Verzweiflung! Anfängerfragen zur Klarinette

von Smiley, 27.11.05.

  1. Smiley

    Smiley Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.05   #1
    Jetzt habe ich mich durch die verschiedensten Beiträge gewühlt, und bin zu der Erkenntnis gekommen, daß Klarinette spielen zu wollen, eine Wissenschaft für sich ist.:eek:
    Da habe ich nach 35 Jahren beschlossen, mir meinen Kindheitstraum zu erfüllen, und Klarinette spielen zu lernen, und was muß ich als erstes erfahren. Ich versuche auf einer "Plastegurke" mit Standartmundstück einen Ton rauszukriegen.:( Man, warum wird sowas verkauft, wenn sie nicht zum spielen geeignet ist.:mad: Für wen wird sowas hergestellt??? Das war die erste Frage.
    Und dann frage ich mich, *bittenichtlachen*wenn ich mir jetzt ein anderes Mundstück zulegen wollen würde, läßt mich die Vorstellung, daß da vor mir schon 10 andere daran genuckelt haben, einen Schritt zurücktreten.:eek: Oder wie kann ich mir das vorstellen?
    Sorry für meine einfältigen Fragen, ihr seid im Moment meine einzigen Ansprechpartner.

    Liebe Grüße
    Katrin
     
  2. AK

    AK HCA Bass/Elektronik HCA

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    Erstellt: 27.11.05   #2
    Hi Katrin,
    erstmal zu den "Plastegurken", Du meinst wohl, daß Du eine Kunststoffklarinette hast? Für das erste Probieren ist das im Prinzip ausreichend.
    Was für eine hast Du denn?
    Das Mundstück und das Blatt müssen schon zusammenpassen, sonst wird es für den Anfänger sehr schwer. Du solltest mit 2er Blättern anfangen, das Mundstück bei einer solchen Klarinette hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Standard-Bahn, so daß das ok ist.
    Wenn Du ein Mundstück kaufst, dann hoffentlich ein Neues und da hat niemand dran genuckelt, jedenfalls normalerweise nicht.
    Wenn Du absoluten Ekel davor hast, empfehle ich Sagrotan und anschliessend warmes Wasser mit Spülmittel.

    Mit dem Sagrotan erst mal vorsichtig proboeren, es gibt bei Billiggurken durchaus miese Kunststoffe die dadurch angegriffen werden.

    Ansonsten, frag was Du wissen möchtest...
     
  3. Smiley

    Smiley Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.05   #3
    Danke für deine Antwort!
    Es ist eine Palatino P-001CTG, deutsches Sys. 17 Klappen. ( die warscheinlich nur mittags lust hat, Töne von sich zu geben.:rolleyes: )
    Ob das Mundstück ok ist, kann ich nicht sagen, sammle da ja erst Erfahrungen. Zumindest habe ich bei den hohen Tönen, also ein- und zweigestrichene a`s, e`s, c`s usw., wie man da wohl sagt, das Gefühl, mir fallen gleich die Zähne aus. Von der Gänsehaut ganz zu schweigen, die mir den Rücken runter läuft. Hab da warscheinlich noch nicht genug Hornhaut im Mund.:D Wenn ich allerdings dieses Ding von innen betrachte, sehe ich doch die eine oder andere, wie sagt man dazu, Nase, oder Unebenheit. Ob das so sein kann, weiß ich nicht. Ich habe dann schon mal mit der niederschmetternden Aussage gerechnet: " Totaler Schrott, du brauchst ein neues"! Und da fangen nun meine Bedenken an. Gehe ich nun in ein Musikgeschäft, und lass mich(hoffentlich) kompetent beraten, sind diese Mundstücke ja gewöhnlich neu. Aber ob die schon mal bei Jemandem im Mund waren, weiß ich ja nicht. Oder werden die ausprobierten 135 Euro Mundstücke nach dem "testen" entsorgt?:cool: Meinst du wirklich, ich kann da anfangen mit Sagrotan zu hantieren? :confused: Was das Blatt angeht, da habe ich jetzt ein 2er. 2 1/2 habe ich ausprobiert, und 1 1/2 probiere ich noch. Mal sehen, was besser ist.
    Wie normal ist es eigentlich, daß einem die hohen Töne noch nicht so gelingen? (Nach einer Woche üben)

    LG
    Katrin
     
  4. AK

    AK HCA Bass/Elektronik HCA

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    Erstellt: 29.11.05   #4
    Na ja so schlecht ist die zum Anfangen nicht. (Das mit dem Mittags würde ich in meiner netten Art eher hinter der Klarinette suchen:D )

    ´
    In der Tat kann man sich die Unterlippe ganz schön auffetzen, vor allem als Anfänger- Du hast schon die Unterlippe zwischen Mundstück und Zähnen?


    Die Innenbohrung sollte schon glatt sein, aber es gibt auch Bohrungen die bei denen kleine Hülsen in die Bohrung hineinragen, das sind wohl die "Nasen".


    Wird sicher niemand was dagegen haben, wenn Du diese kleinen Sagrotan-Reinigungstücher mitbringst. Ansonsten entwickeln Klarinettisten beim Mundstücktesten eine erstaunliche Ekel-Ignoranz.

    Völlig normal, nicht übertreiben. Eine Klarinette anfangs deutlich schwerer zu erlernen als eine Gitarre oder ein Klavier, da kommen die Töne halt einfach so raus.
    Ich hoffe Du denkst an Unterricht - Klarinette autodidaktisch zu erlernen ist nicht das Wahre...

    Gruß
     
  5. Klarimaus

    Klarimaus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.05   #5
    Hallo Katrin,

    sich Kindheitsträume zu erfüllen ist wunderbar !! Ich mache auch gerade die Erfahrung und spiele seit kurzem Oboe ! Ich hab den Vorteil, dass ich schon über 20 jahre Klarinette spiele und auf der Klarinette eine sehr gute Ausbildung genossen habe. Nichts desto trotz hab ich mich entschieden, auch auf der Oboe in meinem "hohen" Alter *g) noch Unterricht zu nehmen. Bist du Autodidakt oder hast du einen Lehrer ?? Also was ich sagen will, ich würde dir auf jeden Fall zumindest ein paar Unterrichtsstunden empfehlen, weil man sich alleine so viel falsches aneignen kann und dann macht es irgendwie keinen richtigen Spaß. Ich hatte bevor ich in professionelle Hände kam z.Bsp. einen vollkommen falschen Ansatz und war nicht in der Lage ein schönes Forte zu blasen. Ich durfte dann ein halbes Jahr nichts anderes mehr tun, als Töne auszuhalten, um den Ansatz umzustellen. Aber es hat sich gelohnt. Also, überleg dir mal, ob du ein paar Euro investieren willst für ein paar gute Stunden. Und ich glaub die Lehrer (ich bin an der Jugendmusikschule) haben mit Erwachsenen mächtig Spaß !!

    Grüße
     
  6. Smiley

    Smiley Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.05   #6
    :great: Aber es zieht einen soooooo runter, wenn man sich das vor Augen hält.
    :eek: Sag bloß, daß geht auch ohne Unterlippe zwischen den Zähnen. *aua*
    :eek: :eek: :eek:
    Ich glaube, ich steige auf Schlagzeug um.:D
    Ich denke ständig an Unterricht. :rolleyes: Zeitlich ist es aber im Moment nicht machbar. So ein Klarinettenlehrerchen möchte ja auch mal Feierabend haben.



    Hallo Klarimaus,
    Wie falsch kann denn der Ansatz sein?
    Mir ist schon klar, daß ich um die eine oder andere Unterrichtsstunde nicht herum komme.
    Aber irgendwo regelmäßig Unterricht nehmen, da habe ich nicht die Zeit. Klingt vielleicht blöd, aber iss so. Üben muß ich ja auch noch. :cool:
    Was ist denn der übliche Preis für eine gute Stunde?

    LG
    Katrin
     
  7. Daniel

    Daniel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.05   #7
    Hallo!
    Welche Schulen verwendest du?
    Kennst du vielleicht jemanden in deiner Nähe, der dir
    ein paar Tricks zeigen kann?

    Wie bereits von anderen gepostet, es macht nicht wirklich
    viel Sinn, sich das Klarinettenspiel selbst anzueignen,
    wenn man nicht übermäßig begabt ist.

    Das mit den Unterrichtspreisen hängt davon ab,
    ob man Einzelunterricht oder Gruppenunterricht
    haben möchte. Ich denke, du möchtest Einzel-
    unterricht haben.

    Je nachdem, ob du in eine Musikschule oder einen
    Verein gehst kann es preislich große Unterschiede
    geben. Allerdings würde ich schon darauf achten,
    dass dein Lehrer genügend Erfahrung hat und
    dir von Anfang an ausreichend Theorie vermittelt,
    falls du dich entscheiden solltest in einen Verein
    zu gehen (was ich damals übrigens auch gemacht habe).

    In unserem Verein ist es so, dass man für
    Einzelunterricht 15 Euro bezahlt und das ist
    die unterste Preisgrenze. Für weniger würde
    ich mich da auch nicht hinstellen.
    In Musikschulen kostet so etwas im Normalfall
    das Doppelte bzw. Dreifache.

    Man kann auch Klarinette als Gaststudium betreiben,
    aber das kannst du dir ja noch für später aufheben.

    Eines würde mich allerdings noch interessieren:
    Wie schafft man es Hornhaut an die Lippen zu bekommen?
    Vielleicht habe ich vorhin grad nicht richtig gelesen, aber
    normalerweise ist es so, dass man am rechten Daumen
    am Anfang ordentlich Hornhaut bekommt.
    Das mit dem Lippen weh tun kommt doch normal
    erst nach 4 Stunden oder so. Naja, vielleicht ist das
    mit dem Anfang auch schon wieder zu lange her
    bei mir.

    Ich habe meinen Schülern am Anfang die Fröhliche Klarinette
    von Rudolf Mauz vorgeschlagen. Da gibt es 3 Bände davon.
    Vielleicht solltest du dir mal den ersten Band anschauen.
    Dort sind auch Tipps zur Haltung und Artikulation drin.

    Dazu gibt es dann auch für jeden Band ein dazu passendes
    Spielbuch. Es gibt aber auch noch eine Klarinettenschule von
    Willy Schneider, wenn ich mich recht erinnere. Die ist auch nicht
    schlecht. Naja, Klarinettenschulen gibt es ja ohnehin schon so viele
    wie Sand am Meer.
    Wenn du das mit dem Klarinettenspielen gut drauf hast, empfehle
    ich dir mal die Baermann-Schule anzuschauen. Aber nur für den
    Fall dafür, dass du bereits ausgezeichnet spielen kannst.
    (Frühestens in 5 Jahren).

    Ich persönlich spiele seitdem ich Klarinette spiele schon immer 2,5er Blättchen
    von Solo Esser. Allerdings bin ich kein Freund von Billigklarinetten.
    Qualität hat seinen Preis und gerade bei Klarinetten muss man schon einen gewissen
    Betrag investieren, wenn man später auch Spaß beim Spielen haben will.
    Als Einstiegsinstrument sollte man so um die 1000 Euro rechnen
    (weniger eher nicht, eher etwas mehr).
    Das heißt dann aber auch nicht, dass das Mundstück da drauf unbedingt toll ist.
    Du müsstest schon mal in so ein Geschäft gehen und einige Mundstücke ausprobieren.
    Nehm halt am Besten, wie schon gesagt, Sagrotan mit. Kein Verkäufer der Welt würde
    ein Mundstück wegschmeißen, bloß weil schon jemand was darauf ausprobiert hat.

    Gruß,
    Daniel
     
  8. Daniel

    Daniel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.05   #8
    Hallo nochmal.:)

    Habe mich gerade über Palatino-Klarinetten informiert.
    Der Name sagte mir nämlich nichts.:rolleyes:
    Das mit dem "Hinter dem Instrument" liegen ist Quatsch!
    Das liegt absolut am Instrument!
    Ich hoffe, ich habe das richtige Modell im Internet gesehen
    (Preis so um die 135 Euro).
    Ich würde es wieder zurückgeben oder .... (ich sags besser nicht).
    Als Händler müsste man bestraft werden, wenn
    man sowas verkauft!
    Meiner Meinung nach werden da gutgläubige Kunden
    ordentlich veräppelt:

    Angaben in Ebay:
    Stimmung Bb
    sehr schönes und ausgelichenes Klangbild //da frage ich mich wie??:screwy:
    inklusive Hartschalenkoffer
    Korpus aus Ebonit
    17 Klappen
    leichte Ansprache //wahrscheinlich meinen die "quietscht leicht"!!:screwy:
    wird Spielfertig geliefert
    Hervorragendes Preis-Leistungs Verhältnis //ich würde nur hervorragendes Preisverhältnis sagen, die Leistung lässt zu wünschen übrig!:screwy:

    Vor allen Dingen der Vermerk "Keine Billigware"!!
    Wie gesagt, meine Schülerinnen haben sich
    eine Keilwerth-Klarinette gekauft (Preis etwas oberhalb
    von 1000 Euro). Die Instrumente sind top
    und für die ersten drei Jahre absolut sehr
    gut zu gebrauchen. (Ich will hier keine Schleichwerbung
    machen; ich selbst spiele eine Adler-Klarinette). Auch wenn du einsteigst,
    würde ich mich nach einem Modell mit mindestens
    20 Klappen umschauen. Es muss ja keine Adler oder
    sonste was teures sein. Schreiber baut mittlerweile
    auch sehr gute Klarinetten (was früher nicht immer
    der Fall war)

    Von weiteren China-Billig-Import-"Keine Billigware"-"Super Instrument"-
    Angebote rate ich dir ab (Roy Benson-Klarinetten sind auch für den Mülleimer!).
    Qualität hat seinen Preis.
    Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht zu sehr desillusioniert.:confused:
    Es gibt für das Klarinettenmundstück auch solche Bissplatten (Aufkleber),
    die man draufmacht, damit einem nicht der ganze Kopf mitvibriert, wenn
    man spielt. So lässt es sich etwas angenehmer spielen. Das wäre für den
    Anfang nicht schlecht. Auch für den schmerzenden rechten Daumen
    gibt es solche Aufsteckgummis für die Daumenhalterung an der Klarinette.
    Früher gabs das nicht. Da konnte man noch wenigstens als Anfänger mit einem
    wunden Daumen angeben, so nach dem Motto, "Hey, guck mal, was ich heut' schon
    wieder geübt hab!!".:)

    Gruß,
    Daniel
     
  9. AK

    AK HCA Bass/Elektronik HCA

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    Erstellt: 08.12.05   #9
    Falsch! Lies mal im Zusammenhang - wenn man aus einer Klarinette nur zu bestimmten Tageszeiten keine Töne rausbekommt, dann liegt das eben hinter der Klarinette...
     
  10. Klarimaus

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    Erstellt: 09.12.05   #10
    @smiley,

    wie falsch ein Ansatz sein kann, kann ich auch nicht so genau definieren. Die Tonqualität hängt eben von vielen Faktoren ab (Instrument, Mundstück, Blatt... ) und eben auch von der Ansatztechnik. Ich wusste z.Bsp. auch nicht, dass man bei der Oboe immer die Vorstellung haben soll, dass man einen Luftballon im Mund hat. So bekommt der Ton mehr Platz und klingt voller und schöner. Auf so eine Idee wäre ich im Selbststudium wahrscheinlich nicht alleine gekommen. Aber man hört definitiv, wie der Ton Tiefe bekommt und einfach voller klingt ! Wie weit bist du denn auf der Klarinette ?

    Gruß
    Klarimaus
     
  11. Daniel

    Daniel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.05   #11
    OK! Mag sein. Ich bin hier vielleicht zu sehr auf das Instrument eingegangen.:)

    Trotzdem finde ich, dass so ein Instrument für den Anfang eher demotivierend sein kann.
    Ich habe beispielsweise mit Roy Benson total schlechte Erfahrungen gemacht. Im Musikgeschäft habe ich das Instrument ausprobiert, da es auf der Musikmesse vor einem (naja, jetzt schon wieder fast 2 Jahre) Jahr so toll angepriesen worden ist (aus reiner Neugier). Fazit: Billiger Schrott.:eek:
    Die Mechaniken haben überall gewackelt. Das Mundstück war für den Kachelofen.
    Der Ton kam nur sehr zögerlich hervor und das Instrument quietschte meistens.
    Das lag nicht am Blättchen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass das Instrument
    auseinanderfällt, wenn ich ein paar Töne am Stück spielen wollte.

    Ich möchte ja nicht zu esoterisch ausschweifen, aber implizit glaube ich schon daran,
    dass man es mit einer Klarinette minderer Qualität aus verarbeitungstechnischen
    und komponentenbedingten Gegebenheiten einfach schwerer hat, einen Ton rauszubekommen. (Hab ich ja selbst ausprobiert!)

    Das man, wenn man erst 1 Woche Klarinette spielt noch keine superdollen harmonisch, melodische Molltonleitern hoch- und runterspielen kann, ist mir klar.
    Aber es dürfte auch klar sein, dass Katrin es mit ihrer neuen Klarinette nicht unbedingt
    leicht haben wird. Das Spekulieren darüber, wieviel % der Anteil ist, der hinter Klarinette zu suchen ist und wieviel % die Klarinette jetzt Schuld ist, möchte ich nicht weiter ausdiskutieren. Ich wollte mich hier nurmal kurz mit einbringen und meine Meinung dazu äußern. Außerdem finde ich, dass es nichts bringt für das Instrument ein anderes Mundstück zu kaufen, da die Palatino-Klarinette ja noch viel weniger gekostet hat als das Roy Benson-Modell.
    Katrin würde sich garantiert danach über das zusätzlich rausgeschmissene Geld ärgern.
    Ich würde ihr eher zu einer etwas hochwertigeren Klarinette raten, damit sie sich keine
    Wunden und Schwielen holt und auch sonst wieder Spaß am Spielen hat.

    Hoffe, hiermit alle Klarheiten beseitigt zu haben.:)

    Gruß,

    Daniel
     
  12. Daniel

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    Erstellt: 13.12.05   #12
    Ja, das ist schon eine ausgefeilte Technik mit dem O im Mund, wenn man spielt.
    In manchen Fällen ist es auch angebracht, mit einem I im Mund zu spielen.

    Ich kenne mich mit einer Oboe allerdings zu schlecht aus. Ich weiß nur,
    dass es bei Klarinetten funktioniert.:o
     
  13. Klarimaus

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    Erstellt: 13.12.05   #13
    @Daniel,
    da hast du wohl wahr. Ich hatte das Beispiel angeführt, um Katrin die Notwendigkeit von Unterricht noch einmal vor Augen zu führen. Es ist unheimlich wichtig, dass man einen guten Lehrer hat, der einem so etwas sagen kann und da es erfahrungsgemäß nicht klappt, mit Os und Is im Mund auf Anhieb zu spielen finde ich auch wichtig, dass man den Unterschied bei jemanden hört, der das beherrscht. Ansonsten kommt man sich ja ziemlich dämlich vor mit os, as und is... .
    Deine Ausführung zum Material stimmen mich jetzt auch nachdenklich. Ich hab gestern eine Stunde mit sämtlichen Rohren geübt, die ich zur Verfügung hatte und bekomme nur quitschende Klangentartungen als Lohn.... Das Komische ist, dass ich anfänglich keine Probleme und eigentlich sollte die Qualität des Tones doch mit der Zeit zunehmen.... Seltsam !

    Grüße
     
  14. Daniel

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    Erstellt: 13.12.05   #14
    Hallo Klarinmaus,

    ich habe auch schon verschiedene Klarinettenblättchen von verschiedenen Herstellern
    in verschiedenen Stärken ausprobiert.
    Fakt ist, dass ich nur mit 2,5ern zurecht komme. Bei allen anderen quietscht es bei mir
    auch oder das Instrument spricht zu schlecht an. Ich weiß jetzt allerdings nicht welche Klarinette du hast und mit welcher/n Blättchenstärke/n du zurechtkommst. Je nachdem
    welches Mundstück du drauf hast passt nicht unbedingt jede Blättchenform zum Mundstück. Mit Vandoren habe ich beispielsweise keine so hervorglänzenden Erfahrungen gemacht.

    Gruß,
    Daniel
     
  15. Klarimaus

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    Erstellt: 14.12.05   #15
    Hi Daniel,

    2,5 Blätter sind sehr leicht, aber wenn du damit klar kommst. Ich spiele ein Wurlitzer-Mundstück auf einer Keilwerth und komme z.Bsp. am Besten mit Vandoren klar. Mittlerweile spiele ich 3,0 werde aber demnächst auf 3,5 umsteigen. Die Quitscherei hatte ich auf der Oboe und so langsam denke muss ich auf der Klarinette zumindest eine Auszeit nehmen, bis sich der Ansatz auf der Oboe gefestigt hat .Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich sowohl beim Ansatz, beim Töne anspielen als auch bei der Haltung immer wieder in das alte Muster verfalle....

    Gruß
     
  16. Daniel

    Daniel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.05   #16
    Na, dann wünsche ich dir viel Erfolg beim Oboenspiel
    und hoffe, dass du deiner Klarinette trotzdem treu bleibst.:)

    Gruß,
    Daniel
     
  17. Smiley

    Smiley Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.12.05   #17
    @Daniel
    "Die lustige Klarinette" (obwohl ich schon viel zu alt dazu bin:rolleyes: )
    Ich kenne nur eine 11 Jährige, die spielt ein halbes Jahr. Und dieses Forum natürlich! :)
    Hey, in einem anderen Leben konnte ich schon mal Klarinette spielen, muß mich halt nur mal erinnern. ;)
    Gibt es auch eine, wo alles haarklein drin steht? ZB.daß man ab oder bei bestimmten Tönen die unteren Löcher zuhalten, bzw. die Finger drauflassen kann. Sowas steht in dem "Kinderbuch" nicht drin.
    Wieso, hast du schon mal auf so einer gespielt, daß du so genau weißt daß die Sch****sind? Du bist wohl einer von der knallharten Sorte? :D Irgendwann kaufe ich mir mal was besseres, wenn ich mal eben so 1000 Euro rumliegen habe.;) Aber jetzt muß die gehen(spielen), die ich habe. So schnell gebe ich nicht auf, nur weil es mal quitscht. Im Moment kämpfe ich mich eher frustriert durch den "Blätterwald". Doch die Tatsache, daß ich ein Blatt hatte, welches zusammen mit diesem" Billigschrott" auf einem beschissenen Standartmundstück funktionierte, läßt mich hoffen, daß ich wieder eins finde. :o

    @Klarimaus
    Wie beschreibt man das? Also es kommen schon Töne raus.;) Die Tiefen klappen gut. Und von 10 Versuchen ein eingestrichenes c, h, oder e zu blasen, klappen vielleicht 6.
    Im ganzen klingt das eher, als würde ich buchstabieren, als fließend lesen. Ich habe auch keine Ahnung, wie andere Anfänger klingen, deshalb habe ich auch kein Vergleich. Ich weiß halt nur, wie es mal klingen sollte, wenn man`s drauf hat. :cool:
    Das ist mir schon klar, habe aber einfach jetzt nicht die Zeit da irgendwohin zu gehen. Aufs spielen verzichten, möchte ich aber auch nicht deswegen. Ich brauch das. Kann man eigentlich süchtig werden, vom Klarinette spielen?
    Und wenn ich hier ein paar Tipps bekomme, hilft mir das auch schon mal. Ich bin eher ein autodidaktischer Lerntyp und habe damit nicht soooo viel Schwierigkeiten. Klar geht es mit Lehrer wesentlich schneller................ist aber im Moment zeitlich nicht möglich. :(
    Deshalb hoffe ich, ihr helft mir ein bischen.:)

    LG
    Katrin
     
  18. Buenyamin

    Buenyamin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.12.05   #18
    bis zum bitteren ende üben ich habe auch schwer angefangen danach kommt alles von allein ich spiele mitlerweile schon 3 -4 oktaven ohne problem
     
  19. Daniel

    Daniel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.05   #19
    Hallo, schön, dass du dich meldest!:)

    Du meinst sicherlich die fröhliche von Rudolf Mauz.
    Ist für den Anfang nicht schlecht. Die Klarinettenschule von Willy Schneider
    sollte auch recht nett sein, habe ich mir sagen lassen.
    Das bekommt man auch normalerweise vom Lehrer gezeigt. Wenn du mit der linken hand ein Loch offenhast (meinetwegen wenn du beispielsweise d1 spielst) und nach unten nicht alle Löcher mit der linken Hand abdeckst (also das c1 nicht), kannst du die rechte Hand auf die Klarinette legen und sogar die Löcher zudrücken. Das macht man, damit man die Finger möglichst nahe beim Instrument hat, so dass man schnell umgreifen kann.
    Das funktioniert beispielsweise bei (hmmm, mal nachdenken)
    d1, es1, e1, fis1, g1, gis1, a1, b1. Wenn du dann ins Register darüber kommst, also ab
    h1 (es wird erst ab c1 gezählt!) musst du eh wieder die rechte Hand benutzen und die Löcher zudrücken, damit du den Ton erzeugen kannst. Weiter obenraus geht das mit der Technik nicht mehr.
    Ja, hab ich versucht. Es klang aber nicht schön und ich hatte den Eindruck, dass das Instrument nicht besonders stabil ist.
    Neee, bin ich eigentlich nicht. Ich wollte dir nur klarmachen, dass es Unterschiede zwischen Billiggurken und etwas hochwertigeren Klarinetten gibt und
    das der Unterschied auch etwas mit dem Preis zu tun hat (zwangsläufig?!!).
    Ich denke, du wirst es sehr bald raus haben , wie es funktioniert.
    Ich wollte dich keinesfalls zum Aufhören ermuntern. Ich finde es
    gut, dass du Klarinette lernen willst! Ich wollte dir nur ein paar Tipps
    geben, auch wenn ich mich vielleicht ein bisschen rauh formuliert habe.
    Das lag vielleicht auch einfach daran, da ich vor 2 Jahren auch eine Klarinette
    für meine Schwester gesucht habe (die auch Klarinette bei mir lernt), und
    mich auch bezüglich der Billigklarinetten informiert hatte und das was ich im
    Geschäft in der Hand hatte garantiert nicht das war, was unter Ebay oder
    sonstwo so toll angepriesen wurde entsprach. Jetzt hat sie noch meine
    40 Jahre alte Keilwerth. Demnächst bekommt sie aber eine neue.

    Welche Blätter in welcher Stärke verwendest du?
    Ich würde mir einfach ein paar ähnliche Blätter (angrenzende Stärken) kaufen und ausprobieren, mit welchen ich am Besten spielen könnte. Dann würde ich mir auch
    mal andere Blättchenhersteller anschauen. Es gibt einige, die schwören auf Vandoren, andere spielen gerne Steuer (Solo Esser), andere spielen Rief.....


    Ich würde sagen, du machst schon Fortschritte. Vielleicht kannst du an Weihnachten
    schon Jingle Bells spielen. Toi Toi Toi.
    Wenn ich es richtig interpretiert habe, solltest du dir mal das Kapitel mit den Bindeübungen anschauen (dann klingt es nicht so buchstabiert). Die Routine kommt sicher bald.

    Naja, das ist meines Erachtens Auslegungssache. Vor 14 Tagen hatten wir Probenwochenende und haben da 14 Stunden am Wochenende gespielt. Danach war ich überhaupt nicht mehr süchtig nach Klarinetten spielen. Letztes Wochenende hatten wir wieder 4 Stunden am Stück. Das braucht man zwar schon mal, aber dann hat sich die Sache wieder relativiert.
    Ich denke aber mal, dass eine Art Motivation (auch wenn sie in Sucht auszuarten scheint) dir bestimmt hilfreich sein wird, deine Ziele zu erreichen. Ich gehe davon aus, dass du sehr ehrgeizig bist, wie ich aus deinen Zeilen entnehmen konnte.

    Klar, kein Problem, wenn du Fragen hast, melde dich einfach.:)

    Gruß,
    Daniel
     
  20. Smiley

    Smiley Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.05   #20
    @Buenyamin
    Ja, das denke ich auch. Wenn ich auf diesem Billigteil so spielen kann, das meine Familie nicht die Flucht ergreift, dann wird sich das Ganze auf einer "guten" Klarinette wohl super anhören.

    Danke Daniel für deine Antworten.:)
    :rolleyes: Stimmt.
    Inzwischen habe ich mir auch Teil 2 bestellt, da steht etwas von "Löcher zuhalten" drin.*erleichtertbin* Ich habe auch ein bischen rumprobiert und ein paar Töne rausgefunden, deren Klang sich nicht verändert, wenn ich Finger der rechten Hand auf den Löchern lasse.
    Ich sehe Licht am Horizont.:great:
    40 Jahre?:eek: Ab 40 fängt man an viele Dinge zu vergessen, ich hoffe, deine Klari fühlt sich noch fit. ;) Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Suche einer neuen Klarinette für deine Schwester, die Glückliche!
    Zu dem Instrument war ein Blatt der Stärke 2 mit der Aufschrift "Phönix" dazu. Damit komme ich eigentlich am besten klar. Nun ist das aber nicht mehr so frisch, weiß nicht, was das für ein Hersteller ist, bin traurig, und habe mir andere gekauft. Vandoren 1,5 und 2,5 ........beides Mist. Seit gestern habe ich welche der Stärke 2 von A.Willscher. Beim 3. ausprobierten Blatt habe ich inne gehalten und mir gesagt, dieses behandelst du jetzt besonders liebevoll, auf das es der "Nachfolger"von dem ersten wird. Ich habe es mit Wasser, Spucke und Reiki versucht, und hoffe, es mag mich auch.
    *nocherfahrungsammelnmuss*
    Süßer die Glocken, die klingen.................Oh, du fröhliche...........und Stille Nacht :great:
    Jingel Bells habe ich nicht.
    Gebunden spielen geht ja nur, bei unterschiedlichen Noten( und solange die Luft reicht ;) ),
    aber bei gleichen Noten klingt das mir noch zu viel nach tut tut tut. Das meine ich mit buchstabieren. Oder habe ich da was nicht mitgekriegt?
    Wie lange kannst du unter Wasser bleiben? :D
    Danke, das ist lieb von dir. Ich komme darauf zurück.:great:
    Im Moment schafft mich noch das neue Blatt, da habe ich erst mal zu tun.;)

    LG
    Katrin
     
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