Warum gibt es noch kein faltbares Mischpult im Audiobereich?

Sharkai
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Mein Gedanke war, das es bei den Lichtpulten ja schon eine ganze weile aufklappbare Pulte gibt, die einen Touchscreen haben. Im Audiosektor ist das höchste der Gefühle die Behringer Wing mit ihrem klappbaren 10" Touchscreen oder einen externe Monitore.

Tablett Bedienung ist hier nicht das Thema, denn das können eigentlich alle Digitalpulte mit Motorfader.

Ich hab mal ein KI Bild erstellt, das im groben veranschaulicht, was ich meine. Das Layout ist halt KI generiert und nicht unbedingt Sinnvoll. Es zeigt aber gut, was ich im Kern meine.

ChatGPT Image 25. März 2026, 14_09_22.png
Mit ist es schleierhaft, warum noch keiner der Hersteller auf dieses Layout aufgesprungen ist. Es kann ja sein, dass es hier Probleme gibt, an die ich nicht gedacht habe. Da es aber im Lichtsektor auch geht (z.B.: Infinity Chimp, MA grandMA3, ChamSys MagicQ, etc...), fällt es mir sehr schwer zu glauben das es hier unlösbare Probleme geben soll.

Also ich denke, das es in vielerlei Hinsicht sehr Praktisch sein kann. Wenn ich da nur an den Transport denke. Das Case wird gleich mal wesentlich kleiner. Man braucht nicht ewig aufzubauen um ein Touchscreen für das Mischpult zu haben. Die Größe des Monitors kann schon recht heftig werden (im positiven Sinn), wenn die Fläche des Pults komplett benutzt wird. Das gibt auch viele Möglichkeiten schnell und flexibel Zugriffe auf alles was man braucht zu haben.

Was denkt ihr darüber?
 
Naja, beim Lichtpult hast du eine echt überschaubare Anzahl an Anschlüssen, verglichen mit manch einem Tonpult. Speziell beim Ton gibt es ja zwei Lager unter den Anwendern. Die einen, ich gehöre dazu, meinen, dass analoge Ein- und Ausgänge grundsätzlich in eine digitale Stagebox gehören. am FOH selbst braucht es maximal wenige für Zuspieler und Co.. Andere wollen viel lieber ein Digitalpult, das von Haus aus über viele analoge Anschlüsse verfügt. Mir wäre ein WING Compact mit acht- Ein und Ausgänge auch recht gewesen, die 24 Eingänge brauche ich so nie. Aber dadurch ist es für meine Bedürfnisse unverhältnismäßig groß geraten.

Beim Lichtpult reichen ein paar DMX Ausgänge und eventuell noch was für Artnet, USB und Pultleuchten. Da kann man schon mal auch etwas kompakter bauen.

Aber ja, ich könnte mir auch gut vorstellen dass Tonpulte in dieser Klapp-Architektur gar nicht mal verkehrt sein würden und sich auch gut verkaufen lassen würden. Das Midas HD96-Air ist zwar ein Klapp-Pult, aber leider eben nicht mit dem Laptop Trick dass man da auch noch ein Panel mit Motorfadern unterbringen könnte. So muss man ein extra Faderboard dazu kaufen, und auch extra transportieren.
 
Ich gehe stark davon aus, dass das überwiegend ein Kostenthema ist. Bei nem Lichtpult für 20- 50k kann man das guten Gewissens machen und dementsprechend robust genug ausführen - bei dem Preis zuckt dann auch keiner mit den Achseln. Das sind dann aber halt auch keine "kompakten" Pulte mehr, die man sich mal unter den Arm klemmen kann.

Wo ich den Vorteil davon sehen würde wäre tatsächlich Pulte im "Notebook"-Format, die maximal kompakt und transportabel sind. Der Markt dafür dürfte trotzdem extrem überschaubar sein, wenn ein entsprechendes Pult dann 20k kosten würde. Gerade bei Tonpulten ist der Preisdruck in den letzten Jahren ja doch ziemlich massiv geworden.
 

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