So, jetzt nochmal ausgeschlafen, aufgeräumt und ausführlicher.
Das Grund-Setup ist geblieben, die PA stand auf den Bühne, leicht nach unten/innen zum Publikum zeigend. Das zweite Gesangsmikrofon wurde nicht benutzt, es blieb bei einem.
Fazit:
- Gesang, Klavier klang im Publikum sehr sauber
- Ansagemikro (Sennheiser 845) wurde auch für Sax-Soli genutzt. Machte seinen Job klanglich ok.
- Notiz an mich selbst: Ich hatte Kompressor (obere 3-4 dB) auf dem Sennheiser. Für Sprache und Soli prima, ABER das Ding ist sehr empfindlich auf Griffgeräusche (ich glaube, darum hab ich es damals auch nicht mehr für mich verwendet). Der Moderator / Dirigent hat das Mikro für jede Ansage rausgenommen. NIE zu früh öffnen und keinen Kompressor! Hinterher ist man schlauer
- Solomikro TG-I51 hat für Klarinette und gedämpfte Trompete (Miles Davis - All Blues) sehr gut funktioniert. Klang super!
- ungedämpfte Trompete und Posaune haben wir es weggelassen, war nicht nötig
- Vocals über Lewitt MTP 940 CM über jeden Zweifel erhaben
- Piano Monitor: Der Pianeur hat sich permanent beschwert er würde nur Bässe hören, keine Höhen und Mitten seines Klaviers (Yamaha CLP irgendwas, schwer). Allerdings hatte er zusätzlich die eingebauten Lautsprecher aktiviert und hatte die Rückseite der PA neben sich. Ich hab ihm auf dem Monitor schlussendlich einen Hochpass oberhalb 400 Hz gesetzt, die Kiste angekippt, dass der Hochtöner ihm ins Gesicht blies, war immer noch nicht gut für ihn. Leider war keine Zeit, das zu beforschen und er hat wenig Erfahrung mit Verstärkung, Monitoring.
- Wir haben ihm nahegelegt, einen eigenen Monitor (klein, auf Stativ damit auf Ohrhöhe) zu besorgen, den er selbst steuern kann.
- Das XR18 mit externem TP Link Router hat einen sehr guten Job gemacht, zuverlässig von einem alten (2013) iPad über Mixing Station gesteuert. Set, forget, außer Mute und Unmute.
- Die BT Kopplung der beiden Mackie SRT 212 ist sehr schnell ausgestiegen (7m Abstand), so dass ich von Hand an den Boxen einmessen musste - ich hatte genug Zeit dafür vorgesehen. Passte trotzdem.
Insgesamt war der BB Klang im Saal sehr homogen, auch das Drum Kit kam gut durch (hätte etwas mehr sein können). Die Gitarre (
Laney Cub 12R) und die beiden Bässe mit jeweils kleinen 10" Combos kamen sauber und gut getrennt durch. Gesamtlautstärke war gut dem Saal entsprechend.
Für weitere Konzerte überlege ich fast, auf das große Besteck zu verzichten. Klavier müssen wir eine andere Lösung finden (siehe oben), vielleicht auch eine eigene Combo, Gesang würde eventuell über eine Box am Boden reichen in einem so kleinen Setting. Das reduziert den logistischen Aufwand massiv.
Ansagemikro ab sofort nur noch mit Schalter, so dass der Dirigent das selbst steuern kann. Sax spielen, gleichzeitig den Mischer bedienen ist eine Herausforderung, die ich nicht immer brauche

Für ein Stück zum Solistenplatz laufen, vergessen, das Vocal Mikro aufzumachen, zurücklaufen war auch etwas doof, aber selbst schuld
Das Publikum war zufrieden, die Hütte voll, Band glücklich, Veranstalter glücklich. Das zählt am Ende des Tages.
Danke für Eure Hinweise und Eure Teilnahme hier!