Unterricht: Wie bringe ich einem Neuling Rhythmik bei??

von AndreG, 02.11.07.

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  1. AndreG

    AndreG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #1
    Hallo Leute. Ich unterrichte seit 4 Jahren Saxophon. Bin da über eine Ich-AG reingerutscht und mag den Job total. Ein Problem allerdings beschäftigt mich immer wieder:
    Ich habe jetzt zum 2ten Mal eine Schülerin, die mit Rhythmik überhaupt nichts anfangen kann.
    Also habe ich mit ihr einen 4/4tel geklatscht und für jede Note ein "da" gesprochen.
    Beispiel:
    klatsche: 1 2 3 4
    spreche: dadadada
    Ein Song mit lauter halben ist dann schon ein Problem: Sie hängt sich an die Saxophonstimme der CD, d.h., sie orientiert sich überhaupt nicht am Rhythmus. Also ging ich her und bat sie, den Beat des Songs (Saxophonstimme wurde ausgeblendet und nur die Rhythmusgruppe nebst Piano spielte) nachzuklatschen. Tatsächlich schaftte sie es nicht. Als ich dann mit ihr zusammen den Beat nachklatschte, kam sie einigermaßen mit, allerdings nur, weil sie meinen Rhythmus übernahm. Einigermaßen deshalb, weil sie hinter mir her hing. Jetzt ist es ja so, dass ich mich vielleicht nicht hereindenken kann. Ich gab ihr den Tipp, sie solle mal auf die Schläge der Snaredrum hören, doch scheinbar kann sie einzelne Instrumente nicht lokalisieren. Ich bin da nicht bereit, aufzugeben, aber vielleicht mache ich ja was falsch und kann die Angelegenheit nicht herüberbringen. Interessant ist auch, dass das bereits die zweite Frau ist. Habe diese Erfahrung noch nie selbst bei den unrhythmischsten Männern gemacht.:confused:
     
  2. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #2
    Da hast nicht nur du ein Problem. Hier im Forum las ich schon mal Ansatzweise was. Eine geniale Idee wird sich wohl nicht finden. Die bittere Nachricht heißt wohl unmusikalich und untauglich.
    Aber, in der humanistischen Pädagogik sollte der Grundsatz gelten: Arbeit mit dem Kind und nicht am Kind!
    Unsere Gesellschaft verlangt Arbeit am Kind. Man will für die Investition Ergebnisse sehen und diese meßbar haben. So wird auch selektiert. Menschen weigern sich aber, wenn an ihnen gefentert wird und es ihnen unmittelbar keinen Spass bringt, sie nur nützlich sein sollen. An dem System gehen Lehrer kaputt und Schüler scheitern. Der Schwächste wird dafür schuldig gesprochen. Leider haben wir das alle im Kopf und sind selber damit präpariert worden.
    Wenn du dem vorgeschlagenenem Paradigmenwechsel folgst, kannst du das besprechen, ein Einverständnis einholen, sagen, daß nie ein Musiker/in draus wird und die Arbeit mit dem Menschen aufnehmen - Musik und Freude, Erfahrungen und Wachstum vermitteln.
    Die Methodik wird eine andere sein. Ein wenig Gehörbildung, Lieder die Spaß machen, viel körperliche Übungen, Tanzen, denn Rhythmus ist weniger ein Hörerlebnis sondern mehr ein Körpergefühl Kurz: - mit dem Schüler/in was unternehmen, denn das gemeinsame Erleben, Erarbeiten und nicht Abschieben auf´s Metronom ist wichtig. Leistungsorientierung ist nur in ihrem Rahmen wichtig, nicht in deinem. Sie da abholen wo sie ist. Sie kann nichts dafür wie sie ist. Man kann das Wort Kind auch durch das Wort Mensch ersetzen - schadet nicht. Deine Arbeit ist dann auch eine Sozialarbeiterische und niederschwellige, verdeckte Psychotherapeutische Arbeit. Wenn dir das nicht zusagt, laß es ganz.

    Guck auch mal in die Bücher von Carl Rogers. Entwicklung der Persönlichkeit, Der neue Mensch, Lernen in Freiheit ... z.B.
     
  3. Saxofreak88

    Saxofreak88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #3
    Als Erstes, wie lang hat sie denn schon Unterricht ? Selbst "unmusikalische"
    Schüler können richtig gut werden, Erfahrung ist wohl das Wichtigste überhaupt
    beim Instrument lernen.

    Ich hab das Glück einen sehr guten Lehrer zu haben, der sehr viel Zeit und
    Energie in seine Schüler investiert, und das ist ein wichtiger Punkt:
    Wenn du mit ihr sehr viel an ihrem Rhythmusgefühl arbeitest, einfach mit
    verschiedenen Stücken weiter machst, damit es nicht langweilig wird, aber
    immer viel am Rhythmischen arbeitest, dann wird sie das Problem vielleicht
    nie ganz los, aber sie wird trotzdem so gut, das sie damit umgehen kann.
    Wenn du viel mit ihr am Rhythmus arbeitest, ihr die Rhythmen immer und
    immer wieder zeigst, dann lernt sie die Rhythmen auch, dafür braucht sie
    kein Rhythmusgefühl, aber auch wird da mit der Zeit trainiert.
    Diese viele Arbeit kann sehr anstrengend für dich sein, das ist eines der Kriterien
    das einen guten Lehrer ausmacht.
     
  4. moniaqua

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    Erstellt: 02.11.07   #4
    Hi AndreG,

    in der Musik-Theorie-Ecke lief mal kuerzlich ein Thread,
    https://www.musiker-board.de/vb/rhythmik/235918-schueler-rhythmusgefuehl-beibringen.html
    Vielleicht kannst Du Dir da Anregungen holen.
    4/4 kriegt sie auf die Reihe? Dann wuerd ich mal langsam darauf aufbauen. Lass die halben erstmal hintenan. (Ich vermute, Du meinst alla breve?)
    Was ich nicht ganz verstehe an Deinem Post - wenn sie die Melodie hoert, spielt sie die rhythmisch richtig nach? Dann scheint sie's ja doch zu hoeren und nur die Verknuepfung zum Grundbeat noch nicht hinzubekommen?
    Wenn ich mich an frueher erinnere, hatte ich immer Probs, die Noten auf gespielt umzusetzen, vom Rhythums her. Wenn ich die Melodie hoerte, war das was ganz anderes. Auch heut hoer ich mal lieber ein Soundsample, bevor ich mir was muehselig auszaehl, geht einfach schneller ;)
    Tantrix, an Deinem Post ist leider viel wahres. Spass steht oft vollkommen hintan, dabei ist inzwischen erwiesen, dass man mit Spass am effektivsten lernt.
     
  5. Guendola

    Guendola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #5
    Warum umbedingt Klatschen? Laß sie lieber singen - und zwar mit dir zusammen. Den Rhythmus für ds Stück müßt ihr erstmal beiseite legen.

    Am besten in Vierteln dirigieren und mitsingen. Dann eine Achtel in einem Takt von vieren auf allen Plätzen üben. Immer schön ankündigen mit der zweiten Hand. Oder gehen, jede Achtel ist ein Hüpfer, die Viertel sind die schnelle Schritte, halbe Noten als langsame Schritte.

    Man muß das ein bischen spielerisch und phantasievoll angehen und Geduld haben. Sie kann das ja leider nicht alleine üben.
     
  6. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.11.07   #6
    Wegen der Haptik :) Wir singen im Chor ein Stueck, das find ich um Klassen leichter, wenn ich mich dazu bewegen darf. Im Sitzen - nu ja, irgendwie krieg ich die Fuess schon bewegt ;) Aber leichter ist es, wenn wir alle "hopsen".
    Das noch zusaetzlich.
    ACK Zumindest nicht am Anfang. Irgendwann hilft dann ein Metronom :)
     
  7. AndreG

    AndreG Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #7
    was ich nicht nachvollziehen kann. Zuerst einmal sei dabei gesagt, dass es sich um eine Erwachsene handelt.
    @ Tantrix:
    Das mit dem Leistungsprinzip ist genau solch ein Punkt: Welche Ziele setze ich mir als Lehrer und welche davon kann ich überhaupt mit den Schülern umsetzen? Ich habe da auch schon verschiedene Erfahrungen gemacht. Die spiegeln sich eher in den Aussagen der Eltern meiner jüngeren Schüler wieder. Die einen sind mit dem Erreichten zufrieden, die anderen sagen, ich müsse ihr Kind härter rannehmen, man bezahle ja schließlich dafür (für was? für ein Ergebnis bzw. für ein Resultat?). Diese junge Schülerin entwickelt sich prächtig trotz der Unzufriedenheit der Mutter. In einem anderen Fall habe ich mir erlaubt anzumerken, dass das Kind mal etwas üben soll. Da bin ich von der Mutter fast ermordet worden. Bei ihr steht die Freude des Kinds im Vordergrund. In dem Falle nimmt das ja von mir auch ein wenig Druck.

    Noch mal zu meiner Erwachsenen: Sie empfindet keinen Rhythmus, sondern spielt die Saxophonstimme nach. Vielleicht erklärt es sich so besser: Einer macht eine Pantomime und der andere macht die nach. Da der Nachmacher nie weiß, was der Vormacher als nächstes tut, können beide nie synchron sein, denn der Nachmacher wird trotz bestem Reaktionsvermögen immer hinterherhinken. Er hat allerdings die Möglichkeit, die Figuren des Vormachers auswendig zu lernen. Und genau hier reist bei mir der Faden: Obwohl die Frau den Song sicherlich geübt hat bis zum Gehtnichtmehr, kann sie sich zwar die Reihenfolge der Bewegungen merken, nicht aber die Geschwindigkeit, ich habe den Eindruck, sie fühlt nicht den Startpunkt und auch nicht die Gleichmäßigkeit gleicher Noten(längen). Das heißt doch, dass ich persönlich etwas irgendwann gelernt habe, was ich selbst nicht nachvollziehen kann. Und genau nach diesem Ansatzpunkt suche ich. Da muß es doch Mittel und Wege geben. Mir liegt nicht daran zu sagen, sie habe das gleiche Verhältnis zu Musik wie eine Radkappe zu Züricher Geschnetzeltem.

    @ Saxofreak88:
    Natürlich will ich mit ihr weiterarbeiten. Ich muss aber doch wahrscheinlich auf eine andere Art mit ihr arbeiten, als mit jemand, der grundsätzlich ein Rhythmusgefühl hat. Ich suche da einen Weg, der vielleicht aus Bewegung besteht. Sie steht musikalisch noch direkt am Anfang und ich habe die Hoffnung, das sich das noch entwickelt.

    @ moniaqua:
    Sie sagt selbst, sie empfindet keinen Rhythmus. Also spielt sie die Töne, wie sie von der CD kommen. Es hat allerdings nicht mit dem typischen Gehörspiel zu tun. Alle Reaktionen kommen zu spät. Sie ahnt also nicht, bzw. besitzt nicht das Werkzeug um die ihr bekannten Töne an die richtige Stelle zu setzen. Ich bin seit meiner Kindheit Gehörspieler und brauchte mir nie Gedanken über die richtige Rhythmik zu machen, nur, wie habe ich das erlernt? Ich hatte keinen Unterricht, als ich an meiner kleinen Kinderorgel saß und solange probiert habe, bis ich die richtigen Tonhöhen hatte. Das Notenspiel erlernte ich erst später und weiß, das das manchmal doch eine arge Schufterei ist. Aber einmal gehört, kann (und konnte) ich es sofort umsetzen.
    Den Rhythmusthread werde ich mir gleich zu Gemüt führen.

    @ Guendola:
    Wenn ich dich richtig verstanden habe, soll ich mit ihr eine Achtel in einem 4/4tel Takt an allen Stellen üben. Das wird sie sicherlich total überfordern...

    Vielen Dank für Eure Anworten!

    Schöne Grüße aus Wiesbaden

    Andre
     
  8. Guendola

    Guendola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.07   #8
    | = Taktstrich
    X_ = halbe Note
    X = viertel Note
    x = achtel Note

    Schritt 1 - jeweils solange üben, bis es klappt - langsam und mit Geduld, dann nächste Übung erst separat, dann beide nacheinander, bis alles sitzt. Beim nacheinander Spielen jeweils vier Wiederholungen. Tempo um 60.
    |: X X X X :|: X X X xx :|: X X xx X :|: X xx X X :|: xx X X X :|

    Schritt 2 - genau wie oben verfahren, erst, wenn Schritt 1 sitzt
    |: X X X X :|: X X xx xx :|: X xx xx X :|: xx xx X X :|: xx X X xx :|

    Schritt 3 - siehe oben
    |: X X X X :|: X xx X xx :|: xx X X xx :|: X xx xx X :|: xx X xx X :|

    Schritt 4 - du weißt schon
    |: X X X X :|: X xx xx xx :|: xx xx xx X :|: xx xx X xx :|: xx X xx xx :|

    Schritt 5 = Schritt 4 aber jetzt zwei Achtel durch eine Viertel ersetzen und umgekehrt.
    Schritt 6 = Schritt 3 entsprechend
    Schritt 7 = Schritt 2 entsprechend
    Schritt 8 = Schritt 1 entsprechend

    Schritt 5 - 8 fangen also alle mit |: xx xx xx xx :| an - alles Achtel.

    Das wird ein paar Wochen in Anspruch nehmen. Ein Schritt pro Woche wird zu Anfang ausreichen.

    Und zum Thema Rhythmus und Talent: Wer in der Lage ist fließend mit normalen Betonungen zu sprechen, kann auch lernen, rhythmisch zu spielen.

    Seilspringen sollte auch effektiv sein. Dazu entweder Kinderreime aufsagen oder einfach zählen, kommt auf den Humor von dir und deiner Schülerin an. Schillers Glocke geht zur Not auch, es sollte aber nicht zu viel Text sein, damit man nicht deswegen raus kommt.

    Z.B. erst E - ne - me - ne - muh - und - raus - bist - du
    dann ene - mene - muh und - raus - bist - du

    Siehe auch http://www.youtube.com/watch?v=l6IOfoows0s - ab 2:30

    Alle Übungen kann man um eine Achtel verschieben, um Synkopen zu üben.
     
  9. tmbdan

    tmbdan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.07   #9
    Hallo Andre!

    Ich studiere Rehabilitationspädagogik. Also auf Sonderschullehrer. Und da muss man ja auch den Kiddies Musik beibringen. Es gibt dort im Rehapädbereich (und auch sonst) eine wunderbare Rhytmussprache. Diese geht wie folgt:

    Ganze = taoao
    Halbe = tao
    Viertel = ta
    Achtel = ti
    Sechzentel = ti und gi
    Zur Veranschaulichung: http://www.solmi.de/pdf/Rhythmusbezeichnungen.pdf
     
  10. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.07   #10
    Nicht verzagen.
    Das Grundrecht heißt Entfaltung der Persönlichkeit. Dieses freiheitliche Grundrecht ist nicht nur ein Recht, sondern auch eine Aufforderung.
    Genau dafür sucht die Person Hilfe.
    Vielleicht spielt sie eines Tages nicht mehr, aber wenn sie Musik hört, wird sie mehr Vergnügen, Verständnis und Genuß haben dank deiner qualifizierten Bemühungen und Hilfe.
    Ich empfehle dir noch, dich nach einem NLP kurs (Neurolinguistischen Programmieren) umzusehen. Das dürfte deine kommunikativen Fähigkeiten, Wahnehmungen etc. enorm verbessern.
    Diese Kurse sind auch für Nicht Psychologen und Psychiater zugänglich.
     
  11. shakespear

    shakespear Guest

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    Erstellt: 26.10.08   #11
    google mal nach polyrhythmcoach von percussmusictools damit lernt jeder ;-)))
     
  12. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 26.10.08   #12
    Ich hab' mich auch schon gefragt, wie man "chronische Arhythmie" heilen kann.

    Wer schon mal in einer Disco war:
    Da läuft der Rhythmus Bum-Tscha-Bum-Tscha "for to the floor" durch, aber es gibt dann immer wieder Zeitgenossen, die den Rhythmus nicht aufnehmen können, obwohl akustisch und optisch der 4/4 eingehämmert wird. Oft tanzen die, als würden sie einen eigenen Rhythmus spüren, der völlig losgelöst von dem äusseren abläuft. Also innerlich haben die ein Metrum, es nur nicht das von dem Stück.

    Mal gespannt, was noch für Antworten kommen, ich finde das Thema interessant!

    Grüße
    Roland
     
  13. marktheshark

    marktheshark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.08   #13
    Hi,

    kurzer Tip. Die Frau soll laut ihren Namen aussprechen. (er ist hoffentlich 2 silbig), entweder Vor oder Nachnamen. Wenn beide 3 silbig sind dann halt deinen oder irgend ein anderes Wort. Mit dem Name kommt aber bei den Schülern immer gut an. Sagen wir mal sie heisst Anna.


    Lass sie gleichmässig An na sagen. Immer im Kreis

    An na
    An na
    An na
    An na
    An na (so bildet der Schüler ein Metrum)

    und dann lässt du sie immer auf "An" klatschen. Das ist die 1 vom Takt. Schonn kann die Schülerin halbe Noten spielen. Sie kann auch dazu im Raum marschieren.

    Finde andere Worte, betone bestimmte Teile. Sehr lustig finden meine Schüler immer 2 silbige Sachen wie

    Wurst brot.

    Mal ist WURST wichtig, mal BROT (das ist dann ein Offbeat)

    oder 8telTriolen

    du alde sau

    Mach alles mit Sprache, weg vom Instrument.

    JEDER MENSCH KANN RHYTHMUS AUFNEHMEN, so viele Vorgänge im menschlichen Körper werden rhythmisch gesteuert: Puls, Menstruation, Hirntakt, etc
    Der Mensch ist ein rhythmisches Wesen. Manche brauchen einfach einen anderen Zugang.

    gruss Mark
     
  14. tmbdan

    tmbdan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.08   #14
    @clynes
    @Roland Kramer
    @marktheshark

    öhmmm.....siehe DATUM?
    Das Thema ist über ein Jahr alt.
    Er sollte wohl eine Lösung schon gefunden haben^^
     
  15. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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