Vertragen sich Edelstahlbünde mit "normaler" Stahlwolle?

von glombi, 09.05.16.

Sponsored by
pedaltrain
  1. glombi

    glombi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.05.06
    Zuletzt hier:
    22.10.18
    Beiträge:
    1.101
    Ort:
    Aschaffenburg
    Zustimmungen:
    893
    Kekse:
    3.157
    Erstellt: 09.05.16   #1
    Hallo,

    ein Frage an die Experten. Ich habe mir 2 Warmoth Hälse mit Edelstahlbünden besorgt, denen ich noch ein Finish mit WudTone verpassen muss. Zum Anschleifen habe ich mir sehr feine 0000 Stahlwolle besorgt, Edelstahl gibt es anscheinend nur bis 00. Jetzt sind mir aber doch Zweifel gekommen: In der Firma trennen wir VA und "schwarzen" Stahl strikt, um Korrosion am VA zu vermeiden. Muss ich mir sorgen machen, dass meine Bünde Rost ansetzten, wenn ich den Hals mit normaler Stahlwolle anschleife? Oder habt ihr Vorschläge, was besser wäre?

    Danke und Gruß,
    glombi
     
  2. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.06.08
    Zuletzt hier:
    22.10.18
    Beiträge:
    2.122
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Zustimmungen:
    1.136
    Kekse:
    7.228
    Erstellt: 09.05.16   #2
    Na warum glaubst Du denn warum sie das bei Dir in der Firma machen?

    Weil sie gute Gründe haben vielleicht?!?

    Die guten Gründe hier zu erläutern führt zu weit, aber davon abgesehen hat Stahlwolle in der Nähe einer elektrischen Gitarre nichts zu suchen.

    Die Politur der Bünde solltest Du erst nachdem Du das Griffbrett versiegelt hast vornehmen um zu verhindern dass Stahl, Edelstahl oder sonstige Rückstände von Poliermitteln ins Holz eindringen können. Ob "WudTone" dazu ein geeignetes Mittel ist weiß ich nicht weil ich es nie verwendet habe. Ich würde lackieren.

    Haben die Hälse denn Ahorn- oder Palisander-Griffbretter?

    Wenn es Palisander ist kannst Du Stahlwolle verwenden, wenn Du es weit weg von Deinen Tonabnehmern machst und danach gründlich reinigst und vielleicht ein bisschen ölst, aber natürlich nicht mit Lemmon-Oil oder so, sondern mit Leinöl wie sich das gehört...
     
  3. smartin

    smartin HCA-Gitarrenbau HCA

    Im Board seit:
    07.03.04
    Zuletzt hier:
    24.09.18
    Beiträge:
    3.277
    Ort:
    Bärlin
    Zustimmungen:
    1.776
    Kekse:
    27.336
    Erstellt: 10.05.16   #3
    1. ist Edelstahl nicht gleich Edelstahl - Kein Edelstahl rostet nicht... sie sind nur enorm rostgehemmt.
    2. Geht es hierbei nur um Oberflächenkorrosion (Flugrost) der in so einer Produktion einfach nervig und unerwünscht ist. Sie lässt sich aber sehr leicht entfernen... nur will das keiner 1000 mal am Tag machen müssen.

    Hmmm?! Warum denn das nicht?!

    Also das stimmt halt einfach nicht... Stahlwolle wird im E-Gitarrenbereich für enorm viele Bereiche verwendet. Warum auch nicht?! Wegen den Fusseln an Pickups?! Naja die muss man halt mit nem Klebeband und Staubsauger entfernen.

    Also jedes Griffbrett aus einer Produktion ist bereits behandelt. Stahl und Edelstahl dringen auch nicht ins Holz ein, es sind höchstens feine Späne die sich in den Poren sammeln und die kann man ebenfalls leicht entfernen. Es ist sogar so, dass Stahlwolle als ein sehr beliebtes Feinschleifwerkzeug für undbehandelte Holzoberflächen genommen wird... ja sie wird in der Lehre der Holzverarbeitung sogar dafür empfohlen.

    Das ist also nicht richtig.

    Mit flüssigen Poliermitteln hast Du recht, aber die verwendet man ja eh nicht für Holz ;) - Für die Holzpolitur werden Wachse verwendet und die sind gleichzeitig Holzschutz und Versiegelung. Man muss also nichts vorbehandeln.

    Zitrusöle haben einen hohen Reinigungsgrad und es ist nichts falsches daran sein Griffbrett damit zu reinigen. Manche reagieren allergisch, aber das muss man selbst entscheiden/wissen.
    Leinöl ist auch eine gute Wahl, renigt aber weniger.





    @glombi

    Selbstverständlich kannst Du Stahlwolle für die Politur der Edelstahlbünde nehmen und Du brauchst dabei absolut nichts zu beachten. Durch die höhere Zähigkeit des Materials wird es aber etwas schwieriger sein. Stahlwolle poliert Edelstahl nur wenig. Besser ist es mit 1500-2500 Metallschleifpapier im Nassschliff (bzw. Feuchtschliff....nicht tropfend nass).
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  4. theogonia

    theogonia Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.07.09
    Zuletzt hier:
    7.08.18
    Beiträge:
    3.379
    Ort:
    Bodensee
    Zustimmungen:
    1.086
    Kekse:
    7.213
    Erstellt: 10.05.16   #4
    Ich glaube es geht ihm eher darum ob es der Bünden was macht wenn er mit Stahlwolle das wudtone Finish auf seinem Hals behandelt.
    Warsch hat der Hals ein Ahorngriffbrett.

    Ich habe vor 2 Jahren einen Warmothhals mit Truoil behandelt
    Der hatte auch ein Ahorngriffbrett.
    Diesen habe ich auch mit Stahlwolle immer wieder geschliffen.
    Den Bünden hat es nichts gemacht (ebenfalls SS)
     
  5. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.06.08
    Zuletzt hier:
    22.10.18
    Beiträge:
    2.122
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Zustimmungen:
    1.136
    Kekse:
    7.228
    Erstellt: 10.05.16   #5
    Als Profi sollte man dann vielleicht lieber empfehlen mit dem Klebeband den Pickup vorher abzukleben und den Staubsauger zu benutzen bevor man das schützende Klebeband wieder abzieht. Du hast ja vielleicht Glück gehabt dass bisher nie was passiert ist, aber die feinen Späne sammeln sich ja nicht nur auf der Abdeckung des Pickups, sondern sie können auch eindringen und da sie elektrisch leitend sind einen Kurzschluss verursachen. Gerade wertvolle alte Tonabnehmer sind ja oft nicht versiegelt (waxpotted). Ich möchte einem Kunden dem ich ein Griffbrett abgerichtet habe nicht erklären müssen warum danach sein pickup defekt ist.

    Wenn die feinen Fusseln mit Feuchtigkeit in Berührung kommen entsteht sehr schnell Rost. Auf Palisander sicher egal weil`s farblich gut passt, aber auf Ahorn können braune Flecken störend sein.

    Ich selbst benutze auch Stahlwolle z.B. zum polieren von Ebenholzgriffbrettern von Violinen und Celli. Da zerbröselt die auch nicht so schnell weil die Kanten der Bundstäbchen fehlen. Und die Instrumente werden trotzdem anschließend draußen mit reichlich Druckluft abgeblasen...

    Nebenbei bemerkt ist es keineswegs immer nur "Flugrost" auf Edelstahl in der Industrie, den man nur zu faul ist dauernd wegzuwischen. Es gibt sehr zerstörerische Korrosionsarten bei Edelstählen, aber das hat nun wirklich gar nichts mehr mit Bünden auf Gitarren zu tun und gehört hier nicht hin.

    Echtes Lemon-oil ist ein ätherisches Öl, also schnell flüchtig und überhaupt nicht mit Leinöl zu vergleichen. Das Leinöl härtet in der Holzoberfläche aus und festigt bzw. versiegelt diese.

    Der Gitarrenhersteller Martin rät übrigens auf seiner website seinen Kunden ausdrücklich von der Verwendung von Lemon-oil ab.
     
  6. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    21.10.15
    Zuletzt hier:
    29.05.17
    Beiträge:
    1.700
    Zustimmungen:
    716
    Kekse:
    1.961
    Erstellt: 10.05.16   #6
    Den Bünden ist das egal, nur einem hellen Hals vielleicht nicht.

    Getrennt wird, weil "Edelstahl" an der Kontaktstelle zu Schwarzstahl rostet,
    das will keiner haben. Sieht blöd aus, wenn rostfreier Stahl verrostet ist.
     
  7. glombi

    glombi Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.05.06
    Zuletzt hier:
    22.10.18
    Beiträge:
    1.101
    Ort:
    Aschaffenburg
    Zustimmungen:
    893
    Kekse:
    3.157
    Erstellt: 10.05.16   #7
    Hey, Danke für die rege Beteiligung und die zahlreichen Antworten.

    @theogonia

    Danke für Deine Erfahrungen, genau so ist es: Ich habe einen losen neuen Ahorn-Hals, der noch unlackiert ist. Späne an den PU's ist daher kein Thema. Wudtone empfiehlt aber vor und zwischen dem Auftragen des Öl/Wachs/Lack-Gemisches (?), das Holz mit feiner Stahlwolle anzuschleifen. Wenn die Bundkanten hierdurch noch etwas "geschmeidiger" würden, wäre ich nicht traurig, das halte ich aber bei VA und der feinen Wolle für eher unwahrscheinlich. Ich werde es jetzt einfach mal testen und die Bünde nach dem Schleifen mit einem Lappen gut zu reinigen. Wenn das klappt, habe ich auch noch eine Hals mit Palisander-Griffbrett. Da sind die Bünde dann aber eher kein Theam, da das Griffbrett zum Ölen wohl nicht vorher angeschliffen werden muss.

    Ich werde berichten...

    Gruß,
    glombi
     
  8. smartin

    smartin HCA-Gitarrenbau HCA

    Im Board seit:
    07.03.04
    Zuletzt hier:
    24.09.18
    Beiträge:
    3.277
    Ort:
    Bärlin
    Zustimmungen:
    1.776
    Kekse:
    27.336
    Erstellt: 10.05.16   #8
    Naja das nützt aber nur wenig, denn sobald man am Klebeband zieht, ziehen sich die Späne daran vorbei. Aber man kann da etwas vorbeugen.

    Das stimmt nicht.... auch wenn alte Pickups nicht gewachst sind, so sind die Drähte dennoch isoliert. Die Späne sammeln sich maximal am Kern und hier gibts auch keine offenen Lötstellen. Kurzschluss durch ein paar Stahlwollekrümel ist beinnahe ausgeschlossen und wenn die Löcher so groß sind, dass Späne hinein kommen, dann kommen Sie mit einem dicht aufgelegtem Staubsauger auch wieder heraus....besonders bei alten, schwächeren Magneten.

    Schön ists natürlich nicht und wenn die Polepieces all zu große Löcher haben, kann man die ruhig mal abkleben. Aber hier solche Ängste zu schüren ist halt nun auch übertrieben.

    Na jetzt bin ich aber gespannt, was Du mir noch beibringen kannst. Es gibt Kontaktkorrosionen und bei der Legierungsherstellung Verunreinigungen. Selbst die Kontaktkorrosion ist schon eher ein seltener bis kaum vorhandener Fall, wie Kontaktkorrisionsuntersuchungen nach bzw. in Anlehnung an DIN 50 919 bestätigt haben:

    Bei allen Kontaktkorrisionsuntersuchungen
    haben die austenitischen nicht rostenden Stähle
    in Werkstoffkombinationen mit:
    - un- und niedrig legierten Stählen
    - hochlegierten austenitischen Stählen (Sonder-
    qualitäten)
    - ferritisch- austenitischen Stählen
    - Nickel, Nickel-Basislegierungen und vernickel-
    ten Bauteilen
    - Kupfer- und Kupferlegierungen
    - Aluminium und Aluminiumlegierungen
    - Zink und Zinklegierungen und verzinkten
    Bauteilen
    - Blei Bleilegierungen und Verbleiungen
    - Titan und seine Legierungen sowie
    - verchromten Bauteilen
    keine bzw. keine technisch relevanten
    Massenver-
    luste durch Kontaktkorrosion erlitten. Ähnliches
    gilt für die ferritischen nicht rostenden Stähle
    (17%Cr) und die ferritisch austenitischen nicht-
    rostenden Stähle.


    AUSSCHLIEßlICH im Kontakt mit anderen Edelstählen kann da was passieren.


    Es ist also völliger Mumpitz jemandem zu sagen er solle seine Edelstahlbünde nicht mit Stahlwolle behandeln, weil das einen Grund hätte.

    Für alle die mitlesen und mal ganz schnell eine Informationsbröschüre zur Kontaktkorrision brauchen: http://stalderag.ch/dbFile/96


    Dennoch haben Zitrusöle eine viel bessere Reinigungskraft. Daran hilft es auch nichts zu rütteln. Ich persönlich bin auch kein Freund davon reines Lemonoil zu verwenden, aber es gibt gute Reinigsungsöle mit Zitruszusätzen die auch Pflegend wirken - darunter übrigens auch härtende Öle. Ob man nun ein härtendes Öl will oder nicht steht ja auf einem anderen Blatt. Ob Ätherisch oder nicht ist dabei auch weniger entscheidend als polymerisierend oder nicht polymerisierend. Jede der Eigenschaften hat Vor- und Nachteile. Es gibt da kein "Das macht man nicht".


    Wie gesagt... mit Ängsten und Gerüchten ist hier im Forum niemandem geholfen und hier ist bisher wenig endgültige Wahrheit erklärt und es gibt noch weniger Tatsachenbelege. :rolleyes:

    @glombi : Mach das genau so wie Du es vor hast. Da passiert nix.
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  9. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.06.08
    Zuletzt hier:
    22.10.18
    Beiträge:
    2.122
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Zustimmungen:
    1.136
    Kekse:
    7.228
    Erstellt: 10.05.16   #9
    Ich will Dir gar nichts beibringen smartin. Ich sagte ja das die Edelstahldiskussion hier im Gitarrenforum nichts verloren hat und verstehe auch nicht wieso Du das hier noch weiter aufbauschen willst. Mir scheint es als wolltest Du mich persönlich angreifen.

    Ich kann auch nicht so toll zitieren wie Du, aber ich lese vorher was ich zitiere. Ich schreibe: "den Staubsauger zu benutzen bevor man das schützende Klebeband wieder abzieht". Du zitierst das und antwortest: "sobald man am Klebeband zieht, ziehen sich die Späne daran vorbei. Aber man kann da etwas vorbeugen."

    Eigentlich kein Widerspruch - ich empfahl ja zur Vorbeugung vorher zu saugen. Statt mich zu kritisieren hättest Du mich also auch für diesen nützlichen Hinweis loben können, dann wäre mein zartes Gemüt jetzt nicht so verstimmt...;-)

    Ich bitte die anderen Boardbenutzer um Entschuldigung falls ich tatsächlich "Ängste geschürt" haben sollte. Das war nicht meine Absicht. Es steht natürlich auch jedem frei mich für unwissend zu halten. Meine motivation war allerdings mit meinem Wissen hier etwas beizutragen. Wer sich für Korrosion an Edelstählen interessiert kann ja mal selbst recherchieren und vielleicht hier anfangen: https://de.wikipedia.org/wiki/Lochfraßkorrosion.

    Ich arbeite seit über 30 Jahren mit Edelstahl und wäre sehr froh wenn smartin Recht hätte, denn das würde meine Arbeit erleichtern.
     
  10. smartin

    smartin HCA-Gitarrenbau HCA

    Im Board seit:
    07.03.04
    Zuletzt hier:
    24.09.18
    Beiträge:
    3.277
    Ort:
    Bärlin
    Zustimmungen:
    1.776
    Kekse:
    27.336
    Erstellt: 10.05.16   #10
    Warum ich über Edelstahlkorrosion rede ist doch klar... weil es in diesem Thema genau darum geht :D ;) - bzw. der Ersteller Befürchtungen dazu hatte. Und Du erklärst auch noch, dass er natürlich Angst haben muss bzw. es berechtigte Gründe zur Angst gibt, die Du aber jetzt nicht weiter ausführen willst. Also entschuldige, aber da muss ich leider etwas hart und unangenehm einschreiten.

    Ist also nicht persönliches, sondern etwas generelles.

    Ich habe kein Problem damit, wenn jemand seine Erfahrungen einbringt und damit vielleicht auch mal im Irrtum ist. Dann sprechen alle mal darüber und man kommt zu einer Erkenntnis. Hier hat das ganze aber mit einem fast schon vorwurfsvollen Unterton begonnen und ist dazu ziemlich unvollständig. War ja vielleicht nicht mit Absicht.


    PS: Ich habe recht, weil die Deutsche Industrienorm recht hat, die ich hier zitiert habe... denn dafür ist sie da.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  11. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.06.08
    Zuletzt hier:
    22.10.18
    Beiträge:
    2.122
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Zustimmungen:
    1.136
    Kekse:
    7.228
    Erstellt: 10.05.16   #11
    @smartin: Du liest zu viel zwischen den Zeilen und stellst dann Deine Interpretation wie ein Zitat dar.

    Im Eingangspost von glombi, der ja offensichtlich selbst in einem Stahlverarbeitenden Betrieb arbeitet, wurde genau dieses Phänomen erwähnt, nämlich strikte Schwarz-Weiß-Trennung in Edelstahl verarbeitenden Betrieben. Ich hätte natürlich schreiben können dass er also glombi sich an seinen Bünden darum keine Sorgen machen muss.

    Du hast nicht Recht, da die DIN die Du hier mehrfach lauthals als Beweis anführst, galvanische Korrosion beschreibt. Diese kommt aber nur bei unsachgemäßer Montage von Bauteilen vor durch die elektrolytische Prozesse ausgelöst werden und ist nicht der Grund für Schwarz-Weiß-Trennung in besagten Betrieben. Lochkorrosion kann dagegen durch kleinste Verunreinigungen entstehen und deswegen ist der Chef von glombi auch so auf Materialtrennung bedacht. Oder ist der auch blöd und das ist alles "mumpitz"?

    @glombi: Geh´ bitte nicht morgen zu Deinem Chef und erklär´ ihm dass Du es jetzt besser weißt als er und wenn Du es irgendwie einrichten kannst, dann versuche mal Naßschleifpapier für die Kanten des Griffbretts und der Bundstäbchen. Das funktioniert definitiv besser als Stahlwolle, die sich sehr gerne unter der Bundkrone verhakt und dort zwar ganz sicher keine Kurzschlüsse erzeugt, aber man kriegt sie schlecht wieder drunter weg - auch mit dem Staubsauger nicht.

    Einfach das Papier um die Finger wickeln und den Hals an der Kante entlangfahren. Anfangen würde ich ruhig mit 400er Körnung und viel feiner musst Du gar nicht werden, weil den Rest dann hinterher die Finger sowieso beim Spielen polieren. Also vielleicht nach 400er direkt 800er - dann ist das schon echt kuschelig...

    Viel Erfolg
     
  12. smartin

    smartin HCA-Gitarrenbau HCA

    Im Board seit:
    07.03.04
    Zuletzt hier:
    24.09.18
    Beiträge:
    3.277
    Ort:
    Bärlin
    Zustimmungen:
    1.776
    Kekse:
    27.336
    Erstellt: 11.05.16   #12
    Also jetzt ist wirklich auch mal Ende... man darf hier gar nicht zuhören...

    Dein völlig absurder Lochfras hat kritische (also unbedingt notwendige) Bedingungen: hohe Temperaturen + Kontakt zu Chloridverbindungen - wann sollte es bei der Lagerung oder Handarbeit jemals dazu kommen?!

    Ausschließlich bei der Bearbeitung mit Maschinen kann das ein Problem sein, wenn das Kühlmittel z.B. Desinfektions-/Konservierungsmittel auf Chlorbasis enthält und es durch die Bearbeitung zu hohen Temperaturen kommt. DANN und NUR DANN ist das überhaupt eine Frage und deshalb sollten Fräser in der Produktion einem Material zugeordnet sein.

    Chrom- und Nickelstähle sind dagegen aber schonmal direkt imun und chloridhaltige Schmierstoffe meidet man deshalb in der reinen Edelstahlverarbeitung. Nicht wenige Edelstählen sind Chrom- und Nickelstähle.

    So und jetzt mal zu dem Lagerthema: Edelstähle sind strikt von normalen Stählen zu trennen um vorrangig 2 Sachen zu garantieren: Verwechslung vermeiden und sauberes Recycling. Bei langer Lagerung spielt dann der "Flugrost" eine untergeordnete Rolle.

    Und zum Abschluss: die Lochkorrosion ist per Definition eine galvanische/elektrolytische Korrision! Dein eigener Wikipediaartikel beschreibt sogar das Prinzip der Kathoden- und Anodenbildung. :rolleyes: Demnach entspricht die DIN 50 919 genau dem hier diskussionswürdigen Thema.

    Lass es einfach gut sein. :cool: - ich bin da auch enorm sturköpfig :D
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  13. Günter47

    Günter47 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.02.15
    Zuletzt hier:
    22.10.18
    Beiträge:
    1.215
    Zustimmungen:
    1.164
    Kekse:
    9.851
    Erstellt: 11.05.16   #13
    Wie Martin schon schrieb....kann man Edelstahlbünde durchaus mit Stahlwolle polieren....wenngleich es dafür geeignetere Mittel gibt. Es ist aber auch so das man VA oder Edelstahl mit Stahl nachhaltig kontaminierten kann. Darum werden bei uns auch Schleif und Trennmittel getrennt gelagert.
     
Die Seite wird geladen...

mapping