Welches meiner Mikrofone wäre für live Sprachanwendung passender als das SM58

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JazzNote

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Hallo, ich wundere mich ob für einen Anlass (wiederkehrend) eines meiner Mikrofone besser passt als das sm58?

Die Situation ist folgende: jeweils etwa 3 Sprecher die jeweils im Dialog (outdoors) vor das Mic. treten das sich auf dem Stativ befindet und immer, trotz mehrmaliger Hinweise einen zu grossen Abstand vom Mic. halten, was einen Pegel erfordert der zu Feedback führt, bzw. am Rande von Feedback gefahren werden muss. Mit meinem alten PA mit 2 Boxen war das mit dem sm58 einigermassen machbar, aber mit dem EV Evolve 30M ziemlich problematisch.

Nebst dem sm58 hätte aber noch viele andere Möglichkeiten. Z.B. Sennheiser MD441 U oder Blackfire 441, oder was ganz anderes: ein Stereo Beyerdynamic MCE 82 N(C). Auch ein Rode NT2A wie Royer 101 und 121, sowie zwei sm81 und weitere "Condensers" wären vorhanden, aber ich denke die wären alle overkill.
Welches der mics würde sich für die Anwendung am besten eignen?
TIA
 

trotz mehrmaliger Hinweise einen zu grossen Abstand vom Mic. halten,
das ist ein Problem, das häufiger auftritt, kenne ich gut ... und dann noch Sprecher, die leiser werden, sobald sie sich hören.
meiner Mikrofone besser passt als das sm58
sollte fast jedes sein, denn genau in dieser Situation ist das SM58 sehr ungünstig. Das spielt seine Vorteile bei extremer Nahbesprechung aus.

Wenn die einigermaßen gerade davor stehen und die LAutsprecher eher seitlich, dann würde ich ein Superniernmikrofon nehmen.
MD441 ist natürlich sehr gut.
Blackfire 441 ??? meinst du das 541?
MCE 82 N(C) ist doch eine Stereomikrofon - warum das?
Rode NT2A ist ein Großmembranmikro, Charakteristik 8, Niere, Kugel ... na ja, eventuell könnte man die in Charakteristik 8 so ausrichten, dass der Schall vom Lautsprecher maximal auselöscht wird.
Die Royers sind auch Bändchen mit 8 - Charakteristik ... Hmmm

SM81 sollte man noch probieren. Da sehe ich auch gute Chancen. Hat mehr Output bei gleichem Pegel als das MD441

Kondensator mit Superniere, falls du davon was hast.

Ich habe bei so was schon AKG C1000 verwendet (die waren da vor Ort, nicht meine) oder Kleinmembraner wie LCT040 oder Audio Technica Pro37

Audio Technica AT2010 wäre auch noch in der Überlegung ... Oder Sennheiser e865 ....
 
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... trotz mehrmaliger Hinweise einen zu grossen Abstand vom Mic. halten, was einen Pegel erfordert der zu Feedback führt, bzw. am Rande von Feedback gefahren werden muss.
Naja, da wird sich wohl nur durch den Mikro Tausch nichts substanziell ändern. Ok, das SM58 will gerne sehr nah besprochen werden. Aber auch bei allen anderen Mikros tun sich jetzt keine wundersamen und massiven Verbesserungen auf.

Aber spontan würde ich erst mal mit dem MD441 anfangen, auch wenn das als Superniere auch seine Herausforderungen mit sich bringt, weil es eben günstiger weise genau gerade vor dem Mikro besprochen werden will, etwa seitlich und es wird schlechter, mehr als bei Nieren Mikros wie das SM58.
die Royer sind ja Achter Mikros, da kann es Probleme geben da sie, wenn man sie gleich wie die anderen aufstellt, nicht nur die Prodagonisten auf der Bühne, sondern auch das Publikum vor der Bühne gut aufnehmen würden.
Ansonsten einfach mal durchprobieren, mit welchen du den besten Erfolg hast.

Noch was, wo stehen die Boxen im Bezug zu dem Mikro? Hast du schon probiert, per EQ die ersten, sagen wir drei, Frequenzen, die Feedback erzeugen, raus zu ziehen? Kannst du am Pult mit Low Cut und Hi Cut den zu übertragenden Frequenzbereich beschneiden? Kannst du auf die Poxen ein Delay von ein paar Millisekunden geben, um dem Feedback auch etwas zu entgehen? Hast du eventuell einen Feedback Suppressor zur Verfügung, manche neueren digital Pulte haben so etwas mit an Bord.
 
Also hier treffen ja viele Faktoren zusammen. Das Mikrofon ist ja nicht der alleinige Faktor. Vor allem die Richtcharakteristik sowohl vom Mikrofon als auch den Lautsprechern sind wohl aus technischer Sicht am entscheidensten.
So wie ich dein Schreib interpretiere lässt sich an den Lautsprechern nichts ändern? Ist die Aufstellung der Lautsprecher schon optimiert? Hats du das mal eingepfiffen?
Im Prinzip stimme ich @chris_kah zu. Mit einer Superniere (kleinmembran Kondensator halte die oft am besten ein) seh ich die besten Chancen. Nichts destotrotz würde ich bei der Unterweisung der Sprecher weiter versuchen zu optimieren. Vielleicht bekommst du die doch noch näher zum Mikro bewegt.

Welches Mischpult ist denn in Verwendung?
 
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  • #5
das ist ein Problem, das häufiger auftritt, kenne ich gut ... und dann noch Sprecher, die leiser werden, sobald sie sich hören.

sollte fast jedes sein, denn genau in dieser Situation ist das SM58 sehr ungünstig. Das spielt seine Vorteile bei extremer Nahbesprechung aus.

Wenn die einigermaßen gerade davor stehen und die LAutsprecher eher seitlich, dann würde ich ein Superniernmikrofon nehmen.
MD441 ist natürlich sehr gut.
Blackfire 441 ??? meinst du das 541?
MCE 82 N(C) ist doch eine Stereomikrofon - warum das?
Rode NT2A ist ein Großmembranmikro, Charakteristik 8, Niere, Kugel ... na ja, eventuell könnte man die in Charakteristik 8 so ausrichten, dass der Schall vom Lautsprecher maximal auselöscht wird.
Die Royers sind auch Bändchen mit 8 - Charakteristik ... Hmmm

SM81 sollte man noch probieren. Da sehe ich auch gute Chancen. Hat mehr Output bei gleichem Pegel als das MD441

Kondensator mit Superniere, falls du davon was hast.

Ich habe bei so was schon AKG C1000 verwendet (die waren da vor Ort, nicht meine) oder Kleinmembraner wie LCT040 oder Audio Technica Pro37

Audio Technica AT2010 wäre auch noch in der Überlegung ... Oder Sennheiser e865 ....
Danke für die Hinweise:

Da die Sprecher nicht genau in die Mitte vor das Mic treten war die Überlegung dass die Kapseln des MCE 82 auf die Seite gerichtet sind.

Ja natürlich Backfire 541 ..... nicht 441

Kondensator mit Superniere hab ich keins, aber ein AKG C 414 XLS (breite Niere, Niere, Hyperniere)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Naja, da wird sich wohl nur durch den Mikro Tausch nichts substanziell ändern. Ok, das SM58 will gerne sehr nah besprochen werden. Aber auch bei allen anderen Mikros tun sich jetzt keine wundersamen und massiven Verbesserungen auf.

Aber spontan würde ich erst mal mit dem MD441 anfangen, auch wenn das als Superniere auch seine Herausforderungen mit sich bringt, weil es eben günstiger weise genau gerade vor dem Mikro besprochen werden will, etwa seitlich und es wird schlechter, mehr als bei Nieren Mikros wie das SM58.
die Royer sind ja Achter Mikros, da kann es Probleme geben da sie, wenn man sie gleich wie die anderen aufstellt, nicht nur die Prodagonisten auf der Bühne, sondern auch das Publikum vor der Bühne gut aufnehmen würden.
Ansonsten einfach mal durchprobieren, mit welchen du den besten Erfolg hast.

Noch was, wo stehen die Boxen im Bezug zu dem Mikro? Hast du schon probiert, per EQ die ersten, sagen wir drei, Frequenzen, die Feedback erzeugen, raus zu ziehen? Kannst du am Pult mit Low Cut und Hi Cut den zu übertragenden Frequenzbereich beschneiden? Kannst du auf die Poxen ein Delay von ein paar Millisekunden geben, um dem Feedback auch etwas zu entgehen? Hast du eventuell einen Feedback Suppressor zur Verfügung, manche neueren digital Pulte haben so etwas mit an Bord.
Danke für die Hinweise:
Bin kein Sound Profi (nur Gitarrist ;-) und stelle für diesen Anlass jeweils mein PA dem Kunden zur Verfügung. Ein richtiger Soundcheck mit den Sprechern ist gar nicht möglich. Mit dem Soundcraft EFX 8 und zwei FBT Aktiv Boxen gings jeweils einigermassen, aber ich versuche nun aufwandshalber mit dem EV Evolve 30M ohne Pult. Das EV Evolve 30M steht vom Mic. her gesehen in ca. 9Uhr Position ungefähr 7 meter entfernt.
 
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  • #6
Also hier treffen ja viele Faktoren zusammen. Das Mikrofon ist ja nicht der alleinige Faktor. Vor allem die Richtcharakteristik sowohl vom Mikrofon als auch den Lautsprechern sind wohl aus technischer Sicht am entscheidensten.
So wie ich dein Schreib interpretiere lässt sich an den Lautsprechern nichts ändern? Ist die Aufstellung der Lautsprecher schon optimiert? Hats du das mal eingepfiffen?
Im Prinzip stimme ich @chris_kah zu. Mit einer Superniere (kleinmembran Kondensator halte die oft am besten ein) seh ich die besten Chancen. Nichts destotrotz würde ich bei der Unterweisung der Sprecher weiter versuchen zu optimieren. Vielleicht bekommst du die doch noch näher zum Mikro bewegt.

Welches Mischpult ist denn in Verwendung?
Danke für die Hinweise:
Das EV Evolve 30M ist folgendermassen ausgerichtet: Kompromiss zwischen möglichst weit weg vom Mic und möglichst gleichmässiger Beschallung der Zuhörer
Kein Pult, direkt in das EV Evolve 30M
 
Wäre es nicht am sinnvollsten, wenn du dir mal etwas Zeit nimmst, ein paar Freunde oder die Familie bittest, die Situation mit dir zu simulieren und dann machst du einige Aufnahme-Tests und wählst nachher aus, was am besten war?
 
Hi,

ich bin jetzt kein Experte für PA, aber mit Sprachabnahme hatte ich auch schon öfter zu tun. In sofern würde ich auch auf jeden Fall das Sennheiser 441 U oder das Blackfire probieren, das ist dem SM58 deutlich überlegen für diese Anwendung. Die Richtcharakteristik ist eigentlich ideal, um Feedback zu vermeiden. Wenn die Sprecher beiderseits eines Pults etwas seitlich versetzt stehen, fährst Du mit zwei Mikros vermutlich besser, es sind ja zwei fast identische vorhanden. Die Lösung mit dem Stereomikro klingt auch erstmal gut, aber dürfte feedbacktechnisch eher problematischer werden, weil es laut Datenblatt auch eher breit abnimmt.

Eins ist aber klar: Leute, die nicht nur weit entfernt stehen, sondern nicht mal bereit sind, in die Richtung des Mikros zu sprechen, sind das eigentliche Problem. Um die einzufangen, gibts eigentlich nur Ansteckmikrofone, da können sie nicht vorm Mikro "flüchten".

Bei Sprechern, die es nicht gewohnt sind, über Mic zu sprechen, ist halt auch die Psychologie das Problem: der Klang der eigenen Stimme über Lautsprecher ist für viele sehr irritierend, weil es halt ganz anders klingt als im Kopf, und das löst mMn diesen Fluchtreflex in den meisten Fällen aus. Das SM58 klingt für meine Ohren auch einfach nicht so gut für Sprache, seine etwas aggressive Charakteristik ist toll als Klangfarbe für Rocksänger, aber trägt dazu bei, dass die Leute, die das nicht sind, noch mehr mit der eigenen Stimme fremdeln. Ich hatte auch ein paar Sängerinnen in Bands, von denen hat das Ding eigentlich keine den neutraleren vorgezogen.

Bei Vereinsfesten o.ä. hat sich das oft lösen lassen, indem ich das das Gegenteil getan habe, was man als Musiker gewohnt ist, und das Monitoring zu Gunsten der Saalbeschallung möglichst leise gedreht habe. Solange sie sich dabei nicht selbst zu laut wahrnehmen, rücken die Leute dann meist schon näher ans Mikrofon, wenn sie merken, dass der Saal sie nicht gut versteht - denn ihre Botschaft wollen die ja schon loswerden. Wenn keine getrennten Monitore da sind, kann man es neben der Positionierung (die Du anscheinend ja schon optimiert hast) durchaus auch damit versuchen, die Anlage einfach insgesamt leiser zu drehen und die Verständlichkeit eher durch etwas angehobene Hochmitten und Höhen zu verbessern. Die EV-Anlage hat einen Speech Mode, aber der zusätzliche Summen-EQ kann da vielleicht noch ein wenig drauflegen. Ist die Anlage leiser, rücken die Sprecher erfahrungsgemäß auch bereitwilliger in Mikro-Nähe. Eigentlich hört ja bei seiner Rede niemand gerne diese "lauter!"-Rufe aus dem Publikum. Und da ist es dann weniger abschreckend, wenn der Sprecher dieses Mehr an Lautstärke nicht primär als donnernde Tiefmitten wahrnimmt (und die Toleranzgrenze dafür ist bei Otto Normalverbraucher halt oft mehr so "mimimimi").

Was psychologisch sehr helfen kann, ist eine klare optische Vorgabe: Versuchs mal damit, die Position für den jeweils aktiven Sprecher optisch vorzugeben - einfach eine Markierung mit einem Stück weißem Klebeband auf der Bühne, das schafft klare Verhältnisse. Sinnvoll ist da eine Linie quer, wo sie stehen sollen, und dann noch eine gerade in der Mitte, so 20 cm nach vorne in die Einsprechrichtung. Die Leute konzentrieren sich ja in erster Linie (und das ist ja auch völlig in Ordnung) auf ihre Inhalte, und statt dauernden Mahnungen, die für beide Seiten unangenehm sind, können sie einfach mal kurz nach unten gucken. Das macht man eh immer mal wieder beim Sprechen, und dann werden sie sanft und unpeinlich erinnert.

Gruß, bagotrix
 
Richtcharakteristik sowohl vom Mikrofon als auch den Lautsprechern sind wohl aus technischer Sicht am entscheidensten
Von dem ganzen Portfolie an genannten Mikros an 1. Stelle ganz klar das 441.
Welche Art von VA ist das in welchem Ambiente auf welcher Güteklasse mit welchem Publikum an welcher Örtlilchkeit?
Outdoor heißt wirklich outdoor oder doch Zelt und Begrenzungsflächen in unmittelbarer nähe? Falls wirklich Freifeld, dann sollte das 441 überhaupt keine Probleme machen (außer man geht wirklich off axis) doch das kann und muss man den Sprechern eben deutlichst kommunizieren, wie auch sonst bei Laien vor einem Mikro.

Entzerren des Mikrofonkanals, also das ziehen der ersten 3-4 Störfrequenzen. Dann sollte auch mit der Säule ruhe sein.

Die Säule macht halt auf 120° auf und damit ist das in dieser Anwendung eher kontraproduktiv. Besser wären gute Punktequellen mit deutlich kleinerem Öffnungswinkel.
Kein Pult, direkt in das EV Evolve 30M
Das ist der größte Fehler, denn man hat so überhaupt keine Kontrolle zur Entzerrung bzw. dem ziehen von Feedbackfrequenzen.

Sofern deinem Kunde die Qualität recht egal ist und kein wirkliches Budget bewilligt wird, dann ist das so. Falls dennoch ein gewisser Qualitätsanspruch, egal von welcher Seite, besteht und/oder ein vernüftiges Budget da ist, würde ich definitiv die Boxen gegen vernüftige und dem Job angepasste Werkzeuge tauschen.
Am Mikro selbst liegt es bei einem 441 definitiv nicht.
 
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