Wie berechne ich den (möglichst) genaue tatsächliche Stromhunger von Aktivboxen

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Also wenn ich eine PA mit einem Stromaggregat versorgen will, sollte das Aggregat etwas mehr Leistung haben, als die Anlage verbraucht.

Bei den meisten Geräten ist das kein Problem. Wieviel Watt der Mischpult zieht, oder die LED Leiste kann man direkt an den Geräten ablesen.

Bei den Boxen / Verstärkern sieht das anders aus. Die saugen Leistung aus der Steckdose, wie es gerade benötigt wird. Dreh ich voll auf saugen sie deutlich mehr als wenn ich sie nur halb aufdrehe.

Für alles weiter nutze ich meine Anlage als Beispiel (da hab ich die Daten gerade parat). Ich nutze von Yamaha 2x DXR12 und 1x DXS15mkII. Dazu noch 3 Wedges von dB Technologies
Hier die beiden Links zu den Herstellerangaben:
DXR12: https://de.yamaha.com/de/products/proaudio/speakers/dxr/specs.html#product-tabs
DXS15: https://de.yamaha.com/de/products/proaudio/speakers/dxs/specs.html#product-tabs
FM10: https://www.dbtechnologies.com/de/produkte/flexsys/flexsys-fm10-p745/

DXR12 haben nach Herstellerangaben 1100 Watt Maximalleistung (dynamisch); die DXS15 hat 1020 Watt. Die FM10 hat 800W (mit PeakPower angegeben).
Die dauerhaft nutzbare Leistung (continus) ist bei den DXR12 mit 700W und bei der DXS mit 800W angegeben. Die FM10 hat 400W (mit Power PRG angegeben)
Eine weitere angaben ist die 1/8 Angabe des Herstellers.
Bei der DXR12 ist die 1/8 angaben mit 110W angegeben, bei dem DXS15 mit 100W.
Bei den dB Wedges finde ich die 1/8 Angaben nicht, dafür aber Verstärkerangaben in Watt mit 200 Watt. Die haben übrigens einen Ringkerntrafo eingebaut, der (wenn ich mich nicht irre) deutlich mehr Verlustleistung hat als die digitale Endstufe bei den Yamahas und deshalb auch mehr Strom zieht im Verhältnis zur abgegebenen Leistung.

Soviel mal zu den Werten.
Jetzt stellt sich mir die Frage wieviel Power muss das Stromaggregat haben, das es den Boxen genügt.
Geh ich auf Nummer sicher, wären das bei meinem System mindestens 5620 Watt (2x DXR12 mit 1100 Watt +1x DXS15 mit 1020W + 3x FM10 800W)
Geh ich von der nutzbaren Leistung aus, würden mir (2x700W)+(800W) + (3x400)=3400 Watt reichen.

Es ist ein erheblicher Unterschied zwischen 5620 Watt und 3400 Watt. Das betrifft auch den Miet-/ Anschaffungspreis des Stromaggregats. Oder ein anderer Punkt ist, das man auch genug Leistung vom Veranstaltungsort bekommt. Ist ja nicht immer eine Halle, sondern manchmal nur eine Kneipe.

Da ich so ähnliche Fragen schon mal gestellt habe (soweit ich mich erinnere) weiß ich noch, das die Herstellerangabe der Maximalleistung eher nicht erreicht werden. Aber mir ist einfach unklar, wie ich das am besten für mich berechne, das ich genug Leistung für die Boxen hab und die möglichst zuverlässig nutzen kann.

Die Frage ist jetzt, wie kann ich die benötigte Leistung des Stromaggregats berechnen, das alles möglichst zuverlässig funktioniert. Ich denke das wenn ich absolute Sicherheit möchte ich von den Maximalangaben der Hersteller ausgehen muss, aber das ist eher unwahrscheinlich, das ich diese Werte erreichen werde. Da Musik ja auch Dynamisch ist, kann man das nicht genau berechnen, das ist mir klar. Es sollte jedoch eine "Faustformel" geben, die man hier anwenden kann. Auch all die Veranstaltungstechniker müssen ja ihren Strombedarf berechnen können, wenn sie eine Veranstaltung planen.

Meine Erfahrung damit ist, das wir bei uns Im Proberaum mit zwei Sicherungskreisen alle Boxen und noch zusätzlich etwa 1800 Watt an Licht und Verstärkern bedienen können ohne das eine Sicherung fällt. Als ich bei einer Hochzeit mal mein Zeug aufgebaut hab, hatte ich nur einen Sicherungskreis (der wohl auch noch andere Verbraucher hatte, vermutlich Beleuchtung) klar gekommen. Okay, da war die Musik auch im gemäßigten Lautstärkebereich.


Also nochmal die Frage:
Wie berechne ich die benötigte Leistung für ein Stromaggregat (oder wieviel Strom brauch ich aus der Steckdose des Veranstaltungsorts).
 
the flix
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Spannende, aber nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Die kurze, vermutlich unzufriedenstellende Antwort lautet: Mit den verfügbaren Daten leider nicht zweifelsfrei.

In ausführlicher:
Mit den Angaben der Ausgangsleistungen lässt sich leider wenig anfangen. Denn zum einen fehlen eindeutige Daten, wie diese Werte ermittelt wurden, für welche Bedingungen sie also gelten. Und zum anderen wissen wir nichts über die Effizienz des Systems, also welche Leistung auf der Netzseite für welche Leistung auf der Lautsprecherseite benötigt wird.
Wenden wir uns also den angegebenen Daten für die Netzleistung zu. Die 1/8-Angabe kann bedeuten, dass sie entweder mit einem Sinus-Ausgangsignal ermittelt wurde, welches 1/8 der nominalen Ausgangsleistung erzeugt oder (wahrscheinlicher) mit einem Rauschen mit 12 dB Crestfaktor, dessen Maximalwerte Vollaussteuerung am Ausgang erzeugen. Die durchschnittliche Ausgangsleistung eines solchen Signals entspricht ja genau 1/8 der Maximalleistung (bei Berechnung der Maximalleistung über (Umax/sqrt(2))^2/Z). Das ist also ein guter Anhaltspunkt für die Nutzung mit wenig komprimiertem, breitbandigem Musiksignal über einen langen Zeitraum.
Die Angabe in Watt, also die Angabe der Wirkleistung, ist hier leider nicht ausreichend. Für die Netzdimensionierung ist die Scheinleistung in VA wichtig. Man kann natürlich argumentieren, dass mit einem hohen Leistungsfaktor zu rechnen ist und diese Werte nahe beieinander liegen. Dennoch ist das erst mal eine Unbekannte in der Abschätzung.
Dann müssen wir noch beachten, dass der Fall des 12 dB Crestfaktors zwar ein üblicher, aber nicht zwingend ein aussschließlicher ist. Gerade bei Subwoofern kommen durchaus geringere Crestfaktoren vor. Wie sich dann das System auf der Netzseite verhält, lässt sich nur erraten. Es ist denkbar, dass die durchschnittliche Leistung nicht steigt, weil die Endstufensektion auch bei geringeren Crestfaktoren auf Dauer nicht mehr Leistung liefern kann (also weniger Peak-Leistung erlaubt). Das Gegenteil ist jedoch auch nicht auszuschließen.
Für exakte Werte müsste man entweder messen oder eine Berechnung/Simulation durchführen, für die Daten benötigt werden, auf die man als Anwender keinen Zugriff hat.

Die Werte gelten gemittelt über einen längeren Zeitraum. Was jedoch kurzzeitig passiert, lässt sich aus ihnen nicht ablesen. Bei der Versorgung aus dem Netz ist das weniger ein Problem, Sicherungen lassen sich vergleichsweise lange über ihrem Nominalwert betrieben, ohne dass sie auslösen. Mit mobiler Stromversorgung habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht im Detail auseinander gesetzt und kann dir nicht garantieren, dass hier dasselbe gilt.

Trotzdem behaupte ich, dass du die 6 Lautsprecher problemlos an einem 16A-Stromkreis betrieben kannst, vermutlich mit noch deutlichen Reserven.
 
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Verdammt! schon wieder keine definitive Aussage. Das ist sicher kein Vorwurf, sondern nur, was mir als erstes durch den Kopf schoss.

Also ich hab schon öfter von dir ( @the flix ) Beiträge gelesen und weiß, das du da echt tief in der Materie drin steckst. Ich bin auch immer wieder neu beeindruckt wie weit du das zu erklären versuchst (geht meistens irgendwann über meinen Horizont raus; meistens ab den Formeln).
Wenn ich dich aber richtig verstanden habe, sollte ich ein Messgerät zwischenschalten (gibt es ja als Steckdosenadapter) und die Boxen mit verschiedenen Lautstärken messen; mit weißem und/oder rosa Rauschen. Dann hab ich einen Wert mit dem ich rechnen kann.
Wie so oft hab ich mir das irgendwie einfacher vorgestellt...
 
the flix
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Wenn ich dich aber richtig verstanden habe, sollte ich ein Messgerät zwischenschalten (gibt es ja als Steckdosenadapter) und die Boxen mit verschiedenen Lautstärken messen; mit weißem und/oder rosa Rauschen. Dann hab ich einen Wert mit dem ich rechnen kann.
Das könntest du tun, allerdings reden wir dann über so ein Messgerät:
https://www.rohde-schwarz.com/de/produkt/hmc8015-produkt-startseite_63493-150914.html
Deine Testsignale müssen bewusst ausgewählt sein, was Spektrum und Crestfaktor angeht, um deine Einsatzszenarien bestmöglich abzudecken.
Und schließlich musst du in der Lage sein, deine Anlage auch voll ausfahren zu können, um die tatsächlichen Maximalwerte zu erhalten.

Ich denke, das ist in der Tiefe für dich nicht zwingend notwendig. Du kannst auch die Herstellerwerte für die Leistungsaufnahme hernehmen und einen Sicherheitsfaktor für die von mir dargelegten Punkte aufschlagen. Selbst wenn du für die Yamaha 200 VA und die dB 300 VA annimmst (was vermutlich deutlich zu hoch ist), bist du in Summe nur bei 1500 VA.
 
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Ich richte mich da einfach am Netzteil. Da gibts immer eine Angabe wie viel Ampere die Feinsicherung aushält. Das mit 240 multipliziert sollte die max. Leistungsaufnahme des Netzteils ergeben. Laut Yamaha Webseite sollten das bei den genannten Modellen jeweils um die 100-120 Watt sein. Bei der FM10 sollten es laut Produktfoto vom großen T maximal 180 Watt sein. also alles zusammen etwas über 1000 Watt. Da sollten dann, mit etwas Sicherheit 1500 W aus dem Aggregat reichen.
Man sieht also dass die plakativen Hersteller Zahlen zur Leistung überhaupt nicht zur Berechnung der Leistungsaufnahme zu tun hat.
 
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Für alles weiter nutze ich meine Anlage als Beispiel (da hab ich die Daten gerade parat). Ich nutze von Yamaha 2x DXR12 und 1x DXS15mkII. Dazu noch 3 Wedges von dB Technologies
Hier die beiden Links zu den Herstellerangaben:
DXR12: https://de.yamaha.com/de/products/proaudio/speakers/dxr/specs.html#product-tabs
DXS15: https://de.yamaha.com/de/products/proaudio/speakers/dxs/specs.html#product-tabs
FM10: https://www.dbtechnologies.com/de/produkte/flexsys/flexsys-fm10-p745/

DXR12 haben nach Herstellerangaben 1100 Watt Maximalleistung (dynamisch); die DXS15 hat 1020 Watt. Die FM10 hat 800W (mit PeakPower angegeben).
Die dauerhaft nutzbare Leistung (continus) ist bei den DXR12 mit 700W und bei der DXS mit 800W angegeben. Die FM10 hat 400W (mit Power PRG angegeben)
Eine weitere angaben ist die 1/8 Angabe des Herstellers.
...

Bei den beiden Yamahas steht doch die "Power Consumption" in der Tabelle - 110W (in Worten einhundertzehn) pro Gerät. Das funktioniert, weil im Netzteil Kondensatoren aufgeladen werden, aus denen die zusätzliche Energie für kurzfristige Impulsspitzen gezogen wird. Die Steckdose wird weiterhin mit 110W belastet. Wie das für db technologies aussieht, kann man nur erahnen, aber wenn Du 200W schätzt, dann liegst Du wahrscheinlich über dem tatsächlichen Wert.

Eine kleine Sammlung von Pro Tipps (oder nennen wir es: aus eigener Erfahrung und unter Schmerzen gelernt): Lege auf die Herstellerangaben nochmal ca. 50% drauf, d.h. für jede Yamaha-Box rechne mal 150 bis 160 Watt, wie gesagt ca. 200W für die FM10, etc. Machst Du das für DJ-Anwendungen? Oder Band-PA? Im letzteren Fall kommen ja noch Musiker dazu, und die haben oft steinalte Technik im Gepäck - so ein 100W Marshall Röhrentop kann schonmal 300 bis 500 Watt aus der Steckdose ziehen. Und: Licht in alter Technik zieht auch immens Leistung.

Regel 1: Wenn eine Band dazu kommt, lass Dir im voraus die Gerätetypen schicken. Oder die sollen halt ihren Leistungsbedarf genau angeben. Auch hier lass ein paar Reserven, am Ende kommt einer mit dem weltgrößten Effektboard an, das alleine knapp 100W zieht und hat ganz vergessen, Dir das zu sagen...
Regel 2: Altes Licht! Vorsicht, so ein "Lämpchen" kann 1000W ziehen. Ich habe mal eine Band betreut, die auf einer Berghütte gespielt hat - es gab dort für uns zwei Stromkreise, aber jeder war nur mit 2kW belastbar. Ich habe genau geplant und gab der Band dann die Anweisung: Alles Soundequipment in die schwarzen Verteilerdosen, alles Lichtequipment in die roten Verteilerdosen. Alles ging gut. Zu Anfang des Soundchecks dann plötzlich ein helles Licht und - wumm - der Sound ist weg. Ich fragte "Hat jemand was angeschlossen?" Keine Antwort. Doch der Keyboarder stand mit einem Spot in der Hand da. "Willst Du mir was sagen, Max?" Seine Antwort kam bayrisch aufbrausend "Geh weider, des is doch nur so a Lamperl!" Das Schild angesehen: 1000W. Von wegen "nur so a Lamperl". Zum Glück war das keine Schmelzsicherung... Ab dann hat er besser auf mich gehört. Bei LEDs ist das alles kein großes Problem, aber konventionelles Licht kann der Tod eines Generators sein.
Regel 3: Keiner steckt am Strom was an, wenn nicht vorher von Dir so befohlen. Ergibt sich aus dem oben gesagten.
Regel 4: Generatoren brauchen eine Grundlast, bei Leerlauf steigen die sonst aus. Soll heißen, Du musst je nach Generator 200 bis 500 Watt Dauerlast am Generator haben - und das wiederum ist am besten eine konventionelle Halogenlampe. Lass Dich da vor dem Kauf oder Mieten beraten und plane dann entsprechend. Mit unserer "normalen" Stromversorgung in einer Halle oder Kneipe ist das zum Glück nicht so.
Regel 5: Bei Strom vom Generator: Vorsicht vor "Bauernstrom" - eigentlich ein Drehstromgenerator, aber der fünfte Pol fehlt (Neutralleiter). Bei landwirtschaftlichen Maschinen ist das wohl kein Problem, aber bei unserer Art der Verwendung kann es zu Problemen kommen. Die Spannung kann bei unsymmetrischer Belastung variieren, und das ist oft der Tod des Equipments.

Beruflich löse ich zwar oft akute IT-Probleme. Aber als meine vornehmste Aufgabe sehe ich an, meine Kunden so zu beraten, dass diese akuten Probleme entweder gar nicht auftreten können oder dass zumindest ihre Auswirkungen minimiert werden. Daher plane ich gerne fail-safe und überdimensioniere immer, es gehen auch so noch genügend Dinge schief. Beim Gig will ich mir keine Sorgen über Strom machen müssen.
 
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Sharkai
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@the flix
Also ich werd mir sicher nicht ein Messgerät kaufen das die hälft kostet wie meine ganzen Boxen zusammen! Ich dachte da mehr an so was hier für 20 - 30 Euro:
Energiemessgerät.jpg
Ich bin mir zwar 100% sicher das dein Vorschlag echt klasse ist, aber ich könnte das gar nicht bedienen.


@Mfk0815
Diese Rechnung kann ich nachvollziehen und scheint mir auch als Faustformel recht geeignet.


@mix4munich
Es ist für mein Equipment mit meiner Band gedacht. Da weiß ich was noch alles an Verbrauchern dazu kommt.

Aber natürlich sollte es auch flexibel einsetzbar sein, das heißt das ich auch Bands mit Verstärker versorgen will. Also ich hätte mal für eine Gitarrenamp so 500 Watt geschätzt, wie das beim Bassamp aussieht weiß ich nicht so genau, aber da kommt es wohl drauf an ob Röhre oder Transistor. Aber hierfür würde ich auch mal 500 Watt veranschlagen, dann sollte das reichen. Im schlimmsten Fall kann ich den Bass ja auch über die PA laufen lassen (was wir in der Band eh tun, genau wie die Gitarre).

Unser Licht ist recht überschaubar, und kommt dank LED, auf keine 500 Watt.
Somit wäre ich wohl mit geschätzten drei, eher vier kW im grünen Bereich.

Lustige Geschichte in deiner Regel 2. War aber in dem Moment sicher nicht sehr erheiternd.

Regel 4: Generatoren brauchen eine Grundlast, bei Leerlauf steigen die sonst aus.
Dass wusste ich nicht. Ist ein echt guter Hinweis. Wie sollte man das machen? Soll ich da dauerhaft eine 300-500 Wattlampe einplanen (also entsprechend stärkeres Aggregat) oder reicht es, wenn die z.B. beim Umbau auf der Bühne eingeschaltet wird und wenn die Verstärker eingeschaltet sind wieder aus? Gibt es ein Schaltmöglichkeit wie die Lampe nur bei Bedarf angeht? Würde da auch ein Heizlüfter gehen (um mal stellvertretend ein lastintensives anderes Gerät zu nennen)?



Und eine weitere Frage hab ich da noch die aber schon fast ein bisschen "Off Musikerboard" ist.
Wenn ich ein Inverter Aggregat kaufe weil die einen "sauberen" Strom liefern, bekomme ich da Probleme mit eventuellen Spannungsspitzen oder spielt das nur bei Baugeräten wie Flex, Kreissäge oder Bohrhammer eine Rolle?
 
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Soll ich da dauerhaft eine 300-500 Wattlampe einplanen (also entsprechend stärkeres Aggregat)
Ja, oder mehrere kleinere, je nach Bedarf. Baustrahler z.B. Die können ja auch für etwas nützlich sein, z.B. Wege beleuchten oder Stände oder Teile der Bühne. Sollte aber statisch gleichmäßig sein.
reicht es, wenn die z.B. beim Umbau auf der Bühne eingeschaltet wird und wenn die Verstärker eingeschaltet sind wieder aus?
Nein. Die Grundlast sorgt beim Aggregat für eine gleichmäßigere Belastung. Das Musiksignal ist eher das Gegenteil davon mit kurzen Spitzen und dann wieder kaum etwas.

Rechenbeispiel:
Wenn du 500W Grundlast hast und 100 - 300W variabel dann ändert sich die Last von 600W auf 800W das sind 30% drauf - gut zu regeln
100W - 300W ohne Gundlast sind 300% Laständerung - kritisch zu regeln
Würde da auch ein Heizlüfter gehen
Eigentlich ja, aber die Heizlüfter regeln oft auch mit An/Aus z.B. 1000W, und dann hast du noch größere Lastsprünge. Auch Herdplatten mit Bimetall-Regler schalten haupsächlich im Wechsel an und aus.

Einige Glühlampen sind schon die beste Wahl.
 
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Seufz.... Suchfunktion?!
Gefühlt 314159265359 mal diskutiert.

Und das wichtigste Attribut finde ich hier nicht oder habe es überlesen: Regelkreis des Aggis.
Wenn das ein billiges noName aus dem Baumarkt ist, dann läuft man Gefahr sich seine Elektronik teilweise zu zerschiessen. Daher Aggi mit Invertertechnologie nutzen. Dann erst über dessen Leistungsabgabe nachdenken.

Ansonsten gilt:
1. Aggi minx. 10 % Überdimensionieren, besser 20 - 25 %.
2. Ohmsche!!!!! Grundlast (also Glühobst, Heizlüfter sollte auf Dauerheizen stehen und nicht schalten) bei 10 % der max. Leistungsabgabe des Aggis.
3. Sich bewusst über Effektivleistung, Scheinleistung und Wirkleistung sein und was cos phi bedeutet.

Es gilt: Die genannten Boxen werden so gut wie nix brauchen, selbst bei Volllast.
Ganz parkmatisch: Schließ das alles an eine Schukosteckdose an. Wenn keine Sicherung fliegt, dann reicht ein 4 kVA Aggi oder gar ein 3 kVA.
Es gibt für günstig Geld Zwischensteckdosen mit eingebautem Strom/Leistungsmesser. Das reicht als Schätzeisen.
https://www.conrad.de/de/p/basetech-em-3000-energiekosten-messgeraet-kostenprognose-1611632.html?hk=SEM&WT.srch=1&WT.mc_id=google_pla&s_kwcid=AL!222!3!525129162847!!!g!!&ef_id=EAIaIQobChMI9pvY3u-H8QIVi-d3Ch1tgwU-EAQYASABEgK5zfD_BwE:G:s&gclid=EAIaIQobChMI9pvY3u-H8QIVi-d3Ch1tgwU-EAQYASABEgK5zfD_BwE
 
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@yamaha4711
Seufz.... Suchfunktion?!
Gefühlt 314159265359 mal diskutiert.
Zuerst mal: Grundsätzlich hast du absolut recht!
Die Zahl empfinde ich aber etwas hochgegriffen;) ...und sie hat eine unglaubliche Ähnlichkeit mit Pi :gruebel:
aber...

Das Problem bei der Suchfunktion ist, das man mit den benutzten Suchwörtern entweder zugebombt wird mit Berichten, in denen das Wort einmal vorkommt, oder aber nix findet. Und ja, manchmal klappt es auch super gut.
Die Schwierigkeit ist es die richtigen Suchwörter zu finden um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Das funktioniert meiner Erfahrung nach nicht ganz so gut.
Dazu kommt oft noch hinzu, das die Berichte schon recht alt sind, und teilweise mit der modernen Technik nicht mehr auf gleicher höhe sind. Exemplarisches Beispiel ist z.B. LED Beleuchtung. Der hervorragend verfasste Thread ist leider von 2008, und damals war LED einfach noch in den Kinderschuhen und kann nur schwer mit dem heutigen Material verglichen werden.

Wenn wir jetzt von meiner ursprünglichen Frage ausgehen, was den Energiehunger der Boxen betrifft, dann wird es für Leute die nicht in der Materie drin stecken es schon schwer, die richtigen Suchparameter festzulegen. Da ich die richtigen Worte um es genau richtig zu beschreiben nicht kenne, oder mit dem Umgang damit einfach nicht fit bin, werde ich mich immer schwer tun die richtigen Suchparamter zu finden. Würde es sich jetzt nur um das Stromaggregat drehen, wäre ich schnell fündig geworden. Ich muss hier aber auch zugeben, das ich das hätte machen sollen, bin ich aber nicht drauf gekommen. Ich habe gerade eben mal nach "Stromaggregat" hier gesucht und auf anhieb hab ich einige Berichte gefunden, die ich mir nachher noch durchlesen werde.

Was ich mit dem ganze hier sagen will ist, das es sicher nicht immer Faulheit ist nach solchen Threads zu suchen, sondern manchmal findet man sie einfach nicht, weil man von der falschen Seite (mit den falschen Suchwörtern) an das Thema ran geht. Obendrein ist es schon Zeitaufwändiger einen eigenen Thread zu starten, als zu googeln.

Wie ich aber ganz am Anfang schon gesagt habe, du hast natürlich Grundsätzlich recht.

Ansonsten auch Dir ein Danke für deinen pragmatischen Vorschlag. Ja ja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ist natürlich eine clevere und auch anwendbare Lösung mit der Steckdose. Allerdings seh ich dann beim ein oder anderen schon eine Reihe von 3er-Steckdosen hintereinander geschaltet, was auch nicht gerade ideal ist (um nicht Kacke zu sagen).

Eines würde mich aber noch interessieren: Wie heißt den so ein Gerät, das man zwischen Stromaggregat und Mischpult klemmt, das den Strom "sauber" macht? Das würde mir beim weiteren Info-Sammel erheblich weiterhelfen.
 
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Wie heißt den so ein Gerät, das man zwischen Stromaggregat und Mischpult klemmt, das den Strom "sauber" macht?
Powerconditioner als passive Variante (z.B. von Furman) oder eine USV mit Doppelwandler und entsprechender Leistung als aktive Variante.

Wenn das allerdings ein vernüftiges Aggi ist (Inverter) dann liefert dies auch in der Regel "sauberen" Strom. Daher eben hier nicht sparen.

Auch verhindern weder Powerconditioner noch Doppelwandler USV Netzqualitätsminderung, wenn dies hinter dem Filter auftritt, z.B. durch schlecht designte Schaltnetzteile im dortigen Stromkreis oder der olle Motor vom Kompresser der Bierzapfanlage aus den 80ern. Dies würde mir eher sorgen machen, als die Qualität eines guten Inverter Aggis.
 
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Das Aggregat wäre nur für mein Equipment. Vielleicht noch ein kleiner Kühlschrank, also nichts wirklich systemkritisches. Wenn der Grill oder der Getränkeverkauf Strom brauch, soll er ihn sich selbst besorgen.

Für mich geht es eigentlich nur darum, das ich zur Not auch auf nem Grillplatz, oder bei nem Gartenfest was mit Live Musik machen kann. Außerdem ist es nie schlecht, ein Stromaggregat zu haben...
 
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