Wersi CD Orgel FL Modifikation und Schaltplan?

von Markus.f, 26.01.19.

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  1. Markus.f

    Markus.f Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.19   #1
    Hallo,

    eine Frage zur CD Orgel.



    Schon vor längerer Zeit hatte ich davon gehört dass es eine FL-Modifikation dieser Orgeln gibt, wodurch der Sinus Sound lebendiger klingt.

    Ich bin gerade wieder darauf aufmerksam geworden weil aktuell bei Ebay Kleinanzeigen eine Arcus angeboen wird wo auch von dieser Modifikation berichtet wird.

    Ich selbst habe eine Wega und eine Spectra und würde gerne eine dieser Orgeln mit dieser Modifikation ausrüsten um so auch einen direkten Vergleich zu haben.

    Daher die Frage ob sich jemand damit auskennt und vielleicht einen Schaltplan oder ähnliches dafür hat.

    Habt Ihr ein paar Infos darüber?


    Gruß Markus
     
  2. happyfreddy

    happyfreddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.19   #2
    Die Arcus gibt es seit 1989/90 somit nicht 25 Jahre sondern 29 Jahre alt.
    Wenn eine CD Orgel im Jahre 2011 schon 22 Jahre alt ist und die Hardwareänderungen,
    die es ab und zu mal gab nie durchgeführt wurden entdeckt man solche Dinge schon
    wenn eine Orgel generalüberholt wird.
    Hardwareänderungen betrafen etliche Platinen wo Bauteile weggefallen, gebrückt oder durch
    andere Werte ersetzt wurden. Zudem wurde auch in unregelmäßigen Abständen die Software
    geändert, bzw zusätzliche Komponenten eingebaut wie Livestyle oder Memorytower oder gar der
    OX 7up. Aus dem Foto in den Kleinanzeigen ist jedoch nicht zu entnehmen, daß hier ein OX 7up
    eingebaut ist, der entscheidend den Sinus verbessert ( es fehlt hier das entsprechende Bedienfeld
    mit Display und Tastern)
    Zugriegel werden meist über das Wersivoice gespielt und genau hier hab es eine
    Änderung im Zuge anderer Maßnahmen um dem Klang mehr Tiefe und Druck zu verpassen.
    Ich vermute hier daß die wesentliche Klangverbesserung mit dem Einbau der letzten Softwareversion
    erfolgt ist. Das war für CD Orgeln mit/ohne Memorytower und ohne das Livestyle die Version V 6.0.
    Mit Livestyle und Memorytower ist die letzte Version die V 7.1 gewesen.
    Alles was vor diesen beiden Softwareversionen war kann man getrost vergessen, will man nicht mit einem Sounddefizit leben
    Beide Versionen beinhalten auch die Doppelbelegung der Klangfarbentaster mit den Ebenen
    Basic 1 und Basic 2. Gerade in der Ebene Basic 2 fanden sich etliche Sounds von Franz Lambert, die
    es auch auf Memorykarten gibt . Fa CD Soft hat hier sehr viele schöne Memkarten programmiert
    und allein von Franz Lambert gibt es eine ganze Reihe mit guten Sounds.
    Man liest es oft daß eine angebotene Orgel eine Spezialversion mit FL Ausstattung sei.
    Ich gebe darauf nicht viel, da solche Ausstattungen speziell auf die Belange eines FL zugeschnitten
    waren. Tastenkontaklte mußten zu 100 % funktionieren und waren deshalb auch vergoldet.
    Tastenkontakt Auslösung war genau auf seine Spielweise eingestellt, was jeder Kunde am kleinen
    Schräubchenan der Kontaktfeder auch machen kann etc etc.
    Die CD Orgel hat einen frei programmierbaren Custombereich und hier kann sich jeder austoben
    und auch eigene Sounds erstellen. Wer dazu keine Lust hat kann auch den Sound Zufallsgenerator benutzen und bei Gefallen den Sound abspeichern und einen eigenen Namen verpassen.
    FL hat sich viele Sounds programmieren lassen und es wurden auch Sounds seiner bisherigen
    DELTA auf die CD LInie adaptiert wie "B3 BLUBB " oder "BETA TRP (Trumpet)".
    In der Basic 2 Ebene finden sind ua auch viele seiner Flächensounds wieder .

    Kann natürlich auch möglich sein, daß hier eine Memkarte von FL einfach eingeladen wurde.
    Ist der Akku irgendwann mal leer sind die Sounds dann leider auch weg.

    Lebendigen Sinus bekommt man schon wenn man die beiden Wersivoice im Speed
    geringfügig unterschiedlich einstellt und den Sinus dann per aktiviertem CHORUS spielt wo ein
    Sound über beide Wersivoice parallel läuft. Den Effekt merkt man dann schon bei Speed Up/down.
    Also alles kein Geheimnis.
    Was man jedoch bei einer Generalüberholung nicht mitgeliefert bekommt ist die Spielweise
    eines FL - da nützt jegliche gleiche Hardwareausstattung nichts - rein garnichts !
    Da sitzen sie nun vor der Orgel und haben eine FL Registrierung eingestellt und wundern sich warum
    es nicht genauso klingt ...
    Will man das erreichen muß man nur fleißig üben üben üben....
    Btw ...
    Reine Kopien von irgendwas sind immer schlecht, besser ist dann schon ein eigener Stil
    und daran sollte man arbeiten ....... mit seinen eigenen Klangvorstellungen !!!!
     
  3. Markus.f

    Markus.f Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.19   #3
    Hallo,

    Vielen Dank für deine Infos, das es an den Hardwareänderungen liegen kann ist durchaus möglich habe selbst noch zwei WV30 liegen wo anstelle der 100kOhm noch die alten 47kOhm verbaut sind, da ist schon ein unterschied festzustellen.

    Das mit der Softwareversion ist natürlich auch ein wichtiger Punkt, ich habe bei beiden Orgeln V 6.0 wobei ich dazu auch gleich noch eine Frage hätte.

    Der IC 15 vom MST 8 hat die Bezeichnung 630822Y. Jetzt habe ich noch einen Ersatz MST 8 liegen da hat der IC 15 die Bezeichnung 630825M hat dieser unterschied etwas mit der Softwareversion zu tun?

    Merkwürdigerweise läuft der Ersatz MST8 (630825M) in der Spectra wunderbar aber in der Wega geht nichts da kommt noch nicht mal die Power LED zum Einschalten.
    Da es nur den Ersatz MST 8 betrifft macht das nichts aber interessieren würde es mich schon wo hier das Problem liegt.
     
  4. happyfreddy

    happyfreddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.19   #4
    Die Software beim MST 8 muß natürlich mit der des CO 1 auch zusammenpassen
    Auch die beiden ICs des MST 8 ( IC 15 und IC 20 ) muß zueinander passen
    Ab der Version Megasounds muß auch der Jumper für den IC 20 anders gesetzt sein
    ( Lötbrücken )
    IC 15 mit Bezeichnung 630825M ist auf jeden Fall das SYS Eprom für V 6.0 mit Memorytower

    Das IC 15 xxyy Y ist auf jeden Fall eine Softwareversion vor der V 6.0.
    Diese Software läuft auch nur mit einem entsprechenden CO 1.
    Sollte sich die Orgel dann mit richtiger Bestückung melden kann man den sog Blinkmodus
    mal aktivieren wo man im Display die jeweilige Software Version angezeigt bekommt.
    Blinkcheck :

    Orgel ausschalten , es darf keine MEMCARD gesteckt sein !!
    ENTER TASTER gedrückt halten
    Orgel einschalten
    ca 2 sek warten
    ENTER Taster loslassen
    Blinkcheck beginnt
    Angaben Software version MST 8 und CO 1 notieren

    Aus dem Check kommt man durch drücken irgendeiner Taste wieder raus.


    Sollte der Kontrast des Displays nicht lesbar sein
    Orgel einschalten
    ENTER drücken
    2 x Pfeil links drücken
    ENTER drücken

    Es blinkt dann aufgeregt die LED im Halltaster
    Mit dem Hallregler dann den gewünschten Kontrast einstellen
    ENTER drücken
    3 x EXIT drücken

    Wenn mal der Akku leer ist vergißt die Orgel auch den abgespeicherten Kontrastwert
    Den Kontrastwerrt sollte man in sitzender Position einstellen wegen dem schmalen
    Einfallswinkel des Displays

    Hat man eine Notenbeleuchtung und strahlt die direkt auf das Display kommt es vor daß dieses
    im Laufe des Spiels immer dunkler wird bis man nichts mehr lesen kann.
    Das hängt mit UV Anteilen zusammen die für zusätzliche Erwärmung von außen sorgen.

    Wenn im WV 30 hier noch 47K statt der 100 K bestückt sind ist auch auf anderen Karten noch eine
    Fehlbestückung : IF 40 , EF 40 , AF 40, PS 21 , MB 40, KD 1 , CO 1 , DSP 160, CB 45 , CB 46

    Das rauszufummeln sollte man die letzte Aufbauanleitung der CD Linie (5 / 89 ) zu rate ziehen
    und alles mit der Bestückung der vorliegenden Platinen vergleichen.
    Eine Arbeitsanleitung vielleicht der letzten Aktualisierung bringt hier rein garnichts, weil
    jede Aktualiserung auf einer davor liegenden AUFBAUT und die als bereits durchgeführt ansieht.

    Eine Arcus CD 45 ist etwas anders aufgebaut und für diese Version gilt nur die dortige
    Aufbauanleitung bzw Tech Unterlagen .
    Aufbauanleitungen einer CD XTRA sind wieder etwas eigenes da diese Umbauvariante auf den
    alten DX Orgeln ( Beta / Delta ) aufbaut.

    Wenn bei der WEGA noch nicht einmal die POWER LED funktioniert liegt ein Fehler
    im Netzeingangsmodul bzw PS 21 vor , vorausgesetzt die Steckverbindung nach oben vom Netzeingangsmodul ist OK
     
  5. Markus.f

    Markus.f Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.19   #5
    Hallo,

    habe mir heute nochmals die Sache mit dem MST 8 angeschaut.
    Es hatte etwas gedauert da die Wega bei meinen Eltern steht, denn in meinen Wohnzimmer stehen schon die Spectra und der Tyros mehr Platz ist da leider nicht.

    Also zum MST 8.

    Die Ausgangssituation war, dass die verbauten MST8 der Spectra und der Wega in beiden Orgeln funktionieren auch wenn man sie gegeneinander tauscht.

    Ein dritter Ersatz MST8 hingegen funktioniert NUR in der Spectra!

    Als Softwareänderung es gab meines Wissens am MST 8 nur der Tausch vom IC15 und IC20 sowie die Drahtbrücke JU2 für den IC 20. ???

    Wir befinden uns an der Wega!

    Die Drahtbrücke ist bei beiden MST8 gleich gesetzt. IC 15 (630825M) und IC 20 (630823A) habe ich aus dem funktionierenden MST 8 entfernt und in den anderen MST 8 eingesetzt.

    Der Fehler wurde damit aber nicht behoben!

    Die Power LED leuchtet wenn der MST8 entfernt ist, sobald man ihn einschiebt geht die Power LED aus, zieht man ihn wieder heraus geht die Power LED wieder an.

    Normalerweise würde ich sagen hier liegt ein defekt am MST8 vor, nur wieso funktioniert besagter MST8 dann an der Spectra?

    Beide Orgeln sind gleich ausgestattet mit allen Slaves und mit Memorytower. Version 6.0 ohne Livestyle alles gleich.

    Kommendes Wochenende werde ich vielleicht mal die Slaves genau unter die Lupe nehmen, oder was könnte da noch infrage kommen??


    Gruß Markus
     
  6. happyfreddy

    happyfreddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.19   #6
    Der MST setzt auch einen mit entsprechender Software ausgestatteten CO 1 voraus,
    dh die Softwareversion von MST 8 und CO 1 muß auch zueinander passen.
    Bei angeschalteter Orgel dürfen auf keinen Fall irgendwelche Karten abgezogen und
    eingesteckt werden , NUR BEI AUSGESCHALTETER ORGEL !!

    Bei Softwareversion V 6.0 und bei V 7.1 müssen die Jumper JU 1 und Ju 2 auf jeden Fall unterschiedlich gesetzt sein.
    JU 1 vom mittleren zum näher am 2k2 liegenden Anschluß
    JU 2 vom mittleren zum näher am Akku liegenden Anschluß

    Gleichgesetzte JU 1 und JU 2 sind für Asbach-alte-Softwareversionen noch vor V 5.0 aus den
    Jahren vor 1989 die weder Mega Sounds noch Mega Drums kannten

    Die Power LED ist eine Doppel LED mit grüner und roter LED. Diese zeigt grün an, wenn die Stromversorgung im Standby Modus ist, dh
    diese LED bekommt Strom vom kleinen Netzteil im NE 60 Netzteil Einschub im Unterteil.
    Wenn das Netzgerät oben in der Orgel ( PS 21 ) dann eingeschaltet wird
    bekommt die Power LED auch Strom von diesem Netzteil und die zweite LED der Power LED
    leuchtet dann was eine Änderung der Farbe von grün auf rot bewirkt.
    Genaugenommen ist es ein rotes orange was da leuchtet denn die grüne LED brennt weiterhin.
    Wenn jetzt jedoch diese Doppel LED vollkommen dunkel wird, liegt irgendwo ein Kurzschluß vor.

    Hier würde ich mal die Anschlüsse des PS 21 nachmessen ob an den weissen Leitungen
    + 5 V gegen Masse ( schwarze Leitungen ) überhaupt vorhanden ist.
    Ist die +5V am PS 21 vorhanden, die LED jedoch dunkel kann es nur am eingesteckten MST 8 liegen
    wenn die Orgel mit dem anderen MST 8 läuft.

    Wenn an den Lötjumpern für den IC 15 und IC 20 rumgelötet wurde kann es passieren daß man aus
    Versehen einen Leiterbahn unterbricht. Hier also mal genau nachmessen mit Ohmmeter ob ein
    solches Mißgeschick passiert ist.
    War jedoch einmal der Akku ausgelaufen, so ist es mehr als wahrscheinlich daß hier durch
    Säure Bauteile beschädigt bzw Leiterbahnen zerfressen wurden. Das passiert auch unter den IC Sockeln
    und in den zweipoligen isolierten Stromschienen.
    Zwischen zwei benachbarten Stromschienen Pins darf kein Kurzschluß vorliegen.
    Jede zweite Lötstelle der zweipoligen Stromschienen ist auch miteinander verbunden. Gerade wenn die etwas schrägstehen und wieder gerichtet wurden kann es passieren, daß ein Anschluß einfach abbricht,
    was zur Folge hat, daß einige ICs dann keine Spannungsversorgung mehr haben.
    Sind die Stromschienen mehr bräunlich als kakifarben dürfte die Isolierschicht zwischen den beiden
    Polen schon in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
     
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