Was für ein Traum - Text

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Hallo

Nachdem ich gestern das erste Mal einen Text von mir hier rein gestellt hab und Meinungen bat, war ich sehr angenehm überrascht.
Deshalb mach ich das mit diesem etwa 8 Monate alten Text jtzt nochmal
Ich wollte ihn erstmal liegen lassen, weil er ganz anders ist, als das was mir sonst
so einfällt. Zwischenzeitlich hatte ich schon als unbrauchbar verworfen.
Aber jetzt würde mich die Meinung anderer Menschen doch noch interessieren:

Was für ein Traum

Am Tage geh ich schindern inner Fabrik
bin schon froh wenn ich den miesen Lohn pünktlich krieg
und abends lauf ich an der Villa vom Chef vorbei
mit Fenstern aus Tropenholz und Marmortreppe
und ich beiss auf meine Lippen, daß ich nicht schrei
lauf nach hause , fall ins Bett und rette
mich in einen schönen Traum ....
-
....ich lieg am Südatlantikstrand im Sand hinter mir ein Baum
links von mir ne Strandschönheit die reicht mir grad ein Glas
und rechts steht n Raketenwerfer in Athrazit schwarz
eben hab ich ein Holztransportschiff getroffen
und ich und die Strandschönheit und der Regenwald hoffen
das mein Chef jetzt keine neuen Fenster mehr kriegt
wenn mein Moloktowcoktail morgen durch seine Scheibe fliegt
---
Am Morgen steh ich auf und mein Vater sagt lauf
du kommst noch zu spät,
nicht das dein Chef noch in Insolvenz gerät
das denkt man zumindest so wie der immer schreit
doch ich bin pünktlich zur Stelle, zum ausbeuten bereit
in der Pause mach ich kurz die Augen zu
und seh n tollen Film....
---
....die Fortsetzung von heut Nacht steht auf dem Traumprogram
die Villa vom Alten brennt lichterloh
ich hab mir Grillwurst und n Liegestuhl mitgebracht
die Aussicht ist toll und die Wurst schmeckt echt gut
ich geniess den Grillabend und schau was sich tut
---
Am nächsten Tag komm ich ins Geschäft
der Chef strahlt und sagt er hätt auf mich gewartet
leider sagt er muß er mich entlassen
er könnt es selbst noch gar nicht fassen
er kann sich jetzt ne Südseeinsel kaufen
und ich muß morgens nicht mehr soweit laufen
So ne Insel ist echt teuer das müße ich verstehen
es gäbe eben Dinge die vor meine Existenz gehen.
Zu Hause spül ich erst mal meine Wut hinunter
ich staun mein Traum ist jetzt noch viel bunter....
---
....ich steh in Frankfurt in nem börsensaal
dem Bullen und dem Bären draußen
hab ich grad die Köpfe weggeschossen
und eben hat mein Maschinen Gewehr das erste
Spekulantenblut vergossen
Den Rest der Bande zwing ich ihre Aktien,
von meinem chef zu verkaufen
einer will nicht, der sieht meine Flinte rauchen
Und dann seh ich meinen Chef auf seiner Insel vor mir
inner Palmehütte mit den Füßen stampfen
und statt Hummer, hat er Wurzeln und Regenwürmer zu fressen.

Ach am Ende, hat er doch nur ein Glück, daß mein Traum nicht Wahrheit ist
daß mein Traum niemals n Träumer findet, der ihn nicht nur träumt sondern auch zündet.



Was meint Ihr, kann man das trennen was Traum und Realität, beim hören?
Hat das ne Daseinsberechtigung als Lied?

Ich freu mich auf jede Meinung
 
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Vielleicht hätte ich den Text doch verwerfen sollen,oder zumindest nicht hier posten. Unausgegoren ist er, klar. Aber so ganz kann ich n noch nicht abhacken. Na ja nun steht hier, ganz allein, ohne
fremde Meinung.
 
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Gemach, gemach - hast den Text ja erst heute Morgen gepostet.

Ich finde die Idee super. Die Abgrenzung zwischen Traum und Realität ist zumindest beim Lesen klar - müsste aber auch gesungen klappen. Mir ist die Umsetzung teilweise etwas zu krass, vor allem in dem Teil mit der Schießerei im Traum. Generell würde ich das Hassverhältnis zwischen Angestelltem und Chef subtiler darstellen. Aber das ist halt Geschmackssache...
 
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Am Tage geh ich schindern inner Fabrik (Am Tage schinde ich mich inner Fabrik)
bin schon froh wenn ich den miesen Lohn pünktlich krieg (bin schon froh wenn ich den kärglichen Lohn pünktlich krieg)
und abends lauf ich an der Villa vom Chef vorbei
mit Fenstern aus Tropenholz und Marmortreppe
und ich beiss auf meine Lippen, daß ich nicht schrei
lauf nach hause , fall ins Bett und rette
mich in einen schönen Traum ....
-
....ich lieg am Südatlantikstrand im Sand hinter mir ein Baum
links von mir ne Strandschönheit die reicht mir grad ein Glas
und rechts steht n Raketenwerfer in Athrazit schwarz
eben hab ich ein Holztransportschiff getroffen
und ich und die Strandschönheit und der Regenwald hoffen
das mein Chef jetzt keine neuen Fenster mehr kriegt
wenn mein Moloktowcoktail morgen durch seine Scheibe fliegt
(der Vers ist so komplex, dass da kein Bild im Kopf entsteht)
---
Am Morgen steh ich auf und mein Vater sagt lauf
du kommst noch zu spät,
nicht das dein Chef noch in Insolvenz gerät (Glaubst Du wirklich, dass das ein Vater sagen würde? Der Würde doch eher sagen: ... du kommst noch zu spät, nicht dass Du noch Dein Job verlierst...)
das denkt man zumindest so wie der immer schreit
doch ich bin pünktlich zur Stelle, zum ausbeuten bereit
in der Pause mach ich kurz die Augen zu
und seh n tollen Film....
---
....die Fortsetzung von heut Nacht steht auf dem Traumprogram
die Villa vom Alten brennt lichterloh
ich hab mir Grillwurst und n Liegestuhl mitgebracht
die Aussicht ist toll und die Wurst schmeckt echt gut
ich geniess den Grillabend und schau was sich tut
---
Am nächsten Tag komm ich ins Geschäft
der Chef strahlt und sagt er hätt auf mich gewartet
leider sagt er muß er mich entlassen.(Mach da einen Punkt)
Er könnt es selbst noch gar nicht fassen,
er kann sich jetzt ne Südseeinsel kaufen
und ich muß morgens nicht mehr soweit laufen (und ich müsste dann morgens...)
So ne Insel ist echt teuer das müße ich verstehen
es gäbe eben Dinge die vor meine Existenz gehen.
Zu Hause spül ich erst mal meine Wut hinunter
ich staun - mein Traum ist jetzt noch viel bunter....
---
....ich steh in Frankfurt in nem börsensaal
dem Bullen und dem Bären draußen
hab ich grad die Köpfe weggeschossen
und eben hat mein Maschinen Gewehr das erste
Spekulantenblut vergossen
Den Rest der Bande zwing ich ihre Aktien,
von meinem chef zu verkaufen
einer will nicht, der sieht meine Flinte rauchen
Und dann seh ich meinen Chef auf seiner Insel vor mir
inner Palmehütte mit den Füßen stampfen
und statt Hummer, hat er Wurzeln und Regenwürmer zu fressen.

Ach am Ende, hat er doch nur ein Glück, daß mein Traum nicht Wahrheit ist (...Wahrheit wird)
daß mein Traum niemals n Träumer findet, der ihn nicht nur träumt sondern auch zündet. (daß mein Traum niemals 'nen Täter findet...)

Die Strophe ....ich steh in Frankfurt... der passt irgendwie nicht so richtig. Weil Du dich da nicht mehr direkt mit Deinem Chef auseinander stetzt empfinde ich das als Bruch im Text. Der Text wäre vielleicht noch stärker, wenn Du direkt bei diesem Konflikt Chef und ich bleibst.
Vielleicht fehlt Deinem Text auch ein sich wiederholender eingängiger Refrain nach jeder Strophe

Aber wegwerfen würde ich den nicht, sondern einfach noch ein paar Tage dran feilen.
Gruss
 

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