Warum gibt es eigentlich keine digitale InEar-Systeme?

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Den letzten aktuellen Beitrag zum Thema den ich gefunden habe, stammt aus dem Jahr 2012... :eek:

Warum gibt es m Bereich InEar-Monitoring noch keine größere Auswahl an digitalen Systemen?
Wenn ich per Suchmaschine im Netz gezielt "digitale" InEar-Systeme suche, finde ich Systeme der Fa. TP-Wireless und diese bei Amazon :embarrassed: ...und die Firma Mipro.

Hier stellt die Fa. Mipro ihre digitalen InEar-Systeme vor.

Was mich stutzig macht: Das die beiden Deutschen "Platzhirsche" Thomann und Music Store kein einziges digitales InEar-System am Start haben :confused:

Ich bin in der Planung, mir ein gutes InEar-Sytem zuzulegen. Allerdings würde ich gerne auf ein digitales System gehen.

Was sagt/meint Ihr?
 
chris_kah

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Ich habe noch ein älteres (analoges) Mipro Funkmikro-System. Aufgrund der Erfahrung, die ich damit gemacht habe, wäre Mipro nicht so auf meiner Wunschliste.

2.4 GHz würde ich ohnehin nicht auf der Bühne nutzen (gleiches Frequenzband wie WLAN)

Digitale Funkstrecken haben in der Regel eine gewisse Latenz (hier bei Mipro sind 4 ms angegeben - zum Vergleich: das X32 hat als ganzes Pult 0.8 ms ...)
 
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@chris_kah hat das Thema schon angerissen: die Latenz digitaler Systeme.
Vor allem Gitarristen und Keyboarder sind mit Latenzen ein wenig kritisch; 4ms klingt erst mal nicht viel - wenn aber die digitale Funkstrecke 6ms, das Pult 0,8ms und dann die IEM-Strecke 4ms haben, wird das schnell zum Problem.
4 ms hören nur wirklich geschulte Ohren - bei > 8-10ms wird es (für mich) unerträglich: die unmittelbare "Rückmeldung" nach dem Anschlagen einer Saite kommt definitiv zu spät.
Digital ist nicht immer nur gut - es ist in erster Linie für die Hersteller billig, weil die Komponenten in Massenkonsumer-Geräten eingesetzt werden (das trifft vor allem bei 2,4GHz zu - da kostet ein Sendemodul mittlerweile im Großeinkauf < $1). Damit kann ein Hersteller Kasse machen.....
Thema Mipro:Ich kenne keinen (semi-)Profi der ein System dieser Herkunft auf der Bühne nutzt.
 
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4 ms hören nur wirklich geschulte Ohren - bei > 8-10ms wird es (für mich) unerträglich: die unmittelbare "Rückmeldung" nach dem Anschlagen einer Saite kommt definitiv zu spät.

4ms hören beim Gesangs-IEM auch ungeschulte Ohren dank übler Kammfilter durch Kombination von IEM und Körperschall.

Und ja, ab ca. 10ms wirds für mich als Gitarrist auch schon übel.
 
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Netstalker hat es beschrieben: Digital ist nicht immer gut.

Ich höre oft. "ich möchte mir ein neues Funkmikro/IEM kaufen- aber wenn schon dann digital"
Das passt in die Zeit wo digital in aller Munde ist.

  1. Ein "Digitales Funkmikrofon" ist nicht vor Frequenzstress sicher. Senden tut es wie andere Mikrofone auf bestimmten mehr oder weniger belasteten Frequenzen. (auch im UHF Bereich)
  2. Es ist eigentlich auch kein „digitales Mikrofon“ . Es ist „normales“ Mikrofon. (Kondensator oder dynamisch)
    Es findet eine digitale Umwandlung des Tonsignals im Sender statt. Dadurch kann es schmalbandiger senden (es muss dann im Empfänger wieder ein „normales“ Line Signal zurückgewandelt werden – das hat eine gewisse Latenz zur Folge.)
    Es sendet dann auf den Funkfrequenzen auf denen natürlich auch andere Mikrofone senden. (Aber es wird ein „digitales Signal gesendet, was weniger „Platz“ benötigt)
  3. Sendet es auf den oft als "digitale" Frequenzen bezeichneten Ghz Bereichen 1,7 (Sennheiser) 2,4 oder höher) ist das zwar eine freie Frequenz, teilt sich aber mit Wlan, Pult-Fernsteuerungen (I-pad) den Bereich. Hier sind auch Einschränkungen der Reichweiten gegenüber den UhF Frequenzen zu vermelden.
Mipro: der Taiwanische Hersteller liefert auch für Beyerdynamic. Ich kenne das In Ear System Mipro MI-900T. Ein durchaus "erwachsenes " System und auch nicht billig. Es sendet auf den UHF Frequenzen 482 -540 MHz zuverlässig. In Verbindung mit einen Digitalpult sind Latenzen spürbar aber nach Meinung des Benutzer "vernachlässigbar". (also eine persönliche Meinung)


 
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So! Nun aber! ...ich habe natürlich Eure Antworten schon gestern Abend zur Kenntnis genommen und erst mal ein Nacht drüber geschlafen :patpat:

Erst mal Eins vorweg: Lieben herzlichen Dank für Eure Antworten!!!! :great:

O.K., grundsätzlich denke ich ja, das digitales "Senden und Versenden" :)D) das Bessere ist, weil man von höherer Zuverlässigkeit ausgeht - kann es aber nicht weiter erklären, warum ich so denke. Hängt wohl auch mit allen digitalen Prozessen zusammen, die mittlerweile in unserem Leben einzug gehalten haben.

Meine Gitarren spiele ich seit 2014 kabellos mit einem digitalen Line6 Relay G55 System. Ich hatte noch NIE Probleme mit diesem, es läuft immer noch tadellos zur vollsten Zufriedenheit UND hat eine überragende erstklassige (!) Audio-Qualität! Ist wohl auch ein Grund, warum ich denke, digital ist besser. Auch unter dem Gesichtspunkt "Rauschfreiheit"!!!

Aber wenn man das außer Acht lässt, was Ihr hier vermittelt, dann kann das Ganze ja nach hinten losgehen: Die Latenzen! ...und ja, die sind für mich sehr wichtig! Ab 10ms habe ich da auch erhebliche Probleme! Aber auch schon darunter merke ich diese. Habe da meine Erfahrungen mit ASIO-Latenzen in meinem kleinen Homestudio

Das Line6 Relay G55 soll <4ms Latenz haben - ich spüre beim Spiel nix. Und ich meine, die eigentlich Latenz liegt deutlich unter 4ms!

Aber: Ich gehe jetzt mal von realen 4ms Latenz aus. Plus der Latenz, die durch das "Zurücksenden" eines digitalen InEar-Systems (IES) mit dazu käme - und hier gehe ich jetzt mal auch von mindestenz 4ms aus -.... ....tja dann... ...dann werden die Zeiten schon viel enger...

Also verstehe ich das richtig?: Analoge IES haben keine so dramatischen Latenzen?!? Oder? ...und das ist auch der Grund, warum hier immer noch die analogen IES die Nase vorne haben...

O.K., ich gehe jetzt mal davon aus, dass es besser ist, beim IE auf ein analoges System zu setzen!

In meiner Band spielen zwei mit einem IES: Wenn jemand vor der Probe vergisst, sein Handy zu deaktivieren, ist das Gemecker groß :opa: ...weil die zwei immer die Funk-Signale der Handys mit auf dem Ohr haben.

Gibt es ein analoges IES, welches diese Störungen nicht "durchlässt"? ...ist es vielleicht auch eine Frage der Qualität der Geräte. Ich wollte sowieso auf eine höhere Qualität setzen, weil ich mir davon auch eine höhere Audio-Qualität auf den Ohren verspreche. Es sollen Orthesen mit einem hochwertigen Hörer-System werden.

Weiter: Welcher Frequenzbereich bietet Planungssicherheit? Nicht das da irgend was kurzfristig verboten wird. UND in welchem Frequenzbereich ist die beste Audio-Qualität zu erreichen (obwohl dieses wahrscheinlich egal ist ;)).

Shure oder Sennheiser? ...ist mir eigentlich egal, solange die Qualität stimmt. Bei Shure sehe ich den Vorteil, dass sie auch Systeme haben, die man in Mono betreiben kann - Sennheiser hat da nix. Habe da jedenfalls nix gefunden. 24Bit Audioverarbeitung usw. usw.

Was meint Ihr?
 
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Du solltest einen Unterschied machen zwischen einer Gitarren Funkanlage und einem IN Ear System.

Frequenzumfang und Reichweite ist bei Gitarrenfunk ja ohne große Anforderung.

Unsere In Ear Systeme (Sennheiser) werden vom FOH mittels Richtantennen zur Bühne gesendet. (6 Stück) sie senden seit 8 Jahren auf dem Senngeiser C Band (730 -790 MHz. völlig problemlos in unterschiedlichen Locations und auch draußen bei FoH Abständen von bis zu 80m. Auf dem C Band laufen sogar noch die 6 Handsender. Das Management ist bisher völlig störungsfrei.

Ich kann auch von Festivals berichten auf denen die Gruppen jeweils Ihre eigenen Funksets benutzt haben. (in den Bereichen 420 -790 MHz) Stress gab es bei den Kollegen in den freien Bereichen 823/832 und 863/865 MHz da diese grundsätzlich von vielen Usern verwendet werden und ein nebeneinander mehrerer Sets beschränkt ist. Wir nennen das mittlerweile "Garagentor-Frequenz")

In den GHz Bereichen gibt es auf Grund der geringeren Reichweite Probleme. Da reicht machmal schon ein zwischegestellter Mikrofonständer in Verbindung mit einen auf dem Rücken angebrachten Beltpack um das Signal abtreißen zu lassen. (Beim Schlagzeuger mit Headset üble Erfahrung.(übrigens auch Sennheiser)
Zum Vergleich: Ich kann mit meinen Musikern u.U. sogar im weitläufigen Backstage-Bereich über das IEM (Uhf )kontakt aufnehmen.

Über die Latenzen kann bei digitalen Sendern kann ich nicht berichten, da diese in meinem Umfeld nicht für IEM verwendet werden.

Als zukunftssichere Frequenzen wird das Frequenzband 470-694 MHz (UHF) wird mit großer Wahrscheinlichkeit bis 2030 für den PMSE-Bereich (Program Making Special Events: drahtlose Mikrofone und IEM-Systeme) zur Verfügung stehen.
Dieses sind anmeldepflichtige Frequenzen und kosten einmalig 150,-€.

Die freien Frequenzen: VHF Bereich, die freien UHF Freqeunzen sind und werden immer weiter belastet sein. auch auf den Frequenzen ober halb 1785 Mhz tummeln sich LTE, DECT und W-Lan.

Meine Empfehlung ist ein analoges IEM von shure oder Sennheiser. Aus gutem Grunde bieten die auch keine digital gewandelten IEM Systeme an.

Natürlich kann man die IEMs von Sennheiser in Mono/Stereo betreiben. Meine Sänger bekommen 2 mal Mono auf den Empfänger und können dann am Empfänger zusätzlich zum vorangestellten Mix selbst wählen was sie Priorität hören wollen.
Handy Einwahl-Signale kenne ich auch wenn der Empfänger und das Handy in der gleichen Tasche stecken. Das macht man aber nicht.

Es gibt mittlerweile recht gute Hörer, die als In Ear gestaltet sind. Später kannst Du Dir eine Otoplastik anfertigen lassen. Da bist Du mit Treiber aber schnell bei 350,-oder mehr.
 
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Analoge IES haben keine so dramatischen Latenzen?!?
Analog hat KEINE merkliche Latenz (weil das Signal mit Lichtgeschwindigkeit übertragen wird und analog auch mit annähernd dieser Geschwindigkeit übertragen wird).
Bei einer digitalen Übertragung wird immer erst analog->digital gewandelt (braucht Zeit), dann mit Lichtgeschwindigkeit übertragen und am Schluss wieder digital-> analog gewandelt (braucht auch wieder Zeit).

Auf professionellen Bühnen wird auch schon digital übertragen - nur halt mit Wandlern, die das ganze wesentlich schneller abwickeln (und mehr als das 10-fache kosten).

Wenn Handy-Störungen "durchschlagen" ist das System nicht konsequent für den (Semi-)Professionellen Einsatz konzipiert - in Sennheiser - oder Shure-Systemen der Preisklasse > 600€ wird dir das nicht passieren.
Vor allem sind hier wieder die Gerätschaften auf 2,4GHz betroffen - denn diese Empfänger nehmen auch die Handyfrequenzen im Eingang auf - dadurch werdne aber auch die "Nutzsignale" im wahrsten Sinne des Wortes geblockt.

Ich hoffe ich hab mich nicht zu sehr ins Fachchinesisch geworfen und mich halbwegs verständlich ausgedrückt.
 
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Danke für die erneuten Antworten!

O.K., da hat sich mir so einiges erschlossen - muss jetzt aber aufpassen, mit den ganzen Frequenzen nicht ins "Schleudern" zu geraten.

@Geeeht , dank Deiner Tips kann ich ja die Frequenzen 823/832 und 863/865 MHz schon mal "rausnehmen" bei der Suche. Aber sag mal: Findet sich z.B. bei Thomann in der Auswahl ein Gerät mit dem Frequenzband 470-694 MHz (UHF)? Über eine einmalige Zahlung von 150,- Euro kann man ja nachdenken, wenn es für viele Jahre reicht. Aber was ist, wenn ich mein Equipment verkaufen möchte, kann ich die erworbene Lizens mit den Geräten weiterverkaufen, sozusagen "Übertragen"?

Edit: Ich sehe gerade, ich muss selbst darauf achten, welche Frequenz ich auswähle! Befindet sich ein Gerät innerhalb dieses "Frequenz-Fensters", dann werden die 150,- Euro fällig.

Bei Thomann habe ich schon mal eine Auswahl bis 1000,- Euro getroffen - ob Shure oder Sennheiser ist glaube ich egal, ich meine, beide bauen eine sehr gute Qualität!

https://www.thomann.de/de/search_co...436492&art[]=361397&art[]=436480&art[]=421065

...auch nehme ich ein System, wo ein Ohrhörer gleich mit dabei ist. Soviel ich bisher weiß, kann man diese auch nachträglich in Orthesen integrieren. Hier Tips bezüglich des Klanges, Transparenz im Signal und Wohlbefinden > bitte unbedingt mitteilen! Danke!

Sollte dennoch ein Gerät über 1000,- Euro der "Knaller" sein > bitte posten!!!! Danke! ....ich glaube, hier zu sparen ist der absolut falsche Weg! Und wenn es "nur" geringfügig mehr ist....

-----

Ich hoffe ich hab mich nicht zu sehr ins Fachchinesisch geworfen und mich halbwegs verständlich ausgedrückt.

...nöööö, alles klar! Verstehe alles! Wenn ich was nicht verstehe, frage ich.... ....wer nicht fragt, bleibt dumm...

Wenn Handy-Störungen "durchschlagen" ist das System nicht konsequent für den (Semi-)Professionellen Einsatz konzipiert - in Sennheiser - oder Shure-Systemen der Preisklasse > 600€ wird dir das nicht passieren.
Vor allem sind hier wieder die Gerätschaften auf 2,4GHz betroffen - denn diese Empfänger nehmen auch die Handyfrequenzen im Eingang auf - dadurch werdne aber auch die "Nutzsignale" im wahrsten Sinne des Wortes geblockt.

...aber da stutze ich ein wenig. Übersehe ich etwas oder ist da kein Gerät welches bei und um 2,4GHz "zu Hause" ist?!?! ...ich sehe nur Geräte, die im MHz-Bereich present sind...
 
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Ich wollte damit sagen, dass vor allem Geräte im 2,4GHz-Bereich von Handyeinstrahlung betroffen sind - es kann natürlich bei schlechter Abschirmung oder minderwertigen Empfängern im Gerät (keine entsprechenden Filter) auch zu Einstrahlungen/Störungen kommen.
Mir ist das noch nicht passiert - wir setzen auf der Bühne zur Zeit das hier ein:

1 x Sennheiser SR 2050 IEM-BW (2 Empfänger EK 2000IEM) (kein merkliches Rauschen)
3 x IEM Shure PSM 300 Prem

1 x Sennheiser SKM 500
2 x SK 5212 mit EM 3732
(Der Rest ist Kabel)

Das SR2050 sind nicht die neuesten Systeme - aber ich halte die Dinger immer noch für das beste IEM-System.

Alles im C-Band.
 
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Genau: Im GHz Bereich sind IEMs wegen der genannten Nachteile (Reichweite, Einstrahlungen und engere Bandbreite nicht gebräuchlich.

Der Bereich 414 -73 ist der übliche Bereich im "amtlichen" IEM.

Ja - beim Kauf steht immer dabei auf welchen Frequenzen die Anlage arbeitet.

Und jetzt nochmal was zu der Anmeldung bei der Bundesnetz-Agentur:
Alle Benutzer sind in den letzten Jahren durch die Versteigerungen der Frequenzen arg gebeutelt worden. Ich muss te vor Jahren einmal 8 Funkstrecken in die Ukraine verkaufen, da der Schäuble den Bereich 790-820 für Milliarden an OT, Vodafone und Telekom verkauft hat. Zigtausende von Anlagen (Musiker,Theater, Museen,Künstler aller Art und viele Einrichtungen waren davon betroffen. ) also folgte eine Welle von Neuanschaffungen und die Hersteller hatten sozusagen ein Abwrack Ertrag in gewaltiger Höhe. Bei den teureren Anlagen wurde ein "umquarzen " für 300,-€/Stck angeboten, Einige Einrichtungen konnten mit viel bürokratischem Aufwand eine kleine Entschädigung erbetteln.
Die Folge der Versteigerung (digitale Dividende) waren dann auf Herstellerseite die noch freien Frequenzen (Mittenlücke) mit Billigprodukten zu fluten. Das führt zu den genannten Problemen. (Auf Festivals kann man schon mal den Gitarristen der Nachbarbühne oder den Küchengeräte-Propagandisten) auf seinem Empfänger haben.
Die amtlichen Frequenzen Bedürfen der Anmeldung bei der Bundesnetzagentur. Ich kenne viele Nutzer, die darauf verzichtet haben - ich kann das sehr sehr gut nachvollziehen. Prüfungen gibt es eigentlich nicht !


Wir kommen übrigens auch mit den Sennheiser Produkten unter 1000,- bestens zurecht. (SKM)
Die von Netstalker erwähnten Geräte sind sicher die obere Ebene und TOP.

Die beigelegten Ohrhörer sind nutzbar, aber werden auch von Dir irgendwann ausgetauscht werden. (Verschraubbare Miniklinke) Wir haben Hearsave HS Treiber mit individuellen Otoplastiken. Im Verleih habe ich https://www.thomann.de/de/shure_se215cl.htm und durchaus brauchbare Fender https://www.thomann.de/de/fender_iem_nine_black_metallic.htm
 
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@netstalker Danke für die erneute Erklärung!

Ich schmunzel gerade: Ihr habt 3x ein Shure PSM300 System im Einsatz... ...in meiner Auswahl hatte ich ja nur die kostenpflichtigen Frequenzen ausgewählt. Jetzt habe ich noch mal nach kostenfreien Frequenzen gekuckt und bin auf das Shure PSM 300 Premium SE215 S8 gestoßen:

https://www.thomann.de/de/shure_psm_300_premium_se215_s8.htm

Es routiert in meinem kleinen Troll-Kopf.....

@Geeeht : Danke für das Schäuble-Statement und die Hinweise zum Umgang mit der Bundesnetzagentur...

Und wegen des Kopfhörers schau ich denn mal. Nach oben hin sind da ja auch die Grenzen offen... ...aber was ich bis jetzt in Erfahrung bringen konnte, beginnt hier die Oberklasse inkl. Orthesen ab 1000,- Euro aufwärts und so richtig spannend wird's dann noch mal bei >2000,- Euro... ...aber da komme ich so langsam an Grenzen. Ich bin ja aufgrund meiner Erfahrung mit dem Beyerdynamik DT770Pro ein dieser Firma sehr zugeneigter Verbraucher. Beyerdynamik soll mit dem Tesla-System einen ertklassigen Kopfhörer (zum in die Ohren stecken) im Sortiment haben, allerdings wird dieser nicht dem IEM zugerechnet...

Naja, meine Suche hat ja erst begonnen.... :whistle:
 
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ich kann das sehr sehr gut nachvollziehen. Prüfungen gibt es eigentlich nicht !
Ich nicht - ich sitze da ein wenig auf der anderen Seite:
Wenn man erwischt wird, was bei Störungen anderer, gleichberechtigter Dienste durchaus vorkommt, wird es sehr teuer.
Schwarzfunken ist kein Kavaliersdelikt, wird ein anderer Berechtigter gestört, ist definitiv ein Straftatbestand.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich schmunzel gerade: Ihr habt 3x ein Shure PSM300 System im Einsatz... ...in meiner Auswahl hatte ich ja nur die kostenpflichtigen Frequenzen ausgewählt. Jetzt habe ich noch mal nach kostenfreien Frequenzen gekuckt und bin auf das Shure PSM 300 Premium SE215 S8 gestoßen:

https://www.thomann.de/de/shure_psm_300_premium_se215_s8.htm

Es routiert in meinem kleinen Troll-Kopf.....
Wir haben das PSM 300 bei 624MHz am laufen - die Variante am Sonderkanal 8 würde ich niemals einsetzen.
 
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Ich nicht - ich sitze da ein wenig auf der anderen Seite:
Wenn man erwischt wird, was bei Störungen anderer, gleichberechtigter Dienste durchaus vorkommt, wird es sehr teuer.
Schwarzfunken ist kein Kavaliersdelikt, wird ein anderer Berechtigter gestört, ist definitiv ein Straftatbestand.

...bin ein wenig verwirrt: Also AUCH wenn man eine kostenpflichtige Frequenz betreibt UND diese auch angemeldet hat, kann man andere stören?!?! ...O.K., kann ja mal passieren.... ...und wenn's passiert, dann zahlt man keine Strafe, wenn man's angemeldet hat...

Ihr versteht mein Dilemma :nix:
 
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Naja - eine Band auf Tour kann mal jemanden stören; ist die Anlage angemeldet, wird ein Frequenzwechsel vorgeschlagen.
Nur wer die Anlage nicht anmeldet, kann belangt werden: wird man erwischt, ohne zu bezahlen sind 300€ fällig (Ordnungswidrigkeit); wird jemand durch die Anlage gestört, kommt das ganze vor ein Strafgericht.
 
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Wir haben das PSM 300 bei 624MHz am laufen - die Variante am Sonderkanal 8 würde ich niemals einsetzen.

...ahhh so langsam steige ich dabei durch: Ihr habt also den Frequenzbereich K3E (606 - 630 MHz). Diese Frequenzen sind allerding Kostenpflichtig - wenn die Angaben der Thomann Page stimmen. Und die Frequenzen von 606 - 614 MHz sind sogar bei uns verboten.

Dann finde ich noch den Bereich T11 und dieser ist quasi kpl. frei in Europa.

-----

Also wenn ich eine kostenpflichtige Frequenz nehme, dann bezahle ich. Ist kein Thema.

Ich suche jetzt mal weiter....

-----

EDIT: ...ging ja schneller als gedacht > es bleibt ja im großen und ganzen bei den Frequenzbreichen K3E und T11 bei der PSM300-Serie von Shure.

Ich muss mich quasi jetzt nur für einen kostenpflichtigen oder kostenfreien Betrieb entscheiden.

Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, mit dem T11-Band Probleme mit anderen Nutzern zu bekommen?

Bei Thomann finde ich noch folgende Infos...

Informationen zu Deutschland:
Rundfunk, Ü-Wagen und Festinstallationen, anmeldepflichtig
Für professionelle Touring-Anwender
Geeignet für Verleiher und Bands im professionellen Bereich
Anmelde- und gebührenpflichtig.
Anmeldegebühren 130,- € einmalig, jährliche Gebühr pro Funksystem 10,- €
Bei weiteren Anmeldungen im gleichen Jahr halbieren sich die Anmeldegebühren auf 65,- €
 
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Wenn du eine „freie“ Frequenz wählst, ist die Gefahr einer Störung wesentlich größer: in der Mittenlücke und dem ISM-Band funkt jeder, das 2,4GHz-Band ist von WLan belegt - willst du auf Nummer Sicher gehen,bleiben nur die Lizenzpflichtigen Frequenzen.
 
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Na ja, meine Systeme sind angemeldet. Sogar für den mobilen Einsatz. Und der Zettel liegt seit vielen Jahren im Case.
wird ein anderer Berechtigter gestört, ist definitiv ein Straftatbestand.
Ich wäre dann der Berechtigte Jemand. Käme mir aber nicht in den Sinn jemanden anzuzeigen. In der Praxis stelle ich demjenenigen die Frequenz um und gut ist. Aber das brauchen wir nicht weiter zu diskutieren.
Stagtroll wird sich sicher vollumfänglich an die Gesetze halten.
 
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Stagtroll wird sich sicher vollumfänglich an die Gesetze halten.

..."Stagtroll"... :gruebel: ...wer ist das :tomatoes: ...also ich bin Skogtroll (norwegisch für Waldtroll oder "Der Troll aus dem Wald"; gesprochen "ßkuhck")...

Solltest Du jemals alleine in einem norwegischen Wald unterwegs sein, dann setze Dich einfach mal irgendwo hin. Lausche, horche... ...irgendwann beginnt es rund um Dich zu kichern. Und wenn Du Dich ganz schnell umdrehst, dann siehst Du sie hinter den Bäumen verschwinden: Die Skogtrolle, die jeden Wanderer in norwegischen Wäldern ärgern..... ...hahaha...

Ja! Ich werde mich an Gesetze halten definitiv! Da wird nix illegales von meiner Seite aus laufen!

Ich wääge nur noch ab. Wenn ich viele Auftritte habe, dann macht das K3E-Frequenzband Sinn... ...ich weiß aber nicht, wie sich was entwickelt: Es kann für mich ab den nächsten Monaten auf viele Auftritte hinauslaufen oder auch nicht. Ich glaube, Ihr gebt mir Recht, dass ich bei wenigen Gig's pro Jahr eher zum T11-Frequenzband tendiere. Allerdings könnten auch bei wenigen Gig's z.B. die "Kieler Woche" mit dabei sein und da stehen schon mal die Bühnen dicht beieinander....

Also primäre habe ich mich für das Shure PSM 300'er System bereits entschieden. Es hat noch andere Vorteile gegenüber Sennheiser: Eine vollumfängliche Ausstattung für den Rack-Einbau wird mitgeliefert (Sennheiser ist da eher halbherzig). Normale Akkus für den Empfänger - ich habe nun nicht weiter bei Sennheiser gekuckt, aber so richtig habe ich da keine AA-Batterieformate wahrgenommen. UND - leider eine negative Erfahrung mit Sennheiser: Ich brauchte mal für einen alten Sennheiser Kopfhörer ein neues Kabel. Die Preisvorstellung via der Sennheiser-Page waren aber eher indiskutabel... ...ich habe mich dann anders beholfen.

Ich werde wohl noch bis ende März warten, weil ich ein sehr interessantes Angebot von Musis erhalten habe, wo größeres geplant ist. Das würde auch auf mehere Gig's im Jahr hinaus laufen. Dann wird's das mit Sicherheit das K3E-Frequenzband :cheer:
 
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Sorry Skogtroll. Habe mich vertippt. Ich kennen einen Clown der sich Stagtroll nennt. Nach seiner Definition soll das sowas wie Bühnenspaßmacher heißen.

Ich wünsche Dir viel Freude mit Deinem IEM System.
 

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