Umfrage: Kann Musik die mentale Gesundheit beeinflussen?

@klaatu vielen Dank für dein nettes Kommentar! Das freut mich :)
Wünsche deiner Tochter viel Erfolg, egal für welche Uni sie sich entscheidet!
Beitrag automatisch zusammengefügt:

@adrachin
in der Forschung waren folgende Inhalte bisher wichtig:
- Zeigen von Suizidgedanken ohne, dass Suizid(versuch) folgt
- Erfolgs-Storys über die Bewältigung von mentalen Krisen
Leider ist die Forschung in diesem Feld noch nicht sehr weit, besonders was Musik betrifft. Aber mit diesen Kriterien wurden die Songs der Versuchsgruppe in der Studie ausgewählt.
LG
 
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Besonders im Zusammenhang mit dem Text der Lieder
Hi sky_isa:
  • Sollten Fragen und deren Antworten nicht so aufgebaut sein, dass die Antworten nicht durch ihre Gestaltung zu einem beeinflusstem Ergebnis führen? Wird nicht schon mit farbigen Antwortmarkierungen bei den ersten zwei Fragen zum Alter und der Bereitschaft zur Teilnahme eine Beeinflussung zugunsten einer höheren Teilnahmequote vorgenommen?
  • Auf Seite 2 sollen 23 vorgefertigte Aussagen (mit unterschiedlich nuancierten Ausprägungen) zur gleichen Themenstellung bewertet werden: Die meisten Probanden/Probandinnen werden sicher nicht konzentriert alle 23 Aussagen gleichermaßen bewerten (können oder wollen). Von oben nach unten sinkt die Aufmerksamkeit. Da sind mehrere Ansätze zur Ergebnis-Verzerrung schon vorgegeben.
  • Spätestens der Zwang, für alle 23 Aussagen eine Bewertung abgeben zu müssen, ohne die sonst eine Fortsetzung nicht ermöglicht wird, führt sicher zu signifikanten Verzerrungen oder Umfrageabbrüchen.
  • Entschuldige, ich konnte nur ein Video abspielen. Auf dem Tablett wurde kein „Weiter“-Button nach dem Wiedergabe-Ende angezeigt.
    Vielleicht erübrigen sich daher ein paar der folgenden Fragen, Kommentare
  • Es ist meines Erachtens nicht hilfreich, dass in der Umfrage bei den Videos Englischkenntnisse vorausgesetzt werden, um den Zusammenhang zwischen Text und Lieder abzufragen. Was ist, wenn eine Anzahl Deiner Probanden/Probandinnen (Dir bekannt und/oder statistisch bewertet?) vielleicht nicht über ausgeprägte Englischkenntnisse verfügt?
  • Ist es nicht so, daß Menschen Texte dann am stärksten bewerten (können), wenn sie in der Sprache erfolgen, die sie am besten beherrschen (gibt es hierzu Kontrollfragen)?
  • Die Videoauswahl ist für mich nicht nachvollziehbar. Wie stellst Du sicher, dass die vorgegebenen Lieder nicht Dein Ergebnis von vorne herein in eine bestimmte Richtung beeinflussen?
  • Wie berücksichtigst Du, ob jemand mehr der Stimmung des Liedes als dem Text folgt? Wie unterscheidest Du, ob und wie stark die Lieder vom Zuhörer/von der Zuhörerin (usw.) rezipiert werden?
Das Interesse an Deiner Arbeit ist groß. Daher rühren auch die oben aufgeführten Fragen und Anregungen. Ich bin gespannt auf die Bereitstellung der Ergebnisse Deiner Umfrage.

Cheers

FunkyDuke
 
Grund: Typo
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Hi @FunkyDuke

Das sind tatsächlich viele Fragen, aber mich freut, dass dein Interesse so groß ist :)
Ich werde versuchen deine Fragen so gut es geht zu beantworten.

Die ersten beiden Fragen, zur Teilnahmebestätigung, sind ein vorgegebenes Muss und dienen als Filterfragen. Da die Teilnehmer:innen aktiv zur Teilnahme zustimmen müssen und aufgrund des Themas Suizid vorsichtshalber Personen unter 18 ausgeschlossen wurden. Die Teilnahmequote ist für mich nicht von Bedeutung, und ich sehe auch nicht, wie dies zu einer höheren Teilnahme führt. Eher werden dadurch Leute ausgeschlossen.

Die 23 Fragen sind einer mehrfach überprüften Skala entnommen, diese ist sogar noch doppelt so lang. Aus Zeit- und Aufmerksamkeitsgründen wurde von mir eine Subskala daraus genommen. Aber 23 Fragen gelten für solche Fragebögen nicht als viel. Ich denke auch nicht, dass die Aufmerksamkeit die Antworten auf solche Fragen stark beeinflusst.

Ja, Umfrageabbrüche gibt es genug. Da diese Fragen für das Experiment jedoch essenziell sind, führt da kein Weg herum. Es werden von mir nur vollständig abgeschlossene Fragebögen ausgewertet, der Rest wird vollkommen aussortiert.

Tatsächlich ist nur das erste Video auf Englisch, die restlichen beiden sind auf Deutsch, eben wegen des Verständnisses. Dafür wurden auch extra Untertitel eingefügt. Der englische Song, ist dann eher für Menschen, die vielleicht nicht so gut deutsch und eher Englisch können. Und für Personen, die englische Musik mehr anspricht.

Die Auswahl der Songs in der Versuchsgruppe wurde nach bestimmten Faktoren ausgewählt, die sich in der Wissenschaft als bedeutend für den untersuchten Effekt erwiesen haben. Ob die Videos einen Einfluss haben oder nicht, kann durch das durchgeführte Experiment statistisch analysiert werden (durch den Vergleich der Messung in den beiden Gruppen). Die Frage, inwiefern die Songs von vorneherein beeinflussen, verstehe ich leider nicht…

Ob Text oder Musik und wie stark die Lieder rezipiert werden sind zwar interessante Fragen, aber für meine Arbeit nicht relevant. Da die Forschung in diesem Bereich eher am Anfang steht, geht es zuerst darum zu sehen, ob überhaupt ein Effekt möglich ist. Dazu ist das Experiment in dieser Form in der Lage. Die Rezeption wird abgesichert, dadurch, dass der Weiter-Button erst ab einer bestimmten Zeit erscheint. Zudem werden die Personen gebeten den Inhalt des Songs kurz zusammenzufassen, so sehe ich, ob der Song rezipiert wurde, und inwiefern er aufgefasst wurde. Außerdem sehe ich auch, wie lang Personen auf einer bestimmten Seite des Fragebogens waren.

Ich hoffe, das konnte deine Fragen einigermaßen beantworten 😊
 
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Dir ist aber schon klar, das sky_isa seit fast 2 Monaten nicht mehr hier aktiv ist?
 
Das hat damit zu tun, dass die drei angebotenen Stücke alle nicht ´auf meiner Wellenlänge liegen´. Andererseits war Popularmusik angekündigt, ich hätte es also vorher wissen müssen. Wobei es ja auch im Popularbereich eine große Spannbreite gibt.

Mein Geschmack und meine Vorlieben sind wahrscheinlich ohnehin nicht sonderlich repräsentativ, Wenn ich eine Musik nennen sollte, die mein "Gemüth ehellet" und mich im Falle das Falles runter kommen lässt, mich auch zu trösten vermag, so würde ich zuallererst die Musik von Johann Sebastian nennen. Dabei ist die Auswahl für mich riesengroß und ein Beispiel heraus zu nehmen fiele mir nicht leicht.

View: https://www.youtube.com/watch?v=TlRLvaXVyk8

In meinem Testament habe ich verfügt, dieses Lied auf meiner Beerdigung zu spielen.
 
Dir ist aber schon klar, das sky_isa seit fast 2 Monaten nicht mehr hier aktiv ist?
Ich finde so eine Pause durchaus okay. Wichtig finde ich, dass wie zugesagt, die Ergebnisse der Umfrage hier rückgemeldet werden.
@sky_isa wird vermutlich/hoffentlich mit der Auswertung/dem Verfassen seiner/ihrer Arbeit zu tun haben.

x-Riff
 
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Aber ist das relevant?
Was genau? Und für wen?

kannst du das bitte weiter erklären?
im link hab ich nichts zu deinem statement gefunden.
Das Buch liegt noch irgendwo in meinen Umzugskartons. Sobald ich es wieder in der Hand habe, werde ich mein Statement gerne durch Zitate belegen.

Kurz zusammengefasst aus dem Gedächtnis:

Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen das, was Staemmler als "Resonanz" bezeichnet. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Bindungstheorie, die jedem, der sich professionell mit Psychologie und Pädagogik beschäftigt hat, etwas sagen sollte.

Menschliche Bedürfnisse müssen nicht nur angemessen befriedigt werden, sondern diese müssen auch als berechtig relational (von lat. relatio = Beziehung, also "beziehungsmäßig") anerkannt werden. Sehr viele gefühlsmäßige Probleme sind daher nicht nur die Folge von frustrierten Trieben, wie dies in der klassischen Psychoanalyse angenommen wurde, sondern von frustrierten Anerkennungsbedürfnissen. „Diese Anerkennung, primäre Intersubjektivität oder affektive Resonanz wird damit in der Säuglingsforschung als wichtiger Baustein der psychischen Entwicklung anerkannt.“ (Tiedemann 2016: "Scham". S. 34 - Gießen: Psychosozial-Verlag)

Das heißt, dass ein Mensch, der z.B. traurig ist, erst einmal sozusagen die "Erlaubnis" braucht, auch traurig sein zu dürfen, um Trost zu erfahren. Er braucht das empathische Mitschwingen seines Gegenübers. Das bedeutet, dass das tröstende Gegenüber erst einmal überhaupt in der Lage sein muss, die Gefühle von Trauer bei sich selbst abzurufen (weil er sie schon selbst erlebt hat und sich quasi expilizit oder implizit erinnert, wie das ist) und auch zuzulassen, auszuhalten und damit umzugehen (d.h. sich selbst angemessen regulieren zu können, ohne zu verdrängen).

Deshalb wird es, so verstehe ich Staemmler, von Trauernden als Trost erlebt, Musik zu hören, die zu der eigenen Stimmungslage passt. Diese gibt einem die Bestätigung, nicht allein mit seinen Gefühlen zu sein.
 
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