwechseln. wir gehen so normal wie möglich auf die bühne, sind ja keine faschings-band.
     
  10. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.11.04   #10
    Ich seh das genauso wie ihr beide. :D Einerseits bin ich kein Fan von regelrechten Verkleidungsorgien, denn das ist immer noch eine Bühne und kein Maskenball. Aber andererseits sollte das Outfit zur Musik passen. Beim Jazz z.B. haben die Bands auch immer etwas Gediegenes an, und ich glaube nicht, dass die deswegen den ganzen Tag im Anzug rumlaufen. Und eine Blackmetal-Band würde sich niemals mit "Glitzerzeug" auf die Bühne stellen, hingegen eine 70er-Jahre-Combo könnte nicht ohne leben. Eine Spaßrock-Band wie Sportfreunde Stiller z.B. kann dagegen wieder ganz normal in Jeans und T-Shirt auftreten. Ob die Bandmitgleider dann auch in den jeweiligen Outfits ihre Einkäufe im Supermarkt machen, bleibt offen. :cool:

    Gruß,
    Jay

    Edit: PS: @edel: Ich hab grad mal eure Bilder durchgeklickt, und du fällst schon klammottenmäßig ganz schön ausm Rahmen. Aber der Zweireiher Marke "Küchenhilfe" von eurem Frontmann hat auch was für sich. :p
     
  11. edel

    edel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.04   #11
    Ja was heisst'n das jetzt, ist das gut oder schlecht dass ich ausm Rahmen falle? Schaut's voll daneben aus?
    Und zu unserem Küchenchef; naja, wir warn alle nicht so sonderlich begeistert, aber er fand's cool. Live zieht er die Kochschürze allerdings auch nicht an... :D

    GreeZ
    edel
     
  12. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.11.04   #12
    Dem Publikum muss es gefallen. Und einer in der Band, der sich von den anderen abhebt, macht sich in den meisten Fällen schon ganz gut. Sorgt - nach guter Musik, versteht sich - für den Aha-Effekt: "Kannst du dich noch erinnern, die mit der glitzernden Bassistin?" - "Aah, _die_ meinst du ...". :great:

    Nö, passt schon. Ich glaub eher, im schwarzen Anzug würdest du zu sehr nach Annie Lennox aussehen. :p
     
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