Unerträgliches Feedback von Yamaha RGX

ertagh
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Guten Morgen allerseits

Ich weiß, dass gerade ein ähnliches Thema offen ist, aber ich wollte nicht seinen Thread übernehmen.

Ich habe vor einer Zeit eine Yamaha RGX 520 DZ in ebay ersteigert.
Der Vorbesitzer hatte die Standard Humbucker gegen einen SH-4 + SH-2 ausgetauscht.
Soundtechnisch ist sie wirklich sehr flexibel dank splitting.
Wenn da dieses Feedback nicht wäre.

Sobald ich die Saiten abdämpfe, sei es mit der rechten oder linken Hand, kommt ein kleines Pfeifen nach. Bei höheren Lautstärken wird das dann unkontrollierbar und dauerhaft. Man bekommt es dann nur noch weg, indem man das Volumepoti zudreht.

Ich hab schon einiges dazu gelesen und getestet, aber bin jetzt mittlerweile ratlos.

1. Federn aus der Federkammer genommen und das Tremolo blockiert
2. Elektronik komplett neu verkabelt
3. Die Federn von der Aufhängung gegen andere getauscht

Es hilft alles nichts.
Falls es nicht ersichtlich wurde, das Problem tritt bei beiden Humbuckern auf.
Ich hatte gestern auch schon testweise einen EMG-HZ H3 eingebaut => selbes Problem.

Könnte es an dem eigenentwickelten Tremolo von Yamaha liegen?
(http://download.yamaha.com/api/asset/file/?language=hu&site=hu.yamaha.com&asset_id=9548)


Um schon mal etwas vorzubeugen:
Das tritt bei leiser als auch bei lauter Lautstärke auf.
Man kann den Abstand zwischen PU und Saiten nicht so vergrößern, dass es weg wäre.
Mit weniger Verzerrung tritt es auch nicht mehr auf, dann ist es aber nur noch ein Crunch Sound.


Ich hoffe es gibt jemanden, der mir helfen kann
Schon mal danke für die Hilfe

Ertagh
 
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Irgendwo fängt sich die Kiste Schallschwingungen aus der Umgebung auf.
Probieren wir es mal auf Sherlock-Holmes Art...Deduktionsprinzip.
Was können wir also ausschließen?
Pickup isses nicht...haste ausgetauscht, gleiches Problem.
Gerade die EMG HZ-Dinger , die du zum Testen austauschweise eingebaut hast sind aufgrund der Bauweise extrem unempfindlich gegen Mikrofonie.
Kalte Lötstelle wäre ein heißer Kandidat für Mikrofonie...aber die hast du nachgelötet, sagst du. Das glaub ich mal einfach so.
Bleibt in der Kette noch die Tonregelung...
Potis sind in der Regel recht unempfindlich gegen Rappeln und Scheppern...und genau das verursacht Mikrofonie. Kann sein, kommt aber extrem selten vor...
Ein aussichtsreicherer Kandidat ist der PickUp-Switch...bei dem Teil ist es ein Strat/Tele-artiges Dingens. Die „normalen“ Ibanez-Switche sind die „billigen“ mit den Leiterplatten-Kontakten, gern auch mal im abgeschirmten Gehäuse. Die sind recht unanfällig gegen Störungen. Das geschlossene Gehäuse hat ne Erdungslasche, die man durchaus mit an die Erdung anschließen sollte, was aber nicht immer auch gemacht ist.
Manche Leute schmeißen die allerdings raus und bauen die vermeintlich edleren Fender-Switche mit den offenen Federkontakten ein...und DA pfeift es gern mal, vor allem in den Brücken zwischen den linken und rechten Schalterebenen. Wenn das nicht sauber gemacht ist, passieren die seltsamsten Dinge. Ich habe schon Klampfen erlebt, da konnte man durch den Switch hören, wenn jemand auf die Decke geklopft hat... und das bei ner E-Gitarre...fand ich schon ziemlich krass. Ich verlöte solche Brücke immer besonders sorgfältig...und verbinde sie , statt mit Kabeln, mit Saitenresten (D-Saiten sind optimal dafür) oder aufgebogenen Heftklammern.
Daß das Tremolo schuld ist, glaube ich nicht...Wenn überhaupt, dann indirekt.
Haste die Stegerdung mal nachgemessen? Hast Du vollen Durchgang zwischen Tremolo und Minuspol/Außenpol des Anschluss-Kabels in JEDER Position des Tremolohebels? Falls nicht, oder auch nur bei geringsten Abweichungen, hat das Kabel der Stegerdung nicht immer Kontakt. Das Pfeifen, das du hörst ist nicht wirklich ein Pfeifen im akustischen Sinn...es wird ein hochfrequent vibrierender Ausfall der Erdung sein. Dem Verstärker ist das egal, der interpretiert das als Pfeifgeräusch.
Ich hätte den Pickup-Switch im Verdacht, die Stegerdung oder eines der internen Kabel. Letzteres ist allerdings eher unwahrscheinlich.
Kann auch sein, dass ich völlig daneben liege....Ferndiagnosen sind immer sehr schwer.
Aber ich hab schon Hunde kotzen sehen vorm Fleischerladen...und bei E-Gitarren gibt es Dinge zwischen Stimm-Mechanik und Ausgangsbuchse, die sich unsere Schulweisheit nicht im Geringsten träumen lassen würde .
 
Schon mal daran gedacht die Humbucker mit Schaumgummi zu unterfüttern um sie am Schwingen zu hindern?
Ansonsten würden mir noch die Saiten am Headstock (Haargummi) einfallen die mitschwingen können...den Amp als Ursache hast Du ja schon ausgeschlossen?
 
Ich denke auch, daß es am Amp liegt. Der SH4 ist ja ein recht heißer Pickup , Gain ist am Amp warscheinlich recht hoch eingestellt. Auch die Entfernung Gitarre zum Amp spielt eine Rolle, nah dran müsste es doller pfeifen. Also immer schon die Flossen auf den Saiten lassen, so lernt man gut das abgedämpfte und das offene Spielen.
 

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